FAQFAQ   SuchenSuchen   MitgliederlisteMitgliederliste   BenutzergruppenBenutzergruppen   RegistrierenRegistrieren 
 ProfilProfil   Einloggen, um private Nachrichten zu lesenEinloggen, um private Nachrichten zu lesen   LoginLogin 

Dieses Forum Freunden empfehlen


Englisch-Verliebtheit« überdenken: Forscher für Vielfalt
Gehe zu Seite 1, 2, 3  Weiter
 
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    www.EsperantoLand.de Foren-Übersicht -> Hauptforum
Vorheriges Thema anzeigen :: Nächstes Thema anzeigen  
Autor Nachricht
Helmut
Moderator
Moderator


Anmeldedatum: 22.07.2004
Beiträge: 847
Wohnort: Stemmert

   

BeitragVerfasst am: Mi Nov 21, 2007 8:13 am    Titel: Englisch-Verliebtheit« überdenken: Forscher für Vielfalt Antworten mit Zitat

Thüringer Allgemeine vom 19.11.2007

Englisch-Verliebtheit« überdenken: Forscher für Vielfalt

Hamburg (dpa) - Der Sprachlehrforscher Prof. Klaus Hartenstein plädiert für mehr Vielfalt beim Fremdsprachenerwerb. »Gegen die Sprachfolge von Englisch als erster beziehungsweise einziger Fremdsprache spricht aus wissenschaftlicher Sicht einiges«, sagte der Experte.

So habe die Sprache wegen der Allgegenwart des Englischen in unserer Kultur bereits für Grundschulkinder keinen Fremdheitseffekt mehr - und gerade der sei es, der neugierig mache und Lernenergie freisetze. Die »Englisch-Verliebtheit« vom Kindergarten (Kids-Planet) bis zum Rentenalter (best ager) sollte überdacht werden, auch vor dem Hintergrund der Sprachenvielfalt in Europa, forderte Hartenstein.

Es gebe nur wenige Schulen, an denen als erste Fremdsprache Französisch oder Spanisch gewählt werden könne. »Dabei bieten zum Beispiel Latein oder Französisch viel mehr Übertragungsmöglichkeiten, um weitere romanische Sprachen zu lernen«, so Hartenstein. Entscheidend für international relevante Berufsqualifikationen könnten aber gerade diese Sprachen sein, da Englisch sowieso vorausgesetzt werde. »Englisch hat in den Köpfen von Kulturbürokraten bereits zu einer gar nicht mehr kritisch reflektierten Kolonialisierung geführt, die durch die politische, wirtschaftliche und militärische Macht der Länder, in denen Englisch Muttersprache ist, ausgelöst wird«, meinte der Fremdsprachenforscher.

Besonders wichtig ist Hartenstein auch eine Verkürzung des Englisch-Unterrichts. »Elf Jahre schulischer Englischunterricht sind zu viel, da die Kompetenzen nicht unbedingt besser werden.« Englisch als erste Fremdsprache sollte darum in der 8. oder 9. Klasse eingestellt werden. »Frei werdende Kapazitäten sollten für andere Fremdsprachen genutzt werden, in denen nur eine Teilkompetenz angestrebt wird«, meinte der Wissenschaftler. Englisch als Lern- und Arbeitssprache könnte zum Beispiel in anderen Fächern weiter betrieben werden. »Eine Fremdsprache zu können und viele zu kennen sollte didaktischer Grundsatz werden«, sagte er.


Hier der Link zum Original des Artikels:

http://www.thueringer-allgemeine.de/...


Geändert am Do Nov 22, 2007 6:38 pm von NoMoKeTo

Geändert am Mi Nov 21, 2007 8:14 am von Helmut
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
maschl
10 Beiträge
10 Beiträge


Anmeldedatum: 11.11.2007
Beiträge: 24
Wohnort: Darmstadt

   

BeitragVerfasst am: Do Nov 22, 2007 5:38 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Ich frage mich, warum von Forschern, Politikern ein großer Bogen um das eigentliche Problem gemacht wird. Wir brauchen in Europa eine Möglichkeit miteinander zu reden und zwar ohne Dolmetscher. Der ist nämlich nicht verfügbar, wenn ich in Süditalien ein Zimmer in einem kleinen Hotel telefonisch vorbestellen möchte. Für eine Rundfahrt - Mittelmeerküste Italien ->Frankreich ->Spanien ->Portugal ->Belgien
müßte man bereits Kenntnisse in 5 Sprachen haben. Die allermeisten Menschen können und wollen das nicht leisten. Wir brauchen eine Sprache, in der die Menschen miteinander reden können. Englisch ist für diesen Zweck gänzlich ungeeignet. Da gibt es genügend kompetentere Leute als ich, die das begründet haben. Natürlich spricht nichts dagegen, wenn jemand seine Muttersprache pflegt, die "Verständigungssprache" erlernt und sich darüber hinaus noch weitere Sprachkenntnisse, z.B.Englisch, aneignet.
Gruß Michal
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden Website dieses Benutzers besuchen
Helmut
Moderator
Moderator


Anmeldedatum: 22.07.2004
Beiträge: 847
Wohnort: Stemmert

   

BeitragVerfasst am: Do Nov 22, 2007 8:12 pm    Titel: Antworten mit Zitat

maschl hat Folgendes geschrieben:
Ich frage mich, warum von Forschern, Politikern ein großer Bogen um das eigentliche Problem gemacht wird.


Ist das nicht oft so? Man geht lieber auf den alten, ausgetretenen Wegen weiter.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Steffen
10 Beiträge
10 Beiträge


Anmeldedatum: 06.06.2002
Beiträge: 43


   

BeitragVerfasst am: Fr Nov 23, 2007 6:40 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Ja, es ist ein rein psychologisches Problem. Und selbst Psychologen können diesem Muster unterliegen, weil auch sie Menschen mit ihren gewohnten Schleifen sind... Razz
Über die Motive der Politiker äußere ich mich jetzt nicht. Cool
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
TED
10 Beiträge
10 Beiträge


Anmeldedatum: 22.11.2007
Beiträge: 28
Wohnort: Regensburg

   

BeitragVerfasst am: Fr Nov 23, 2007 9:20 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Der Englischterror geht viel weiter als nur bis zum Urlaub. Wenn ich mich mit Leuten unterhalte, die als Muttersprache Englisch sprechen, fühle ich mich permanent unterlegen. Nicht nur, dass selbst ein prüder Texaner einen deutschen Theologen plattreden könnte, weil uns schlicht und einfach die "richtigen Worte" fehlen, sondern auch die Tatsache, dass man selber Angst hat, Fehler zu machen oder gar dümmlich zu klingen. Man resigniert sprachlich total.
Und wer glaubt, dass Englisch eine "leichte" Sprache sei, der hat meines Erachtens keinerlei Horizont, sondern schreit laut Platitüden mit. Die reichhaltige Idiomatik und teilweise völlig unlogischen Präpositionalkonstruktionen machen Englisch mit zu der schwersten Germanischen Sprache überhaupt. Und Kinder, die im Gymnasium Englisch gewählt haben, weil es "leichter als Latein" sei, sehen sich ganz schnell um.
Außerdem nützt einem Englisch für andere Sprachen wenig. Grammatikalische Wendungen und Begriffe sind einem regelrecht unbekannt. "Was ist Objekt, was ist ein Adverb,...?" Latein (und Altgriechisch) sind im Unterricht nicht wegzudenken, oder höchstens durch "anständig konstruierte" Sprachen wie slawische oder (konservierte) germanische zu ersetzen. Wenn wir Deutschen also weiter unser Bildungssystem mit "Englisch´n´Chinesisch" ruinieren, brauchen wir uns nicht wundern, wenn wir uns bald selbst nicht mehr verstehen.

Und dann soll ein Student noch promovieren: Selbst dem Mathematik-Studenten soll abverlangt werden, seine Doktorarbeit auf Englisch zu machen! Das ist eine blanke Unverschähmtheit! Ich weiß schon jetzt, wo die "vermeindlich" klugen Köpfe unserer Zeit herkommen werden... Evil or Very Mad

Bis zum obligatorischen Esperantounterricht kann es dauern, aber man soll niemals das Gefühl verbreiten, man sei mit der gegenwärtigen Situation zufrieden.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden MSN Messenger
Helmut
Moderator
Moderator


Anmeldedatum: 22.07.2004
Beiträge: 847
Wohnort: Stemmert

   

BeitragVerfasst am: Fr Nov 23, 2007 9:45 pm    Titel: Antworten mit Zitat

TED hat Folgendes geschrieben:
Und dann soll ein Student noch promovieren: Selbst dem Mathematik-Studenten soll abverlangt werden, seine Doktorarbeit auf Englisch zu machen!
An welcher Universität ist das der Fall?
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
TED
10 Beiträge
10 Beiträge


Anmeldedatum: 22.11.2007
Beiträge: 28
Wohnort: Regensburg

   

BeitragVerfasst am: So Nov 25, 2007 11:19 am    Titel: Antworten mit Zitat

Bei uns in Regensburg ist dies erwünscht; wir haben sogar im Physik-Unterricht seitenlange Unterrichtsmaterialien auf Englisch gelesen und sogar bei Fragen auf Englisch antworten müssen. Einige unserer Schülerzeitschriften und Universitätsgazetten, die wir ab und zu bekommen, haben Englische Beiträge um sich "auf das Leben vorzubereiten". Was ist das für ein Leben, wir werden NIEMALS so gut Englisch beherrschen, wie der Angle selbst. Da könnte man selbst Starcraft-mäßig alle Sprachen auf der Welt verbieten.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden MSN Messenger
Helmut
Moderator
Moderator


Anmeldedatum: 22.07.2004
Beiträge: 847
Wohnort: Stemmert

   

BeitragVerfasst am: So Nov 25, 2007 12:05 pm    Titel: Antworten mit Zitat

TED hat Folgendes geschrieben:
Bei uns in Regensburg ist dies erwünscht


In der Promotionsordnung des Fachbereichs Mathematik an der Uni Regensburg ist zu lesen: "Für Promotionsvorhaben sind gute Deutschkenntnisse empfohlen. Die Dissertation kann auf Deusch oder Englisch geschrieben werden".
Da ist von "erwünscht" keine Rede und immerhin werden gute Deutschkenntnisse empfohlen..

Ich halte es für entsetzlich, wie wir Deutsch den Mythos Englisch pflegen und uns selbst sprachlich diskriminieren.

Es kann nicht akzeptiert werden, einerseits das Sorbische als Minderheitensprache zu pflegen und andererseits Studium in Deutsch zu verunmöglichen. Es wird ständig der falsche Eindruck erweckt, es wäre ohne profunde Englischkenntnisse ein wissenschaftliches Leben in Deutschland nicht mehr möglich.

Unbegreiflicherweise soll man an der Universität Münster Skandinavistik nicht mehr in Deutsch studieren können. (Ich habe das allerdings nicht überprüft).

Norbert Walter, Deutsche Bank AGChefvolkswirt der Deutschen Bank, geht sogar noch weiter: Wer seine Kinder nicht bereits im Kindergarten Englisch lernen lässt, verbaut seinen Kindern die Zukunft. (Auf einer Diskuusionsveranstaltung in Berlin).

Prof. Dr. Norbert Walter betonte in seinem Statement vor allem die Notwendigkeit, die Diskussion über Sprache und ihren Nutzen nicht nur auf Brüssel zu verengen. Weitere gesellschaftliche Bereiche, wie die Wissenschaft, die Finanzwelt und große Teile der Zivilgesellschaft hätten längst erkannt, dass Englisch die Sprache der nächsten zwei Generationen sei. Wer dies verkenne und nicht früh genug Englisch lernt, der würde sich dem heutigen Stand nach „die Zukunft vermasseln“.


Geändert am So Nov 25, 2007 12:22 pm von Helmut
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Dirk Bindmann
100 Beiträge
100 Beiträge


Anmeldedatum: 10.05.2003
Beiträge: 141
Wohnort: Zeitz

   

BeitragVerfasst am: So Nov 25, 2007 2:23 pm    Titel: Re: Englisch-Verliebtheit« überdenken: Forscher für Vielfalt Antworten mit Zitat

Helmut, dpa zitierend, hat Folgendes geschrieben:
Englisch als erste Fremdsprache sollte darum in der 8. oder 9. Klasse eingestellt werden. [...] Englisch als Lern- und Arbeitssprache könnte zum Beispiel in anderen Fächern weiter betrieben werden.
Ich halte diesen Vorschlag für gefährlich. Wenn Englisch Lern- und Arbeitssprache in anderen Fächern werden soll, dann folgte daraus, dass sich zukünftige Generationen in den betreffenden Fächern nicht mehr auf Deutsch ausdrücken können.
TED hat Folgendes geschrieben:
wir haben sogar im Physik-Unterricht seitenlange Unterrichtsmaterialien auf Englisch gelesen und sogar bei Fragen auf Englisch antworten müssen.
Bei angehenden Physikern halte ich das für zumutbar und notwendig, da in den grundlegenden Naturwissenschaften alle wichtigen Veröffentlichungen in Englisch erscheinen und Naturwissenschaftler international tätig sind. (Da in der Diskussion von Promotion die Rede war, gehe ich von Lehrveranstaltungen an einer Universität aus. In der allgemeinbildenden Schule halte ich Physikunterricht auf Englisch für nicht akzeptabel.)
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
Helmut
Moderator
Moderator


Anmeldedatum: 22.07.2004
Beiträge: 847
Wohnort: Stemmert

   

BeitragVerfasst am: So Nov 25, 2007 2:38 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Dirk, Deine Bedenken teile ich auch. Ich habe den Artikel auch nicht eingestellt, weil ich mich damit voll identifiziere, sondern weil mir die Ansichten von Herrn Hartenstein immerhin zeigen, dass es auch andere Ideen gibt und nicht alle Menschen mit der derzeitigen Situation zufrieden sind.

Um Fachbücher/Fachzeitschriften zu lesen und zu verstehen ist kein 9-jähriger Englischunterricht nötig, die Fachterminologie muss man sich halt erarbeiten.

Ein Referat als Student habe ich auch hinbekommen, obwohl der zugrundeliegende Text französisch war und ohne dass ich französisch auf der Schule gelernt habe.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
TED
10 Beiträge
10 Beiträge


Anmeldedatum: 22.11.2007
Beiträge: 28
Wohnort: Regensburg

   

BeitragVerfasst am: So Nov 25, 2007 4:06 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Die Frage ist nur, ob wir hier die Gerechtigkeit der Volksgemeinschaft waren können.
Bin ich ein schlechter Physiker, weil ich kein Englisch kann? Aus Erfahrung weiß ich auch, dass viele Naturwissenschaftler Probleme mit Sprachen haben. Bei mir ist es genau umgekehrt: Lattes top, Mattes flopp. Ich tue mich mit Sprachen leichter und will behaupten, sehr gut Englisch zu können. Bin ich der bessere Physiker? Arme Welt!

Dirk, natürlich muss man dir einfach auch Recht geben, aber unter Esperantisten kannst du sicher verstehen, dass man lieber "Esperanto" als Vermittlungssprache hätte, als Englisch. Zumal momentan nur 47% aller Europäer (Wikipedia) angeblich Englisch beherrschen; die Rechnung geht heraus aus Muttersprachlern und der ersten üblichen Fremdsprache der Schulen aller EU-Länder sowie einer zweiten (wenn vorhanden) und gegebenenfalls einer Dritten. Eine armselig kleine Zahl, wie ich finde.

Außerdem möchte ich nochmal mein obiges Beispiel vorbringen: Wenn ich sehe, wie ein Israeli oder ein Inder (sogar die, aus Koloniezeiten!!!!) sich mit üblem Akzent auf Englisch ausdrückt, denke ich mir nur: "Manoman, für einen Ivrit-Dolmetscher hat es mal wieder nicht gereicht." Ich will nicht verlangen, dass man perfekt Englisch kann, aber das tun wir alle. Wie viele kluge Köpfe der Naturwissenschaft werden in Zukunft hinter der Sprachbarriere bleiben?
Die Mauer muss weg!

Du sagst, alle Veröffentlichungen der Physik erscheinen auf Englisch. Das ist so, wie ich sage, dass sich die Erde um die Sonne dreht. So ist es aber nicht: Man muss es nicht hinnehmen. So wie wir nicht mehr hinnehmen wollten, im 19 Jhd. Französisch zu sprechen und mit Latein zu promovieren.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden MSN Messenger
TED
10 Beiträge
10 Beiträge


Anmeldedatum: 22.11.2007
Beiträge: 28
Wohnort: Regensburg

   

BeitragVerfasst am: So Nov 25, 2007 4:10 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Helmut hat Folgendes geschrieben:
Unbegreiflicherweise soll man an der Universität Münster Skandinavistik nicht mehr in Deutsch studieren können. (Ich habe das allerdings nicht überprüft).


Das wäre für mich, Hobbyskandinavist und Linguist, fatal und unverständlich. Ich hoffe, dies ist noch nicht so. Sollte ich einmal Färöisch studieren, sehe ich mit Recht ein, dies in Dänischer Sprache tun zu müssen, die Skandinavistik an sich auf Englisch als Vermittlungssprache wäre fatal, zumal das Fach und die Sprachen schon schwer genug sind.

Esperanto lerne ich mit einem Französischem Buch, das ist schon schwer genug, aber tragbar. Studieren wollte ich so niemals.

Ich habe die "Tags" korrigiert. - HK


Geändert am So Nov 25, 2007 6:10 pm von Helmut
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden MSN Messenger
Flavius
100 Beiträge
100 Beiträge


Anmeldedatum: 01.09.2003
Beiträge: 109
Wohnort: Berlin

   

BeitragVerfasst am: So Nov 25, 2007 10:12 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Helmut hat Folgendes geschrieben:
Unbegreiflicherweise soll man an der Universität Münster Skandinavistik nicht mehr in Deutsch studieren können.


Englisch ist doch noch "ungermanischer" als Deutsch (bezogen auf den Anteil nichtgermanischer Wörter), also verstehe ich die Logik dahinter nicht ganz. Shocked
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden AIM-Name Yahoo Messenger MSN Messenger
Steffen
10 Beiträge
10 Beiträge


Anmeldedatum: 06.06.2002
Beiträge: 43


   

BeitragVerfasst am: Mo Nov 26, 2007 9:55 am    Titel: Machtfrage Antworten mit Zitat

In Wirklichkeit geht es wie immer nicht darum, wie gut eine Sache ist, sondern wer die Macht hat. Auch unsere Kultur-TV-Sender beziehen sich im Grunde auf die angloamerikanische Kultur und Sprache. Sinngemäß: "Vielen Dank, daß ihr uns das Laufen beigebracht habt, daß ihr uns Musik und Sprache gegeben habt, daß wir jetzt zum ersten mal Demokratie buchstabieren können, daß wir im Fernsehen so gut und kostenlos von euch unterhalten werden..." Rolling Eyes
Und da gibt es eine Generation derer, die hier das sagen haben. Ich glaube aber auch, daß es einen unbestimmen Willen gibt, diesen Zustand zu ändern. Einerseits gibt es die Deutsch-Sprachschützer, die sich aber gegen Vorurteile wehren müssen. Sicher gibts da auch verschiedene Denkrichtungen. Aber prinzipiell ist das Anliegen positiv.
Ich persönlich gehöre zu der Gruppe, die so etwas wie EDE zeitgemäß finden. Und warum nicht auch mal bei den Sprachschützern nach Symphatisanten Ausschau halten?
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
Helmut
Moderator
Moderator


Anmeldedatum: 22.07.2004
Beiträge: 847
Wohnort: Stemmert

   

BeitragVerfasst am: Mo Nov 26, 2007 10:48 am    Titel: Re: Machtfrage Antworten mit Zitat

Steffen hat Folgendes geschrieben:
Und warum nicht auch mal bei den Sprachschützern nach Symphatisanten Ausschau halten?

Da gibt es bereits Kontakte. Aber die Zielrichtung der VDS-Leute ist die srärkung des Deuschen in der EU. Und da haben einige von ihnen Angst, dass ihnen Esperanto da den Rang ablaufen könnte. Das sagen einige hinter vorgehaltener Hand.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    www.EsperantoLand.de Foren-Übersicht -> Hauptforum Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Gehe zu Seite 1, 2, 3  Weiter
Seite 1 von 3

 
Gehe zu:  
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.


Powered by phpBB © 2001, 2005 phpBB Group
Deutsche Übersetzung von phpBB.de

Forum installiert und modifiziert von NoMoKeTo.de