Über Esperanto 

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Hundertster Todestag von Ludwik Zamenhof (14. April 2017)

10.03.2017

en Esperanto
(Pressemitteilung und Artikel)

Zunehmende Verbreitung der internationalen Sprache Esperanto


„Mi lernis Esperanton, kiam mi estis infano. Mia patro parolis kun mi en Esperanto.“ (Ich habe Esperanto gelernt, als ich ein Kind war. Mein Vater hat mit mir in Esperanto gesprochen.) Iris ist Anfang zwanzig und wird bald ihr Medizin-Studium abschließen; sie hat Esperanto als Muttersprache gelernt und spricht es bis heute – mit ihrem Vater und mit einigen Freundinnen, die sie schon als Kind bei Esperanto-Veranstaltungen kennengelernt hat. Daneben spricht sie Deutsch und Spanisch, Französisch, Englisch und lernt seit einiger Zeit Portugiesisch.

Erster Entwurf für Esperanto schon als Schüler

Die Grundlagen der internationalen Sprache Esperanto wurden von Ludwik Zamenhof gelegt, dessen Todestag sich am 14. April zum hundertsten Mal jährt. Zamenhof wurde 1859 geboren und wuchs in der damals vielsprachigen Stadt Bialystok auf, heute im nordöstlichen Polen. Er erlebte die Konflikte der Juden und Russen, Polen und Deutschen dort hautnah mit. Schon als Schuljunge beschloss er, eine gemeinsame und leicht erlernbare Sprache zu entwerfen, damit Streitigkeiten möglichst durch Miteinander-reden und ohne Gewalt gelöst werden könnten. Einen ersten Entwurf konnte er schon 1878, zu seinem 19. Geburtstag, mit Schulkameraden feierlich einweihen, auch mit einem gemeinsam gesungenen Lied in der neuen Sprache.

Dr. Esperanto – ein „Hoffender“

Zamenhof studierte Medizin und wurde Augenarzt. Seine internationale Sprache überarbeitete er und konnte sie 1887 veröffentlichen, dank der Mitgift seines Schwiegervaters. Als Pseudonym wählte er „D-ro Esperanto“. Esperanto heißt in der neuen Sprache „ein Hoffender“; er hoffte auf Verbreitung seiner Sprache und auch darauf, dass die Sprache zur Verständigung und zur Verringerung der Konflikte zwischen Angehörigen verschiedener Nationen beitragen möge.

Kurz-Grammatik mit nur 16 Grundregeln

Das erste Buch, in Esperanto als „Unua libro“ bezeichnet, enthielt eine Einführung, eine kurze Grammatik in 16 Grundregeln und ein Wörterverzeichnis; es wurde in fünf Sprachen herausgegeben, Russisch, Polnisch, Deutsch, Französisch und später auch Englisch.

Erster Weltkongress 1905

Die Idee einer internationalen Sprache, die weitaus schneller zu erlernen ist als bestehende Sprachen, verbreitete sich rasch – auch weil es schon vorher eine ähnliche Sprache gab, Volapük, das aber weit schwieriger zu erlernen war. Schon zwei Jahre nach der Herausgabe des ersten Lehrbuchs gab es Esperanto-Vereine, es entstand eine Zeitschrift und es wurden weitere Bücher in der neuen Sprache herausgegeben. 1905 wurde in Boulogne-sur-Mer der erste internationale Esperanto-Kongress veranstaltet, mit über 600 Teilnehmern aus vielen Ländern. Zamenhof wurde als „majstro“, Meister, gefeiert.

Ausbreitung in alle Erdteile

Die Zahl der in Esperanto verfügbaren Bücher stieg rapide an; Zamenhof selbst steuerte einige Übersetzungen bei: Hamlet, Die Räuber, das Alte Testament und Andersens Märchen. Es entstand ein „Lingva Komitato“ (Sprachen-Komitee), das sprachliche Fragen behandelte und es bildete sich eine internationale Esperanto-Vereinigung, Universala Esperanto-Asocio (UEA). 1912, 25 Jahre nach der Veröffentlichung des ersten Esperanto-Lehrbuchs, zog sich Zamenhof als inoffizieller Leiter der Esperanto-Sprachgemeinschaft zurück; die Sprachgemeinschaft war selbständig geworden. Bei Ausbruch des ersten Weltkriegs war Esperanto auch in allen Erdteilen angekommen.

Früher Tod

Zamenhof litt an einer Herz- und Lungenschwäche, die ihn zur Aufgabe seines Berufs zwang. Er starb am 14. April 1917 in Warschau.

Internationale Sprachgemeinschaft

Sein Werk, die internationale Sprache Esperanto, hat mittlerweile Sprecher in über 130 Ländern weltweit gefunden; in siebzig Ländern hat der Esperanto-Weltbund Landesverbände. Ein paar hunderttausend Menschen sprechen Esperanto regelmäßig, ein paar Millionen haben nach Schätzungen die Grundlagen gelernt. Es gibt etwa tausend Esperanto-Muttersprachler.

Bücher, Musikkultur, tägliche Nachrichten aus China...

Aus dem kleinen Büchlein von 1887 ist eine Literatur mit etwa zehntausend Büchern geworden; über 300 Autoren haben Werke original in Esperanto verfasst. In den letzten Jahrzehnten hat sich außerdem eine Musikkultur entwickelt; Rock und Pop, Hiphop und Rap in Esperanto kann man bei youtube finden. Die chinesische Regierung veröffentlicht täglich Nachrichten in Esperanto. Größere Sprachlernseiten bieten im Internet Esperanto-Kurse an; bei Duolingo.com haben sich bisher über 800.000 Lerner für Esperanto angemeldet.

Esperanto breitet sich stetig weiter aus, weltweit.

Als pdf-Datei (inkl. Langversion, mit Quellen)

 

Stadtrat in Bialystok lehnt Zamenhof-Jahr 2017 ab.
Artikelsturm weltweit

19.12.2016

Der Stadtrat von Bialystok hat die offizielle Ausrufung des Zamenhof-Jahres 2017 anlässlich des 100. Todestages von Ludwik Zamenhof am 14. April 2017 abgelehnt; Zamenhof wurde in Bialystok geboren. Die Ablehnung der Ehrung hat einen weltweiten Artikelsturm ausgelöst, mit Artikeln in Europa und u. a. in Mexiko, Brasilien, Israel, Südafrika, Thailand und Indonesien.

Das hatte sich die Fraktion der Partei PiS (Recht und Gerechtigkeit) im polnischen Bialystok wohl anders vorgestellt. Der Stadtrat lehnte auf ihre Initiative hin letzte Woche den Antrag ab, das Jahr 2017 zum offiziellen Zamenhof-Jahr zu erklären, mit 12 zu 11 Stimmen. Mit der Benennung sollte an den hundertsten Todestag von Ludwik Zamenhof erinnert werden, dem Begründer der internationalen Sprache Esperanto, der in Bialystok geboren ist.

Ehrung durch Unesco

Die Unesco hatte Zamenhofs Todestag auf Initiative Polens und mit Unterstützung von Deutschland und der Slowakei schon vor längerem in die offizielle Liste der Gedenktage 2017 aufgenommen.

Zeitungen berichten weltweit

Erst berichteten ein paar polnische Zeitungen über die Aktion der Partei PiS in Bialystok und dann Ende der Woche auch Zeitungen auf der ganzen Erde - von Mexiko über Brasilien, Südafrika bis Israel, Thailand und Indonesien. Die französische Nachrichtenagentur AFP sowie Yahoo hatten die Meldung weltweit verbreitet.

Esperanto - ein "beispielloser internationaler Erfolg"

Der Artikel stellt die Lebensleistung von Ludwik Zamenhof heraus: Esperanto wurde als "beispielloser internationaler Erfolg" bezeichnet; es hat nach Schätzungen bis zu einer Million Sprechern weltweit.

Im folgenden eine Auswahl von Artikeln im Internet

Polnische Zeitungen

Bialystok online
Wrotapodlasia
portalsamorzadowy.pl

Yahoo

Englisch
Portugiesisch

Englischsprachige Medien

Global Headlines
World News in short
Robins Post

Französisch

Radio RCJ
pressreader (La Presse)

SwissInfo

SwissInfo.ch (Portugiesisch)

Italien

Aska News

Rumänien

stiripesurse.ro

Mexiko

La Jornada en linea

Brasilien

ISTOE
UOL

Israel

The Times of Israel
JP Updates

Südafrika

Midrand Reporter
Joburg East Express

Thailand

Bangkok Post

Asean

Asian Breaking News

Indonesien

Indo Premier

 

Populäre Irrtümer über Esperanto

23.12.2015

Über Esperanto sind leider eine Reihe von populären Irrtümern in Umlauf, die immer wieder auch in Zeitungen und anderen Medien auftauchen. Schon im Lexikon der populären Irrtümer (Walter Krämer, Götz Trenkler; 1996) ist erwähnt, dass viele Menschen fälschlich annehmen, niemand spreche Esperanto. Tatsächlich wird Esperanto von ein paar hunderttausend Menschen weltweit gesprochen, ein paar Millionen haben die Sprache gelernt.

Auch hat Esperanto durchaus schon heute seinen Sinn für die Esperanto-Sprecher - ob Regierungen Esperanto als allgemeine Sprache einführen oder nicht, ist hierfür von geringer Bedeutung. Der Verein EsperantoLand hat ein paar Seiten zu dem Thema zusammengestellt: Populäre Irrtümer über Esperanto

 

"Eine Schulstunde über Esperanto" - Zwischenbericht

20.09.2015

en Esperanto

Esperanto ist noch viel zu wenig bekannt. Um das zu ändern, wäre es gut, wenn Schüler in der Schule etwas über Esperanto hören würden. So ist das Projekt "Eine Schulstunde über Esperanto" entstanden, das Klaus Friese aus Hamburg mit der Hilfe einiger anderer auf den Weg bringt.

In Zusammenarbeit mit Lu Wunsch-Rolshoven vom Verein EsperantoLand hat Klaus Friese nun vor kurzem eine Broschüre für Lehrer herausgegeben. Der deutsche Titel ist „Eine Schulstunde über Esperanto“. (In Esperanto: Unu lerneja leciono pri Esperanto, englisch: A lesson about Esperanto.)

(Ganz unten finden sich Verweise zu weiteren Versionen, um den Text als Broschüre drucken zu können. Natürlich freuen wir uns über Kommentare.)

Unterricht über Esperanto

Die Idee ist es, Schüler zumindest eine Schulstunde lang über Esperanto zu informieren und die Schüler auch ein bisschen selbst lernen zu lassen. Das kann zum Beispiel in Vertretungsstunden, im Fremdsprachunterricht, in Deutsch oder Geschiche stattfinden. Letztlich auch in Mathematik, weil Esperanto erfahrungsgemäß gerade von Mathematikern überdurchschnittlich oft gelernt wird. Es ist halt regelmäßig aufgebaut und erfordert weniger Lernaufwand als andere Sprachen.

Im Fremdsprachenunterricht kann man als Grundlage z.B. Zeitungsartikel über Esperanto nehmen; der Verweis führt zu einer Zusammenstellung für eine Reihe von Sprachen. (Gerne erweitern wir das um geeignete, in den Medien veröffentlichte Texte.)

Das Konzept, das auf acht Seiten dargelegt wird, bietet Entwürfe für zwei verschiedene Unterrichtsstunden; diese sind für die Einführung von Esperanto geeignet, auch wenn der Lehrer selbst kein Esperanto spricht.

Der Esperanto-Verein Hamburg, der dieses Jahr sein 111. Jubiläum feiert, unterstützt dieses Projekt. Der Vorsitzende, Jürgen Wulff, hat einen Begleitbrief mit einer kurzen Erläuterung erstellt. Hier ist der erste Bericht über das Verteilen der Broschüre:

Eine Schulstunde über Esperanto - Zwischenbericht


Klaus Friese, Hamburg

Heute, am 10. Juni, bei strahlendem Sommerwetter, konnte ich das Konzept und den Begleitbrief vom Esperanto-Verein Hamburg an 7 Schulen unterbringen. Insgesamt habe ich damit in Hamburg-Bergedorf schon 22 Exemplare verteilt. Meist schaffe ich es, ein Mitglied der Schulleitung zu kontaktieren. In einigen Fällen war das nicht möglich und ich habe den Sachverhalt der Sekretärin erklärt. In diesen Fällen versuche ich nachträglich die Schulleitung mit einer persönlichen E-Mail zu informieren.

Wohlwollende Aufnahme

In den allermeisten Fällen wird unser kleines Projekt sehr wohlwollend aufgenommen. Zwei Schulleiterinnen haben mich spontan gefragt, ob ich dann auch bereit wäre, z.B. am Nachmittag einen „regulären“ Kurs zu übernehmen. Da habe ich ein bisschen „rumdrucksen“ müssen, denn, wenn die Schule zu weit von meiner Wohnung entfernt ist, wäre für mich natürlich der Aufwand zu groß. Für ein paar Einzelstunden habe ich aber schon mal zugesagt. Doch erstmal müssen die sich ja noch selbst mit den überreichten Informationen beschäftigen...

Ich habe den Eindruck, dass - besonders in Ganztagsgrundschulen - durchaus Potential für Esperanto-Unterricht gegeben ist. In einer Schule wurde mir berichtet, dass sie äußerst dankbar über einen kleinen Türkischkurs sind, der vom Konsulat angeboten wird. Und in der letzten Schule, die ich heute besuchte, bekam ich gleich die Visitenkarte der BGS-Leiterin (Ganztägige Bildung und Betreuung...) in die Hand gedückt. Sie will mich demnächst kontaktieren und mich für eine Doppelstunde innerhalb der Ferien mit Esperanto einsetzen...

So, jetzt werden in den nächsten Tagen die Schulen in den Vier- und Marschlanden in Angriff genommen. Das sind zwar nicht so viele, aber die liegen weit auseinander. Hoffentlich spielen mein Fahrrad und das Wetter mit...

Ausführlichere Version des Berichts

Eine Schulstunde über Esperanto
Bericht über die Verteilung des Konzeptes im Juni 2015

Kurz nach Fertigstellung der Broschüre „Eine Schulstunde über Esperanto“ begann ich mit der Verteilung in meinem Stadtteil Hamburg-Bergedorf. Vom Esperanto-Verein Hamburg bekam ich einen Begleitbrief. Der Vorsitzende Jürgen Wulff erläutert darin, dass die kleine Broschüre "eine einführende Begegnung mit der Sprache Esperanto" erleichtern soll, auch für Lehrkräfte, die diese Sprache noch nicht kennen. Erfahrungen von Lehrerinnen und Lehrern in der Vergangenheit mit diesem Konzept seien durchweg positiv. Es eigne sich für Vertretungsstunden sowie zum Einstieg in Sprachthemen und Sprachprojekte.

Diesen Brief packte ich zusammen mit der im Format DIN A5 ausgedruckten Broschüre in weiße Umschläge, die ich handschriftlich nur mit dem Absender „Esperanto Hamburg“ versah. Mein Ziel war es, möglichst alle Schulen in Hamburg-Bergedorf persönlich zu besuchen und dort jeweils einem Mitglied der Schulleitung einen Umschlag zu überreichen. Dieses Verfahren erschien mir am effektivsten, da sich dann auch gleich die Möglichkeit für ein paar Erläuterungen ergeben würde.

29 Schulen in Hamburg-Bergedorf besucht

In den ersten Juniwochen 2015 konnte ich fast alle Bergedorfer Schulen versorgen. Es waren insgesamt 29. Nur bei einem Gymnasium hatte ich Pech. Die Sekretärin bestand auf einer vorherigen Anmeldung, die ich noch am gleichen Tag per E-Mail auf den Weg brachte. Auch am gleichen Tag kam die Rückmeldung des Schulleiters, der mich dann allerdings auf einen Termin im nächsten Schuljahr vertröstete.

Nun muss man allerdings anmerken, dass es keineswegs üblich ist, bei einem nicht angekündigten Besuch in einer Schule auch gleich die Gelegenheit zu bekommen, ein Mitglied der Schulleitung sprechen zu dürfen. In vielen Fällen merkt man sofort beim Eintritt ins Schulbüro, dass dort wieder mal „der Bär los ist“, wie mir von einer Schulsekretärin durchaus nachvollziehbar eröffnet wurde.

Vorstellung bei der Schul- oder Abteilungsleitung

Immerhin konnte ich bei meinen Besuchen in 20 Fällen ein Mitglied der Schul-oder Abteilungsleitung kontaktieren. In den anderen Fällen gab ich den Brief an die Sekretärin. Bei dieser stellte ich mich kurz vor und erzählte ihr, dass der Esperanto-Verein Hamburg nun ja sein 111. Jubiläum feiert und dass ich zu diesem Anlass der Schule eine kleine Broschüre mit einem Begleitbrief überreichen wolle. In einigen ergab sich sogar, dass ich schon hier im Büro ein bisschen über Esperanto sprechen konnte. In den meisten Fällen waren die Empfänger sehr aufgeschlossen und freundlich. Das wurde immer dann begünstigt, wenn ich gerade das Glück hatte, eine etwas ruhigere Zeit innerhalb des Schulbetriebes zu treffen. Dieses lässt sich aber leider nicht planen.

Lieber am Morgen ...

Manchmal ist es gut, wenn man - z.B. in einer Grundschule - kurz nach 8 Uhr hineinschaut. Dann ist meist noch nicht so viel Betrieb und man wird im günstigsten Fall gleich ins Zimmer der Schulleitung geschickt. In anderen Fällen waren aber auch Zeiten, in denen offensichtich sehr viel Unruhe herrschte, chancenreich. Dann irrte man auf den Korridoren hin und her. Hilfsbereite Kollegen sprachen mich an und stellten mich sogar dem Schulleiter vor, der mit einer Kaffeetasse in der Hand zufällig vorbei kam. Auch gegen Ende des Schulbetriebes fand ich günstige Gelegenheiten.

... oder eher am Nachmittag?

Die meisten Menschen hatten die Schule zwar schon verlassen, aber irgendwo saß noch einer vor seinem PC. Er konnte seinen Arbeitsplatz noch nicht verlassen, weil er das System herunterfahren musste. Das war der Zeitpunkt für mich! Mit einer freundlichen Entschuldigung wagte ich, gerade jetzt zu stören.

In den allermeisten Fällen wurde unser kleines Projekt sehr wohlwollend aufgenommen. Zwei Schulleiterinnen fragten mich spontan, ob ich dann auch bereit wäre, z.B. am Nachmittag einen „regulären“ Kurs zu übernehmen. Ehrlich gesagt habe ich ein bisschen „rumdrucksen“ müssen. Wenn die Schule zu weit von meiner Wohnung entfernt ist, wäre für mich natürlich der Aufwand zu groß. Allerdings konnte ich auf jeden Fall für ein paar Einzelstunden zusagen. In einer Schule erhalte ich in den kommenden Ferien die Möglichkeit, eine Doppelstunde Esperanto am Vormittag zu unterrichten. Dort werden Schüler betreut, deren Eltern keinen Urlaub haben.

Ich habe den Eindruck, dass, besonders in Ganztagsgrundschulen, durchaus Potential für Esperanto-Unterricht gegeben ist. In einer Schule wurde mir berichtet, dass man äußerst dankbar über einen kleinen Türkischkurs ist, der vom Konsulat angeboten wird...

Klaus Friese, friese AT esperanto-hamburg PUNKT de


Versionen zum Ausdruck als Broschüre

[esper-german, Klaus Friese]

 

Wissens-Test: Was wissen Sie über Esperanto heute?

22.05.2014

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GoEuro goes Esperanto

20.02.2014

Die Internetseite GoEuro.de vergleicht Reisekosten von Bahn, Flug und Bus - ein Thema, das natürlich Esperantosprecher mit ihren vielen Reisen besonders betrifft. In ihrem Blog haben sie gerade einen längeren und sehr schönen Artikel über Esperanto veröffentlicht.

Kommentar gerne in unserem Forum.

 

12. Internationales Neujahrstreffen - Presseecho

27.01.2014

Über das 12. Internationale Neujahrstreffen von EsperantoLand haben wieder Fernsehen, Radio, Zeitungen und die Nachrichtenagentur dpa berichtet. Insgesamt wurden damit mehrere hunderttausend Menschen erreicht und über Esperanto informiert.

Am 28. Dez. 2013 berichtete das regionale Fernsehen SR im "Aktuellen Bericht", gegen 19.45 Uhr (zwei Minuten, am Anfang der Sendung).

Zwei Radiobeiträge gab es diesmal:

SR3 (Region am Nachmittag; ab etwa 11:50 min.), 2. Jan. 2014, Sendung ab 12 und/oder 16 Uhr.

SR2 (Länge Sieben; Autor: Julian Bernstein; 5 Min.), 5. Jan. 2014, nachmittags (ca. 14 - 17 Uhr)

Die Saarbrücker Zeitung veröffentlichte eine Vorankündigung (23.12.2013), die Notiz der dpa (28.12.2013) und einen ausführlichen Artikel, "Elf Nationen und eine gemeinsame Sprache", in der Saarland-Ausgabe (Lisa Schäfer, 30.12.2013).

Die dpa verbreitete erfreulicherweise sogar zwei Meldungen - eine kurze Notiz am Mittag des 28. 12. sowie ein kleines Interview am Nachmittag. Diese Meldungen wurden von verschiedenen Medien übernomen, z.B. vom Focus, Neues Deutschland ("Esperanto-Idyll in Saarbrücken"), Pfälzischer Merkur, Rhein-Zeitung, t-online.de, Saarländischer Rundfunk sowie vom VDS-Infobrief 52/2013 (Verein Deutsche Sprache).

 

Esperanto-Buchtag im ARD-Videotext

17.11.2013

Auch wenn es schon fast zwei Jahre her ist: 2011 hat der ARD-Videotext anlässlich des Esperanto-Buchtags am 15. Dezember eine kurze Meldung auf deutsch und Esperanto veröffentlicht. Immer wieder erfreulich, wie freundlich die Presse in vielen Fällen über Esperanto berichtet.

Der deutsche Text lautet:

Gedenk- und Feiertage: 15. Dezember

Esperanto-Buchtag

Gedacht wird der Kunstsprache, die der jüdische Arzt Ludwig Zamenhof vor mehr als 100 Jahren entwarf. Seine Abhandlung veröffentlichte er 1887 unter dem Pseudonym "Dr. Esperanto".

Zamenhof, geboren am 15. Dezember 1859, wuchs in der heutigen polnischen Stadt Bialystok auf, in der Polen, Weißrussen, Deutsche und Juden lebten. Er wollte den Streit zwischen den Volksgruppen durch eine gemeinsame Sprache überwinden. Wie viele Menschen Esperanto sprechen, ist nicht erfasst."

 

Esperanto bei Jugendforum

06.03.2013

Beim 15. Jugendforum der UNESCO-Projektschulen in Würzburg gab es auch einen Workshop zu Esperanto; Schwerpunkt des Jugendforums am 26. und 27. Februar war diesmal Sprache.

Milena Propadović aus Gröbenzell stellte ihre Muttersprache vor: "Esperanto - eine lebende Weltsprache"; hier die Kurzbeschreibung im Programm.

Der Workshop weckte große Begeisterung bei den TeilnehmerInnen. Eine 10-jährige will nun versuchen, ihre Englisch-Lehrerin von der Idee zu überzeugen, dass ab jetzt Esperanto in allen Schulen unterrichtet werden soll, zumindest als ergänzendes Fach...

Milena, die übrigens seit ein paar Jahren am Neujahrstreffen bzw. an der Neujahrswoche von EsperantoLand teilnimmt und schon fleißig mitorganisiert, wurde auch von der Radio-Gruppe der Veranstaltung interviewt. Der Podcast erscheint demnächst auf den Internetseiten der Unesco-Projektschulen.

 

EU-Kommission zu Esperanto

07.01.2013

en Esperanto

Immer wieder wird vorgeschlagen, Esperanto in der einen oder anderen Weise in der Europäischen Union zu nutzen. Die EU-Kommission, Bereich Mehrsprachigkeit, hat hierzu Stellung genommen.

Eine einzige Sprache oder Mehrsprachigkeit?

Unter den häufig gestellten Fragen zu Mehrsprachigkeit und Sprachenlernen findet sich die Frage: "Wäre eine einzige Sprache für alle eine Lösung?" Im folgenden werden Latein und Esperanto behandelt.

Die Fragestellung ist verblüffend, da selbst die überzeugtesten Esperanto-Anhänger lediglich vorschlagen, dass jeder in der Schule auch Esperanto lernen soll. Die meisten Esperantosprecher fänden es lediglich gut, wenn Esperanto als Zusatzfach wählbar wäre. Oder wenn darüber im Schulunterricht informiert würde.

Das Lernen weiterer Fremdsprachen wird von Esperanto-Seite in der Regel ausdrücklich begrüßt, so z.B. in den "Sonnenberger Leitsätzen" des Deutschen Esperanto-Bundes von 2012, wo es im Punkt Allgemeine Sprachenpolitik als erstes heißt: "Wir unterstützen die Mehrsprachigkeit." Schon in den 1995 verabschiedeten "Thesen zur EU-Sprachenfrage" heißt es in Punkt 2: "Die Kenntnis mehrerer Fremdsprachen ist wünschenswert."

Auch in dem Text "Esperanto in der Europäischen Union" des Vereins EsperantoLand wird lediglich vorgeschlagen: "Esperanto sollte in stärkerem Maße als Wahlfach an Schulen und Universitäten in der EU angeboten werden."

Eine einzige Sprache wäre zu simpel

In der Antwort heißt es zunächst, die Idee, mit einer einzigen Sprache alle sprachlichen Probleme zu lösen, wäre "zu simpel". Dem stimmen die Esperantosprecher natürlich zu. Es ist in diesem Zusammenhang erwähnenswert, dass Esperantosprecher laut mehreren Studien neben ihrer Muttersprache und Esperanto im Schnitt zwei weitere Fremdsprachen beherrschen.

Laut EU-Kommission werden hin und wieder Latein oder Esperanto als "einzige, europaweite Sprache für die EU" vorgeschlagen. Ein solcher Vorschlag ist in Esperanto-Kreisen nicht bekannt. Die EU-Kommission hat bisher auch nicht offengelegt, auf welchen Vorschlag welcher Organisation sie sich bezieht.

Es müsse, so die EU-Kommission weiter, beinahe jeder diese Sprachen von Grund auf neu lernen. Diese Aussage berücksichtigt nicht den besonderen Aufbau des Esperanto, dessen Wörter zu über 90 % in den europäischen Sprachen zu finden sind; der Lernaufwand für Esperanto ist daher vergleichsweise gering, oft bei einem Drittel oder einem Fünftel des Aufwands für z.B. Englisch oder Italienisch.

Wie viel Zeit für Esperanto?

Im folgenden vermutet die EU-Kommission, die Lehrerausbildung und der Sprachunterricht für die Europäer und Europäerinnen würden "sehr viel Zeit und Geld kosten." Auch dies betrachtet nicht die besonderen Eigenschaften des Esperanto. Sehr viele Esperanto-Lerner beginnen bereits nach zwei bis drei Kurs-Wochenenden (oder z.B. Selbststudium in entsprechender Menge) mit der Anwendung in der Praxis.

Vielfalt mit oder ohne Esperanto?

Zum Abschluss behauptet die Europäische Kommission, mit "ihrem Bekenntnis zur Mehrsprachigkeit" mache sie sich "für Vielfalt statt für Einförmigkeit stark." Leider wird dieses Bekenntnis bezüglich Esperanto nicht in die Praxis umgesetzt: In der Vielfalt wird Esperanto nicht eingeschlossen. Obwohl sicher mehr als hunderttausend Menschen in der EU Esperanto sprechen, wird Esperanto in den Berichten der EU-Kommission über die in der EU gesprochenen Sprachen nicht einmal erwähnt. Hingegen dokumentieren die Statistischen Ämter in Litauen und in Ungarn die Anzahl der Esperantosprecher laut Volkszählung: 2001 waren es etwa 850 in Litauen und 4500 in Ungarn. (Das lässt auf etwa 100.000 aktive Esperantosprecher in der EU schließen.) Mehr als so manche kleine Sprache der EU. Und in der internationalen Kommunikation weitaus mehr gebraucht.

Persönliches Interesse der EU-Mitarbeiter?

Es ist nicht ganz klar, was die EU-Kommission veranlasst, so wenig nachvollziehbar gegen Esperanto zu argumentieren. Böse Stimmen munkeln hierzu, es sei nicht im Interesse der Dolmetscher, Übersetzer und hochbezahlten mehrsprachigen EU-Beamten, wenn Esperanto sich stärker verbreitet. Und vielleicht gar eines Tages den einen oder anderen schönen Posten überflüssig macht...

Louis v. Wunsch-Rolshoven
EsperantoLand

 

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