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Wie lange braucht man, um Esperanto zu lernen?
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Sunjo
50 Beiträge
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BeitragVerfasst am: So Feb 10, 2013 2:53 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Schnecke hat Folgendes geschrieben:
Grundsätzlich habe ich aber den Anspruch nicht ohne jegliches Wissen zu einem Treffen zu fahren. Ich muss zu mindest für meine Gefühl etwas mehr drauf haben als "guten Tag und bis gleich". Andere stürzen sich vielleicht gleich ohne Vorwissen in ein Treffen - ich kann das so nicht.

Ich konnte das auch nicht. Erst nach zwei Kursen (1 Jahr und 3 Monate = 9 Monate länger, als man für diese beiden Kurse eigentlich veranschlagen würde) habe ich mich das erste Mal in die reale Esperantowelt getraut.

Schnecke hat Folgendes geschrieben:
Meine letzten Esperanto oder Schulerfahrungen sind über 30 Jahre her und ich merke schon, das ich erst mal wieder Lernen lernen muss, und was z.B. das Vokabeln lernen angeht, komme ich noch immer mit dem klassischen Kärtchen/Kasten besser klar als mit jedem Softwaretrainer.

Ich habe auch mit klassischen Vokabelkärtchen gelernt. Der Vorteil daran ist, dass man die Vokabeln selbst schreibt, und dadurch eher einprägt, als wenn man sie nur liest.
Schnecke hat Folgendes geschrieben:
Ps. Im Thema Hochschulgruppe gründen ging es ja unter Anderem um das Thema Ewige Anfänger und ob man sie abblitzen lässt oder nicht... da wäre doch die Frage, wie erkennt man die denn überhaupt, bzw. könnten das nicht auch "normale" Anfänger sein?

Man erkennt sie im Gespräch und durch Beobachtung über einen längeren Zeitraum und zwar daran, dass sie überhaupt nicht danach streben, besser zu werden.
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esocom
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BeitragVerfasst am: So Feb 10, 2013 3:57 pm    Titel: eternaj komencantoj Antworten mit Zitat

Wie das Wort eterna schon sagt, muss sich ein radebrechender Esperantist schon längere Zeit als solcher gezeigt haben. Wer sich (noch) nicht traut etwas zu sagen, weil er sich (noch) nicht einer normalen Konversation gewachsen fühlt, verdient Unterstützung durch erfahrene Esperantosprecher, die er meist auch bekommt. Allerdings gibt es auch ängstliche Anfänger, die man als Erfahrener nicht unnötig bedrängen möchte, etwas auf Esperanto zu sagen. Da für die allermeisten Esperanto mal eine Fremdsprache war, ist das Verständnis für Esperantoanfänger groß. Vielleicht ist der gebräuchliche Ausdruck "eterna komencanto" nicht ganz treffend. Sollte man die Zielgruppe eher "obstina ne plu lernanto" nennen? Das wäre aber nicht so bündig, immerhin haben sie ja mal angefangen Esperanto zu lernen und die Stufe zum "progresanto" aus irgend welchen Gründen nicht geschafft. Das ist nicht vorwerfbar. Aber ich habe Esperanto einigermaßen erschöpfend gelernt, weil ich mich tiefer gehenden Gesprächen in Esperanto widmen möchte. Für mich liegt der Vorteil darin, dass ich mich nur in Esperanto differenziert ausdrücken kann; in Englisch und Französisch gelingt mir das nicht, da bin ich nur am radebrechen. Das muss ich nicht auch noch auf Esperantotreffen erleben. Das steht auch nicht im Gegensatz zum Spaß haben durch eine andere internationale Sprache, die auf Esperantotreffen auch vorkommt: Musik.
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hans
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BeitragVerfasst am: Do Feb 14, 2013 3:53 pm    Titel: leichter, nicht simpel Antworten mit Zitat

Esocom hat geschrieben:

Jedenfalls sollte man den Eindruck vermeiden, Esperanto könne man schneller lernen als andere Sprachen, weil es simpel sei.

Die Leichtigkeit des Lernens sollte bei der Argumentation für Esperanto nicht im Vordergrund stehen. Wichtig sind die sozialen Kontakte über Sprachgrenzen hinweg auf gleicher Augenhöhe.


Beides ist nicht ganz falsch. Aber zum ersten Satz:

Es ist Tatsache, dass Esperanto deutlich leichter, schneller zu lernen ist als andere Sprachen. Die Experten streiten sich zwar darüber, ob der "Faktor" dabei vier, sieben zehn oder noch höher ist.
Deutlich leichter ergibt sich aus Tatsachen:
- Anzahl der Deklinationen + Genera + Pluralbildung Eo 1, andere > 10
- Anzahl der Konjugationen Eo 1, andere > 10
- Zuordnung Präpositionen + Fälle Eo 2, andere > 5
- Ausnahmen Eo keine, andere hunderte
- Phonetik Eo eindeutig, andere oje!
Diese und andere Faktoren lassen sich zu einem Gesamtfaktor addieren.

Leider scheint es darüber kein solides wissenschaftliches Werk zu geben. Oder?
Wäre doch eine Promotion wert!

Das Wort "simpel" für Eo ist unangebracht. Zamenhof hat aus der Erkenntnis, man werde gegen seine Sprache so argumentieren, richtig reagiert: Er hat die Bibel und Shakespeare übersetzt.

Ich bin Werbefachmann. Von daher weiss ich, um sich gegen Wettbewerber durchzusetzen, muss man den speziellen Vorteil seines Produkts (über-)deutlich herausstellen.
Lesenswert dazu Wikipedia "USP"

Zum zweiten Satz von Esocom: Den Lernenden sollte man die Leichtigkeit nicht (zu sehr) vorbeten, das kann zu Frust führen. Aber interessierten Experten, Besserwissern sollte man das Argument doch fundiert präsentieren.
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esocom
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BeitragVerfasst am: Do Feb 14, 2013 7:38 pm    Titel: leichter, nicht simpel Antworten mit Zitat

Beim Argumentieren, Esperanto sei leichter, schneller zu lernen, oder sonstwas, kann leicht der Eindruck beim Beworbenen der (unausgesprochene und daher nicht weiter erörterte) Eindruck entstehen, Esperanto sei simpel, oder eine Pidginsprache, jedenfalls irgendwie nicht "normal". Der Ausdruck Plansprache an Stelle von Welthilfssprache ist leider auch nur eine Krücke, die den Eindruck des Gekünstelten hinterlassen kann.

Vielleicht wird so ein Schuh daraus: Martin Luther und die Brüder Grimm versuchten aus Ober-, Mittel- und Niederdeutsch eine gemeinsame Sprache zu machen. Heraus kam unser jetziges Hochdeutsch. Zamenhof versuchte aus den verbreitetsten Sprachen Europas eine internationale, quasi Hochsprache zu machen. Vielleicht hat er an dem Sprachkonzept etwas konsequenter "geplant", als das Grimm und Luther sich zu tun trauten. Immerhin war die Welt Ende des 19. Jahrhunderts etwas aufgeklärter (leider haben wir im 20. und 21. Jh bislang verpasst kulturell daran anzuknüpfen), und es war nur folgerichtig, nach Erfindung der Dampfmaschine, die Grenzen überwinden hilft, auch eine internationale Sprache zu schaffen, die die dazu passenden gesellschaftlichen Optionen bietet.

Mich muss niemand von den Qualitäten des Esperanto überzeugen. Ich bin kein Anfänger. Mich muss man von den Qualitäten der Esperantisten überzeugen. Es gibt viele selbst ernannte Experten, die Außenstehenden so über Esperanto berichten, dass diese nicht motiviert sind, sich näher mit Esperanto zu befassen.

Am schlimmsten ist es, Menschen zu missionieren, von denen man nicht weiß, ob sie mehr können wollen als im Ausland sich radebrechend irgendwie durchzuschlagen. Die wird man so oder so nicht zu Esperanto bekehren können.
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Dirk Bindmann
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BeitragVerfasst am: Do Feb 14, 2013 11:02 pm    Titel: Re: leichter, nicht simpel Antworten mit Zitat

hans hat Folgendes geschrieben:
Ich bin Werbefachmann. Von daher weiss ich, um sich gegen Wettbewerber durchzusetzen, muss man den speziellen Vorteil seines Produkts (über-)deutlich herausstellen.
Lesenswert dazu Wikipedia "USP"

Das ist freilich kein hinreichendes Argument, um die Leichtigkeit als Alleinstellungsmerkmal des Esperanto hervorzuheben. Warum sollte jemand eine Sprache wegen ihrer Leichtigkeit lernen? Noch leichter ist es, überhaupt keine Sprache zu lernen.
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Lu Wunsch-Rolshoven
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BeitragVerfasst am: Fr Feb 15, 2013 11:29 am    Titel: Leichigkeit überzeugt etwa 16 % der Esperanto-Lerner Antworten mit Zitat

Dirk Bindmann hat Folgendes geschrieben:
Warum sollte jemand eine Sprache wegen ihrer Leichtigkeit lernen? Noch leichter ist es, überhaupt keine Sprache zu lernen.

Das klingt im ersten Augenblick überzeugend. Allerdings denke ich, man kann die Sache auch anders formulieren: Weil Esperanto leicht zu erlernen ist, kann man mit demselben zeitlichen Lernaufwand ein höheres Sprachniveau erreichen. Dann kommen wir von "leicht zu lernen ~ kostengünstig/billig" zu "gleicher Preis, aber besseres Ergebnis/höhere Qualität". Das schmeckt mir besser als Werbeargument.

Im übrigen habe ich bei Facebook auf der EsperantoLand-Seite eine Umfrage gemacht:
Kiu specifa informo igis vin lerni Esperanton? Kio plej multe konvinkis vin?
(Welche besondere Information hat dich veranlasst Esperanto zu lernen? Was hat dich am meisten überzeugt?)
Das schien mir besser als nur zu spekulieren, was für Argumente die Leute wohl überzeugen werden. Abgegeben wurden bisher 98 Stimmen; die Stimmen sind also in etwa Prozentpunkte. (Man konnte auch mehrere Stimmen abgeben, ich habe nicht gezählt, wieviele das waren.)
Ergebnis:

19 Interesse für Sprachen
16 Leichter Sprachaufbau
16 Leichte Kontakte in viele Länder
15 Die Idee
10 Gute Lösung des Sprachenproblems
6 Es gab einen Kurs über eine unbekannte Sache
3 Neutrale Plansprache
(13 weitere Stimmen; alles andere hat höchstens 2 Stimmen erhalten)

Woraus ich ableiten würde, dass wir in den Basisinformationen zu Esperanto unterbringen sollten, dass Esperanto eine relativ einfach aufgebaute/relativ leicht zu erlernende Sprache ist, mit der man leicht Kontakte in viele Länder haben kann. (Und ich selbst tendiere dazu, den Effekt der leichten Erlernbarkeit, höheres Sprachniveau, irgendwo im Text unterzubringen.)
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