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Esperanto & Spott - Fragen eines Esperanto Anfängers

 
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Erik
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Anmeldedatum: 04.04.2006
Beiträge: 289


   

BeitragVerfasst am: Fr Apr 07, 2006 4:12 pm    Titel: Esperanto & Spott - Fragen eines Esperanto Anfängers Antworten mit Zitat

Wie kommt es dazu das sich so einige Esperantos öfters gegenseitig an die Kehle gehen Question

Welche Dinge/ Prozesse/ "Allergie"-Schlüsselwörter lassen verschiedene Esperanto Leute öfters ausflippen Question

Habe ich als Esperanto-Aktivist/in das demokratische Recht mich von anderen Esperanto-Aktivisten/innen abzugrenzen Question z.B. aufgrund anderer Interessen, "Chemie" stimmt nicht, etc.

Verhindert eine Abgrenzung Konflikte bzw. fördert so eine Abgrenzung die Entstehung neuer Esperanto-Gruppen (s.a. letzte Frage) Question


http://de.wikipedia.org/wiki/Humor

Unter Spott versteht man heute im Allgemeinen einen abwertenden Vergleich in verletzender Absicht. Spott braucht ein Opfer für das Auslachen, das boshafte Veralbern oder Lächerlichmachen. Etymologisch bedeutete es zunächst nur: vor Abscheu ausspucken. Seit dem 18. Jh. wurde es für Vögel verwendet, die die Stimmen anderer Vögel nachahmen (Spottdrossel).

http://de.wikipedia.org/wiki/Humor

Ein Witz verursacht ein Lachen durch plötzliche Einsicht in einen unerwarteten Zusammenhang. Während Ironie, Spott und Zynismus eine konkrete Einzelperson oder soziale Gruppe als Gegenüber oder Opfer erfordern, sind Dritte für einen Witz zwar möglich, aber nicht notwendig: "Frage: Was gibts für einen guten Witz? Antwort: Ein Jahr Gefängnis." Ein Witz beruht im Wesentlichen auf einer überraschenden Kombination und Assoziation. Er bedarf einer Gliederung in Einleitung, Überleitung und Pointe, vermittelt durch leitmotivische Wörter, die oft in doppelter Bedeutung benutzt werden. Der Erfolg ist abhängig von der Klarheit der Form, der Kürze der Exposition und der Konfrontation der Figuren in direkter Rede. Auf Beispiele kann hier getrost verzichtet werden.
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Robert
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Beiträge: 135
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BeitragVerfasst am: Sa Apr 08, 2006 3:16 am    Titel: Antworten mit Zitat

Dieses Forum vermittelt in dieser Hinsicht vielleicht einen etwas schiefen Eindruck von der Esperanto-Welt. Esperantosprecher sind im Allgemeinen meinungsfreudig, aber freundlich. Wenn einer hier im Forum gelegentlich ein bisschen kurz angebunden oder gar ruppig ist und ein anderer sich im Ton vergreift, dann sind das Einzelfälle, wie auch im "echten Leben". (Übrigens können dieselben Leute, über die man sich im Forum bisweilen ärgert, in Wirklichkeit ganz nette Leute sein - man muss nur wissen, wie man mit ihnen umgehen muss.)

Wenn ich wollte, wüsste ich, wie ich hier im Forum Widerspruch herausfordern könnte.

Es gibt hier einen, der sehr kritisch auf Vereinfachungen, auf Verallgemeinerungen und insbesondere auf Übertreibungen reagiert, die in der Werbung für Esperanto (aber sicherlich auch in der Werbung für manch andere Sache) eine lange Tradition haben. Das hat aber den Vorteil, dass man sich kritisch überlegt, was man schreibt, und nicht irgendwelche Halbwahrheiten tradiert.

Dann gab es hier einen, der sehr allergisch reagierte, wenn man das Wort "Esperanto-Bewegung" benutzte, weil sich seiner Meinung nach nichts bewegt. Man kann ja durchaus der Meinung sein, dass sich nichts oder nicht genug bewegt, aber ausfällig und persönlich beleidigend muss man deswegen nicht werden. Diskussionen, die dergestalt ausarteten, wurden vom Forenbetreiber zunächst in die Abteilung "Persönliche Diskussionen" ausgelagert; später entschloss er sich, sie gar nicht mehr zu tolerieren.

Robert
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Erik
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Anmeldedatum: 04.04.2006
Beiträge: 289


   

BeitragVerfasst am: Sa Apr 08, 2006 10:36 am    Titel: Antworten mit Zitat

Hhm, also ich kann als Ossi verschiedene DDR-historisch zerkaute Wörter auch nicht ab wie z.B. "Völkerfreundschaft". Ich sage nur "Oder-Neiße-Friedensgrenze". Auch irgendwelche "Hippie" Verbindungen finde ich nicht so toll. Bzw. kann ich damit überhaupt nichts anfangen. Ich nehme mir das Recht heraus nicht jeden gern haben zu müssen. Was ja Toleranz nicht ausschließt. Finde ich persönlich ehrlicher. Und natürlich "Missionierung". Wenn mir jemand unbedingt eine Weltanschauung aufdrängeln will *allergischer Ausschlag* Very Happy
Allerdings bin ich natürlich auch der Meinung, daß es auch in Internet Foren gewisse soziale Regeln geben sollte.

Robert hat Folgendes geschrieben:
Dann gab es hier einen, der sehr allergisch reagierte, wenn man das Wort "Esperanto-Bewegung" benutzte, weil sich seiner Meinung nach nichts bewegt. Man kann ja durchaus der Meinung sein, dass sich nichts oder nicht genug bewegt, aber ausfällig und persönlich beleidigend muss man deswegen nicht werden.
Robert
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Lu Wunsch-Rolshoven
Moderator
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Beiträge: 954
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BeitragVerfasst am: So Apr 16, 2006 1:55 pm    Titel: Konflikte unter Esperantosprechern Antworten mit Zitat

Erik hat Folgendes geschrieben:
Wie kommt es dazu, dass sich nicht wenige Esperantos öfters gegenseitig an die Kehle gehen Question


Nach meiner Einschätzung liegt es zum Teil daran, dass die Esperanto-Sprachgemeinschaft klein ist. Deswegen gibt es viele Foren oder Zeitschriften bestimmter Art nur ein Mal - und da stoßen dann höchst unterschiedliche Auffassungen aufeinander. Im Deutschen passiert das weniger - wenn man die FAZ nicht gut findet, schreibt man wohl kaum einen Leserbrief dorthin, sondern zu dem betreffenden Thema an eine andere Zeitung. Es gibt auch viele verschiedene deutsche Internet-Foren, um z. B. Politik zu diskutieren.

Außerdem wird in Esperantujo teilweise daran geglaubt, dass jeder Esperantosprecher gleich ein "samideano" ist und dass am besten alle in derselben Vereinigung/Landesverband/Ortsgruppe organisiert sind. (Wenn es hingegen mehrere parallele Gruppen gibt, dann können sich die Leute nach Auffassung und persönlicher Sympathie sortieren, laufen sich nicht mehr automatisch über den Weg - und es entstehen weniger Konflikte.)

Aber wenn man auch nur an die Gründung eines zweiten Vereins denkt oder gar eigene Aktivitäten außerhalb eines alten Vereins beginnt, wird man sofort gefragt, ob man ein "Schisma", eine Trennung der ach so wenigen und angeblich ach so einigen Kräfte beabsichtigt.
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Erik
100 Beiträge
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Beiträge: 289


   

BeitragVerfasst am: Mo Apr 17, 2006 3:54 pm    Titel: Re: Konflikte unter Esperantosprechern Antworten mit Zitat

Lu Wunsch-Rolshoven hat Folgendes geschrieben:

Wenn es hingegen mehrere parallele Gruppen gibt, dann können sich die Leute nach Auffassung und persönlicher Sympathie sortieren, laufen sich nicht mehr automatisch über den Weg - und es entstehen weniger Konflikte.

...und es entstehen meiner Meinung nach auch mehr Esperanto-Gruppen(?), welche sich vielleicht irgendwann wieder verbinden bzw. gemeinsame Interessen finden. Oder sich zumindest diese Möglichkeit offenhalten. Wenns halt nicht wird, auch gut. So ist das Leben Very Happy Etwas Gemeinsames behalten diese Gruppen so und so: Die Fähigkeit in Esperanto zu kommunizieren. Very Happy

Lu Wunsch-Rolshoven hat Folgendes geschrieben:

Aber wenn man auch nur an die Gründung eines zweiten Vereins denkt oder gar eigene Aktivitäten außerhalb eines alten Vereins beginnt, wird man sofort gefragt, ob man ein "Schisma", eine Trennung der ach so wenigen und angeblich ach so einigen Kräfte beabsichtigt.

Das ist aber glaube ich nicht nur unter Esperanto-Aktivisten so. Vielleicht sollte man eine Art "Trennungsritual" vornehmen und dann im Guten auseinander gehen. Ohne Zwang irgendetwas rechtfertigen zu müssen. Very Happy
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Helmut
Moderator
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BeitragVerfasst am: Mo Apr 17, 2006 8:38 pm    Titel: Re: Esperanto & Spott - Fragen eines Esperanto Anfängers Antworten mit Zitat

Erik hat Folgendes geschrieben:
Wie kommt es dazu das sich so einige Esperantos öfters gegenseitig an die Kehle gehen Question
Welche Dinge/ Prozesse/ "Allergie"-Schlüsselwörter lassen verschiedene Esperanto Leute öfters ausflippen Question


Ich glaube, dass die Esperantisten nicht mehr und auch nicht weniger streitsüchtig sind, als man es von anderen Gemeinschaften kennt. Und wenn es da um Konflikte geht, sind die Anlässe wirklich oft eher nichtiger Natur.

Und manchmal ist das auch ein Problemen zwischen Menschen. Wenn der X etwas sagt, wird das zur Kenntniss genommen und das war es dann auch schon. Sagt das hingegen der Y, dann ist das Geschrei groß.

Die Zeit der großen Konflikte Anfang der 50-er Jahre (Felix Epstein, Dr. Siegfried Ziegler mit Ihrer "Hausmacht" in Hamburg und München), die Diskussion um die bürgerliche und die Arbeiter-Esperanto Bewegung ist Historie. Und manchmal ist es auch nichts Anderes als eine gewisse Reiberei zwischen den Generationen.

Immerhin haben wir es noch nicht so weit gebracht, wie es bei einem deutschen Tauben-Züchter Verband vor vielen Jahren gekommen war, wo die Vorstandsmitglieder per Rechtsanwälten miteinander verkehrten und zu Vorstandssitzungen ihren juristischen Beistand gleich mitbrachten.
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