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Eta oder malgranda?
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Lu Wunsch-Rolshoven
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BeitragVerfasst am: Sa Okt 27, 2012 6:42 pm    Titel: Re: Neue Affixe tauchen sehr selten auf. Antworten mit Zitat

Dirk Bindmann hat Folgendes geschrieben:
Zamenhof hat das -i- im Sinne von "regno" schon ein Jahr vor der Geburt des Ido vorgeschlagen: in der Broschüre "Homaranismo" aus dem Jahre 1906. Durchgesetzt hat es dann Hector Hodler als Redakteur der Zeitschrift "Esperanto".

"Einige Jahrzehnte" stimmt also. Ebenso stimmte: "ein Jahrhundert".

Naja, was genau heißt "durchgesetzt"? Im Jahrbuch von UEA 1966 steht "Germanujo", 1990 "Germanio". Aber sowas kann natürlich an einzelnen Personen und ihrer Beharrlichkeit liegen.

Es verblüfft mich, dass -i schon vor 1920 in "Esperanto" genutzt wurde - wo doch in letzter Zeit so mancher eine längere Diskussion zu Gunsten von -uj führt... Da wäre eine Häufigkeitsanalyse von -i und -uj in der Literatur im Vergleich über die Jahrzehnte mal ganz interessant Smile
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Helmut
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BeitragVerfasst am: Sa Okt 27, 2012 7:57 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Irgendwann vor sehr vielen Jahren hat sich doch die Akademie zu dem Thema geäußert. Ich weiß allderings nicht, was sie verlautbart hat.
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Lu Wunsch-Rolshoven
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BeitragVerfasst am: Sa Okt 27, 2012 9:04 pm    Titel: -i Antworten mit Zitat

Anscheinend wurde -i von Hodler ab 1918 genutzt. Und dann mal wieder nicht von UEA und dann doch... Vgl. Vikipedio, Landnomoj
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Dirk Bindmann
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BeitragVerfasst am: So Okt 28, 2012 11:53 am    Titel: Re: -i Antworten mit Zitat

Lu Wunsch-Rolshoven hat Folgendes geschrieben:
Anscheinend wurde -i von Hodler ab 1918 genutzt. Und dann mal wieder nicht von UEA und dann doch... Vgl. Vikipedio, Landnomoj

Anscheinend war meine Aussage falsch: "Durchgesetzt hat es dann Hector Hodler als Redakteur der Zeitschrift 'Esperanto'." Wenn Hodler das -i- erst ab 1918 benutzt hat, kann seine Rolle bei der Durchsetzung nicht so entscheidend gewesen sein.

Für unseren heutigen Sprachgebrauch sind die ersten Anwendungen des Suffixes sowieso nicht wichtig. Auch der frühe Vorschlag Zamenhofs hat nur anekdotischen Wert. Wer heute Ländernamen mit -i- bildet, tut das, weil viele wichtige Autoren und Redner über einen langen Zeitraum hinweg das so getan haben, dieses Suffix in vielen Lehrbüchern und Kursen vermittelt wurde und deshalb viele Esperantisten eine solche Redeweise als normal empfinden.

Wenn die Akademio de Esperanto dieses Suffix trotz seines häufigen Gebrauchs noch nicht offizialisiert hat, dann ist das eher ein Ausdruck von Weltfremdheit, muss aber normale Esperanto-Sprecher nicht kümmern. Sprache wird nicht von Akademien gemacht, sondern von denen, die Sprache benutzen. "Benutzen" ist vielleicht nicht ganz treffend. Sprache wird nicht nur benutzt, sondern auch ständig neu geschaffen.
_________________
http://promene.wordpress.com
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Helmut
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BeitragVerfasst am: So Okt 28, 2012 2:43 pm    Titel: Re: -i Antworten mit Zitat

Dirk Bindmann hat Folgendes geschrieben:
Wenn die Akademio de Esperanto dieses Suffix trotz seines häufigen Gebrauchs noch nicht offizialisiert hat, dann ist das eher ein Ausdruck von Weltfremdheit, muss aber normale Esperanto-Sprecher nicht kümmern.
Den normalen Esperanto-Sprecher kümmert die Akademie nicht, sofern er überhaupt weiß, dass es die Akademie gibt.
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esocom
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BeitragVerfasst am: So Okt 28, 2012 5:56 pm    Titel: uj vs i Antworten mit Zitat

Hab mal mit Esperantogoogle gesucht und gefunden: http://akademio-de-esperanto.org/decidoj/landnomoj/listo_de_rekomendataj_landnomoj/.
Noch Fragen?
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maklerejo.de
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sonia



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BeitragVerfasst am: Di Okt 30, 2012 7:21 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Benutzt man die Vorsilbe fuŝ- noch? War/Ist diese synonym zu mis-? Und zwischen mis- und mal- gibt es doch eigentlich auch keinen Unterschied, oder?
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Martin
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BeitragVerfasst am: Di Okt 30, 2012 7:42 pm    Titel: Antworten mit Zitat

fuŝ- ist eigentlich keine Vorsilbe, sondern ein eigenständiges Wort und bedeutet "pfuschen, schlecht ausführen".

Und zwischen mal- und mis- gibt es einen deutlichen Unterschied: mal- bezeichnet ein (genaues) Gegenteil, und mis- bedeutet "falsch".
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sonia



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BeitragVerfasst am: Sa Nov 10, 2012 11:35 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Stimmt...

Und was ist mit Wörtern wie "amikiĝo", kann man solche bilden? Weil das Bildungswort -iĝ ja eigentlich für Verben verwendet wird...oder macht es nur Stämme zu Verben und kann auch an ein Nomen angehängt werden? Weil in Christallers Grammatikübersicht für Suffixe für Verben nur Beispiele mit Verbstämmen sind usw...
Oder kann man das -o beliebig statt dem -i an Stämme hängen und somit die Suffixe auch an alle beliebigen Wörter hinhängen? Nein oder? Weil manche Suffxe ja z.B. nur Verben derivieren können...

Gibt es darüber hinaus Wörter wie "hundiĝilo"? Solche Wörter werden doch zumindest verstanden, oder? Und wie hat Samenhof das festgelegt?
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Sunjo
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BeitragVerfasst am: So Nov 11, 2012 4:24 pm    Titel: Antworten mit Zitat

sonia hat Folgendes geschrieben:

Gibt es darüber hinaus Wörter wie "hundiĝilo"? Solche Wörter werden doch zumindest verstanden, oder?

Also ich verstehe es nicht, aber vielleicht fehlt mir da auch einfach die nötige Fantasie.

hundo: Zool Hund (Canis)
-iĝ: Suff [(zu etwas) werden, Zustandsänderung]
-ilo: Suff [kennzeichnet ein Werkzeug oder Mittel]
(die Übersetzungen habe ich aus dem Onlinewörterbuch von lernu.net kopiert)

"hundiĝilo" wäre also ein Werkzeug/Mittel, durch das man zum Hund wird

Bilden kannst du jedes Wort, aber nicht immer ergibt das auch einen Sinn. "Amikiĝo" ist aber zulässig und verständlich. Das Bilden von Substantiven aus Wörtern, die "iĝ" enthalten ist auf jeden Fall möglich und auch üblich.
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gunware
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BeitragVerfasst am: Mo Nov 12, 2012 10:16 am    Titel: Antworten mit Zitat

sonia hat Folgendes geschrieben:

"hundiĝilo" wäre also ein Werkzeug/Mittel, durch das man zum Hund wird
Das heißt, zum Beispiel ein Fluch oder magischer Gegenstand in Fantasy?

Geändert am Mo Nov 12, 2012 10:19 am von gunware
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Helmut
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BeitragVerfasst am: Mo Nov 12, 2012 12:06 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Verfluchen: malbeni oder auch damni
magisches Objekt: magia objekto oder magiajho
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Martin
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BeitragVerfasst am: Mo Nov 12, 2012 4:04 pm    Titel: il Antworten mit Zitat

(Hier sind durch ein technisches Problem/Versehen zwei Kommentare zusammengekommen. Lu als Moderator)

Erster Kommentar, von Martin:

Ein "hundiĝilo" wäre wohl ein Mittel, das dazu da ist, selbst zum Hund zu werden (mir so ein "ilo" vorzustellen, fällt mir schwer, aber vielleicht habt Ihr da ja mehr Fantasie)

--

Kommentar dazu, von esocom:

Martin hat Folgendes geschrieben:
Ein "hundiĝilo" wäre wohl ein Mittel, das dazu da ist, selbst zum Hund zu werden (mir so ein "ilo" vorzustellen, fällt mir schwer, aber vielleicht habt Ihr da ja mehr Fantasie).

-il- kann u. a. auch ein Zaubermittel sein. Ich trinke die von Mirakuliks gemischte Tinktur und werde zum Hund.


Geändert am Mi Nov 14, 2012 8:15 am von Lu Wunsch-Rolshoven

Geändert am Mo Nov 12, 2012 6:11 pm von esocom
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gunware
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BeitragVerfasst am: Di Nov 13, 2012 9:24 am    Titel: Antworten mit Zitat

Martin hat Folgendes geschrieben:
Ich trinke die von Mirakuliks gemischte Tinktur und werde zum Hund.
Ja, so etwas habe ich gemeint. So wie es Zauberstäbe gibt, z.B. Feuerballstab, Nebelstab oder Rüstungen wie Feenrüstung, Lichtrüstung oder Tränke wie Stärketrank, Willenstrank, kann es doch auch verschiedene Artefakte geben: Drachenherz, Juwel der Erinnerung, Elementare Schriftrollen von Ak'le'ar und ähnliches. Warum sollte es dann nicht irgendein Gegenstand geben, den man Hundemacher oder ähnlich nennt. Und auf Esperanto könnte so ein magischer Gegenstand doch hundiĝilo heißen, weil er aus Menschen, Orks, Elfen und anderen Wesen Hunde macht.
Oder verrenne ich mich da jetzt total?
Und gibt es eigentlich irgendwo ein Wörterbuch, das sich mit dem Vokabular der Rollenspiele, Fantasy und Science-Fiction befasst? Alle, die ich kenne, haben nicht mal rudimentäre Vokabel aus diesen Bereichen.
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esocom
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BeitragVerfasst am: Di Nov 13, 2012 11:25 am    Titel: ig und igh Antworten mit Zitat

@ gunware Du musst nur aufpassen, dass Begriffe in Nationalsprachen oftmals nur ungenau beschreiben, was sie meinen. Ein Liebestöter ist nicht ammortigilo, sondern seksmalalloga kalsono.

Dann bitte noch schön sauber ig und iĝ auseinanderhalten: ig = in den Zustand versetzen, iĝ = in den Zustand geraten, der vom Stamm definiert wird.

Ein spezielles Wörterbuch für Fantasy ist mir nicht bekannt. Wenn Du Mitmacher suchst, die mit Dir solch ein Wörterbuch erstellen möchten, dann empfehle ich PER.
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Geändert am Di Nov 13, 2012 11:28 am von esocom
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