Sprachkurse/Unterricht 

11 - 20 (34)
 
 

Esperanto oft besser beherrscht als andere Sprachen

18.03.2019

Viele Esperanto-Sprecher berichten, dass sie Esperanto besser sprechen als ihre anderen Fremdsprachen. In einer Umfrage bei Facebook wurde gefragt, wie lange es dauert, bis ein solches Niveau erreicht wird. Etwa 50 - 80 % haben weniger als ein Jahr oder etwa ein bis zwei Jahre bis zum Erreichen dieses Niveaus gebraucht.

Die Frage lautete (aus dem Esperanto übersetzt): Wenn du mit dem Erlernen von Esperanto nach anderen Fremdsprachen (nach einer anderen Fremdsprache) begonnen hast und wenn Esperanto jetzt deine beste Fremdsprache ist: Nach etwa wieviel Jahren nach dem Beginn des Lernens von Esperanto wurde es deine beste Sprache?

Antwortmöglichkeiten waren (201 Antworten):
weniger als ein Jahr (75 Antworten; 37 %)
1 - 2 Jahre (87; 43 %)
3 - 4 Jahre (30; 15 %)
5 - 7 Jahre (3)
8 - 10 Jahre (5)
11 - 15 Jahre (0)
16 - 20 Jahre (0)
Mehr als 20 Jahre (1)

Nach der Untersuchung haben also 80 % der Antwortenden ein besseres Niveau als in ihren anderen Fremdsprachen nach höchstens zwei Jahren erreicht.

Die Untersuchung wurde am 29. Oktober 2017 in der Facebook-Gruppe "Esperanto" eingestellt. Insgesamt haben bisher 201 Personen teilgenommen (bis März 2019). In den ersten drei Tagen haben 99 Personen geantwortet:
weniger als ein Jahr (32; 32 %)
1 - 2 Jahre (41; 20 %)
3 - 4 Jahre (23; 11 %)
8 - 10 Jahre (3)
andere Dauer (0)

Von denjenigen, die relativ rasch geantwortet haben, hat also nur etwa die Hälfte angegeben, dass es höchstens zwei Jahre gedauert hat, bis Esperanto ihre beste Fremdsprache war. Es ist denkbar, dass sich die später Antwortenden von den bisherigen Antworten haben beeinflussen lassen. Es ergibt sich insgesamt ein Median im Bereich von ein bis zwei Jahren (Median: Die Hälfte der Antworten liegt darunter, die andere Hälfte darüber).

In den Antworten ist davon zu lesen, dass einzelne Personen Esperanto schon nach wenigen Monaten besser als ihre anderen Fremdsprachen beherrschten, weil in diesen das Niveau eher gering war.

"Ist Esperanto deine beste Fremdsprache?"

Die oben beschriebene Umfrage ist eine Folge-Umfrage zu einer früheren. Bei dieser war gefragt worden, ob Esperanto die am besten beherrschte Fremdsprache ist; die Umfrage richtete sich nur an Personen, die vor mindestens fünf Jahren mit dem Lernen von Esperanto begonnen haben.

Die Frage lautete hier (aus dem Esperanto übersetzt): Wenn du Esperanto mindestens fünf Jahre lang sprichst: Ist Esperanto deine am besten beherrschte Fremdsprache (aktive Sprachbeherrschung; "Fremdsprache" soll sein: nach dem 6. Lebensjahr erlernte Sprache)? Ähnlich wie eine andere Sprache? Die zweitbeste Fremdsprache?
(Kommentiere bitte evtl. zu deinen Lebensumständen, z. B. mit einem Anderssprachigen zusammenlebend, in einer Region mit zwei Hauptsprachen lebend, Fremdsprachenlehrer...)

Antwortmöglichkeiten waren (228 Antworten):
Beste Fremdsprache (168 Antworten; 74 %)
Beste Fremdsprache ähnlich wie eine andere (13; 6 %)
Zweitbeste Fremdsprache (31; 14 %)
Drittbeste Fremdsprache (9; 4 %)
Ähnlich gut wie die Hauptsprache zuhause (5)
Wie eine verwandte Sprache (2)

Für etwas drei Viertel der Antwortenden ist Esperanto also diejenige Fremdsprache, die sie am besten beherrschen. Mehrere Kommentatoren teilten mit, Esperanto werde nicht als Fremdsprache empfunden.

Die Untersuchung wurde am 13. Oktober 2014 in der Facebook-Gruppe "Esperanto" eingestellt. Insgesamt haben bisher 228 Personen teilgenommen (bis März 2019). Unter den ersten 97 Personen war die Verteilung wie folgt:
Beste Fremdsprache (67 Antworten; 69 %)
Beste Fremdsprache ähnlich wie eine andere (10; 10 %)
Zweitbeste Fremdsprache (17; 18 %)
Drittbeste Fremdsprache (3)

Der Unterschied zum Stand nach 228 Antworten ist eher gering.

Lu Wunsch-Rolshoven

[EsperantoLand, Facebook]

 

Etwa 20 Stunden lernen bis zur Benutzung in der Praxis

17.03.2019

Esperanto ist in ungefähr einem Viertel der Zeit zu erlernen, die man für andere Sprachen wie Englisch oder Spanisch braucht. Was heißt das in der Praxis - wie lange muss man lernen, bis man die Sprache auch außerhalb einer Kurs-Situation anwenden kann? EsperantoLand hat dazu eine Umfrage bei Facebook gemacht. Mehr als die Hälfte der Antwortenden hat schon nach weniger als 20 Stunden damit angefangen, Esperanto in der Praxis zu nutzen.

Die Frage lautete (aus dem Esperanto übersetzt): Wie lange hast du Esperanto gelernt, bevor du angefangen hast es zu benutzen? Wieviel Unterrichtsstunden (45 Min.) hast du Esperanto in einem Kurs und im Selbststudium gelernt, bevor du begonnen hast, die Sprache in "normalen" Situationen zu benutzen (Lektüre von Texten, Konversation, Internet...)?

Antwortmöglichkeiten waren (86 Antworten):
weniger als 20 Unterrichtsstunden (50 Personen; 58 %)
20-29 (16; 17 %)
30-39 (4)
40-49 (4)
50-59 (2)
60-69 (0)
70-79 (0)
80 oder mehr (10)

Antworten mit hohen Stundenzahlen kommen, wie sich bei Nachfragen gezeigt hat, oft von Personen, die vor vielen Jahrzehnten Esperanto gelernt haben und damals keine Gelegenheit hatten, Esperanto in der Praxis zu nutzen. Heute nutzen Esperanto-Lernende oft nach kurzer Zeit Esperanto-Texte im Internet.

Die Untersuchung wurde am 22. März 2012 auf der Facebook-Seite von EsperantoLand eingestellt. Insgesamt haben 86 Personen teilgenommen (bis 2019; die allermeisten haben in den ersten Monaten nach der Veröffentlichung geantwortet).

Lu Wunsch-Rolshoven

[EsperantoLand, Facebook]

 

Esperanto als Schulsprache

12.05.2018

Wann genau Esperanto zur "Schulsprache" wurde, also an öffentlichen Schulen unterrichtet wurde, ist vielleicht nicht bekannt. Allerdings weiß man, dass es in Deutschland an etwa hundert Schulen Esperanto-Unterricht gab, als Hitler 1933 die Macht ergriff und dann recht bald der Unterricht von Esperanto an Schulen beendet wurde.

Esperanto in freiwilligen Arbeitsgemeinschaften

In den fünfziger Jahren äußerte sich die Kultusministerkonferenz (KMK) zum Esperanto-Unterricht in Schulen. Laut dem Protokoll der 43. Plenarsitzung der KHV (Hauptversammlung der Kultusminister?) vom 4./5. 11. 1954 hielt es der Schulausschuß "für unmöglich, Esperanto als Pflichtfach in die Schulen einnzuführen, wenn, dann nur in freiwilligen Arbeitsgemeinschaften." Das Plenum stimmte dem Vorschlag zu und lehnte die Einführung von Esperanto (als Pflichtfach) in den Schulen ab. Sehen wir eher das Positive: In freiwilligen Arbeitsgemeinschaften ist Esperanto-Unterricht ausdrücklich möglich.

Dieselbe Tatsache wurde in einem Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 28./29. September 1961 bestätigt: "Die Einführung von Esperanto als Pflichtfach wird abgelehnt. Gegen den Unterricht von Esperanto in freiwilligen Arbeitsgemeinschaften bestehen keine Bedenken." (Der Beschluss ist im Netz wohl nur in zitierter Form zu finden, z. B. auf S. 2, linke Spalte einer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage in Bayern. Vorsicht: Die einleitenden Sätze auf S. 1 sind falsch, Esperanto bietet sehr wohl auch Finnen, Ungarn und Asiaten "Lernhilfen" im Vergleich zum Erlernen etwa des Englischen, insbesondere bezüglich des Wortschatzes, der Grammatik und der Aussprache sowie Rechtschreibung. Auch Chinesen lernen Esperanto in etwa einem Viertel der Zeit, die sie für Englisch oder Französisch brauchen. Das Ministerium wurde wohl falsch informiert.)

Esperanto an ungarischen Schulen

An ungarischen Schulen dürfte Esperanto spätestens seit den sechziger Jahren unterrichtet worden sein. Schließlich wurde ein Bereich Esperantologie an der Universität Budapest 1966 eingerichtet - seither wurden dort Esperanto-Lehrer ausgebildet (bis etwa zum Jahr 2000). Wie man der Presse entnehmen kann, haben in Ungarn beispielsweise 2011 insgesamt 8 Schüler mit Esperanto am Abitur teilgenommen.

 

"Eine Schulstunde über Esperanto" - Zwischenbericht

20.09.2015

en Esperanto

Esperanto ist noch viel zu wenig bekannt. Um das zu ändern, wäre es gut, wenn Schüler in der Schule etwas über Esperanto hören würden. So ist das Projekt "Eine Schulstunde über Esperanto" entstanden, das Klaus Friese aus Hamburg mit der Hilfe einiger anderer auf den Weg bringt.

In Zusammenarbeit mit Lu Wunsch-Rolshoven vom Verein EsperantoLand hat Klaus Friese nun vor kurzem eine Broschüre für Lehrer herausgegeben. Der deutsche Titel ist „Eine Schulstunde über Esperanto“. (In Esperanto: Unu lerneja leciono pri Esperanto, englisch: A lesson about Esperanto.)

(Ganz unten finden sich Verweise zu weiteren Versionen, um den Text als Broschüre drucken zu können. Natürlich freuen wir uns über Kommentare.)

Unterricht über Esperanto

Die Idee ist es, Schüler zumindest eine Schulstunde lang über Esperanto zu informieren und die Schüler auch ein bisschen selbst lernen zu lassen. Das kann zum Beispiel in Vertretungsstunden, im Fremdsprachunterricht, in Deutsch oder Geschiche stattfinden. Letztlich auch in Mathematik, weil Esperanto erfahrungsgemäß gerade von Mathematikern überdurchschnittlich oft gelernt wird. Es ist halt regelmäßig aufgebaut und erfordert weniger Lernaufwand als andere Sprachen.

Im Fremdsprachenunterricht kann man als Grundlage z.B. Zeitungsartikel über Esperanto nehmen; der Verweis führt zu einer Zusammenstellung für eine Reihe von Sprachen. (Gerne erweitern wir das um geeignete, in den Medien veröffentlichte Texte.)

Das Konzept, das auf acht Seiten dargelegt wird, bietet Entwürfe für zwei verschiedene Unterrichtsstunden; diese sind für die Einführung von Esperanto geeignet, auch wenn der Lehrer selbst kein Esperanto spricht.

Der Esperanto-Verein Hamburg, der dieses Jahr sein 111. Jubiläum feiert, unterstützt dieses Projekt. Der Vorsitzende, Jürgen Wulff, hat einen Begleitbrief mit einer kurzen Erläuterung erstellt. Hier ist der erste Bericht über das Verteilen der Broschüre:

Eine Schulstunde über Esperanto - Zwischenbericht


Klaus Friese, Hamburg

Heute, am 10. Juni, bei strahlendem Sommerwetter, konnte ich das Konzept und den Begleitbrief vom Esperanto-Verein Hamburg an 7 Schulen unterbringen. Insgesamt habe ich damit in Hamburg-Bergedorf schon 22 Exemplare verteilt. Meist schaffe ich es, ein Mitglied der Schulleitung zu kontaktieren. In einigen Fällen war das nicht möglich und ich habe den Sachverhalt der Sekretärin erklärt. In diesen Fällen versuche ich nachträglich die Schulleitung mit einer persönlichen E-Mail zu informieren.

Wohlwollende Aufnahme

In den allermeisten Fällen wird unser kleines Projekt sehr wohlwollend aufgenommen. Zwei Schulleiterinnen haben mich spontan gefragt, ob ich dann auch bereit wäre, z.B. am Nachmittag einen „regulären“ Kurs zu übernehmen. Da habe ich ein bisschen „rumdrucksen“ müssen, denn, wenn die Schule zu weit von meiner Wohnung entfernt ist, wäre für mich natürlich der Aufwand zu groß. Für ein paar Einzelstunden habe ich aber schon mal zugesagt. Doch erstmal müssen die sich ja noch selbst mit den überreichten Informationen beschäftigen...

Ich habe den Eindruck, dass - besonders in Ganztagsgrundschulen - durchaus Potential für Esperanto-Unterricht gegeben ist. In einer Schule wurde mir berichtet, dass sie äußerst dankbar über einen kleinen Türkischkurs sind, der vom Konsulat angeboten wird. Und in der letzten Schule, die ich heute besuchte, bekam ich gleich die Visitenkarte der BGS-Leiterin (Ganztägige Bildung und Betreuung...) in die Hand gedückt. Sie will mich demnächst kontaktieren und mich für eine Doppelstunde innerhalb der Ferien mit Esperanto einsetzen...

So, jetzt werden in den nächsten Tagen die Schulen in den Vier- und Marschlanden in Angriff genommen. Das sind zwar nicht so viele, aber die liegen weit auseinander. Hoffentlich spielen mein Fahrrad und das Wetter mit...

Ausführlichere Version des Berichts

Eine Schulstunde über Esperanto
Bericht über die Verteilung des Konzeptes im Juni 2015

Kurz nach Fertigstellung der Broschüre „Eine Schulstunde über Esperanto“ begann ich mit der Verteilung in meinem Stadtteil Hamburg-Bergedorf. Vom Esperanto-Verein Hamburg bekam ich einen Begleitbrief. Der Vorsitzende Jürgen Wulff erläutert darin, dass die kleine Broschüre "eine einführende Begegnung mit der Sprache Esperanto" erleichtern soll, auch für Lehrkräfte, die diese Sprache noch nicht kennen. Erfahrungen von Lehrerinnen und Lehrern in der Vergangenheit mit diesem Konzept seien durchweg positiv. Es eigne sich für Vertretungsstunden sowie zum Einstieg in Sprachthemen und Sprachprojekte.

Diesen Brief packte ich zusammen mit der im Format DIN A5 ausgedruckten Broschüre in weiße Umschläge, die ich handschriftlich nur mit dem Absender „Esperanto Hamburg“ versah. Mein Ziel war es, möglichst alle Schulen in Hamburg-Bergedorf persönlich zu besuchen und dort jeweils einem Mitglied der Schulleitung einen Umschlag zu überreichen. Dieses Verfahren erschien mir am effektivsten, da sich dann auch gleich die Möglichkeit für ein paar Erläuterungen ergeben würde.

29 Schulen in Hamburg-Bergedorf besucht

In den ersten Juniwochen 2015 konnte ich fast alle Bergedorfer Schulen versorgen. Es waren insgesamt 29. Nur bei einem Gymnasium hatte ich Pech. Die Sekretärin bestand auf einer vorherigen Anmeldung, die ich noch am gleichen Tag per E-Mail auf den Weg brachte. Auch am gleichen Tag kam die Rückmeldung des Schulleiters, der mich dann allerdings auf einen Termin im nächsten Schuljahr vertröstete.

Nun muss man allerdings anmerken, dass es keineswegs üblich ist, bei einem nicht angekündigten Besuch in einer Schule auch gleich die Gelegenheit zu bekommen, ein Mitglied der Schulleitung sprechen zu dürfen. In vielen Fällen merkt man sofort beim Eintritt ins Schulbüro, dass dort wieder mal „der Bär los ist“, wie mir von einer Schulsekretärin durchaus nachvollziehbar eröffnet wurde.

Vorstellung bei der Schul- oder Abteilungsleitung

Immerhin konnte ich bei meinen Besuchen in 20 Fällen ein Mitglied der Schul-oder Abteilungsleitung kontaktieren. In den anderen Fällen gab ich den Brief an die Sekretärin. Bei dieser stellte ich mich kurz vor und erzählte ihr, dass der Esperanto-Verein Hamburg nun ja sein 111. Jubiläum feiert und dass ich zu diesem Anlass der Schule eine kleine Broschüre mit einem Begleitbrief überreichen wolle. In einigen ergab sich sogar, dass ich schon hier im Büro ein bisschen über Esperanto sprechen konnte. In den meisten Fällen waren die Empfänger sehr aufgeschlossen und freundlich. Das wurde immer dann begünstigt, wenn ich gerade das Glück hatte, eine etwas ruhigere Zeit innerhalb des Schulbetriebes zu treffen. Dieses lässt sich aber leider nicht planen.

Lieber am Morgen ...

Manchmal ist es gut, wenn man - z.B. in einer Grundschule - kurz nach 8 Uhr hineinschaut. Dann ist meist noch nicht so viel Betrieb und man wird im günstigsten Fall gleich ins Zimmer der Schulleitung geschickt. In anderen Fällen waren aber auch Zeiten, in denen offensichtich sehr viel Unruhe herrschte, chancenreich. Dann irrte man auf den Korridoren hin und her. Hilfsbereite Kollegen sprachen mich an und stellten mich sogar dem Schulleiter vor, der mit einer Kaffeetasse in der Hand zufällig vorbei kam. Auch gegen Ende des Schulbetriebes fand ich günstige Gelegenheiten.

... oder eher am Nachmittag?

Die meisten Menschen hatten die Schule zwar schon verlassen, aber irgendwo saß noch einer vor seinem PC. Er konnte seinen Arbeitsplatz noch nicht verlassen, weil er das System herunterfahren musste. Das war der Zeitpunkt für mich! Mit einer freundlichen Entschuldigung wagte ich, gerade jetzt zu stören.

In den allermeisten Fällen wurde unser kleines Projekt sehr wohlwollend aufgenommen. Zwei Schulleiterinnen fragten mich spontan, ob ich dann auch bereit wäre, z.B. am Nachmittag einen „regulären“ Kurs zu übernehmen. Ehrlich gesagt habe ich ein bisschen „rumdrucksen“ müssen. Wenn die Schule zu weit von meiner Wohnung entfernt ist, wäre für mich natürlich der Aufwand zu groß. Allerdings konnte ich auf jeden Fall für ein paar Einzelstunden zusagen. In einer Schule erhalte ich in den kommenden Ferien die Möglichkeit, eine Doppelstunde Esperanto am Vormittag zu unterrichten. Dort werden Schüler betreut, deren Eltern keinen Urlaub haben.

Ich habe den Eindruck, dass, besonders in Ganztagsgrundschulen, durchaus Potential für Esperanto-Unterricht gegeben ist. In einer Schule wurde mir berichtet, dass man äußerst dankbar über einen kleinen Türkischkurs ist, der vom Konsulat angeboten wird...

Klaus Friese, friese AT esperanto-hamburg PUNKT de


Versionen zum Ausdruck als Broschüre

[esper-german, Klaus Friese]

 

Esperanto bei Jugendforum

06.03.2013

Beim 15. Jugendforum der UNESCO-Projektschulen in Würzburg gab es auch einen Workshop zu Esperanto; Schwerpunkt des Jugendforums am 26. und 27. Februar war diesmal Sprache.

Milena Propadović aus Gröbenzell stellte ihre Muttersprache vor: "Esperanto - eine lebende Weltsprache"; hier die Kurzbeschreibung im Programm.

Der Workshop weckte große Begeisterung bei den TeilnehmerInnen. Eine 10-jährige will nun versuchen, ihre Englisch-Lehrerin von der Idee zu überzeugen, dass ab jetzt Esperanto in allen Schulen unterrichtet werden soll, zumindest als ergänzendes Fach...

Milena, die übrigens seit ein paar Jahren am Neujahrstreffen bzw. an der Neujahrswoche von EsperantoLand teilnimmt und schon fleißig mitorganisiert, wurde auch von der Radio-Gruppe der Veranstaltung interviewt. Der Podcast erscheint demnächst auf den Internetseiten der Unesco-Projektschulen.

 

95 Teilnehmer an Esperanto-Kurs FH Emden

05.10.2011

Der Esperanto-Kurs von Sebastian Kirf an der Fachhochschule Emden hat in diesem Winter-Semester 95 Teilnehmer, ein neuer Rekord!

Der Kursleiter stellt Esperanto und den Kurs sehr ausführlich in seinem Wiki dar. Neben den Basis-Informationen zum Kurs gibt es unter anderem die Themen

  • Esperanto ist mehr als eine Sprache
  • Was macht man mit Esperanto?
  • Kursinhalte
  • Beispiele der Esperanto-Anwendung
  • Rückmeldungen von Kursteilnehmern

 

2310 Esperanto-Examen in Ungarn 2010

05.09.2011

Im Jahr 2010 haben insgesamt 2310 Personen erfolgreich ihr Esperanto-Examen beim ungarischen Sprachprüfungs- und Akkreditierungszentrum (Nyelvvizsgáztatási Akkreditációs Központ) abgelegt. Dies berichtete die ungarische Internetseite [origo].

Damit hat Esperanto auch im vergangenen Jahr den dritten Platz unter den Sprachprüfungen des Zentrums eingenommen, nach Englisch (70 485 erfolgreiche Prüfungen) und Deutsch (22 758) sowie vor Französisch (2 108), Russisch (1 424) und Spanisch (1 243). Im Vergleich mit allen Sprachprüfungen (102 923) erreichte Esperanto 2,2 Prozent. (In der Statistik bezeichnet 'sikeres' die erfolgreichen Examen, 'sikertelen' die nicht bestandenen Prüfungen und 'összesen' die Summe.)

Das Zentrum prüft vor allem Studenten, die eine Bescheinigung über ihre Sprachkenntnisse benötigen, um ihr Studium abzuschließen; in Ungarn braucht man - abhängig von der Universität oder Hochschule - eine Bestätigung über Kenntnisse in einer oder zwei Fremdsprachen. Die Zahlen beinhalten daher nicht die Abiturprüfungen in Fremdsprachen. Hierbei hat Esperanto 2011 den 15. Platz belegt, mit nur 8 Prüfungsteilnehmern. Wenn man beide Zahlenreihen zusammenrechnet, kann man vermuten, dass Esperanto insgesamt den vierten Platz bei Fremdsprachenprüfungen in Ungarn belegt, nach dem Französischen.

Die Zahlen der Prüflinge des Zentrums sind ähnlich wie in den vorherigen Jahren. Zwischen 2001 und 2009 haben jährlich zwischen 2000 und 3700 Personen eine Esperanto-Sprachprüfung bestanden.

[esp-en-hung]

 

Hochschulen mit Esperanto-Unterricht

13.02.2010

Derzeit wird Esperanto weltweit an zumindest 55 Hochschulen und Universitäten in 20 Ländern unterrichtet - 12 Länder in Europa, 8 in Übersee. Neben den Staaten mit längerer Esperanto-Tradition wie Japan, China (15 Universitäten) oder Korea finden sich in der Liste auch Hochschulen in Kongo, Costa Rica und Venezuela.

Die Liste wurde von Germain Pirlot erstellt, der auf der Seite egalite auch Informationen über Unterricht in Schulen weltweit zusammengestellt hat.

Bei den Listen ist zu bedenken, dass Esperanto dank seiner einfachen Struktur in sehr vielen Fällen in privaten Kursen oder im Selbststudium erlernt wird - teils aus Lehrbüchern, teils im Internet, z.B. bei lernu.net. Häufig dauert der Unterricht auch nur vergleichsweise kurze Zeit - die Mehrzahl der Esperantosprecher hat wohl insgesamt weniger als 50 Unterrichtsstunden besucht. Aus der Anzahl der Schulen und Hochschulen mit Esperanto-Unterricht kann man daher nicht auf die Zahl der Personen zu schließen, die Esperanto lernen.


Resuma prezentado – Januaro 2010

Brazilo (5)
- Alfenas (Minas Gerais) / Federala Universitato
- Brasilia / Universitato de Brasilia
- Campinas (São Paulo) / Pontifika Universitato Katolika de Campinas
- Fortaleza (Ceará) / Federacia Universitato
- Vitória Federacia Universitato de la Ŝtato Sankta Spirito

Bulgario
- Karlovo / Internacia Universitato

Ĉeĥio
- Brno / Pedagogia Fakultato de Masaryk-Universitato

Ĉinio (15)
- Baotou (Interna Mongolio) / Scienca kaj Teknika Universitato de Interna Mongolio
- Beijing / Pekina Lingva Universitato
- Beijing / Komunika Universitato de Ĉinio
- Dalian (Liaoning) / Dalian Universitato
- Guangzhou (Guangdong) / Guangdong Baiyun Universitato
- Guilin (Guanĝi) / Guanĝi Normala Universitato
- Jinan (Shandong) / Shandong Universitato
- Luoyang (Henan) / Luoyang Instituto de Scienco kaj Tekniko
- Nanchang (Jianĝi) /Nanchang Universitato
- Nanjing (Jiangsu) / Nanjing Universitato
- Shenyang (Liaoning) / Liaoning Universitato
- Shenyang (Liaoning) / Shenyang Konservatorio de Muziko
- Shenyang (Liaoning) / Shenyang Universitato
- Tianjin / Tianjin-a Inĝeniera Normala Instituto
- Xinxiang (Henan) / Xinxiang Universitato

Francio
- Mulhouse / Universitato de Alta Alzaco

Germanio (3)
- Emden / Fakaltlernejo
- Münster / Universitato
- Stuttgart / Universitato

Hispanio
- La Laguna / Universitato de La Laguna

Italio
- Milano / Universitato de Milano

Japanio (4)
- Minoo (Osaka-hu) / Osaka Universitato
- Saitama / Universitato Saitama
- Tôkyô / Universitato de Tokio
- Tôkyô / Tokia Universitato pri Fremdaj Studoj

Kongo Dem.Res.
- Rutshuru (Nord-Kivu) / Universitato de la Grandaj Lagoj

Korea Resp. (3)
- Iksan / Universitato Wonkwang
- Jukjeon/Chonan / Universitato Dankook
- Seoul/Yongin / Universitato Korea Fremdlingva

Kostariko
- San José / Universitato de Kostariko

Litovio (2)
- Kaunas / Vilnius Universitato
- Šiauliai / Universitato

Nederlando
- Amsterdam / Universitato /

Pollando (4)
- Krakόw / Jagelona Universitato
- Krakόw / Supera Lernejo de Direktado kaj Bankismo
- Poznan / Univ. Adam Mickiewicz, Esplorunuo
- Poznań / Univ. Adam Mickiewicz, Interlingvistikaj Studoj

Rusio (4)
- Kazan / Kazana Ŝtata Universitato
- Moskva / Eŭropa Jurscienca Universitato Justo
- Moskva / Moskva Ŝtata Industria Universitato
- Tagil / Pegagogia Akademio

Slovenio
- Ljubljana / Universitato,

Svedio
- Stockholm / Universitato, Instituto pri lingvistiko

Usono (3)
- Elsah (Ilinojso) / Universitata Kolegio
- La Jolla / San Diego / Universitato de Kalifornio, San Diego
- Rochester (New-York) / Universitato

Venezuelo (2)
- Bolivar / Universitato
- Caracas / Universitato

 

Esperanto an der Universität Mülhausen (Mulhouse)

03.10.2009

Seit September wird an der Universität in Mülhausen (Mulhouse) im Elsass Esperanto unterrichtet, wie die französische Nachrichtenagentur AFP meldet. Nach Informationen des Dozenten, Edmond Ludwig, wurde Esperanto schon seit einigen Jahren beim jeweiligen Tag der Offenen Tür der Fakultät entsprechend der Bitte des Dekans Yann Kerdiles mit einem Stand vorgestellt.

Nachdem der Dekan im Selbststudium Esperanto gelernt hatte, entschied er sich, das Angebot eines Sprachkurses vorzuschlagen.

Der Kurs umfasst zwei Wochenstunden. Edmond Ludwig berichtete gegenüber AFP, dass er selbst schon nach drei Monaten Esperanto-Lernen eine Diskussion führen konnte. "Wir wollen zeigen, dass das Lernen dieser Sprache effizient ist und das man rasch lernt zu kommunizieren", teilt Ludwig mit.

An dem Kurs nehmen neun Studentinnen teil, die Sprachwissenschaften und Geschichte studieren.

[e-ins, universitato]

 

Esperanto-Wochenendkurs in Berlin

17.06.2009

Am 13. und 14. Juni hat im Berliner Esperanto-Kulturzentrum in Lichtenberg ein Esperanto-Kurs für Anfänger stattgefunden. Insgesamt hat ein knappes Dutzend Teilnehmer Esperanto gelernt. Unterrichtet haben ein Esperantosprecher aus Berlin und ein Gast aus Nowosibirsk.

Diesmal stand auch ein Plakat im PDF-Format zum Ausdrucken bei der Berliner Esperanto-Jugend zur Verfügung.

 

© EsperantoLand