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Lehrbücher oder: Wie gewinnt Esperanto an Ansehen?
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mlennartz
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BeitragVerfasst am: Sa Okt 11, 2008 5:29 am    Titel: Lehrbücher oder: Wie gewinnt Esperanto an Ansehen? Antworten mit Zitat

In den letzten zwei Jahren habe ich mich mit E-Lehrbüchern aus der Zeit bis 1933 beschäftigt. Kann ja eigentlich nicht viel sein, dachte ich mir. Mit der Zeit wurde meine Liste länger und länger (wer Interesse an dem Thema hat, schicke mir eine PN), inzwischen komme ich auf etwa 15 Lehrbücher für den Zeitraum 1904 bis 1914 und über 40 für die Jahre bis 1933. Einige Lehrbücher erschienen in Verbindung mit Lösungsheften und Wörterbüchern.

Ich stelle jetzt einen Zusammenhang her zwischen der Anzahl der Lehrbücher und der schnell wachsenden Zahl der Esperantisten sowohl nach 1904 als auch ein zweites Mal nach dem 1. Wk.

Man mache folgende Untersuchung: Raus auf die Hauptgeschäftsstraße, rein in die dortigen Bücherläden, Suche nach dem Sprachen-Regal. Man zähle die E-Lehrbücher. Summe über alles: Null. Es gibt keine, und auch bei ebay sind die Angebote der immer gleichen Lehrbücher rar. Bei Wörterbüchern sieht es nicht viel anders aus, und wer kauft sich ein Wörterbuch für fast 130 Euro, wenn er gerade begonnen hat, eine Sprache zu lernen?

Zurück zum Thema. Ich glaube, dass die Buchhändler damals gar nicht anders konnten. Wenn 5, 6, 10 und mehr Lehrbücher angeboten wurden, hat der durchschnittliche Buchhändler sicher gedacht, dass es eine wichtige Sprache ist, die er in seinem Geschäft führen muss. Damit beginnt die Aufwärts-Spirale: Wenn Lehr- und Wörterbücher in den Buchhandlungen stehen, werden sie gekauft, und damit begann das Wachsen der E-Bewegung.

Esperanto war immer eine Sprache der Gebildeten und Bildungswilligen. Wer damals das Gymnasium verließ, hatte mit Sicherheit Kenntnisse in Latein, wahrscheinlich Griechisch und wenigstens einer europäischen Fremdsprachen, mit diesen Vorkenntnissen konnte er Eo in zwei bis vier Wochen erlernen. Aber um überhaupt von der Sprache zu erfahren (in einer Zeit ohne Rundfunk, Fernsehen und der B-Zeitung), gab es nur einen Weg: In den Buchhandlungen standen Lehrbücher.

Meine These: Was die Esperanto-Bewegung heute braucht, sind vor allem neue Lehrbücher. Versteht mich nicht falsch: Das ist kein allein seeligmachendes Allheilmittel. Ich vermisse ebenso E-Zeitschriften im Kiosk nebenan, die Soko5113-Folge, in der einen E-Gruppe eine Rolle spielt (Mittelalterspektakel hatten sie schon, wandernde Handwerkgesellen auch), und den E-Lehrgang in der lokalen Tageszeitung. Aber wenn derjenige, der von Esperanto hört, in die Buchhandlung geht oder den Weltbild-Katalog aufschlägt, um für 10 bis 15 Euro ein Lehrbuch zu kaufen, wird er nicht fündig.

Die Bewegung beginnt mit Lehrbüchern. Das, meine ich, können wir aus der Vergangenheit lernen.
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Rudolf Fischer
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BeitragVerfasst am: Sa Okt 11, 2008 7:49 pm    Titel: Bücher sucht und findet man im Netz Antworten mit Zitat

Sicher sollten im Verzeichnis der lieferbaren Bücher Esperanto-Lehrbücher und Esperanto-Wörterbücher zu finden sein. Ich werde gelegentlich mal kontrollieren, ob dort wirklich nichts zu finden ist.

Nun gehe ich heute erst in eine Buchhandlung, nachdem ich schon im Internet gefunden habe, was ich will --- und wenn ich dann aus irgendeinem Grund nicht gleich online kaufe.

Im Netz sind durchaus die Bücherdienste zu finden, und da gibt es auch Lehr- und Wörterbücher.
Siehe z.B. http://www.esperanto.de/deb/buecher.html

Eine Zeitlang habe ich auch bei ebay Lehr- und Wörterbücher angeboten, aber inzwischen steht das finanzielle Rsiko dabei dort in keinem Verhältnis zum Erfolg mehr. Auch amazon hat unannehmbare Bedingungen. Wer sich trotzdem die Mühe machen will, kann das gern tun, denn zuständig ist ja nicht "oni", sondern jeder Einzelne von uns.

In booklooker bin ich mit einem kleinen Angebot vertreten.
_________________
Rudolf
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mlennartz
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BeitragVerfasst am: So Okt 12, 2008 10:06 am    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Rudolf,

Ich habe nicht geschrieben, dass es keine Lehrbücher gibt, sondern dass die ganz normalen Buchhandlungen in den Städten keine führen. Mein Test habe ich in Flensburg auf dem Holm gemacht, das Ergebnis wird in anderen Städten nicht viel anders sein. Die Frage: Warum führen die Buchhandlungen keine E-Lehrbücher? Meine Antwort, die ich gern diskutieren würde: Es gibt einfach keine. Dahlmann/Pusch ist das einzig halbwegs aktuelle, stammt auch schon aus dem vorigen Jahrtausend. Sonst gibt es noch Wingen und "Eo programita" und einige Konversationsbücher. Welcher Buch- oder Großhändler, welcher Verantwortliche für Weltbild oder Jokers (ist die gleiche Firma, ich weiß) nimmt ein E-Lehrbuch in sein Angebot auf, wenn er allein anhand des Angebots sieht, die unbedeutend diese Sprache ist. Meine Hypothese: Schon wegen der Vielzahl der Lehr- und Wörterbücher war es Anfang des 20. Jhd. für einen Buchhändler zu sehen, wie wichtig Eo sein musste. Dass dahinter eine sehr kleine, aber aktive Bewegung von einigen hundert Personen stand, konnte der Buchhändler nicht sehen. Diese Hypothese würde ich gern diskutieren. Sind mehr Lehrbücher ein Beitrag zum Wachsen der E-Bewegung? Vielleicht müssen wir vorher klären: Wollen wir überhaupt, das die Bewegung wächst?

Gleichzeitig sehe ich an Deiner Antwort zwei weitere Aspekte: Wir Esperantisten gehen von unserem Wissensstand, von unserer Sicht auf die Dinge aus. Du verweist auf von esperanto.de. Ist ja aus Deiner Sicht richtig. Aber der Journalist, der gerade von Lu kommt, dort in dessen Wohnung ein Regal voller E-Bücher gesehen hat, und über den Kudamm nach Hause schlendert, wird vielleicht in den nächsten Buchladen gehen und dort nach einem Lehrbuch sehen, evtl. mit der Absicht, seinem Leser einen entsprechenden Hinweis zu geben. Wenn er aus dem Buchladen heraus kommt, ist er überzeugt, dass Lu (oder wer auch immer) jemand ist, der von vergangenen Zeiten träumt. Also, um das klar zu stellen: das ist eine gleichnishafte Darstellung. Esperanto ist in der deutschen Öffentlichkeit nicht existent. Es geht nicht nur um Buchhandlungen und Zeitschriftenläden. Krimiserie im Fernsehen. Dort sucht man immer nach besonderen Umgebungen und Situationen, sei es ein Mittelalterspektakel oder die Situation wandernder Handwerksgesellen. Kommt alles vor. Mord in einer E-Gruppe? Wäre ja mal ein Thema.

Das zweite: Die Esperanto-Bewegung zieht sich zunehmend in das Internet zurück. Emigration in das Internet, wo die Welt so ist, wie die Esperantisten sie sich wünschen. Viele Esperanto-Seiten, lange Diskussionen mit Sprachfreunden aus der ganzen Welt über Sprachensterben und das Böse dieser Welt, und bloß nicht erkennen, dass die Zahl der Esperantisten in der realen deutschen Welt abnimmt.

Du verweist auf das Literatur-Angebot des DEB: 10 Angebote (durchaus interessant) und der Verweis auf den E-Buchversand. Optisch ist der ja nun wirklich eine Katastrophe. Diesen Internet-Auftritt darf man niemandem zumuten.
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Dirk Bindmann
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BeitragVerfasst am: So Okt 12, 2008 9:39 pm    Titel: Antworten mit Zitat

mlennartz hat Folgendes geschrieben:
dass die ganz normalen Buchhandlungen in den Städten keine führen. Mein Test habe ich in Flensburg auf dem Holm gemacht, das Ergebnis wird in anderen Städten nicht viel anders sein.
In Leipzig ist das anders. Die beiden größten Buchhandlungen, Lehmanns und Hugendubel, führen immer Esperanto-Literatur. Hugendubel hatte die paar Bändchen ein paar Jahre lang sogar mit einem eigenen Etikett am Regal gewürdigt, so wie bei den großen Sprachen. Dort war also zu lesen: Arabisch, Chinesisch, Englisch, Esperanto, Französisch ... Wenn ich mich recht entsinne, ist das Esperanto-Schildchen inzwischen verschwunden. Ich bin mir aber nicht sicher, weil ich meist zu Lehmanns gehe.

Zitat:
Warum führen die Buchhandlungen keine E-Lehrbücher? Meine Antwort, die ich gern diskutieren würde: Es gibt einfach keine.
Da stimme ich dir zu. Es gibt zwar Esperanto-Lehrbücher, aber keine, die in einem normalen Verlag erschienen und über die Barsortimenter zu beziehen sind. Zurzeit gibt es nur "Esperanto - Wort für Wort", das ein sehr guter Sprachführer, aber kein Lehrbuch ist. Dazu die Grammatik und die Wörterbücher aus dem Buske-Verlag. Inzwischen wird auch schon der Marix-Verlag sein Wörterbuch in den Markt gedrückt haben. Ich habe es aber noch nicht in den Buchhandlungen gesehen.

Das Problem ist natürlich nicht so einfach zu lösen. Ein Lehrbuch zu veröffentlichen, ist heutzutage zwar ein Kinderspiel, aber das Lehrbuch in einem etablierten Verlag zu veröffentlichen, ist schon schwieriger. Ein Verlag investiert schließlich nicht ins Blaue hinein.

Zitat:
Welcher Buch- oder Großhändler, welcher Verantwortliche für Weltbild oder Jokers (ist die gleiche Firma, ich weiß) nimmt ein E-Lehrbuch in sein Angebot auf, wenn er allein anhand des Angebots sieht, die unbedeutend diese Sprache ist.
Um Weltbild mache ich mir keine Gedanken. Die haben ein eigenes Weltbild. Einem normalen Buch- oder Großhändler dürfte es jedoch egal sein, wie groß das Angebot an Esperanto-Lehrbüchern ist. Ein Großhändler hält alle Bücher vor, die in Verlagen erschienen sind, mit denen er Geschäftsbeziehungen hat. In kleineren Buchhandlungen wird man nie Esperanto-Bücher finden, wenn der Buchhändler nicht gerade brennend an diesem Thema interessiert ist. Große Buchhandlungen werden auch das einzige lieferbare Esperanto-Lehrbuch im Regal stehen haben, wenn sie mit einem vielfältigen Angebot Kunden binden wollen.
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Theresia
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BeitragVerfasst am: Mo Okt 13, 2008 7:29 am    Titel: Antworten mit Zitat

Bei Hugendubel in München schaue ich immer nach, wenn ich (leider sehr selten) hinkomme. Letztes mal gab es zwei Bücher, den Kauderwelsch-Sprachführer und noch eines, aber kein Lehrbuch. Gleich neben den E-o Büchern stehen die Esthnischen, das sind ein wenig mehr.
Von den von @mlennartz erwähnten alten Büchern besitze ich die meisten und sie sind zum Teil wunderschön aufgemacht, manche auch ganz schlicht, aber immer nützlich.
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Rudolf Fischer
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BeitragVerfasst am: Mo Okt 13, 2008 10:54 am    Titel: Immer die "Wermachtsfrage": Wer macht's? Antworten mit Zitat

mlennartz hat Folgendes geschrieben:
Du verweist auf das Literatur-Angebot des DEB: 10 Angebote (durchaus interessant) und der Verweis auf den E-Buchversand. Optisch ist der ja nun wirklich eine Katastrophe. Diesen Internet-Auftritt darf man niemandem zumuten.
Also abschalten, oder was soll Wolfgang Schwanzer da machen?

Der Deutsche Esperanto-Bund plant seit Monaten, ein Content Management System für seine Seiten in Betrieb zu nehmen, damit diese etwas professioneller aussehen, aber der Fachmann, der das machen will, ist bislang nicht dazu gekommen.
_________________
Rudolf
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mlennartz
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BeitragVerfasst am: Mo Okt 13, 2008 3:25 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Dirk Bindmann hat Folgendes geschrieben:
Einem normalen Buch- oder Großhändler dürfte es jedoch egal sein, wie groß das Angebot an Esperanto-Lehrbüchern ist. Ein Großhändler hält alle Bücher vor, die in Verlagen erschienen sind, mit denen er Geschäftsbeziehungen hat. In kleineren Buchhandlungen wird man nie Esperanto-Bücher finden, wenn der Buchhändler nicht gerade brennend an diesem Thema interessiert ist. Große Buchhandlungen werden auch das einzige lieferbare Esperanto-Lehrbuch im Regal stehen haben, wenn sie mit einem vielfältigen Angebot Kunden binden wollen.


Ist es wirklich so? Ich lasse mich überzeugen, wenn mir jemand schlüssig erklärt, warum die Esperanto-Bewegung praktisch vom Punkt Null mehrere tausende Anhänger im Deutschland vor dem ersten Weltkrieg gefunden hat. Man eine Vielzahl sozialpolitischer Gründe anführen. Aber die Menschen mussten von Esperanto erfahren und sie mussten die Sprache lernen. Für mich sind im Augenblick die angebotenen Lehrbücher der Schlüssel. Für den zitierten kleinen Buchhändler ist es - denke ich mir - ein Unterschied, ob im Verzeichnis Lieferbarer Bücher kein oder ein Lehrbuch steht, oder ob dort zehn Lehrbücher und die gleiche Anzahl Wörterbücher angeboten werden. Ganz klassisch erzeugt ein Angebot eine Nachfrage. Ohne in eine Diskussion zu Wirtschaftswissenschaften abzugleiten: Ohne Angebot gibt es auch keine Nachfrage.

Dirk Bindmann hat Folgendes geschrieben:
Ein Lehrbuch zu veröffentlichen, ist heutzutage zwar ein Kinderspiel.


Möchte man meinen.
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Lu Wunsch-Rolshoven
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BeitragVerfasst am: Mo Okt 13, 2008 4:33 pm    Titel: Wenig Lehrbücher wegen wenig Öffentlichkeitsarbeit Antworten mit Zitat

mlennartz hat Folgendes geschrieben:
Ohne in eine Diskussion zu Wirtschaftswissenschaften abzugleiten: Ohne Angebot gibt es auch keine Nachfrage.


"Ohne Angebot" - so krass ist es hier nicht, es gibt durchaus ein Angebot, wenn auch ein kleines. Wenn dieses kleine Angebot stärker nachgefragt würde, würde es wachsen. (Das wird wohl in den Wirtschaftswissenschaften ohne weitere Diskussion als wahrscheinlich angenommen.) Der Buchhändler, der dauernd nach Esperanto-Lehrmaterial gefragt wird, bestellt erstmal jeweils bei seinen Lieferanten und irgendwann stellt er sich was ins Regal. Und der Kunde kauft sich notfalls eine Esperanto-Grammatik, wenn er unbedingt Esperanto lernen will.

Im übrigen gibt es im Verzeichnis Lieferbarer Bücher auch "Tesi, la testudo", das auch von gewöhnlichen Buchhandlungen bestellt wird. Wir werden den Vertriebsweg ergänzend wohl demnächst noch etwas verbessern.

Das Angebot an Esperanto-Lehrbüchern wird dem Kunden nicht unbedingt aufgedrängt. Stimmt. Allerdings glaube ich nicht, dass es Sinn hätte, das zu tun. Die Leute wollen nicht Esperanto lernen, weil sie irrige Vorstellungen davon haben: Esperanto ist tot; das spricht keiner; das hätte erst Sinn/würde sich erst verbreiten, wenn die Politiker es einführen würden (so was ähnliches habe ich neulich von einem Esperantosprecher gelesen); Esperanto hat keine Kultur; das hat sich überlebt, weil das Englische so weit verbreitet ist usw. So lange die Leute Dinge dieser Art glauben, ist es nur konsequent, dass sie sich keine Lehrbücher kaufen. Mi einem größeren Angebot an Lehrbüchern würde sich daran auch nichts ändern.

Was die These zum Zusammenhang von Lehrbüchern und Esperanto-Lernern anbetrifft: Ich glaube gerne, dass es eine Korrelation gibt. Allerdings lässt sich daraus keine Reihenfolge ablesen. Ich glaube eher, dass die Leute in den zwanziger Jahren Esperanto lernen wollten, weil darüber in den Medien geschrieben wurde und weil sie von der Idee begeistert waren. Weil die Nachfrage stieg, wurden dann auch die Lehrbücher erstellt.
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Rudolf Fischer
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BeitragVerfasst am: Mo Okt 13, 2008 9:53 pm    Titel: Re: Wenig Lehrbücher wegen wenig Öffentlichkeitsarbeit Antworten mit Zitat

Lu Wunsch-Rolshoven hat Folgendes geschrieben:
Was die These zum Zusammenhang von Lehrbüchern und Esperanto-Lernern anbetrifft: Ich glaube gerne, dass es eine Korrelation gibt. Allerdings lässt sich daraus keine Reihenfolge ablesen. Ich glaube eher, dass die Leute in den zwanziger Jahren Esperanto lernen wollten, weil darüber in den Medien geschrieben wurde und weil sie von der Idee begeistert waren. Weil die Nachfrage stieg, wurden dann auch die Lehrbücher erstellt.
Ich sehe das auch so rum.
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Rudolf
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Verschoben: Di Okt 21, 2008 9:42 pm Uhr von Lu Wunsch-Rolshoven
Von Hauptforum nach Esperanto intern
Erik
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BeitragVerfasst am: Sa Nov 22, 2008 11:23 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Dirk Bindmann hat Folgendes geschrieben:
mlennartz hat Folgendes geschrieben:
dass die ganz normalen Buchhandlungen in den Städten keine führen. Mein Test habe ich in Flensburg auf dem Holm gemacht, das Ergebnis wird in anderen Städten nicht viel anders sein.
Inzwischen wird auch schon der Marix-Verlag sein Wörterbuch in den Markt gedrückt haben. Ich habe es aber noch nicht in den Buchhandlungen gesehen.


Das Matrix eo-Wörterbuch habe ich letzte Woche bei Hugendubel in München bestellt und innerhalb von 3 Tagen abholen können. Es ist also definitiv bei Hugendubel gelistet.

Grüße,


Geändert am Sa Nov 22, 2008 11:24 pm von Erik
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Dirk Bindmann
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BeitragVerfasst am: So Nov 23, 2008 9:04 am    Titel: Antworten mit Zitat

Erik hat Folgendes geschrieben:
Dirk Bindmann hat Folgendes geschrieben:
Inzwischen wird auch schon der Marix-Verlag sein Wörterbuch in den Markt gedrückt haben. Ich habe es aber noch nicht in den Buchhandlungen gesehen.

Das Matrix eo-Wörterbuch habe ich letzte Woche bei Hugendubel in München bestellt und innerhalb von 3 Tagen abholen können. Es ist also definitiv bei Hugendubel gelistet.

In Leipzig hat Hugendubel zurzeit zwei Exemplare im Regal stehen. Vor ein paar Wochen stand dort nur eins. Anscheinend gibt es also eine gewisse Nachfrage, sodass die Buchhandlung mindestens ein Exemplar nachbestellt hat.
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Lu Wunsch-Rolshoven
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BeitragVerfasst am: So Nov 23, 2008 9:09 am    Titel: Esperanto-Bücher im Verzeichnis Lieferbarer Bücher Antworten mit Zitat

Rudolf Fischer hat Folgendes geschrieben:
Sicher sollten im Verzeichnis der lieferbaren Bücher Esperanto-Lehrbücher und Esperanto-Wörterbücher zu finden sein. Ich werde gelegentlich mal kontrollieren, ob dort wirklich nichts zu finden ist.


In dem Verzeichnis VLB kann man auch online nachsehen, auf buchhandel.de. Dort finden sich derzeit 33 Einträge für "Esperanto", darunter zwei Lehrbücher, eines auf deutsch und eines auf französisch (Tesi, la testudo; Assimil - L'espéranto sans peine), ein Sprachführer und eine zugehörige CD (Esperanto Wort für Wort, Dahmann/Pusch), etwa fünf Wörterbücher. Nicht überragend, aber auch nicht völlig dramatisch.
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gasto
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BeitragVerfasst am: Do Dez 18, 2008 2:16 pm    Titel: Re: Wenig Lehrbücher wegen wenig Öffentlichkeitsarbeit Antworten mit Zitat

Lu Wunsch-Rolshoven hat Folgendes geschrieben:
krass


Laughing


Geändert am Do Dez 18, 2008 2:17 pm von gasto
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Helmut
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BeitragVerfasst am: Do Dez 18, 2008 10:06 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Und was wollte damit "gasto" sagen?
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sensvalo



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BeitragVerfasst am: Mi März 11, 2009 1:12 pm    Titel: E-Lehr-Bücher in Buchläden Antworten mit Zitat

Ich meine, daß ein Buchhändler das hinstellt, was sich verkauft (Lagerkosten, Materialbindung), wenn er mal Esperanto ausprobiert und die Bücher 1-2 Jahre im Regal stehen, kauft er nie wieder welche ein. Das neue Wörterbuch wurde gepuscht, und kostete nur 8,95, wir tuen den Buchhändlern einen Gefallen und uns damit für zukünftige E-Bücher, wenn wir diese Wörterbücher jetzt aufkaufen, anstatt bei Dr.Schwanzer (der hat ja noch genug anderes um ihm damit nicht zu schaden Wink, allerdings werden trotzdem viele Buchhändler auch bei schnellem Verkauf keins nachbestellen!

Nun glaube ich nicht, daß einer sich ein E-Lehrbuch kauft weil er es zufällig in der Buchhandlung findet, sondern er sucht in der Buchhandlung, wenn er es lernen will, und findet nichts. Dann sucht er im Internet weiter und stellt fest, sowas gibts im Buchhandel nicht, entweder macht er jetzt gerade weiter und bestellt etwas, oder lernt im Internetkurs oder die Suche endet an diesem Punkt: "was in denn das, nicht mal im normalen Buchhandel, ist wohl was merkwürdiges, zu seltenes oder .... brauche ich nicht."

In 2001 begann ich mich auch dafür zu interessieren, wegen beruflichem Kontakt zu einem französischen Espi in Frankreich, und fand damals in 2001 nichts über Bücher im Internet, sicherlich habe ich was übersehen, oder war es noch nicht auf der esperanto Seite in deutsch (auf esperanto versteht man als Noch-nichtmal-Anfänger so schlecht!) ? Kann ich nicht mehr feststellen das einzige, was ich fand: ein kleines englisch-esperanto Buch in Amazon.fr, damals hatte Amazon noch kaum englische Bücher in .de ich bestellte manchmal in .fr zusammen mit französischen Büchern. Das Buch war öhnlich zum dem was in Kauderwelch steht. Dann fand ich in eine Sprachbuchhandlung mitten in Frankfurt das kleine Langenscheid in beiden Richtungen. Immerhin, ist aber inzwischen wohl überall ausverkauft.
Ein Lehrbuch hatte ich dann immer noch nicht, und fand in Flohmarkt von Amazon eine Version aus 1910 für viel Geld vergilbt, alt riechend und nicht geeignet Lust auf Esperanto heute zu machen.
Die Internetkurse, die ich fand, zum runterladen waren einige Anfängerstunden in französisch englisch und portugisisch, noch kein deutsch! Das war Anfang 2002. Ob es etwas zum direkt im Netz lernen gab weiß ich nicht mehr 100%, meines Wissens nicht auf deutsch, aber ich hätte so nicht lernen wollen und können, nur am PC im Netz (Leitung ISDN bezahlen, immer vor der Kiste hängen, nie im Zug lernen können). Sorry Thema Bücher, bin etwas abgeschweift. Erst nach 2 Jahren fand ich Tesi la Testudo. Da hatte ich schon keine Lust mehr drauf nach einem alten Lehrbuch zu lernen.

Zurück: wir könnten Lehrbücher im Internet anbieten, Thema ebay aber auch andere, aber dann brauchen wir einen Händler Login, und ein bißchen Geld dahinter, weil es wohl ein Verlustgeschäft wird, wer soll denn das Privat machen, das Thema gehört im DEB diskutiert. - Warum darf das nichts kosten, sovieles was wir machen in DEB/DEJ und Verienen da etwas kostet und auch wenig bringt, dafür sind wir aber da, lest mal die Statuten der diversen Vereine DEB und Lokale Gruppen. "Verbreitung Esperanto". Nur interne Treffen ohne Neuwerbung ist damit, meinem Verständnis nach, nicht gemeint.
Meint Ihr die tausend Lehrbücher von Langenscheid mundi oder Hexaglott oder Pons sind ganz kostenlos im Regal? Da wird überall gepuscht. Die Frage ist wo bekommen wir den meisten Ertrag - sprich neue Espis - zum geringsten Kostenaufwand.

Monika
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