Wissenschaft/Interlinguistik 

11 - 14 (14)
 
 

Quantitative Studien zum Esperanto

06.02.2013

Die Dissertation von Andreas Kück zum Thema "Quantitative Studien zum Esperanto unter besonderer Berücksichtigung der Wortbekanntheit" (2009) ist im Internet verfügbar. Eine Zusammenfassung ist im "informilo por interlingvistoj" n-ro 70 (3/2009), S. 20-22 erschienen.

Andreas Kück ist u.a. auch Autor des Werks "Praktisches Wörterbuch Esperanto".

[austraj esperantistoj]

 

Professur für Esperanto in Amsterdam

04.09.2009

Am Freitag, 4. September, hat Dr. Wim Jansen seine Eröffnungsvorlesung als außerordentlicher Professor für Interlinguistik und Esperanto an der Universität Amsterdam gehalten. Jansen ist seit 2002 Assistenzprofessor (Foto: Jeroen Oerlemans). Die Professur wird vom Internationalen Esperanto-Institut getragen.

Syntax, Spracherwerb und Sprachpolitik

Wim Jansen lehrt in den Bereichen Interlinguistik (die Wissenschaft von internationalen Plansprachen) und Spracherwerb von Esperanto. Seine Forschung befasste sich bisher mit der Syntax und Typologie von Esperanto. Derzeit untersucht er Lehnwörter und Lehnübersetzungen aus dem Niederländischen in Esperanto. Für die Zukunft ist geplant, außerdem die europäische Sprachpolitik zu untersuchen, insbesondere im Hinblick auf die Auswirkungen, die Arbeitssprachen auf die Struktur und den Status anderer Sprachen haben.

Erste Karriere als Raumfahrtingenieur

Jansen hat 1970 sein Diplom als Raumfahrtingenieur gemacht und bis Ende der neunziger Jahre bei der Europäischen Raumfahrtbehörde ESA gearbeitet. Nach seinem Studienabschluss in Linguistik 1989 hat er später als Sprachlehrer in der Erwachsenenbildung gearbeitet und über die Reihenfolge der Wörter in Esperanto-Sätzen promoviert.

Eine Sprache zum Verlieben

Der heutige Vortrag "Esperanto, een taal om van te houden" (etwa: Esperanto, eine Sprache, in die man sich verlieben kann) beschreibt einzelne Sprachentwicklungen in Esperanto. Er geht auch auf die Zuneigung ein, die viele Esperantosprecher ihrer Sprache gegenüber empfinden und die für Außenstehende nicht leicht nachvollziehbar ist. Während dieses Gefühl oft durch die Gleichberechtigung erklärt wird, die Esperanto seinen Sprechern gibt (im Gegensatz zu der schlechteren Sprachbeherrschung gegenüber Muttersprachlern bei anderen Sprachen), hat Jansen eine ergänzende Erklärung: Er geht davon aus, dass auch einzelne Aspekte der Sprachstruktur diese Zuneigung fördern.

Polyglott

Die Vortragsankündigung ist heute auf der Startseite der Universität Amsterdam zu finden. Weiterhin gibt es auf diesen Internetseiten eine Zusammenfassung des Vortrages (niederländisch), die Meldung von seiner Ernennung zum Professor (englisch) und seine Biographie (englisch). Dort schreibt er u.a., dass er bei seiner Arbeit als Ingenieur neben Französisch vor allem Englisch, Deutsch und Russisch gesprochen hat. Mit seiner Frau sprach er früher Esperanto, jetzt Italienisch; ihre Kinder sind mit Niederländisch und Italienisch aufgewachsen.

"Meine Sprache"

In seiner Biographie betont Jansen, dass Esperanto unter seinen Fremdsprachen diejenige sei, in der er dem Niveau in einer Muttersprache am nächsten komme. "Es fühlt sich an, wie wenn es meine Sprache ist und ich kann in ihr sagen, was ich möchte, nicht nur, was ich sagen kann, wie Otto Jespersen es formuliert hätte."

(Text leicht verändert und ergänzt am 1. 10. 2009)

[Mailingliste universitato, www.uva.nl]

 

Esperanto als Sprache der Wissenschaft

04.07.2004

In der tschechischen Stadt Dobřichovice werden im November Esperantosprecher aus verschiedenen Ländern und Kontinenten über die bisherigen Erfolge und die weitere Planung für die stärkere Anwendung von Esperanto in der Wissenschaft diskutieren.

Die beiden Hauptbereiche der Esperanto-renkontigho Konferenz über die "Anwendung von Esperanto in Wissenschaft und Technik" sind "In Esperanto über Wissenschaft" und "Fachlich zu Esperanto".

[kava-pech]

 

70 Titel zur Geschichte des Esperanto in der DDR

17.03.2004

In insgesamt 70 Büchern, CDs und Videobändern hat eine Gruppe aus der ehemaligen DDR eine reichhaltige Chronik der Esperanto-Geschichte in der DDR und in Mitteldeutschland vor 1945 zusammengestellt.

Insgesamt 35 Autoren haben mit einzelnen Werken zu der Sammlung beigetragen, die im Verlaufe von fünf Jahren entstanden ist. Einer der Teilnehmenden, Ralf Kuse, wurde für seine Arbeit bei dem Literatur-Wettbewerb "Belartaj Konkursoj" des Esperanto-Weltbundes ausgezeichnet.

[Verda Informilo]

 

Esperantosprachige Abteilung an der Universität Sibiu/Hermannstadt

21.02.2003

An der Lucian-Blaga-Universität in Sibiu/Hermannstadt in Rumänien wird in der philologischen Fakultät eine internationale Abteilung eingerichtet, in der auch Esperanto als Wissenschaftssprache benutzt wird. Die neue Abteilung wird am 21. Februar durch den Rektor der Universität, Prof. Dumitru Ciocoi-Pop, und den Präsidenten der "Akademio Internacia de la Sciencoj", Prof. Helmar Frank, feierlich eröffnet; in der "Akademio Internacia de la Sciencoj" arbeiten seit zwei Jahrzehnten esperantosprachige Wissenschaftler aus mehreren Dutzend Ländern zusammen. Anlässlich der Eröffnung findet vom 21. bis zum 24. Februar 2003 eine Fachtagung zu Europa-Wissenschaften und Hochschulpädagogik mit den Arbeitssprachen Deutsch, Esperanto und Rumänisch statt.

Internationale Zusammenarbeit von Universitäten

In den Vorträgen der Fachtagung wird unter anderem die jüngere Entwicklung des Deutschen in Rumänien (Johana Bottesch), die Mehrsprachigkeit Europas (Siegfried Piotrowski) sowie der Einsatz von Computer und Internet im Hochschul-Unterricht und die Möglichkeiten internationaler Zusammenarbeit behandelt. Die Studienkurse behandeln Themen wie die Entwicklung von traditioneller Kultur zur heutigen Kulturpolitik (Alicia Lewanderska-Quednau) und einen Überblick über Europa-Wissenschaften (Günter Lobin). Etwa die Hälfte der Veranstaltungen findet in Esperanto statt.

 

Studium in Posen/Poznań

18.06.2002

Die Adam-Mickiewicz-Universität in Posen/Poznańbietet ab dem Wintersemester 2002/3 erneut eindreijähriges Fernstudium der Interlinguistik mit Internationaler Kommunikation, Esperanto-Kultur und Esperanto-Literatur an. Die einwöchigen Blockseminare in Posen finden jeweils Ende September und Anfang Februar statt. Anmeldung zu dem Fernstudium ist bis zum 15. August möglich; nähere Informationen bei Ilona Koutny,ikoutny@amu.edu.pl .

Stipendien der "Esperantic Studies Foundation"

Die Stiftung "Esperantic Studies Foundation" bietet an, das Interlinguistik-Studium in Posen mit Stipendien zu unterstützen. Der Antrag hierfür muss bis zum 31. Juli 2002 bei Mark Fettes eingehen, mfettes@esperantic.org . In dem Antrag sind die eigenen Interessen im Bereich der Interlinguistik sowie mögliche Forschungsthemen darzustellen; außerdem ist darzulegen, wie sich das Studium in den beruflichen und persönlichen Lebensweg einfügen soll.

[ret-info]

 

Esperantolehrer-Ausbildung an derUniversität Budapest

23.04.2002

Ab dem Studienjahr 2002/2003 wird an der Universität Budapest die Ausbildung zum Esperanto-Lehrer auch als Nebenfach für Studenten anderer Fächer zugelassen. Bereits seit einigen Jahrzehnten werden dort Esperanto-Lehrer für Gymnasien ausgebildet, die dann an ungarischen Oberschulen regulären Unterricht erteilen. Derzeit erhalten 18 Studenten und Studentinnen eine Ausbildung als Lehrer für Sprache und Literatur des Esperanto.

Im Fach Esperanto unterrichten Zsuzsa Varga-Haszonits (Interlinguistik) und Iván Bujdosó (Computerlinguistik) sowie die Dozenten des Lehrstuhls für Allgemeine und Angewandte Linguistik.

[universitato]

 

Esperanto-Kurs an der Universität Udine

12.04.2002

Am 10. April beginnt im Sprach- und Videozentrum der Fakultät für fremde Sprachen und Literatur in Udine in Norditalien ein Esperanto-Sprachkurs. Der Kurs dauert bis Juni und wird im Oktober fortgeführt; nähere Informationen bei Giuseppe Valente, viglo@estranet.it.

Udine befindet sich nahe von Slowenien und Kroatien, wo Esperanto traditionell bekannter ist und mehr gelernt wird als in Westeuropa - auch Josip Tito sprach Esperanto.

[ret-info]

 

Vorlesungen über Plansprachen in Turin

28.03.2002

An der Universität Turin hat auch im vergangenen Semester eine Vorlesung über Interlinguistik stattgefunden. Dr. Giorgio Silfer stellte die Funktionen von Sprachen unter besonderer Berücksichtigung der identitätsbildenden Funktion vor und behandelte insbesondere Esperanto als einzige Plansprache, die eine Sprechergemeinschaft mit eigener Identität hervorgebracht hat.

Im Rahmen des Lehrstuhls von Prof. Fabrizio Pennacchietti finden in Turin seit mehreren Jahren offizielle Vorlesungen über Esperantologie und Interlinguistik statt. Daraus sind einige Dissertationen entstanden, unter anderem die von Federico Gobbo über die Soziologie der Esperanto-Sprechergemeinschaft.

[Heroldo komunikas]

 

Naturheilkunde-Konferenz in Krefeld

25.01.2002

Eine sechstägige Konferenz über Naturheilkunde wird die esperantosprachige Internationale Vereinigung der Naturheilkundler ("Internacia Naturkuracista Asocio") vom 19. bis 24. 8. 2002 in Krefeld durchführen. Der Vorsitzende der naturheilkundlichen Vereinigung, Chong Puramo, lädt zu der Konferenz sowohl naturheilkundlich arbeitende Ärzte und andere Behandler als auch Interessierte an einer Medizin (fast) ohne Medikamente ein. Während der Konferenz werden auch Behandlungen durchgeführt, wie der Geschäftsführer der Vereinigung, Anatol Goncxarov, mitteilt.

[ret-info]

 

© EsperantoLand