FAQFAQ   SuchenSuchen   MitgliederlisteMitgliederliste   BenutzergruppenBenutzergruppen   RegistrierenRegistrieren 
 ProfilProfil   Einloggen, um private Nachrichten zu lesenEinloggen, um private Nachrichten zu lesen   LoginLogin 

Dieses Forum Freunden empfehlen


Katholisch.de

 
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    www.EsperantoLand.de Foren-Übersicht -> In den Medien und im Internet
Vorheriges Thema anzeigen :: Nächstes Thema anzeigen  
Autor Nachricht
Helmut
Moderator
Moderator


Anmeldedatum: 22.07.2004
Beiträge: 847
Wohnort: Stemmert

   

BeitragVerfasst am: Di Dez 08, 2009 8:18 am    Titel: Katholisch.de Antworten mit Zitat

http://www.katholisch.de/Nachricht.aspx?NId=2979

Esperanto - Eine Sprache ohne Grenzen

©KNA

Vor 122 Jahren wurde die Kunstsprache erfunden

Münster - "Felican Paskon en Kristo Resurektinta." Mit diesen Worten gab Papst Benedikt XVI. zum letzten Osterfest den Segen - in Esperanto, einer Sprache, die es erst 1887 erfunden wurde. Doch es war Papst Johannes Paul II., der bereits im Jahre 1992 zum ersten Mal die päpstlichen Weihnachtsgrüße in Esperanto gesprochen hatte. Seither wird die Kunstsprache alljährlich zu Weihnachten und zu Ostern beim Segen des Papstes benutzt.

Esperanto - was ist das?

Unter dem Pseudonym Doktoro Esperanto ("Hoffender") entwickelte Dr. Ludwik Zamenhof 1887 die Grundlagen für Esperanto, heute die am weitesten verbreitete internationale Plansprache. Sein Ziel: Eine leicht erlernbare, neutrale Sprache für die internationale Verständigung zu kreieren ohne bestehende Sprachen verdrängen zu wollen.

"Die absolute Zahl der aktiven Sprecher ist gar nicht so wichtig", sagt Rudolf Fischer (65), Vorsitzender des Deutschen Esperanto-Bundes (DEB), Informatiker und promovierter Sprachwissenschaftler. "Und auch nicht das Missionarische, das Gewinnen von Anderen. Entscheidender ist die Frage, ob man genügend Anwendungsgebiete und Kontakte findet, also interessante Menschen zum Austausch. Drei Monate brauche es bei Sprachbegabten bis zu einem einfachen Gespräch; nach ein bis drei Jahren seien auch weniger Fitte so weit wie in Englisch oder Spanisch nach einem längeren Studium.

Religiöse Vorträge in Esperanto

Auch Fischers Frau, die katholische Religionslehrerin Hedwig, drückte noch einmal die Schulbank. Immer mehr internationale Esperanto-Besucher kamen ins Haus. Ohne aktive Sprachkenntnisse sah sie sich schließlich auf die Rolle von "Kochfrau und Zimmermädchen" reduziert. Seitdem ist die heute 64-Jährige voll dabei, hält etwa im Versammlungsraum der Esperantisten in Münster Vorträge über religiöse Themen.

Sohn Gunnar hat nach eigenem Bekunden nie das Gefühl gehabt, in etwas Merkwürdiges hineingeboren worden zu sein. Im Gegenteil: Der internationale Geist von Esperanto mache fit gegen kulturelle Barrieren - und damit für die Globalisierung. Doch die Fluktuation bei den jugendlichen Esperanto-Sprechern ist hoch. Etwa jeder zweite steigt irgendwann aus, sagen neueste Studien. Viele kommen freilich auch später wieder zurück.

Geheimsprache für Priester im Kommunismus

Von zentraler Bedeutung sind für die Esperantisten die internationalen Treffen - und die stets wachsende Kommunikation im Internet. Die kann, ganz nebenbei, auch zur Unterwanderung von politischer Internetzensur wirken. Während der Unruhen um die Präsidentschaftswahlen im Iran im Sommer etwa wurden viele Internet-Kontakte abgewürgt: "Den regierungskritischen Esperanto-Blog eines Freundes von dort konnten wir dagegen die ganze Zeit über unzensiert lesen", sagt Gunnar Fischer. Und Vater Rudolf ergänzt, in der kommunistischen Tschechoslowakei habe die Kirche früher religiöse Zeltlager als Esperanto-Treffen getarnt. Als dort ein politisch aktiver Priester verhaftet wurde, habe Fischer kirchliche Dokumente unbemerkt in den Westen schmuggeln und dort für die Medien übersetzen können.

Da ist es wieder, was Nationalisten von links wie rechts schon immer unheimlich an Esperanto war. Gegen ideologische Vorurteile aller Art wehrt sich der DEB-Vorsitzende aber: "Ich rede mit jedem, der mit mir reden will, mit Rechten wie mit Linken - das gehört zum Toleranzprinzip von Esperanto". Am liebsten redet er aber natürlich mit seinem ersten Enkel. Da probiert es Rudolf Fischer gelegentlich schon mal wieder ein bisschen mit der "Opa-Sprache".
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    www.EsperantoLand.de Foren-Übersicht -> In den Medien und im Internet Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Seite 1 von 1

 
Gehe zu:  
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.


Powered by phpBB © 2001, 2005 phpBB Group
Deutsche Übersetzung von phpBB.de

Forum installiert und modifiziert von NoMoKeTo.de