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Esperanto zur Alltäglichkeit machen

 
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Rudolf Fischer
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BeitragVerfasst am: Do Okt 16, 2008 11:28 am    Titel: Esperanto zur Alltäglichkeit machen Antworten mit Zitat

Wohl jeder kennt "die Pfalz" bei Kaub, eine markante ehemalige Zollburg mitten im Rhein, die mit vollem Namen Pfalzgrafenstein heißt. Besucher können eine Führung auf eigene Faust machen. Dazu bekommen sie zwei Seiten voll Erklärungen mit auf dem Weg. Bislang lagen Versionen dieser Seiten in 21 Sprachen vor, jetzt ist Esperanto hinzugekommen.

Auf Bitte des Burgverwalters lieferte der Deutsche Esperanto-Bund umgehend eine Übersetzung. Dieses Beispiel zeigt, wie man Esperanto immer mehr zur Alltäglichkeit machen kann:

- Überall, wo wir auf mehrsprachige Texte stoßen, sollten wir nach einer Esperanto-Version fragen.

Auf die übliche Entgegnung: "Danach hat noch nie jemand gefragt." liegt ja die Antwort auf der Hand: "Aber jetzt!" Da viele der Verantwortlichen so wie dieser Burgverwalter stolz auf möglichst viele Sprachversionen sind, ja diese geradezu sammeln, liegt der nächste Schritt nahe:

- Wenn es keine gibt, eine Übersetzung anbieten.

Es ist normalerweise nicht zu viel Mühe, eine gute Übersetzung zu liefern. Der Deutsche Esperanto-Bund hilft gern dabei.

Wenn es sich um Texte handelt, die nicht wie Netzseiten dauernd gepflegt werden müssen, handelt es sich um einen einmaligen Aufwand, der sich für viele Jahre bezahlt macht. So tragen wir dazu bei, dass Esperanto immer selbstverständlicher überall da zu finden ist, wo es um verschiedene Sprachen geht.
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Rudolf
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Lu Wunsch-Rolshoven
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BeitragVerfasst am: Do Okt 16, 2008 5:53 pm    Titel: Wieviel Aufwand - wieviel Erfolg? Antworten mit Zitat

Wenn jemand nach einer Esperanto-Version fragt, kann man sie liefern. Auch wenn die Gefahr besteht, dass der Nachfragende die Bedeutung von Esperanto überschätzt hat und nachher enttäuscht ist, dass der Text kaum genommen wird.

Beim derzeitigen geringen Verbreitungsstand von Esperanto halte ich es in der Regel nicht für sehr sinnvoll, auf unsere Initiative hin eine Esperanto-Version anzubieten. Zumindest dann nicht, wenn nur ein paar andere Sprachenversionen wie Englisch und Französisch vorliegen - dann nämlich wird die Esperanto-Version vermutlich im Vergleich dazu ganz selten nachgefragt und damit entsteht dann aus der Praxis der Eindruck, Esperanto sei bedeutungslos. Ich weiß nicht, ob wir davon was haben.

Etwas anderes ist wohl ein stark besuchter Ort, der schon z. B. 10 oder 20 Sprachversionen anbietet. Da könnte Esperanto sinnvoll sein. So sehe ich das z. B. bei den Internetseiten von Hamburg u.ä.
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Helmut
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BeitragVerfasst am: Do Okt 16, 2008 9:49 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Bezogen auf das konkrete Beispiel: Der Aufwand ist nicht groß. Und wenn nur wenige die Unterlagen in Esperanto haben wollen, so wird das Angebot zumindest wahrgenommen. Der eine wird es als Kuriosität sehen, der andere wird sagen"Ach, Esperanto gibt es tatsächlich (noch)?" Aber Esperanto ist ohne großen Aufwand präsent.
Es ist halt nicht mehr als ein Steinchen in einem großen Puzzle.
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esocom
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BeitragVerfasst am: Do Okt 16, 2008 10:59 pm    Titel: Esperanto publik machen Antworten mit Zitat

Es kommt auf das Lebendige an.

Nur Blätter auf Esperanto in die Welt setzen zu setzen bringt es nicht, da stimme ich Lu zu.

Ich habe mal in Sachsen eine große Laterna Magica gefunden, für die sich kein Tourist interessierte und kaum ein Einheimischer. Sie lebte nur, weil eine Person sich dafür heiß machte und die Administration, unerfahren nach der Wende, die Aktivität duldete.

So weit unsere Welt nicht nach Hits (und den Milliardenumsatz) aus ist, ist sie auf Nischen angewiesen. Esperanto ist (leider immer noch) ein Nischenphänomen, trotz aller nationaler und internationaler Bemühungen. Sollen wir nicht einfach mal versuchen Esperanto als Geheimsprache zu propagieren?

Eine Alternative, Esperanto als etwas Normales erleben zu lassen: http://www.ipernity.com, dort gibt es mehr als 1200 Esperantosprecher!


Geändert am Sa Okt 18, 2008 5:53 pm von esocom
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Rudolf Fischer
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BeitragVerfasst am: Mo Okt 20, 2008 7:59 pm    Titel: Re: Esperanto publik machen Antworten mit Zitat

esocom hat Folgendes geschrieben:
Nur Blätter auf Esperanto in die Welt setzen zu setzen bringt es nicht, da stimme ich Lu zu.
Von "nur" war ja nicht die Rede. Wenn wir Esperanto im Alltag etablieren wollen, ist es schon hilfreich, dass man an Punkten, die von vielen Touristen besucht werden, darüber stolpert.

Aber jeder muss selbst wissen, welche Idee er mit verwirklicht.

esocom hat Folgendes geschrieben:
Eine Alternative, Esperanto als etwas Normales erleben zu lassen: http://www.ipernity.com, dort gibt es mehr als 1200 Esperantosprecher!
Ich habe mich da auch eingeschrieben, finde alles aber sehr verwirrend. I.W. wollte ich einen chinesischen Professor und Kursusleiter anschreiben, finde aber nichts mehr wieder und bekomme statt dessen jede Menge Anregungen usw., die ich nicht verstehe. Man muss wohl erst ein internes Vokabular lernen. Dazu fehlt dann wieder die Zeit. An elektronischer Post bekomme ich ja weiß Gott auch so schon mehr als genug, und wozu sonst ipernity noch gut sein soll, habe ich noch nicht herausgefunden.
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Rudolf
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Rudolf Fischer
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BeitragVerfasst am: Mo Okt 20, 2008 8:06 pm    Titel: Mal eine Anekdote zur Abwechslung Antworten mit Zitat

Abseits der Diskussionen hier, aber zum Thema des Fadens "Esperanto im Alltag", folgende Anekdote, die Dr. Rainer Kurz, Vorstandsmitglied des Deutschen Esperanto-Bundes für Auslandskontakte, aus Korea mitbrachte.

Er ging in einer koreanischen Stadt mit seinem Gastgeber durch eine belebte Straße, in angeregter Esperanto-Unterhaltung. Da sprach sie ein Werber für gewisse Etablissements auf Englisch an: "Schöne junge Frauen? Sind Sie interessiert?" Man war es nicht.

Der Werber folgte den beiden, die sich weiter auf Esperanto unterhielten, ohne sich stören zu lassen. Nach weiteren vergeblichen Versuchen sagte der Werber schließlich: "Sorry, but I don't understand Esperanto."

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Der Mann hat es schon begriffen: Ohne Esperanto läuft im internationalen Alltag bald nichts mehr ... Laughing
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Rudolf Fischer
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BeitragVerfasst am: Mo Okt 20, 2008 8:17 pm    Titel: Im Zug "Esperanto aktuell" lesen Antworten mit Zitat

Samstag saß ich im Zug und las "Esperanto aktuell". Mein Nachbar schaute mir aus Langeweile über die Schulter, machte dann Stielaugen. Drei Anläufe, bis er endlich herausplatzte: "Sprechen Sie etwa Esperanto?"

Zunächst musste ich den üblichen Spruch: "Ist als Weltsprache ja ein Flopp geworden" neutralisieren, indem ich einfach abwiegelte und auf die heutigen Anwendungsmöglichkeiten verwies. Ab da wollte man mehr wissen.

Den Rest kann man sich denken. Das Akademikerpaar in mittlerem Alter zog nachher mit einem Basisfaltblatt des Deutschen Esperanto-Bundes ab. (Sie waren so dankbar, dass ich es entbehren konnte Wink ) Er hatte früher schon einmal angefangen, Esperanto zu lernen, und war ganz baff, dass es jetzt im Internet ist. Sie war Lehramtsstudentin und sah da Möglichkeiten für ihren späteren Unterricht, wollte sich auf jeden Fall unter www.esperanto.de/lehrbuch den Internetkursus anschauen.

Zwei weitere Menschen, die im Alltag auf Esperanto stießen und einen positiven Eindruck mitnahmen.
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Rudolf
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esocom
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BeitragVerfasst am: Mo Okt 20, 2008 8:26 pm    Titel: Re: Esperanto publik machen Antworten mit Zitat

Rudolf Fischer hat Folgendes geschrieben:
und wozu sonst ipernity noch gut sein soll, habe ich noch nicht herausgefunden.


Na, lies doch einfach z. B. meine Beiträge: http://www.ipernity.com/blog/esocom
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Rudolf Fischer
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BeitragVerfasst am: Di Okt 21, 2008 10:23 am    Titel: Re: Esperanto publik machen Antworten mit Zitat

esocom hat Folgendes geschrieben:
Na, lies doch einfach z. B. meine Beiträge: http://www.ipernity.com/blog/esocom
Gut, mache ich.
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Rudolf
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Verschoben: Di Okt 21, 2008 9:40 pm Uhr von Lu Wunsch-Rolshoven
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