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Dativ und 4.Fall

 
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roland



Anmeldedatum: 21.05.2007
Beiträge: 2


   

BeitragVerfasst am: Mo Mai 21, 2007 3:08 pm    Titel: Dativ und 4.Fall Antworten mit Zitat

Hallo

Ich kann noch nicht esperanto, wollte es demnächst aber lernen (ich habe von meinen Opa ein schönes kleines Buch von 1926).

Ich dachte eine Kunstsprache braucht keine Fälle, im deutschen hatte ich auch öfter Probleme mit 3. und 4. Fall.
Wozu sind die Fälle eigentlich notwendig, gibt es sie in jeder Sprache? Question
Im russichen gibt es 6 Fälle (habe es nie so recht kapiert ).
Warum kann man den 4.Fall nicht einfach einsparen? Question

Danke für euer Antworten
Roland
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Helmut
Moderator
Moderator


Anmeldedatum: 22.07.2004
Beiträge: 847
Wohnort: Stemmert

   

BeitragVerfasst am: Mo Mai 21, 2007 4:20 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo Roland,

ich bin kein Sprachwissenschaftler, aber nach meinem Wissen haben alle Europäischen Sprachen unterschiedliche Fälle.

Im Deutschen ist bei einem Substantiv die 4.-Fall-Form nicht ohene weiteres zu erkennen, wie z.B. "Ich sehe eine Frau", weswegen es beim Satz "Die Tochter schlägt die Mutter" auch nicht eindeutig klar ist, wer denn nun wen schlägt.

Im Englischen ist der 4. Fall weitgehend verloren gegangen, weswegen man da dann eine feste Reihenfolge im Satzbau hat (SPO = Subjekt, Prädikat, Objekt).

Der Autor des Esperanto hat die Lösung vorgezogen, den Akusativ zu kennzeichenen und dafür eine freie Wortsstellung zu haben - ist halt eine Geschmacksfrage. Auf jeden Fall ist in Esperanto im Gegensatz zum Deutschen klar zu erkennen, in welchem Fall ein Substantiv ist.

Wieso es Fälle gibt? Der erste Fall ist dem Subjekt vorbehalten, die anderen Fälle dienen dazu, zu kennzeichnen, in welcher Beziehung andere im Satz vorkommenden Substantive zum Subjekt stehen.

Was für ein Büchlein von 1926 ist das denn?
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roland



Anmeldedatum: 21.05.2007
Beiträge: 2


   

BeitragVerfasst am: Do Mai 31, 2007 3:16 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo

folgendes sehe ich ein:
Adam küsst den Baum. >> richtiger Satz
Adam küsst der Baum. >> ohne 4.Fall , währe noch erkennbar wegen Satzstellung
Den Baum küsst Adam. >> mit 4. Fall erkennbar wer was macht
Der Baum küsst Adam. >> Baum 1.Fall jetzt küsst der Baum, ist falsch

aber
Adam küsst den Baum. >> richtiger Satz 4. Fall
Adam küsst dem Baum. >> mit 3.Fall , währe erkennbar
Dem Baum küsst Adam. >> mit 3. Fall , währe erkennbar wer was macht

wozu brauche ich also den 4.Fall, ich könnt doch immer den 3. Fall statt 4. Fall nehmen? Question
Dann braüchte eine Sprache nur 3 Fälle. Über den Genitiv müsste ich dann nochmal nachdenken.

Das Büchlein:
Vollständiges Lehrbuch der Welt-Hilfssprache
ESPERANTO
Bearbeitet von F.Hegewald
6.Auflage ( 1926 Vorwort des Verfassers)
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Helmut
Moderator
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Anmeldedatum: 22.07.2004
Beiträge: 847
Wohnort: Stemmert

   

BeitragVerfasst am: Fr Jun 01, 2007 7:52 am    Titel: Antworten mit Zitat

So ganz verstehe ich Dein Problem nicht.
Bezieht sich das jetzt auf Deutsch oder Esperanto?

Wir diskutieren übrigens hier im Forum grundsätzlich nicht, wie man was in Esperanto verändern könnte oder wie man Esperanto verbessern könnte.

Noch eine Ergänzung zum Akkusativ: Eigennamen erhalten nur dann ein Akkusativ-n, wenn es sich um Namen in Esperanto handelt. Also: mi vidas Ludwig, aber mi vidas Ludovikon.

Ob man Namen "esperantisiert" wird immer wieder gerne diskutiert. Da Sinn und Unsinn dessen eine Geschmacksfrage ist, diskutieren wir das hier auch nicht.
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Katharinjo
10 Beiträge
10 Beiträge


Anmeldedatum: 10.03.2007
Beiträge: 17
Wohnort: Pfaffenhofen an der Ilm

   

BeitragVerfasst am: So Jun 03, 2007 6:05 am    Titel: eigentlich wollte ich ja nicht meinen Senf dazu geben ,.... Antworten mit Zitat

Ich las das gestern und wollte mich eigentlich nicht dazu äusern ,aber als ich heute Morgen aufwachte, musste ich einfach meinen Senf dazugeben!

Sad Es stimmt zwar das man in "esperantujo" nur gutes über EO schreiben darf , aber ich persönlich finde den Dativ (3.Fall ,wem ?) auch besser als den Akkusativ (4. Fall , wen oder was)

Doch bei freier Wortstellung ist halt mal ein Fall nötig.

SELBSTVERSTÄNLICH KANN MAN DAS 120-JÄHRIGE EO NICHT "VERBESSERN" ,es ist auch wesentlich besser als das Deutsche, aber ich finde ,es wichtig seine Meinung frei zu äusern.

SORRY an alle Espis ,aber NICHTS ist perfekt Rolling Eyes .

(Tamen , mi shatas esperanton!)

Amike, Katharina


---------------------------------------------------------------------------
Helmut
Ich habe einen sinnentstellenden Rechtschreibfehler beseitigt.


Geändert am Di Jun 05, 2007 6:24 am von Helmut
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NoMoKeTo
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Beiträge: 40
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BeitragVerfasst am: So Jun 03, 2007 7:10 am    Titel: Re: eigentlich wollte ich ja nicht meinen Senf dazu geben , Antworten mit Zitat

Es geht nicht darum, dass man im Esperantaro nix gegen Esperanto sagen darf!
Niemand in diesem Thread hat behauptet, dass Esperanto perfekt ist! Rolling Eyes Es gibt nur einige Gründe gegen und einige für den vierten Fall! Damit muss man leben, auch wenn man dagegen ist!

@roland: Bendenke, dass niemand in diesem Forum am roten Hebel von Esperanto sitzt (schade eigentlich Wink ). Hier gibt es keinen, der sagt: "OK, dann ändern wir das eben in Esperanto" und morgen spricht die ganze Welt Esperanto anders. Wink Der vierte Fall kann dir erklärt werden: Er beseitigt viele probleme, den Sinn eines Satzes zu verstehen. Sicherlich kann man ihn weglassen, aber das würde manchmal schwierige Situationen bringen.

Gruß

NoMoKeTo
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Katharinjo
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BeitragVerfasst am: Di Jun 05, 2007 5:30 am    Titel: ich hab vieleicht etwas übereagiert... Antworten mit Zitat

Rolling Eyes Ich weiß jetz ,wie es Helmut meinte und verstehe ihn jetz auch aber, mir gings einfach nur ums Prinzip, ich finde es schlimm , wenn jemand (noch dazu ein Neuling ,der noch wenig Ahnung von Esperanto hat) gekränkt wird. Rolling Eyes

Ich möchte mich aber jetz noch mal enschuldig, das ich so etwas gleich ins Forum schreibe, war übertrieben.

Amike , Katharina
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Lu Wunsch-Rolshoven
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BeitragVerfasst am: Do Jun 07, 2007 6:34 pm    Titel: Fälle in Esperanto Antworten mit Zitat

In vielen Lehrbüchern für Deutsche steht was davon, dass Esperanto vier Fälle habe, wie im Deutschen, 1. bis 4. Wenn man sich Esperanto etwas unbefangener anschaut, dann gibt es Hauptwörter mit -n am Ende und solche ohne. Mehr Unterscheidung gibt es nicht, also eher zwei Fälle.

Ansonsten kann man vor die Hauptwörter noch Präpositionen setzen, z. B. "de" und "al", womit man in vielen Fällen den deutschen Genitiv und Dativ übersetzt. In ähnlicher Weise setzt man vor ein solches Hauptwort auch "sur" oder "en"; dann und bei anderen Ortspräpositionen kann man wieder ein -n dransetzen oder auch nicht, für Richtung oder Ort.

Wenn Helmut eher geringe Begeisterung für Diskussionen über die Struktur des Esperanto zeigte, dann liegt das auch daran, dass das ein solches Dauerthema ist, seit über hundert Jahren, dass die meisten es nicht mehr hören können. Allerdings darf man durchaus fragen, warum das eine oder andere in Esperanto so oder so geregelt ist - manchmal gibt es eine klare Antwort, oft hätte es mehrere Möglichkeiten gegeben, für die es Argumente gibt.
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