Esperanto-Nachrichten - EsperantoLand
 
  

 

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Aus aller Welt
Verda, blua, flava - Esperanto-Farben für Hotelzimmer

21.05.2012

In der Casa Dodo in den flämischen Ardennen kann man bei der Wahl des Zimmers zwischen "Verda", "Blua" und "Flava" wählen - Esperanto für grün, blau und gelb, die Farben der Zimmer.

Wie der Autor in einem niederländischen Video-Interview bei Ring TV mitteilt, einem Fernsehsender für die Vororte von Brüssel, wurden die Farben in Esperanto ausgedrückt, damit sie "jeder leicht versteht".

Aus aller Welt
 

Über Esperanto
Der Erfolg von Esperanto

25.04.2012

Inwiefern hat Esperanto Erfolg gehabt, was ist nicht gelungen? Während Außenstehende gelegentlich den Erfolg bezweifeln, nutzen Esperantosprecher ihre Sprache mit viel Freude; sie sehen zwar, dass eine bessere Entwicklung wünschenswert gewesen wäre, freuen sich aber vor allem an dem Erreichten.

Betrachtet man Esperanto und die Aktivitäten für Esperanto genauer, kann man (zumindest) drei Projekte unterscheiden:

- Zum einen das Projekt, Esperanto als allgemeine internationale Sprache einzuführen, indem die Regierungen hierüber einen gemeinsamen Beschluss fassen - z.B. im Rahmen der UNO oder der EU (in Esperanto gelegentlich als „desuprismo“ bezeichnet).

- Zum zweiten das Projekt, Esperanto ebenfalls als allgemeine internationale Sprache einzuführen, allerdings als Ergebnis einer immer weiter zunehmenden Verbreitung unter der Bevölkerung (als „desubismo“ bezeichnet).

- Zum dritten das Projekt, Esperanto als Sprache einer internationalen Gemeinschaft von Esperantosprechern zu etablieren; hierbei ist zunächst die Größe der Sprachgemeinschaft nicht das Wesentliche, es ist nur notwendig, dass sie ausreichend groß ist, um eine entsprechende Infrastruktur aufrechtzuerhalten und z.B. Bücher oder Internetseiten anzubieten.

In seiner Kongressrede in Washington 1910 hat der Schöpfer des Esperanto, Ludwig Zamenhof, zu den ersten beiden Projekten ausgeführt:

"Das Ziel, für das wir arbeiten, kann auf zwei Wegen erreicht werden: Entweder durch die Arbeit von Privatpersonen, d.h. der Volksmassen, oder durch Dekret der Regierungen. Vermutlich wird unsere Sache auf dem ersten Wege erreicht werden, da die Regierungen zu einer Sache wie der unsrigen gewöhnlich erst dann mit ihrer Bestätigung und Hilfe kommen, wenn alles bereits fertig ist."

Diese Vermutung von Zamenhof hat sich in den folgenden Jahrzehnten bestätigt: Die Unterstützung von Esperanto durch Regierungen war eher gering - es gab sogar Verbote, z.B. in Nazideutschland, in Spanien unter Franco oder in der DDR, sowie Verfolgungen von Esperantosprechern wie in der Sowjetunion. Auch demokratische Regierungen beteiligen sich bis heute an einer Benachteiligung des Esperanto – so schließt der von der Bundesregierung und den Kultusministerien der Länder unterstützte „Bundeswettbewerb Fremdsprachen“ Esperanto als Wettbewerbssprache aus ("Nicht erlaubt sind Kunst- oder Plansprachen."). Bemerkenswert ist demgegenüber die seit Jahrzehnten anhaltende Unterstützung von Esperanto durch die chinesische Regierung, die Esperanto z.B. als eine von zehn Sprachen ihres Internet-Informationszentrums gewählt hat.

Vor kurzem hat Bernd Ingmar Gutberlet ein Buch über gescheiterte Projekte veröffentlicht ("Grandios gescheitert: Misslungene Projekte der Menschheitsgeschichte"), über das er am 23. 4. in einem Gespräch mit dem Deutschlandradio sprach. Er hält das oben als erstes angeführte Projekt, Esperanto durch Beschluss von Regierungen einzuführen, für gescheitert – eine Auffassung, die der von Zamenhof vor hundert Jahren geäußerten Vermutung entspricht.

Zu den beiden anderen Projekten – Esperanto als Sprache einer internationalen Sprachgemeinschaft zu etablieren und diese dann solange zu vergrößern, bis Esperanto die international am meisten verwendete Sprache ist – nimmt der Autor zumindest in dem Radiogespräch nicht Stellung. Es ist wohl unstrittig, dass die Etablierung einer internationalen Sprachgemeinschaft gelungen ist, zumal Esperanto heute in praktisch jeder Liste der fünfzig international am meisten verwendeten Sprachen auftaucht und z.B. in Projekten wie Wikipedia, Facebook, Google oder TED genutzt wird.

Ob die Verwendung von Esperanto in der Zukunft soweit zunehmen wird, dass Esperanto die wichtigste internationale Sprache wird, ist vermutlich eine heute nicht entscheidbare Frage. Sprachen verbreiten sich in der Regel relativ langsam, weil ihr Erlernen großen zeitlichen Aufwand erfordert und weil sie im wesentlichen nur zwischen dem zehnten und dreißigsten Lebensjahr gelernt werden. So ist auch zu erklären, dass z.B. das Englische seit seiner Entstehung etwa 1500 Jahre gebraucht hat, bis es im Verlaufe des zwanzigsten Jahrhunderts zur wichtigsten internationalen Sprache wurde.

Bezüglich Esperanto ist festzustellen, dass seine Verwendung zumindest in den vergangenen vier Jahrzehnten erheblich zugenommen hat - etwa im Bereich der Musik, der internationalen Esperanto-Veranstaltungen sowie außerhalb von Europa. Die ungarische Volkszählung, die bei der Erfassung von Fremdsprachenkenntnissen auch Esperanto berücksichtigt, verzeichnet eine Verdoppelung der Anzahl der Esperantosprecher von 1990 bis 2001.

Als Hinweis auf die angeblich geringe Bedeutung von Esperanto führt die Interviewerin an, dass Esperanto hauptsächlich als Hobby verwendet wird, nicht aber im Beruf. Dies unterscheidet Esperanto allerdings kaum von anderen Sprachen: Nach einer Untersuchung der Europäischen Kommission ("Europäer und Sprachen") verwenden die Europäer ihre Fremdsprachen in erster Linie "beim Urlaub im Ausland" (45 %). "Die erste Fremdsprache wird ferner bei folgenden Gelegenheiten verwendet (alle von ungefähr 20 % der Befragten genannt)":
• Filme/Fernsehen;
• Gespräche am Arbeitsplatz;
• Bücher/Zeitungen und
• Gespräche mit Freunden.
Die berufliche Verwendung macht also auch bei anderen Sprachen nur einen eher kleinen Teil der Sprachnutzung aus.

Louis v. Wunsch-Rolshoven, EsperantoLand

Über Esperanto
 

Esperanto in Europa
Esperanto-Verbreitung in Ungarn

03.11.2011

Oft entsteht für Außenstehende der Eindruck, die Zahl der Esperantosprecher bliebe gleich oder gehe zurück. Demgegenüber belegen Zahlen aus Ungarn, dass dort die Anzahl der Esperantosprecher zwischen 1990 und 2001 um 7,4 % pro Jahr zugenommen haben, auf insgesamt 4575 Personen. 2001 gab es dort laut Volkszählung 168 Esperanto-Muttersprachler.

Im Jahr 1941 wurden in Ungarn 942 Personen gezählt, die Esperanto als eine ihrer Fremdsprachen angaben. Bis 1990 war diese Zahl auf 2083 Personen angewachsen, im Schnitt ein Zuwachs von 1,6 % pro Jahr. 2001 gaben in Ungarn 4575 Menschen an, Esperanto zu sprechen - gegenüber 1990 ein Anwachsen von durchschnittlich 7,4 % pro Jahr. Für 168 Personen war Esperanto Muttersprache. (Diese Zahl ist aus der Tabelle zu errechnen als Differenz zwischen 4575 Sprechern und 4407 nichtmuttersprachlichen Sprechern.)

Insgesamt haben im Jahr 2001 in Ungarn 1.958.936 Personen angegeben, eine Fremdsprache zu sprechen. Das bedeutet, dass sich unter 1000 Personen mit Fremdsprachenkenntnissen in Ungarn etwa 2,3 finden, die Esperanto sprechen. Im Vergleich mit der Gesamtbevölkerung von etwa 10 Millionen Einwohner (10.198.315 laut Volkszählung 2001) finden sich unter zehntausend Einwohnern etwa 4,5 Esperantosprecher.

Esperanto kann in Ungarn an Schulen und Universitäten als Wahlpflichtfach gewählt werden, meist gleichberechtigt mit anderen Sprachen.

Esperanto in Europa
 

Sprachpolitik, Esperanto in Europa
English Forum Switzerland:
Zensur gegen Esperanto

10.10.2011

en Esperanto

Die englischsprachige Internetseite "English Forum Switzerland" hat eine Forum-Frage zu Esperanto mit allen Antworten kommentarlos gelöscht; schon vorher wurden Kommentare von zumindest sechs Personen entfernt. Die Nutzer wurden auf Dauer vom Forum ausgeschlossen.

"Kann ich in der Schweiz Esperanto benutzen?"

Am Dienstag, 4. Oktober, hatte der Nutzer nickmcanada gefragt: "I am wondering if I can use Esperanto in Switzerland? Is the number of people who speak Esperanto growing?" (Ich frage mich, ob ich Esperanto in der Schweiz benutzen kann? Steigt die Anzahl der Leute, die Esperanto sprechen?) Darauf kamen zumindest 25 Antworten, teils kritisch gegenüber Esperanto, teils informierend oder positiv.

Kommentare und Diskussionsfaden gelöscht

Kommentare von mindestens sechs Nutzern wurden in den folgenden Tagen kommentarlos entfernt. Es erschien jeweils für den Nutzer nur die Mitteilung "You have been banned for the following reason: Posting unwanted spam. Date the ban will be lifted: Never". (Sie wurden aus dem folgenden Grund ausgeschlossen: Schreiben von unerwünschtem Spam. Datum, zu dem der Ausschluss endet: Nie.) Sonntag Nacht wurde der gesamte Diskussionsfaden gelöscht; er ist derzeit noch bei Google zu finden (Suche z.B.: "site:englishforum.ch esperanto language corner").

Englischsprachige Internet-Zeitung "The Local"

Das "English Forum Switzerland" wird in Zusammenarbeit mit der Internet-Zeitung "The Local" betrieben. Diese englischsprachige Zeitung hat nationale Ausgaben für Schweden, Frankreich, die Schweiz und Deutschland; sie wird herausgegeben von "The Local Europe".

Anscheinend wird Esperanto als bedrohliche Konkurrenz zu Englisch, der Basis des Geschäftsmodells von "The Local" empfunden. Eine Frage zu Esperanto sowie kritische Kommentare zu Esperanto waren noch zulässig - sachliche Informationen und positive Äußerungen wurden hingegen entfernt.

Sprachpolitik
Esperanto in Europa
 

Computer/Internet, Radio, Musik
Muzaiko - Internet-Radio in Esperanto

05.10.2011

en Esperanto

Seit einigen Wochen gibt es im Internet "Muzaiko" zu hören, ein Internet-Radio in Esperanto. Gepielt wird esperantosprachige Musik, Nachrichen zur vollen Stunde und dazwischen Interviews und Berichte. Der Name "muzaiko" ist zusammengesetzt aus "muziko" (Musik) und "mozaiko" (Mosaik).

Interview in 'Libera Folio'

Noch ist Muzaiko in der Anfangsphase. Das Programm besteht bisher aus dreistündigen Blocks, die in Folge abgespielt werden. Aber es gibt viele Pläne, wie das Angebot ausgebaut werden soll. Darüber sprach das Team in einem Interview mit der Zeitschrift Libera Folio". Derzeit werden vor allem Redakteure, Sprecher, Interviewer und Reporter gesucht.

Computer/Internet
Radio
Musik
 

Sprachkurse/Unterricht
95 Teilnehmer an Esperanto-Kurs FH Emden

05.10.2011

Der Esperanto-Kurs von Sebastian Kirf an der Fachhochschule Emden hat in diesem Winter-Semester 95 Teilnehmer, ein neuer Rekord!

Der Kursleiter stellt Esperanto und den Kurs sehr ausführlich in seinem Wiki dar. Neben den Basis-Informationen zum Kurs gibt es unter anderem die Themen

  • Esperanto ist mehr als eine Sprache
  • Was macht man mit Esperanto?
  • Kursinhalte
  • Beispiele der Esperanto-Anwendung
  • Rückmeldungen von Kursteilnehmern

Sprachkurse/Unterricht
 

Sprachpolitik, Esperanto in Europa
Esperanto weiterhin vom Bundeswettbewerb Fremdsprachen ausgeschlossen

14.09.2011

Auch für den Wettbewerb 2011/12 ist Esperanto - wie schon seit 30 Jahren - vom Bundeswettbewerb Fremdsprachen ausgeschlossen: "Nicht erlaubt sind Kunst- oder Plansprachen." Warum Plansprachen und damit insbesondere Esperanto ausgeschlossen werden, darauf bleibt Bernhard Sicking, Geschäftsführer des Wettbewerbs, bei Facebook bisher die Antwort schuldig.

Martin Schaeffer, Generalsekretär des Deutschen Esperanto-Bundes, hatte auf den Facebook-Seiten des Wettbewerbs nachgefragt, was eigentlich der Grund für die Nicht-Zulassung von Esperanto ist. Die Antwort vom vergangenen Montag war nur eine Wiederholung der Bedingungen: "Hallo, die Spielregeln des Wettbewerbs sehen vor, dass zum Oberstufenwettbewerb alle lebenden Staats- und Verkehrssprachen (kein Deutsch) sowie Latein gewählt werden können."

Ergänzt wurde das mit einer offensichtlich fehlerhaften, aber doch amüsanten Erläuterung: "Kunst- und Staatssprachen können nicht gewählt werden." Wenn dem wirklich so wäre, dann fiele der nächste Wettbewerb wohl aus - selbst Latein ist in einem Land Staatssprache, nämlich im Vatikanstaat. Gemeint waren "Kunst- und Plansprachen".

Diskriminierung von Esperanto-Sprechern

Mit dem Ausschluss von Esperanto als Wettbewerbssprache werden Esperanto-Sprecher gegenüber Sprechern anderer Sprachen diskriminiert. Im Fall von Esperanto-Muttersprachlern - davon gibt es weltweit mehrere Tausend und auch in Deutschland einige im schulpflichtigen Alter - bedeutet dies wohl einen Bruch von Artikel 3 des Grundgesetzes. Danach darf niemand wegen seiner Sprache benachteiligt oder bevorzugt werden. Wenn nun jemand Esperanto als Muttersprache hat und am Wettbewerb mit z.B. Französisch und Esperanto teilnehmen will, so ist dies nicht erlaubt. Hingegen wird ein Italienisch-Muttersprachler mit Französisch und Italienisch zugelassen.

Dies wäre vielleicht noch kein Rechtsbruch, wenn der Wettbewerb eine rein private Veranstaltung wäre. Allerdings trägt das Bundesministerium für Bildung und Forschung etwa die Hälfte der Kosten und die Kultusministerien der Länder unterstützen den Wettbewerb vielfältig. Sie alle müssten natürlich darauf achten, dass die Grundrechte geachtet werden. Aber sie tun es nicht. Sie geben auch keinen glaubwürdigen Grund für den Esperanto-Ausschluss an. Anfang 2010 hieß es, man wolle insgesamt die Zahl der Sprachen verringern, da habe es keinen Sinn nun noch Esperanto einzuführen - in der Ausschreibung 2011/12 ist von einer Verringerung der Sprachenzahl beim Oberstufenwettbewerb aber nichts zu sehen.

Esperanto-Ausschluss seit 30 Jahren

Damit bleibt die Frage, warum eigentlich Esperanto immer wieder ausgeschlossen wird. Dies hat der Beirat des Wettbewerbs nunmehr drei Mal entschieden - einmal etwa 1981, anlässlich des ersten Bundeswettbewerbs, als laut Ausschreibung alle lebenden Fremdsprachen zugelassen waren; die angemeldeten Schüler, u.a. Martin Haase, heute Professor für Romanistik in Bamberg, wurden dennoch mit einem Sonderbeschluss abgelehnt. Eine zweite Ablehnung folgte um 1990, als erneut gebeten wurde, Esperanto gleichberechtigt zu behandeln. Ein drittes Mal hat der Beirat die Teilnahme mit Esperanto im Februar 2010 abgelehnt.

Die Konsequenzen einer möglichen Esperanto-Einführung


... für Dolmetscher und Übersetzer

Warum also wird Esperanto ausgeschlossen? Und warum ist der wahre Grund offensichtlich so geheim, dass sich niemand traut, ihn offenzulegen? Einer möglichen Antwort kommt man etwas näher, wenn man sich mit Dolmetschern oder Übersetzern über Esperanto unterhält. Etwa jeder zweite erwähnt dann, dass eine mögliche allgemeine Einführung von Esperanto dazu führen würde, dass ihr Beruf im wesentlichen verschwinden würde; die Angst um den langfristigen Erhalt ihrer Arbeit ist spürbar, auch wenn sie vielleicht Esperanto keine großen Chancen zubilligen - aber man weiß ja nicht, was die Zukunft bringt... Den Fall der Mauer hatte ja auch kaum einer vorhergesehen.

... sowie für Fremdsprachenlehrer

Die Situation für Fremdsprachenlehrer wäre vielleicht ein wenig besser, aber auch bedrohlich. Esperanto ist bis zu einer bestimmten Sprachbeherrschung schließlich mit etwa einem Drittel des Aufwands für nationale Sprachen zu lernen, vielleicht sogar noch weniger. Dies würde bedeuten, dass bei einem theoretischen Übergang von Englisch zu Esperanto die Menge an Unterrichtsstunden, die z.B. ein Abiturient im Laufe seiner Schulzeit besuchen muss, von derzeit oft etwa 1500 Stunden Englisch auf höchstens 500 Stunden Esperanto sinken würde. Englisch wäre kein Pflichtfach mehr und die Schülerzahlen würden deutlich zurückgehen. Für einen kleinen Teil der Englisch-Lehrer wäre eine Fortbildung in Esperanto denkbar, aber der Bedarf wäre weitaus geringer als die Anzahl der nicht mehr benötigten Englisch-Lehrer.

... und Professoren

Auch im Bereich der Universitäten würde sich eine Verschiebung zugunsten von Esperanto ergeben; die Anzahl der Lehrenden, die für die Ausbildung von Englisch-Lehrern benötigt würde, ginge erheblich zurück. Parallel würden natürlich die Forschungsgelder abnehmen.

Esperanto: Nicht für alle günstig

Letztlich ist stets der Widerstand derjenigen, die von einer gewissen zeitsparenden Neuerung betroffen wären, nur zu verständlich. Da eine weitere Verbreitung von Esperanto gerade im Bereich der Fremdsprachen für erhebliche Verschiebungen sorgen würde, ist dort keine Unterstützung zu erwarten, eher das Gegenteil.

Nach dem Motto "Wehret den Anfängen!"

So ergibt all dies keine rosigen Perspektiven für Fremdsprachenlehrer und Professoren, die sich ihren Fächern Englisch und Französisch auch über die persönlichen Umstände hinaus verbunden fühlen. Auch die Mitarbeiter in den zuständigen Ministerien sind sicherlich nicht angetan von solchen Aussichten, zumal viele von ihnen Fremdsprachen studiert und früher im Schuldienst gearbeitet haben. In der Summe scheint es daher nicht verwunderlich, dass gerade ein Fremdsprachen-­Wettbewerb, in dessen Beirat Fremdsprachenlehrer, Professoren und Vertreter von Kultusministerien sitzen, Esperanto mit aller Macht auschließen möchte. Von einem früheren Beiratsmitglied wird jedenfalls unter seinen Professorenkollegen gemunkelt, er habe sich beruflich nur für sehr wenig begeistern können - außer für sein Engagement gegen Esperanto...

Lu Wunsch-Rolshoven, EsperantoLand

Sprachpolitik
Esperanto in Europa
 

Sprachkurse/Unterricht
2310 Esperanto-Examen in Ungarn 2010

05.09.2011

Im Jahr 2010 haben insgesamt 2310 Personen erfolgreich ihr Esperanto-Examen beim ungarischen Sprachprüfungs- und Akkreditierungszentrum (Nyelvvizsgáztatási Akkreditációs Központ) abgelegt. Dies berichtete die ungarische Internetseite [origo].

Damit hat Esperanto auch im vergangenen Jahr den dritten Platz unter den Sprachprüfungen des Zentrums eingenommen, nach Englisch (70 485 erfolgreiche Prüfungen) und Deutsch (22 758) sowie vor Französisch (2 108), Russisch (1 424) und Spanisch (1 243). Im Vergleich mit allen Sprachprüfungen (102 923) erreichte Esperanto 2,2 Prozent. (In der Statistik bezeichnet 'sikeres' die erfolgreichen Examen, 'sikertelen' die nicht bestandenen Prüfungen und 'összesen' die Summe.)

Das Zentrum prüft vor allem Studenten, die eine Bescheinigung über ihre Sprachkenntnisse benötigen, um ihr Studium abzuschließen; in Ungarn braucht man - abhängig von der Universität oder Hochschule - eine Bestätigung über Kenntnisse in einer oder zwei Fremdsprachen. Die Zahlen beinhalten daher nicht die Abiturprüfungen in Fremdsprachen. Hierbei hat Esperanto 2011 den 15. Platz belegt, mit nur 8 Prüfungsteilnehmern. Wenn man beide Zahlenreihen zusammenrechnet, kann man vermuten, dass Esperanto insgesamt den vierten Platz bei Fremdsprachenprüfungen in Ungarn belegt, nach dem Französischen.

Die Zahlen der Prüflinge des Zentrums sind ähnlich wie in den vorherigen Jahren. Zwischen 2001 und 2009 haben jährlich zwischen 2000 und 3700 Personen eine Esperanto-Sprachprüfung bestanden.

[esp-en-hung]

Sprachkurse/Unterricht
 

Treffen
Zehn Anmeldungen für das Sommertreffen 2011

13.06.2011

Mittlerweile hat sich etwa ein Dutzend Teilnehmer für das 9. EsperantoLand-Sommertreffen in Kirchähr bei Montabaur im Westerwald angemeldet. Das Haus in einem schönen Tal, an einem Bach gelegen, bietet einen schönen Rahmen für die Veranstaltung.

Einige Programmpunkte wurden schon zusammengestellt. Weitere Information auf der Seite des Sommertreffens.

Treffen
 

Computer/Internet
Esperanto im Internet

27.04.2011

Es ist schwierig genau zu bestimmen, in welchem Umfang Esperanto im Internet benutzt wird. Einen gewissen Hinweis gibt das Google-Verzeichnis ( "Google Directory"), das auf Seiten in vielen Dutzend Sprachen verweist. Esperanto hat hier Platz 31 inne und liegt damit in der Nähe von Kroatisch, Koreanisch, Serbisch und Indonesisch.

Platz 31 bedeutet einen ähnlichen Rang wie etwa nach der Anzahl der Artikel in der Wikipedia (Platz 26, über 140.000 Artikel). Zu beachten ist, dass Esperanto in beiden Fällen mit der nationalen Benutzung anderer Sprachen verglichen wird. Betrachtet man nur die internationale Nutzung von Sprachen, so hat Esperanto oft einen Rang zwischen 10 und 20. So liegt Esperanto in Ungarn und Litauen bei den Fremdsprachkenntnissen der Bevölkerung auf Platz 18 bzw. 16.

Reihenfolge der Sprachen ("Google Directory", über 1000 Seiten)

1) Englisch (ohne Angabe)
2) Deutsch (677 821)
3) Französisch (339 862)
4) Italienisch (237 207)
5) Japanisch (232 511)
6) Spanisch (205 316)
7) Niederländisch (117 832)
8) Polnisch (96 189)
9) Russisch (96 029)
10a) Chinesisch (Vereinfacht, 51 827)
10b) Chinesisch (Traditionell, 16 706)
11) Türkisch (54 360)
12) Dänisch (52 933)
13) Katalanisch (46 958)
14) Schwedisch (45 837)
15) Tschechisch (31 348)
16) Portugiesisch (23 317)
17) Rumänisch (21 349)
18) Norwegisch (17 952)
19) Finnisch (12 613)
20) Ungarisch (11 404)
21) Litauisch (7925)
22) Ukrainisch (7771)
23) Arabisch (7725)
24) Hebräisch (7345)
25) Bulgarisch (6417)
26) Griechisch (6377)
27) Slowakisch (5736)
28) Thai (5666)
29) Kroatisch (5508)
30) Koreanisch (5442)
31) Esperanto (5196)
32) Serbisch (3693)
33) Bahasa Indonesia (3176)
34) Lettisch (2812)
35) Baskisch (2459)
36) Galizisch (2036)
37) Persisch (1713)
38) Bosnisch (1503)
39) Aserbaidschanisch (1442)
40) Estnisch (1437)
41) Armenisch (1373)
42) Vietnamesisch (1322)
43) Slowenisch (1056)

Computer/Internet
 

© EsperantoLand

17. Internationales Neujahrstreffen 2018/19 in Wiesbaden

Das siebzehnte Internationale Neujahrstreffen (NR) von EsperantoLand findet vom 27. Dezember 2018 bis zum 3. Januar 2019 in Wiesbaden statt - 40 km westlich von Frankfurt/Main. Erwartet werden knapp 200 Gäste aus einem guten Dutzend Ländern, darunter etwa sechzig Kinder und Jugendliche. Für ältere Jugendliche und junge Erwachsene wird es wiederum ein eigenes Programm unter dem Namen "Internationale Neujahrswoche" geben. plu al Esperanto-novajho

 

Freunde in aller Welt

 

Esperanto - die schnelle Sprache

Schnell lernen, schnell anwenden


Menschen aus über hundert Ländern sprechen Esperanto. Man kann sie bei Esperanto-Treffen kennenlernen, vielleicht besuchen oder mit ihnen im Internet Kontakt aufnehmen. Es gibt Bücher und Zeitschriften in Esperanto, Musik und immer mehr kurze Filme. Das Angebot wird laufend größer und Esperanto breitet sich zunehmend aus. Eigentlich fehlt nur noch eins: Esperanto lernen. Wie das geht, steht hier. plu al Esperanto-novajho

 

Von Argentinien bis Zimbabwe: 540 Esperanto-Gruppen weltweit

Esperanto-novajhoMittlerweile sind 540 örtliche Esperanto-Gruppen auf den Landkarten von EsperantoLand verzeichnet. Von der Gruppe in Cordoba in Argentinien bis zum Freundschaftclub in Harare (Zimbabwe) freuen sich Esperantosprecher aus mehr als 30 Ländern über Besuch aus dem Ausland. plu al Esperanto-novajho

 

Esperanto-Treffen und -Veranstaltungen auf Landkarten

Esperanto-novajhoAuf den Landkarten von EsperantoLand findet man Informationen über Esperanto-Veranstaltungen aus der ganzen Welt. plu al Esperanto-novajho

 

Link-Empfehlung
"Le Monde Diplomatique" in Esperanto

Esperanto-novajhoDie Netz-Ausgabe der Monats-Zeitschrift "Le Monde Diplomatique" ist seit einiger Zeit auch in Esperanto zu lesen. plu al Esperanto-novajho

 

Link-Empfehlung
Tägliche Weltnachrichten in Esperanto

Esperanto-novajhoAuf den Internet-Seiten von Radio China International kann mal täglich etwa drei Weltnachrichten in Esperanto lesen sowie Radio hören. plu al Esperanto-novajho