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Geld verdienen mit Esperanto. Büroleiter des DEB in Berlin
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Rudolf Fischer
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BeitragVerfasst am: Mi Mai 14, 2008 4:40 pm    Titel: Ohne Gräuel an finanzieller Lösung interessiert Antworten mit Zitat

Lu Wunsch-Rolshoven hat Folgendes geschrieben:

Die Vorstellung, dass man mit Esperanto Geld verdient, ist leider so manchem Esperantosprecher ein Gräuel.


Das mag früher mal so gewesen sein, als man rein "idealistisch" zu denken forderte. Ich treffe manchmal noch auf solche Kritik, wenn ich für meine Auslagen wenigstens eine Spendenquittung haben möchte.

Lu Wunsch-Rolshoven hat Folgendes geschrieben:

Wer unterrichtet, soll das nach deren Ansicht am liebsten kostenlos machen. Wer Bücher versendet, darf froh sein, dass er einen Beitrag zur Esperanto-Kultur leistet - und dies muss er, nach den von den Verbänden gesetzten Rahmenbedingungen, zu einem sehr geringen Stundenhonorar machen. Wer ein Treffen organisiert, sollte am besten gar kein Geld für diese Arbeit erhalten.


Das Problem schilderst du völlig richtig. Die Ursache ist aber nicht der "Gräuel" vor dem Geldverdienen, sondern schlicht die Tatsache, dass Organisatoren von Treffen und Esperanto-Verbände keine normalen Gehälter zahlen können.

Wenn du dieses Problem lösen kannst, bin ich sehr an der Lösung interessiert. Aber bitte keine allgemeinen Ausführungen, sondern Zahlen und Fakten. Der Deutsche Esperanto-Bund sucht einen Büroleiter (m/f) für sein künftiges Büro in Berlin. Ein normales Gehalt läge etwa bei 25.000 EUR brutto + Arbeitgeberbeiträge, insgesamt etwa 40.000 EUR jährlich. Dem D.E.B. wäre es kein Gräuel, das zu bezahlen. Wir täten es gern, wenn du uns sagst, wie man das finanzieren könnte.

Wie macht EsperantoLand das denn? Wie viel bekommen da die Mitarbeiter?
_________________
Rudolf
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Lu Wunsch-Rolshoven
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BeitragVerfasst am: So Mai 18, 2008 2:22 pm    Titel: Re: Ohne Gräuel an finanzieller Lösung interessiert Antworten mit Zitat

Lu Wunsch-Rolshoven hat Folgendes geschrieben:

Die Vorstellung, dass man mit Esperanto Geld verdient, ist leider so manchem Esperantosprecher ein Gräuel.


Rudolf Fischer hat Folgendes geschrieben:
Das mag früher mal so gewesen sein, als man rein "idealistisch" zu denken forderte. Ich treffe manchmal noch auf solche Kritik, wenn ich für meine Auslagen wenigstens eine Spendenquittung haben möchte.

Danke, dass du mir zustimmst, indem du ein Beispiel bringst, dass sogar die Bitte um eine Spendenquittung, ganz zu schweigen vom vollen Ersatz von Aufwendungen oder einer Bezahlung, kritisiert wird.

Lu Wunsch-Rolshoven hat Folgendes geschrieben:

Wer unterrichtet, soll das nach deren Ansicht am liebsten kostenlos machen. Wer Bücher versendet, darf froh sein, dass er einen Beitrag zur Esperanto-Kultur leistet - und dies muss er, nach den von den Verbänden gesetzten Rahmenbedingungen, zu einem sehr geringen Stundenhonorar machen. Wer ein Treffen organisiert, sollte am besten gar kein Geld für diese Arbeit erhalten.


Rudolf Fischer hat Folgendes geschrieben:
Das Problem schilderst du völlig richtig. Die Ursache ist aber nicht der "Gräuel" vor dem Geldverdienen, sondern schlicht die Tatsache, dass Organisatoren von Treffen und Esperanto-Verbände keine normalen Gehälter zahlen können.


Normale Gehälter sicher nicht. Aber eine gewisse auch finanzielle Anerkennung für das Halten eines Vortrages o.ä. oder für die Organisation ist durchaus möglich. Ich kenne Treffen, da kriegt man für einen Vortrag einen warmen Händedruck (statt wenigstens einen kleinen Rabatt) und selbst mancher Mit-Organisator zahlt den vollen Treffenbeitrag. Das finde ich übertriebene Selbstausbeutung.

Bei EsperantoLand erhält man für einen Vortrag o.ä. einen Rabatt von so etwa 10 EUR für 1,5 Stunden; Organisatoren entsprechend mehr, aber sicher keine normalen Gehälter. An die könnte man sich rantasten, wenn die Verbände ihre Treffen etwas teurer machen würden, sodass auch EsperantoLand die Preise etwas anheben könnte.

Einen Büroleiter kann man so nicht finanzieren, weil er nicht an der Erstellung einer verkaufbaren Einzelleistung wie Treffen oder Buch mitwirkt. Zunächst müsste man definieren, was für eine Leistung der Büroleiter erbringen soll, dann könnte man Spender suchen, die genau das haben möchten. Nur dafür Geld zu geben, dass es ein Büro mit Leiter gibt - ich befürchte, dass es da nicht sehr viele Spender geben wird. Es ist ja anzunehmen, dass ein solches Büro nichts wesentlich anderes erbringen wird als das, was bisher schon passiert. So war es jedenfalls bei den Büros mit bezahlten Leitern, die ich in Hamburg (HES), Berlin (DEJ), Bonn und Freiburg (DEB) gesehen habe. Die hatten nach meinem Eindruck alle keine klare Konzeption, was denn nun mit bezahlten Kräften anders werden soll und was man den Mitgliedern als Fortschritt vorstellen könnte.
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gasto
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BeitragVerfasst am: So Mai 18, 2008 10:52 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Rudolf Fischer scheint mir hier einer der wenigen Espis (im DEB-Alter) zu sein, der hier sinnvolle Dinge schreibt.
Daher möchte ich gerne auf eine seiner Übersetzungen verweisen, die in Buchform erhältlich sind. Vor nicht allzulanger Zeit erschienen ist:
»Der polyglotte Struwwelpeter« für 12,90 € *** ISBN-13 978-3-937467-46-7

Salutojn.
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Rudolf Fischer
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BeitragVerfasst am: Mo Mai 19, 2008 11:44 am    Titel: Kaum mehr Gräuel Antworten mit Zitat

Lu Wunsch-Rolshoven hat Folgendes geschrieben:
Danke, dass du mir zustimmst, indem du ein Beispiel bringst, dass sogar die Bitte um eine Spendenquittung, ganz zu schweigen vom vollen Ersatz von Aufwendungen oder einer Bezahlung, kritisiert wird.


Vergiss aber nicht, dass ich das als Ausnahme geschildert habe.

Im Vorstand des Deutschen Esperanto-Bundes gibt es sowas nicht mehr. Ich ermuntere laufend die Beauftragten, ihre Ausgaben zu mildern, indem sie eine Spendenquittung anfordern. Seit 2007 sind Spenden ja auch für Rentner wieder in großem Umfang absetzbar.

Das Geld sollte aber durch die Kasse laufen. Das heißt, man schreibt eine Rechnung über seine Auslagen, bekommt diese erstattet und spendet dann zurück, wobei manche, die nicht einmal den Steuervorteil in Ansprch nehmen wollen, entsprechend mehr spenden. So beteiligt man den Staat an unseren Aktivitäten, und das ist ganz in dessem Sinne, da wir mit unseren Zielsetzungen gemeinnützig und staatstragend sind. Also alles streng legal.

Wegen der finanziellen Skandale, die man in der Zeitung liest, haben manche aber Angst, dass es vielleicht doch nicht ganz legal ist. Andere scheuen den Aufwand, eine Rechnung zu stellen. Dabei sind Spesenformulare im Serviceteil der Netzseiten des D.E.B. runterladbar, sogar mit einem ausgefüllten Beispielexemplar.

Mehr kann man an der Stelle nicht machen.
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Rudolf
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Rudolf Fischer
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BeitragVerfasst am: Mo Mai 19, 2008 12:02 pm    Titel: Re: Keine Selbstausbeutung Antworten mit Zitat

Lu Wunsch-Rolshoven hat Folgendes geschrieben:
Normale Gehälter sicher nicht. Aber eine gewisse auch finanzielle Anerkennung für das Halten eines Vortrages o.ä. oder für die Organisation ist durchaus möglich. Ich kenne Treffen, da kriegt man für einen Vortrag einen warmen Händedruck (statt wenigstens einen kleinen Rabatt) und selbst mancher Mit-Organisator zahlt den vollen Treffenbeitrag. Das finde ich übertriebene Selbstausbeutung.


Da sind wir uns einig, das sollte nicht sein.

Lu Wunsch-Rolshoven hat Folgendes geschrieben:
Bei EsperantoLand erhält man für einen Vortrag o.ä. einen Rabatt von so etwa 10 EUR für 1,5 Stunden; Organisatoren entsprechend mehr, aber sicher keine normalen Gehälter. An die könnte man sich rantasten, wenn die Verbände ihre Treffen etwas teurer machen würden, sodass auch EsperantoLand die Preise etwas anheben könnte.


Da kommen wir wieder zu einem grundsätzlichen Problem unserer Veranstaltungen, nämlich dass wir preislich mit den Massenanbietern konkurrieren müssen. Ich schreibe hier mal eine Einzelkritik, die man mir gegenüber äußerte: "Aus lauter Idealismus fand ich mich in meiner kostbaren Freizeit in einem muffigen Haus beim Kartoffelschälen wieder. Und das zu einem Teilnehmerpreis, für den ich auch eine Woche Urlaub auf Mallorca (samt Flug) hätte buchen können."

Mich hat diese Kritik betroffen gemacht, denn sie zeigt, auf wie schmalem finanziellen Grat wir uns bewegen. Wenn der Leistungsstandard noch mehr herabgesetzt wird oder andersherum die Preise noch mehr angehoben werden, fliegen die Leute lieber nach Mallorca, Esperanto hin oder her.

Auf den Faktor "Idealismus" wollten wir ja verzichten, war ja der Ausgangspunkt dieses Fadens.

Geben wir zu viel Rabatt für Mitwirkende, müssen die allgemeinen Teilnehmergebühren ebenfalls angehoben werden.

Ein Kompliment für die Veranstalter, die diesen Seiltanz bisher ohne Abstürze geschafft haben.
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Rudolf
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Rudolf Fischer
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BeitragVerfasst am: Mo Mai 19, 2008 12:31 pm    Titel: Re: Was könnte ein Büro leisten? Antworten mit Zitat

Lu Wunsch-Rolshoven hat Folgendes geschrieben:
Einen Büroleiter kann man so nicht finanzieren, weil er nicht an der Erstellung einer verkaufbaren Einzelleistung wie Treffen oder Buch mitwirkt.

Sehe ich genauso. Deshalb halte ich es von vorneherein für aussichtslos, so eine Stelle mit Spenden zu finanzieren. Das kann nur über einen zentralen Topf von Mitgliedsbeiträgen oder über Stiftungserträge laufen.

Lu Wunsch-Rolshoven hat Folgendes geschrieben:
Es ist ja anzunehmen, dass ein solches Büro nichts wesentlich anderes erbringen wird als das, was bisher schon passiert.


Dazu muss man zwei Dinge sagen, was den Deutschen Esperanto-Bund betrifft:
1. passiert mir bei den Routineaufgaben bisher eben zu wenig, weil die betroffenen Ehrenamtlichen überlastet sind.
2. haben wir eine ganze Reihe von guten Ideen zurückstellen müssen, weil es dafür niemandem gibt, der die zusätzliche Arbeit macht

Beide Probleme können mit einem zentralen Büro und einem Leiter / einer Leiterin gelöst werden. Aufgaben wären u.a. (nur die, die mir spontan einfallen):
- Nicht nur Mitgliederverwaltung (Formulare, Rundschreiben) wie bisher, sondern auch Mitgliederbetreuung (persönliche Ansprache, Dienstleistungen, kleine Hilfen aller Art, Gratulationen, usw.)
- aktive Mitgliederwerbung
- Anzeigenwerbung für "Esperanto aktuell"
- Abonnentenwerbung für "Esperanto aktuell"
- Versenden von Materialien (manches geht von einem beliebigen Ort aus übers Netz, aber das nicht)
- Wareneinkauf und -vertrieb (weniger Bücher, das funktioniert ja, sondern "Devotionalien")
- Datenbankpflege
- In Berlin: Anlauf- und Ansprachadresse aller Nicht-Esperanto-Instanzen

Außerdem könnte das Büro noch weitere Aufgaben übernehmen, die jetzt auf verstreut wohnende Beauftragte verteilt sind.

Insgesamt wäre mehr als genug zu tun.

Jetzt zurück zum Ausgangsproblem:
Lu, du hast Beispiele genannt, die zeigen sollten: Bislang haben bezahlte Leute ein Büro nicht besser geleitet als Ehrenamtliche. Da dreht sich die Argumentation aber im Kreis.

- Einerseits plädierst du fürs Bezahlen (ich auch)
- Andererseits meinst du "Bezahlung nützt nichts" (nur Selbstausbeuter funktionieren?)

Ich denke, das Letztere ist falsch. Beispiel: Alfred Schubert. Er ist der erste angestellte Redakteur des Deutschen Esperanto-Bundes und macht seine Arbeit sehr gut, sicher nicht schlechter als seine Vorgänger (darunter ich selbst Wink, und das bei dem üblichen Minimalgehalt, das wir zahlen können.

Ich glaube auch nicht, dass "Bezahlung nützt nichts" nur für ein Büro gilt. Wenn das bisher nicht geklappt hat, lag das an den Leuten, nicht an dem Posten. Die Hauptschwierigkeit wird also sein, den richtigen Mann / die richtige Frau zu finden, aber da müssen wir einfach optimistisch bleiben.
_________________
Rudolf
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Bernardo
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BeitragVerfasst am: Mo Mai 19, 2008 5:52 pm    Titel: Re: Was könnte ein Büro leisten? Antworten mit Zitat

Rudolf Fischer hat Folgendes geschrieben:
[
Jetzt zurück zum Ausgangsproblem:
Lu, du hast Beispiele genannt, die zeigen sollten: Bislang haben bezahlte Leute ein Büro nicht besser geleitet als Ehrenamtliche. Da dreht sich die Argumentation aber im Kreis.

- Einerseits plädierst du fürs Bezahlen (ich auch)
- Andererseits meinst du "Bezahlung nützt nichts" (nur Selbstausbeuter funktionieren?)

Ich denke, das Letztere ist falsch. Beispiel: Alfred Schubert. Er ist der erste angestellte Redakteur des Deutschen Esperanto-Bundes und macht seine Arbeit sehr gut, sicher nicht schlechter als seine Vorgänger (darunter ich selbst Wink, und das bei dem üblichen Minimalgehalt, das wir zahlen können.

Ich glaube auch nicht, dass "Bezahlung nützt nichts" nur für ein Büro gilt. Wenn das bisher nicht geklappt hat, lag das an den Leuten, nicht an dem Posten. Die Hauptschwierigkeit wird also sein, den richtigen Mann / die richtige Frau zu finden, aber da müssen wir einfach optimistisch bleiben.


Ich stimme Rufolf Fischer zu, daß ein professionell arbeitender Mann/Frau leichter zu bekommen ist wenn man ihn bezahlt. Es ist - aus meiner Sicht - auch richtig, daß die Hauptschwierigkeit ist, den richtigen Mann/Frau zu finden, der für wenig Geld so eine Aufgabe übernimmt.

Was die Beurteilung von Herrn Schubert anbetrifft stimme ich nicht zu. Es mag ja sein, daß er die Aufgabe besser macht als seine Vorgänger, aber sehr gut macht er sie auf keinen Fall. Es gilt das alte Sprichwort "Unter den Blinden ist der Einäugige König" !

Schöne Grüße sendet und viel Erfolg wünscht
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Bernhard Maurer, en Esperantujo nomita Bernardo
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Lu Wunsch-Rolshoven
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BeitragVerfasst am: Di Mai 20, 2008 8:12 pm    Titel: Re: Was könnte ein Büro leisten? Antworten mit Zitat

Rudolf Fischer hat Folgendes geschrieben:

Lu, du hast Beispiele genannt, die zeigen sollten: Bislang haben bezahlte Leute ein Büro nicht besser geleitet als Ehrenamtliche. Da dreht sich die Argumentation aber im Kreis.

- Einerseits plädierst du fürs Bezahlen (ich auch)
- Andererseits meinst du "Bezahlung nützt nichts" (nur Selbstausbeuter funktionieren?)


Ich denke durchaus, dass bezahlte Leute ein Büro besser leiten können als Ehrenamtliche. (Vielleicht habe ich mich da nicht präzise genug ausgedrückt.) Allerdings ist das Kernproblem nach meiner Ansicht weiterhin, klar zu definieren, was man will. Und zwar für eine Perspektive von ein paar Jahrzehnten, für die nächsten fünf Jahre und für ein Jahr. Solange man nur von allem ein wenig mehr haben will, wird sich kein grundlegender Wandel einstellen, auch kein allmählicher. Die Inhaber der genannten Stellen haben nach meinem Verständnis deshalb wenig gebracht, weil die Aufgabe nicht klar genug durchdacht und formuliert war. Ich glaube nicht, dass es "an den Leuten" lag - und auch nicht an dem Posten, sondern eher an der fehlenden oder ungenauen Stellenbeschreibung. Wenn man nicht weiß, wohin man will, muss man sich nicht wundern, wenn man ganz woanders ankommt, meinte wohl Mark Twain.

Ich plädiere nicht generell und an jeder Stelle fürs Bezahlen. Das muss man im Einzelfall sehen. Wenn jemand für andere einen Vortrag hält, dann finde ich es nett, wenn diese anderen ihn dann abends zum Bier einladen - oder er eben ein paar Euro Rabatt erhält und sich das Bier (und die Kopien u.ä.) bezahlen kann. Wenn jemand für andere ein Treffen mitorganisiert, dann finde ich es auch ganz nett, wenn er jedenfalls nicht den vollen Beitrag zahlt wie die, die nicht organisieren. Das beides sind ziemlich direkte Tätigkeiten für andere, die daher einen kleinen Ausgleich in Geld oder Sachleistung als Anerkennung geben können.

Etwas anderes ist die Arbeit für die allgemeine Verbreitung von Esperanto. Wenn jemand z. B. einen Esperanto-Stand macht, dann haben die anderen Esperantosprecher davon keinen spürbaren, direkten Nutzen. Was dazu führt, dass ihre Bereitschaft, ihn zu bezahlen, auch nicht so groß ist - wenn er es nicht mehr tut, geht die Welt nicht unter. (Während die Treffenorganisation doch nötig ist, damit die anderen nette Ferien verleben können.) Den Stand-Aktivisten kann man bezahlen, wenn er es besonders gut macht, wenn sich die Geldmittel finden usw.

Wenn es eine Gruppe von Menschen gibt, denen Stände, ein Büro u.ä. so wichtig sind, dass sie bereit sind, dafür zu bezahlen (weil es dann vielleicht effektiver und effizienter wird), dann kann man ein Bezahlmodell entwerfen. Allerdings sind die jährlich dafür in Deutschland findbaren Geldmittel vermutlich eher beschränkt. Der DEB hat so etwa 100.000 EUR Jahresumsatz und ich würde mal schätzen, dass man davon Mittel in einer Größenordnung von 10.000 oder 15.000 EUR für einen Büroleiter aufwenden kann. Sehr viel mehr aufzuwenden bedeutet, dass von den Mitgliedsbeiträgen ein relativ großer Teil nicht für den individuellen Nutzen der Mitglieder verwendet wird, sondern eben für so einen ideellen, allgemeinen Zweck. Das pflegen Mitglieder großer Gruppen ganz allgemein nicht zu schätzen, wie Mancur Olson in Logik des kollektiven Handelns" 1965 dargelegt hat. http://de.wikipedia.org/wiki/Mancur_Olson (Ich denke mittlerweile, dass das Verständnis dieser Befunde und Gedanken von Olson ziemlich hilfreich ist im Rahmen von Vereinigungen mit einem ideellen Ziel. Auch wenn man manchen Satz mehrfach lesen muss, bis man als Laie der Wirtschaftswissenschaften anfängt zu ahnen, was er wohl meint.)
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Lu Wunsch-Rolshoven
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BeitragVerfasst am: Di Mai 20, 2008 8:31 pm    Titel: Preise von Treffen Antworten mit Zitat

Rudolf Fischer hat Folgendes geschrieben:
Ich schreibe hier mal eine Einzelkritik, die man mir gegenüber äußerte: "Aus lauter Idealismus fand ich mich in meiner kostbaren Freizeit in einem muffigen Haus beim Kartoffelschälen wieder. Und das zu einem Teilnehmerpreis, für den ich auch eine Woche Urlaub auf Mallorca (samt Flug) hätte buchen können."

Mich hat diese Kritik betroffen gemacht, denn sie zeigt, auf wie schmalem finanziellen Grat wir uns bewegen. Wenn der Leistungsstandard noch mehr herabgesetzt wird oder andersherum die Preise noch mehr angehoben werden, fliegen die Leute lieber nach Mallorca, Esperanto hin oder her.


Egal wie niedrig der Preis ist, irgendjemand findet ihn noch zu hoch. Nach meiner Meinung darf man denen nicht nachlaufen. Wer Mallorca ohne Esperanto als interessante Alternative zu einem Esperantotreffen ansieht, der soll sich das halt antun. (Völlig klar: Das Haus sollte nicht muffig sein und wenn die Teilnehmer Kartoffeln schälen sollen, muss man das vorher deutlich ankündigen.)

Es ist für die Verantwortlichen eines großen Verbandes natürlich nicht immer ganz leicht, etwas höhere Preise gegenüber den Mitgliedern zu rechtfertigen; wenn die Preise dann relativ niedrig sind, funktionieren allerdings die üblichen Wirtschaftsmechanismen nicht mehr - z. B. wird das Wachstum ohne Ansparen von Eigenmitteln eben sehr schwer. Das ist mit ein Grund, warum eine eigene Organisation für Esperanto-Treffen Vorteile hat.

Wir haben derzeit in Deutschland pro Jahr etwa 800 Teilnehmer mit etwa 4000 Übernachtungen bei Esperantotreffen von einer Woche und länger. Wenn wir jetzt die Preise allmählich um z.B. 5 Prozent heben, dann wird das voraussichtlich nicht auf null Übernachtungen absinken. Für den Überschuss eines Treffens machen diese 5 Prozent allerdings eine Menge aus, bei einem Treffen mit 1000 Übernachtungen deutlich über 1000 EUR. Schon mit ein paar hundert Euro kann man - nur um ein Beispiel zu nennen - einem Presseverantwortlichen ein schickes Honorar geben; es wäre doch schön, wenn die Presse nicht nur beim Neujahrstreffen und beim PSI etwas breiter berichtet. (War nett, der dpa-Artikel über die Klünder-Familie mit hundert Jahren Esperanto, nicht wahr? Das verdanken wir z. B. der Pressearbeit beim PSI, der dpa-Korrespondent in Mannheim war so freundlich, das Thema nach Münster weiterzuleiten; dann hat mich die Mitarbeiterin von dort kontaktiert. "100 Jahre Esperanto-Weltbund" hat die dpa Mannheim netterweise auch weitergeleitet.)
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Rudolf Fischer
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BeitragVerfasst am: Mi Mai 21, 2008 8:38 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Lieber Lu,
mit den folgenden Aufgaben, wie ich sie geschrieben hatte:
- Nicht nur Mitgliederverwaltung (Formulare, Rundschreiben) wie bisher, sondern auch Mitgliederbetreuung (persönliche Ansprache, Dienstleistungen, kleine Hilfen aller Art, Gratulationen, usw.)
- aktive Mitgliederwerbung
- Anzeigenwerbung für "Esperanto aktuell"
- Abonnentenwerbung für "Esperanto aktuell"
- Versenden von Materialien (manches geht von einem beliebigen Ort aus übers Netz, aber das nicht)
- Wareneinkauf und -vertrieb (weniger Bücher, das funktioniert ja, sondern "Devotionalien")
- Datenbankpflege
- In Berlin: Anlauf- und Ansprachadresse aller Nicht-Esperanto-Instanzen

ist die Tätigkeit eines Büroleiters m.E. nach klar definiert.

Deine neue Theorie, dass die früheren Büros nicht funktionierten, weil die Leiter keine klare Vorgabe hatten, müsstest du untermauern. Natürlich darf man beliebige Thesen aufstellen, das ist auch nicht schwer.

Zumindest für das Büro in Freiburg gab es klare Vorgaben, und das muss ich besser wissen als du, der du da nicht mit befasst warst. Ich denke, damit ist deine Theorie durch ein Beispiel eher widerlegt.
_________________
Rudolf
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Bernardo
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BeitragVerfasst am: Mi Mai 21, 2008 9:05 pm    Titel: Re: Was könnte ein Büro leisten? Antworten mit Zitat

Lu Wunsch-Rolshoven hat Folgendes geschrieben:
... Die Inhaber der genannten Stellen haben nach meinem Verständnis deshalb wenig gebracht, weil die Aufgabe nicht klar genug durchdacht und formuliert war. Ich glaube nicht, dass es "an den Leuten" lag - und auch nicht an dem Posten, sondern eher an der fehlenden oder ungenauen Stellenbeschreibung.


Ich denke daß es an den Leuten lag, mit anderen Worten es waren nicht die richtigen Leute am richtigen Platz. Ich kann mir nicht vorstellen, daß eine Stellenbeschreibung was ändern würde, wenn jemand eingestellt wird, der keine Ahnung von professioneller politischer Arbeit hat.

Ich kann mich zum Beispiel erinnern, daß ich mal in Tel Aviv während des Weltkongresses versucht habe mit dieser Frau Niesert aus Freiburg einen Presse-Text zu verfassen, den man allen deutschen Teilnehmern hätte anbieten können, daß sie diesen ihrer örtlichen Presse geben. Ich mußte aber dann feststellen, daß die Frau Niesert erstens mal überhaupt kein Interesse daran hatte, ich war nämlich der Treiber und habe sie dauernd gefragt, wann wir das denn machen. Als wir dann zusammen saßen, stellte ich fest, daß sie vom verfassen einer Presseerklärung keine Ahnung hatte. Ich habe das dann mit dem Herrn Nelken aus Warstein gemacht und an den Herrn Stocker weitergegeben, das hat dann auch gut geklappt. Nur mal so als Beispiel !

Schöne Grüße
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Lu Wunsch-Rolshoven
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BeitragVerfasst am: Fr Mai 23, 2008 5:51 pm    Titel: Welchen Fortschritt für den DEB soll die Stelle bewirken? Antworten mit Zitat

Rudolf Fischer hat Folgendes geschrieben:
Lieber Lu,
mit den folgenden Aufgaben, wie ich sie geschrieben hatte:

...

ist die Tätigkeit eines Büroleiters m.E. nach klar definiert.


Sicherlich.

Die Frage ist für mich allerdings, welches konkrete Ergebnis dazu führen könnte, dass man die Einrichtung eines bezahlten Büroleiters später als Erfolg werten wird. Wird der Vorstand und werden die das Ganze bezahlenden Mitglieder und Spender zufrieden sein, wenn der Büroleiter persönlich mit Mitgliedern spricht, regelmäßig Gratulationen verschickt, ein paar Mitglieder wirbt, ein paar Anzeigen und ein paar Abonnenten für Ea wirbt, Material versendet, mit dem Vertrieb von "Devotionalien" ein weiteres Betätigungsfeld für den DEB anfängt, die Datenbank pflegt und als Anlaufadresse in Berlin wirkt?

Wird man zufrieden sein, wenn insgesamt die Mitgliederzahl konstant bleibt oder evtl. weiter fällt? Wenn die Anzahl der Artikel in Zeitungen sich kaum verändert? Unter anderem auf diesen Gebieten könnte sich ja was tun, wenn der Büroleiter erfolgreich ist - entweder trägt er direkt dazu bei oder er entlastet andere, die dann frei sind für Mitgliederwerbung, Pressearbeit, Sprachkurse u. ä. Was soll die Zielvereinbarung sein, was die Erfolgskriterien? (Die von dir genannten Aufgaben sind ja nur Mittel zur Erreichung eines Gesamtziels für den Verband.)

Wenn du die genannte Liste von Einzelaufgaben als "klare Vorgaben" ansiehst, dann ziehe ich natürlich meine Aussage zurück, zumindest als Gesamtaussage für alle vier Posten zusammen. Gemeint hatte ich das etwas unpräzise Gefühl, dass sich durch die Einrichtung der bezahlten Stellen nichts wesentliches geändert hatte. Und meine Vermutung, dass das daran lag, dass nicht so ganz klar war, was sich durch die Einrichtung der Stellen essentiell im oben beschriebenen Sinne ändern sollte.

Was war denn als Ergebnis der Freiburger Stelle vorgesehen, welche Fortschritte für den Verband insgesamt sollten erreicht werden?

--

Nachtrag, 24. Mai, 12.55 Uhr:

Rudolf Fischer hat Folgendes geschrieben:
Insgesamt wäre mehr als genug zu tun.


Vielleicht ist das Teil des Problems. Vielleicht hat ein Inhaber einer solchen Stelle das Gefühl, dass er oder sie, egal was er oder sie nun macht, es doch nicht schafft, ein vernünftiges und vorzeigbares Ergebnis zu erreichen.

Hinzu kommt, was ich unten als Antwort zu Bernardo geschrieben habe.

Gerade eben habe ich die Aufgabenliste mit den acht Punkten jemandem vorgelesen und ohne weitere Erläuterung um einen Kommentar gebeten. Antwort: "Das ist viel. Da wird man kaum jemanden finden." In der Industrie wird bei hohen und vielfältigen Erwartungen eines Kunden manchmal scherzhaft gesagt, der Kunde wolle eine "eierlegende Wollmilchsau"; gibt es einen ähnlichen Ausdruck für den Personalbereich?


Geändert am Sa Mai 24, 2008 12:02 pm von Lu Wunsch-Rolshoven
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Lu Wunsch-Rolshoven
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BeitragVerfasst am: Sa Mai 24, 2008 11:08 am    Titel: Re: Was könnte ein Büro leisten? Antworten mit Zitat

Bernardo hat Folgendes geschrieben:
Ich kann mir nicht vorstellen, daß eine Stellenbeschreibung was ändern würde, wenn jemand eingestellt wird, der keine Ahnung von professioneller politischer Arbeit hat.

...

Als wir dann zusammen saßen, stellte ich fest, daß sie vom verfassen einer Presseerklärung keine Ahnung hatte.


Die Erwartungen an einen solchen Büroleiter sind offensichtlich hoch. Nach der Erwartung von Bernardo soll er oder sie Ahnung von professioneller politischer Arbeit haben und eine Presseerklärung verfassen können. Nach der Liste von Rudolf kommen noch acht Aufgaben hinzu. Es ist denkbar, dass eine so lange Aufgabenliste die Effizienz verringert - neulich habe ich gelesen, dass schon bei drei Hauptaufgaben eines Mitarbeiters etwa 30 % an Effizienz verloren gehen. Nur wenige Leute sind in der Lage zehn verschiedene Einzelaufgaben deutlich unterschiedlicher Bereiche gut und mit Begeisterung zu erledigen.

Bei Peter Drucker ist irgendwo zu lesen, dass man, wenn mehrere Leute an einer Stelle gescheitert sind, untersuchen sollte, ob die Stelle realistisch definiert ist. (Aber vielleicht irrt er sich ja...)
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Gesplittet: Sa Mai 24, 2008 12:16 pm Uhr von Lu Wunsch-Rolshoven
Von Beitrag Gegenargumente aus dem Forum Hauptforum
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BeitragVerfasst am: Do Mai 29, 2008 12:33 pm    Titel: Re: Was könnte ein Büro leisten? Antworten mit Zitat

Lu Wunsch-Rolshoven hat Folgendes geschrieben:
Nach der Liste von Rudolf kommen noch acht Aufgaben hinzu.


Bislang wurde ich immer skeptisch gefragt, ob denn der Büroleiter in Berlin überhaupt was zu tun haben werde? ("Und was soll der da überhaupt machen?")

Jetzt habe ich mal einiges zusammengestellt, und jetzt ist's wieder zu viel.

(Ich füge nur in Parenthese ein, dass ich viele Jahre lang - etwa 1984 bis 1994 - einen ähnlichen Arbeitsaufwand für nullkommanix geleistet habe, und das neben Familie und Beruf. Das ist eine Sache der inneren Einstellung.)

Dabei sind die Aufgaben in der Liste natürlich als AUSWAHL gemeint, d.h. es wird vorher festgelegt, welche davon der Kandidat übernehmen kann und will. Da einige Aufgaben auch ohne weiteres von zu Hause aus erledigt werden können, ist es klar, dass die Aufgaben insgesamt auf mehrere Personen verteilt werden können.

Das Ziel wird immer sein, dafür zu sorgen, dass Esperanto in Deutschland bekannter wird und dass mehr Menschen es nutzen.

Das ist kein Verdienstbetrieb (man muss es immer wieder sagen), d.h. man kann nach 1 Jahr nicht sagen: 7.200 EUR Gehalt, aber nur 10 neue Mitglieder, 5 neue Abos und 3 Anzeigen: Das war aber teuer! Es kann ja gar nicht berechnet und bewertet werden, was sonst noch lief (Information, Werbung für Veranstaltungen, usw.)

Insgesamt halte ich zusammenfassend fest, dass die Aufgaben für einen Büroleiter formuliert sind, dass die Ziele klar sind und dass sie erreichbar sind.
_________________
Rudolf
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Lu Wunsch-Rolshoven
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BeitragVerfasst am: Fr Mai 30, 2008 9:12 pm    Titel: Re: Was könnte ein Büro leisten? Antworten mit Zitat

Lu Wunsch-Rolshoven hat Folgendes geschrieben:
Die Frage ist für mich allerdings, welches konkrete Ergebnis dazu führen könnte, dass man die Einrichtung eines bezahlten Büroleiters später als Erfolg werten wird.


Rudolf Fischer hat Folgendes geschrieben:
Das ist kein Verdienstbetrieb (man muss es immer wieder sagen), d.h. man kann nach 1 Jahr nicht sagen: 7.200 EUR Gehalt, aber nur 10 neue Mitglieder, 5 neue Abos und 3 Anzeigen: Das war aber teuer! Es kann ja gar nicht berechnet und bewertet werden, was sonst noch lief (Information, Werbung für Veranstaltungen, usw.)


Naja, versuchen könnte man es. Wieviel Informationsblätter wurden verteilt, wieviel Pressearbeit und Artikel usw. gab es, sind die Veranstaltungen gewachsen usw.?

Allerdings habe ich doch den Eindruck, dass wenig konkret messbare Ergebnisse geplant sind, um Erfolg oder relativen Erfolg beurteilen zu können. Anscheinend soll eher die Tatsache an sich, dass z.B. Mitglieder oder Anzeigen geworben wurden, als Erfolgskriterium dienen.

Ich kann nicht beurteilen, ob der Vorstand und die Mitglieder damit letztlich glücklich werden. (Ich wäre es eher nicht. Aber es hat ja seinen Grund, dass ich mich vor ein paar Jahren entschlossen habe, meine Vorstellungen in einer eigenen Organisation zu verwirklichen.)
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