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Esperanto in die Kindergärten...

 
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kuckividas
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BeitragVerfasst am: Sa Okt 10, 2009 2:52 pm    Titel: Esperanto in die Kindergärten... Antworten mit Zitat

Als ich mich kürzlich über Esperanto äußerte und die Einführung dieser Sprache an allen europäischen Schulen vorschlug, antwortete mein Gegenüber:
" Und wer soll die dann alle unterrichten?"

Nun, ich hab länger darüber nachgedacht, und bin zu dem Schluss gekommen, das es sinnvoll wäre in den Kindergärten spielerisch zu beginnen.
Die/der ErzieherIn braucht Esperanto nicht perfekt zu beherrschen; die Grundlagen könnten in Form einer Fortbildung vermittelt werden. Was meint ihr?
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Helmut
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BeitragVerfasst am: Sa Okt 10, 2009 3:02 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Wer soll das unterrichten, ist eine immer wiederkehrende Frage.

Jeder Sprachlehrer kann Esperanto in kurzer Zeit so weit lernen, dass er unterrichten kann. Man muss sich klar darüber sein, dass in Schulen auch heutzutage Fächer unterrichten, die sie nicht studiert haben. Das sind dann die sogenannten Neigungsfächer. An der Schule meines Sohns hat kein einziger Lehrer Informatik studiert, trotzdem gibt es Informatik-Unterricht.

In den 60-er Jahren wurden wegen des Mangels an Mathe-Lehrern, sogar Latein- udn Griechisch-Lehrer zu Mathematiklehrern umgeschult. Zum Teil allerdings mit einem katastrophalen Ergebnis. Aber einen Lehrer, der bereits eine Fremdsprache studiert hat und diese Sprache unterrichtet, kann schnell Esperanto lernen und unterrichten.

Um gleich vorab auf ein weiteres Argument einzugehen "Es gibt keine Schulbücher für Esperanto". Das ist korrekt, aber für das Fach Informatik, das in NRW immerhin seit ca. 15 Jahren an Gymnasien unterrichtet wird, gibt es auch kein Lehrwerk, das die Schüler über mehrere Jahre begleitet, so wie wir es bei anderen Fächern gewohnt sind.
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Lu Wunsch-Rolshoven
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BeitragVerfasst am: Di Okt 13, 2009 1:18 pm    Titel: Re: Esperanto in die Kindergärten... Antworten mit Zitat

kuckividas hat Folgendes geschrieben:
Als ich mich kürzlich über Esperanto äußerte und die Einführung dieser Sprache an allen europäischen Schulen vorschlug (...)


Esperanto an allen europäischen Schulen? In dem Sinne, dass jeder Schüler Esperanto-Unterricht erhält? Das erscheint mir nicht sinnvoll. Mir ist das zu schnell und ich denke, dafür finden wir keine Unterstützung von anderen Gruppen. Oder ist da Zustimmung in Sicht?

Ich finde, wir sollten das langsam angehen lassen:

- Schritt 1: Jeder Gymnasiast erhält im Laufe seiner Schulzeit eine Stunde (oder zwei) Unterricht darüber, was Esperanto ist: Sprachaufbau, heutige Verbreitung, Verwendung usw. Ich finde, es ist als allgemeiner Bildungsinhalt gar nicht schlecht, dass man ein wenig über den Tellerrand der üblichen Schulsprachen hinausschaut und internationale Sprachen betrachtet. Man lernt ja Englisch nicht wegen der Qualität des englischen Wetters, sondern weil es sich auch sonstwo verbreitet hat.

- Schritt 2: Wenn genügend Schüler daran Interesse zeigen, wird Esperanto als frei wählbare Fremdsprache angeboten.

Letztlich ist beides heute schon verwirklichbar: Man muss nur das Material erstellen, damit die Lehrer das ohne allzu große Mühe umsetzen können. Die Bereitschaft ist sicherlich vorhanden, nicht bei jedem, aber zumindest bei jedem zehnten Sprachlehrer.

Wenn die Sprachlehrer ausreichende Informationen über Esperanto erhalten, werden einige das auch selbst lernen und dann anbieten. Und dann schaun wir mal. Nicht leicht vorauszusehen, was sich entwickelt, wenn wirklich komplette Abitursjahrgänge eines Tages wissen, was Esperanto in der Praxis bedeutet; heute kann man ja selbst von studierten Leuten hören, Esperanto sei "tot"; diesen unsinnigen Volksglauben kann man in einer Stunde beseitigen.

So leid es mir tut: Nach meinem Eindruck ist Esperanto heute nicht wirklich sinnvoll als erste oder zweite Fremdsprache, sondern eher als dritte, vierte oder fünfte. Der Verwendungsbereich ist einfach so klein, dass ich keinen Nutzen darin sehe, einer gesamten Schulklasse oder einem Kindergarten Esperanto beizubringen. Die nutzen das nachher ohnehin nicht.

Englisch bringt denen mehr für das, was sie voraussichtlich machen werden in ihrem Leben. Selbst als zweite Fremdsprache halte ich Französisch, Spanisch, Russisch, Italienisch o.a. für nutzbringender.

Wer so viel Interesse an anderen Sprachen hat, dass er zwei Fremdsprachen gelernt hat, und dennoch seine Kommunikations-Möglichkeiten mit Menschen aus anderen Ländern ausbauen möchte, dem sollte man Esperanto anbieten. Ein paar werden das dann auch lernen wollen - wenn es nicht in Konkurrenz zu z.B. Englisch oder Französisch steht, sondern als eine von den vielen Sprachen, die man auch noch alle lernen könnte.
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comrad



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BeitragVerfasst am: Di Nov 23, 2010 3:37 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Wäre es da nicht möglich der Schule vorzuschlagen einen Esperantokurs für die Schüler anzubieten? In Kordination mit dem örtlichen Esperantoverein könnte man jemanden hinschicken, der im Rahmen einer AG den interessierten Schülern Esperanto-Unterricht gibt.

Besonders Schulen, die sich rühmen Sprachschulen zu sein, dürfte das ja interessieren.
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Helmut
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BeitragVerfasst am: Di Nov 23, 2010 10:35 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Sprachlehrer an den Schulen haben Angst vor Esperanto.

Ein guter Einstieg sind Projektwochen, die es an manchen Schulen gibt.
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Safari
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BeitragVerfasst am: Di Nov 23, 2010 11:24 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Haha, das glaub ich gern, dass Sprachlehrer vor Esperanto Angst haben.


Ja, oder so Projekttage am Ende des Schuljahres. Wenn man einen Tag (oder zwei) so einen Esperanto-Kurs anbietet ist das gut.
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Lu Wunsch-Rolshoven
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BeitragVerfasst am: Mi Nov 24, 2010 10:03 am    Titel: Esperanto-Kurse an Schulen Antworten mit Zitat

comrad hat Folgendes geschrieben:
Wäre es da nicht möglich der Schule vorzuschlagen einen Esperantokurs für die Schüler anzubieten? In Kordination mit dem örtlichen Esperantoverein könnte man jemanden hinschicken, der im Rahmen einer AG den interessierten Schülern Esperanto-Unterricht gibt.

Besonders Schulen, die sich rühmen Sprachschulen zu sein, dürfte das ja interessieren.

Natürlich kann man einen Esperanto-Kurs anbieten - und so jedes zehnte oder zwanzigste Mal wird man auch Erfolg haben. Vorausgesetzt, man macht vor dem Angebot eines Kurses eine solide Informations- und Werbekampagne; man sollte erreichen, dass jeder mögliche Interessent (also Schüler und Lehrer) zumindest sieben Mal eine Information über Esperanto erhält. Dazu habe ich unter "Varbokampanjo" was geschrieben.

Ob sich jemand findet beim örtlichen Esperanto-Verein, das ist eher fraglich. Letztlich sind die meisten Leute nicht deshalb in einem Esperanto-Verein, weil sie unbedingt etwas zur Verbreitung von Esperanto beitragen wollen, sondern weil sie es selbst anwenden wollen.

Bei den auf Sprachen spezialisierten Schulen nehme ich an, dass die Lehrer tendenziell etwas reserviert gegenüber Esperanto sind, während die Schüler etwas offener sein werden als an anderen Schulen.


Helmut hat Folgendes geschrieben:
Sprachlehrer an den Schulen haben Angst vor Esperanto.

Das mag für neun von zehn Sprachlehrern gelten - aber für den oder die zehnte nach meiner Erfahrung nicht. Dort kann man Erfolg mit dem Angebot haben.

Im übrigen ist das ganz normal für etwas (für einen selbst) Neues und Originelles: In der Anfangsphase hatten auch neun von zehn Leuten (oder sogar mehr) eher Angst vor Computern; man hat die Dinger den restlichen Leuten angeboten, die Sache hat sich entwickelt und dann auch verbreitet. Das ist auch für Esperanto der Weg.
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Berni



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BeitragVerfasst am: Sa Jun 16, 2012 6:48 am    Titel: Antworten mit Zitat

Hi!

Im Prinzip sollte man sprachlich in Kindergärten und Schulen viel mehr anbieten.
Das wäre ein guter Weg zur einen Welt! Meine Meinung!

Es wäre sooo viel möglich!

Berni
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Helmut
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BeitragVerfasst am: Sa Jun 16, 2012 11:01 am    Titel: Antworten mit Zitat

Berni hat Folgendes geschrieben:
Im Prinzip sollte man sprachlich in Kindergärten und Schulen viel mehr anbieten.
.
Es scheitert nicht an fehlenden Ideen, sondern an Leuten, die dann vor Ort die Ideen umsetzen.
Vor Sprachunterricht in Kindergärten halte ich persönlich nichts - es kommt dabei nicht wirklich etwas heraus, wie wir es beim Englisch-Unterricht in Kindergärten sehen können. Da müssten außerdem alle Eltern zustimmen.
Projektwochen und Arbeitsgemeinschaften in Schulen sind da erfolgsversprechender. Bei Projektwochen findet der Deutsche Esperantp-Bund auch Aktive, die dann hinfahren und das durchführen würden.
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Martin
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BeitragVerfasst am: Sa Jun 16, 2012 9:39 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Helmut hat Folgendes geschrieben:
Um gleich vorab auf ein weiteres Argument einzugehen "Es gibt keine Schulbücher für Esperanto". Das ist korrekt (...)


Kleine Bemerkung am Rande: dieser Faden wurde ja schon 2009 eröffnet. Seitdem hat sich einiges getan, was Lehrmaterialien betrifft, und u.a. gibt es seit Kurzem ein zweibändiges Lehrbuch namens "Esperanto por lernejaj klasoj" (Esperanto für Schulklassen), das sehr gut sein soll.
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Lu Wunsch-Rolshoven
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BeitragVerfasst am: Sa Jun 16, 2012 11:08 pm    Titel: Bücher. Geeignetes Alter. Betreuung nach dem Kurs Antworten mit Zitat

Nach meiner Erinnerung ist auch Tendaraj Tagoj ganz gut für Schüler geeignet, Zielgruppe so etwa 10 - 14 Jahre alt.

Im übrigen halte ich die Zielgruppe der Schüler ab 12 für die wesentliche. Bei Facebook habe ich eine Umfrage gemacht, wann die Leute denn Esperanto begonnen haben. Ein Drittel (91 von 260 Leuten) zwischen 14 und 18, manche schon mit 12 oder 13; jedenfalls ist es gut, in diesem Alter mit der Information anzufangen.

Für sehr wichtig halte ich die Betreuung während und nach dem Kurs. Man muss die Schüler sorgfältig an die Esperanto-Anwendung heranführen - tut man das nicht, verliert man viele Schüler und könnte sich den ganzen Aufwand eigentlich sparen. Erst neulich habe ich wieder eine Frau getroffen, die mal Esperanto gelernt hat, in einem Wochenendkurs. Angewendet hat sie es nie - "ich wusste nicht, was ich damit machen sollte."
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Martin
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BeitragVerfasst am: Sa Jun 16, 2012 11:46 pm    Titel: Re: Bücher. Geeignetes Alter. Betreuung nach dem Kurs Antworten mit Zitat

Lu Wunsch-Rolshoven hat Folgendes geschrieben:
Nach meiner Erinnerung ist auch Tendaraj Tagoj ganz gut für Schüler geeignet, Zielgruppe so etwa 10 - 14 Jahre alt.


Stimmt!

Leider ist Band 1 dieser guten (dreibändigen) Lehrbuchreihe nicht mehr erhältlich.
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