Literatur 

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"Alice hinter den Spiegeln" in Esperanto

13.12.2001

Titelfoto Nach "Alice im Wunderland" ist in diesem Jahr ein weiteres Buch von Lewis Carroll in Esperanto erschienen: "Trans la spegulo kaj kion Alico trovis tie" - wörtlich: "Jenseits des Spiegels und was Alice dort fand." Übersetzt hat beide Bücher Donald Broadribb, verlegt wurden sie vom russischen Verlag Sezonoj, der seit kurzem in Königsberg/Kaliningrad ansässig ist.

Etwa dreißig kürzere Texte von Lewis Carroll - mit bürgerlichem Namen Charles Lutwidge Dodgson - sind über die "Reta Esperanto-Bibliografio" des Esperanto-Weltbundes zu finden ("Carroll" eingeben) und im Internet in Esperanto einsehbar.

[nova/FEL]

 

Umberto Eco über Plansprachen auf Tschechisch

07.12.2001

Das Buch von Umberto Eco "Die Suche nach der vollkommenen Sprache" ist vor kurzem in einer tschechischen Übersetzung erschienen. Umberto Eco, der vor einigen Jahren begonnen hat, sich mit Esperanto zu beschäftigen, widmet dieser internationalen Sprache in seinem Buch ein eigenes Kapitel, das Esperanto sehr positiv darstellt.

Die tschechische Übersetzung ("Hledani dokonaleho jazyka") wurde bei Lidove noviny verlegt. Die Nationale Kommission für die Verbreitung der italienischen Kultur und das Italienische Zentrum Prag haben die Herausgabe unterstützt. (Nähere Informationen auf Esperanto bei Miroslav Malovec, <starto@clavis.cz>)

[ret-info]

 

Erzählungen aus aller Welt

30.11.2001

Der polnische Verlag KLEKS hat in diesem Jahr einen Sammelband mit 34 original in Esperanto geschriebenen Erzählungen aus der ganzen Welt herausgegeben. Die dreißig Autoren stammen aus Afrika, Nord- und Mittelamerika, Australien, Asien und Europa.

Märchen, Berichte, Science Fiction, Liebesgeschichten und Erzählungen verschiedener Art wechseln einander ab. Sheila Spielhoefer beschreibt in "La miraklo" (Das Wunder), wie ein vom Schlaganfall Gelähmter eine seiner Sprachen wiedererlangt. Jorge Camacho aus Spanien beschreibt die luxuriöse letzte Reise von Familie Schwein ("Familio Pork") zum Schlachthaus. Das tägliche Leben eines afrikanischen Schülers schildert Koffi Gbeglo, während der Schwede Sten Johansson scherzhaft vom "Leben und Sterben eines neuen Wortes" erzählt.

Beiträge für den Mitte 2002 erscheinenden Folgeband sind bis Ende des Jahres an den Verlag zu senden (handzlik@kleks.pl).

[Nova/FEL; esper-inform]

 

Esperanto-Bücher in schwedischer Datenbank

30.11.2001

Die schwedische Datenbank Libris, die von der Nationalbibliothek betrieben wird, enthält Daten über 659 Esperanto-Bücher. Verzeichnet werden Druckwerke, die in Schweden herausgegeben wurden oder eine Beziehung zu Schweden haben.

[Eventoj]

 

Esperanto-PEN-Zentrum 10 Jahre

22.11.2001

Am 27. November kann das Esperanto-PEN-Zentrum auf die ersten zehn Jahre seines Bestehens zurück blicken. Dieser Verband esperantosprachiger Schriftsteller wurde 1991 von Perla Martinelli, István Nemere und Giorgio Silfer gegründet. Der internationale PEN-Club nahm die Esperanto-Vereinigung bei seinem Weltkongress am 10. September 1993 in Santiago de Compostela in Spanien auf.

Vorsitzender des Esperanto-PEN-Zentrums ist der schottische Schriftsteller William Auld, der in den vergangenen Jahrzehnten etwa 50 Bücher in und über Esperanto verfasst, übersetzt und zusammengestellt hat. Darunter findet sich eine Einführung in die esperantosprachige Originalliteratur ebenso wie die dreibändige Übersetzung des "Herrn der Ringe" von Tolkien in Esperanto. Unter Esperantosprechern ist Auld vor allem durch "La infana raso" (Die Rasse der Kinder) bekannt geworden, ein Epos in 25 Kapiteln über den Menschen und seine Stellung in der Welt. William Auld wurde vor einigen Jahren für den Literatur-Nobelpreis vorgeschlagen.

Eine Übersicht über Aulds Veröffentlichungen erhält man über den Katalog des Esperanto-Weltbunds (in der ersten Textzeile auf "tie" klicken) mit dem Stichwort "Auld". Dort finden sich auch Links zu Gedichten von Auld im Internet.

[Heroldo komunikas]

 

Online-Katalog der österreichischen National-Bibliothek

08.11.2001

Mittlerweile sind 22 000 Bücher und Manuskripte der Plansprachen-Sammlung in der  österreichischen National-Bibliothek im Online-Katalog eingetragen. Das esperantosprachige  Datenbank-Programm "Trovanto" (Finder) erlaubt auch eine verknüpfte Suche nach verschiedenen Kriterien.

Die Wiener Sammlung, die seit 1927 besteht, ist die weltweit größte Fachsammlung für geplante Sprachen. Sie ist gleichzeitig Bibliothek, Archiv, Dokumentationsstelle und Museum.

 

Travens "Totenschiff" in Esperanto

25.10.2001

Der Roman "Das Totenschiff" von B.Traven liegt jetzt in einer Esperanto-Version vor - die Übersetzung von Hans-Georg Kaiser ist im Internet  veröffentlicht. "Das Totenschiff" erzählt von einem Seemann aus den USA, der seinen Pass verliert und so weder Aufenthaltsrecht hat noch geregelte Arbeit findet.

 

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