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Interlingua

 
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gasto
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BeitragVerfasst am: Mo Jul 21, 2008 10:31 pm    Titel: Interlingua Antworten mit Zitat

Neulich hatte ich eine Kundin bei uns in der Buchhandlung, die fragte, wo es denn Bücher zum Thema "Interlingua" gäbe.
Die Tatsache, dass ich nach interlinguistischer Literatur gefragt werde, zauberte bei mir schon ein Lächeln hervor. Smile
Sie ergänzte die Frage mit der Erklärung, dass es sich um eine künstliche Sprache handele, wie Esperanto.
Kurzer Absatz. "Aber Esperanto will jetzt nicht."
Nicht ganz so sicher war ich mir, ob sie Interlingua oder Interlingue meinte und fragte nach. Aus dem Gespräch heraus vermute ich doch, dass sie von Interlingua gelesen hatte.
Daraufhin suchte ich im VLB bzw. im Verzeichnis der Barsortimente.
Ohne Treffer.
Antwort: "Kein Wunder, dass sich das nicht verbreitet."

Zwischendurch kamen wir noch zum Thema Esperanto und ich entgegnete, dass die Wahrscheinlichkeit, jemanden zu finden, der Interlingua spricht unter Esperantisten doch höher ist als unter Normalsterblichen.
Habe ich gesagt und hoffe, dass ihr irgendjemand um zwei Ecken und/oder Literatur zu diesem Thema kennt.

Salutojn.
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Dirk Bindmann
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BeitragVerfasst am: Di Jul 22, 2008 2:01 pm    Titel: Re: Interlingua Antworten mit Zitat

gasto hat Folgendes geschrieben:
Neulich hatte ich eine Kundin bei uns in der Buchhandlung, die fragte, wo es denn Bücher zum Thema "Interlingua" gäbe.

In Deutschland gibt es keinen Interlingua-Buchversand. Es gibt aber den internationalen Bücherdienst des Interlingua-Weltbundes in den Niederlanden. Die Anschrift und die Zahlungsmodalitäten stehen auf dieser Seite:
http://www.interlingua.com/libros/index.html
Wörterbücher und Lehrbücher für Deutsche:
http://www.interlingua.com/libros/de.htm

Die Informationen sind vielleicht verständlich, wenn man bereits irgendeine romanische Sprache oder Esperanto beherrscht.
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Rudolf Fischer
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BeitragVerfasst am: So Jul 27, 2008 9:19 pm    Titel: Literatur über Interlingua Antworten mit Zitat

Zuständig für Plansprachen aller Art ist die
Gesellschaft für Interlinguistik, Berlin (Vorsitzender: Dr. Detlev Blanke)
http://www.interlinguistik-gil.de/
Darin
"Wege zur Fachliteratur" =>
http://www.interlinguistik-gil.de/fachlit.html

Mit Hilfe dieser Literatursammlung findet man alles, was man will.

Zu Interlingua selbst:
Extremes Beispiel einer naturalistischen Plansprache, die sich an den romanischen Sprachen orientiert und damit erheblich größeren Lernaufwand (mit Varianten und Ausnahmen) in Kauf nimmt. Ich kenne 2-3 Sprecher.

Interlingua gehört nach Detlev Blanke zu den "Semisprachen", denn es hat eine kleine Sprechergemeinschaft und etwas Literatur. Insgesamt aber alles nur ein Bruchteil im Vergleich zu Esperanto, das nach D.B. die einzige Plansprache ist, die sich zu einer wirklichen sprache entwickelt hat. Kriterien sind u.a. Geschichte, Literatur, Verbreitung, usw.

Man kann bei mir direkt 2 Seiten anfordern, die ich als Seminarvorlage über Interlingua in einem Seminar "Einführung in die Interlinguistik" erstellt habe.

Daraus die Literaturliste:
Carlevaro, Tazio und Günter Lobin (Hrsg.) (1979): Einführung in die Interlinguistik. Alsbach. (Darin gibt es eine Sprachübersicht über Interlingua.)
Gode, Alexander und Hugh E. Blair (1971): Interlingua. 2. Aufl. New York.
(maßgebliches Lehrbuch)
Liebig, Peter (2001): Zur Struktur und Entwicklung von Interlingua. In: Blanke, Detlev (Hrsg.): Zur Struktur von Plansprachen. Beiträge der 10. Jahrestagung der Gesellschaft für Interlinguistik e.V., 17.-19. November 2000 in Berlin. (= Interlinguistische Informationen. Mitteilungsblatt der Gesellschaft für Interlinguistik e.V., Heft 7). S. 60-74.
Außerdem einiges Zusammengefasste über Interlingua (als Stichwort nachschlagen) in:
Blanke, Detlev (1985): Internationale Plansprachen. Eine Einführung. Berlin.
_________________
Rudolf
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Martin
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BeitragVerfasst am: So Jul 27, 2008 11:32 pm    Titel: Re: Interlingua Antworten mit Zitat

Dirk Bindmann hat Folgendes geschrieben:

In Deutschland gibt es keinen Interlingua-Buchversand. Es gibt aber den internationalen Bücherdienst des Interlingua-Weltbundes in den Niederlanden. Die Anschrift und die Zahlungsmodalitäten stehen auf dieser Seite:
http://www.interlingua.com/libros/index.html
Wörterbücher und Lehrbücher für Deutsche:
http://www.interlingua.com/libros/de.htm

Die Informationen sind vielleicht verständlich, wenn man bereits irgendeine romanische Sprache oder Esperanto beherrscht.


Auf www.interlingua.com gibt's übrigens auch verschiedene elektronische Bücher und sonstige Materialien zum Herunterladen (im PDF-Format) - unter anderem auch einen Interlingua-Kurs für Deutschsprachige. Um Dateien herunterladen zu können, muss man sich aber zuerst auf der Website registrieren.

Gruß,
Martin
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Lu Wunsch-Rolshoven
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BeitragVerfasst am: Mo Jul 28, 2008 6:39 pm    Titel: Re: Literatur über Interlingua Antworten mit Zitat

Rudolf Fischer hat Folgendes geschrieben:

Zu Interlingua selbst:
Extremes Beispiel einer naturalistischen Plansprache, die sich an den romanischen Sprachen orientiert und damit erheblich größeren Lernaufwand (mit Varianten und Ausnahmen) in Kauf nimmt.


Ach. Das hätte ich so nicht gedacht. Ich dachte immer, der Lernaufwand im Vergleich zu Esperanto hinge stark davon ab, ob man in einer der Sprachen schreiben oder lesen lernen wolle (und vielleicht noch von dem angestrebten Sprachniveau). In der Interlingua-Newsgroup ist beispielsweise zu lesen:

"Interlingua of IALA is a naturalistic planned language and so it is very similar to Italian, Spanish, etc. so its pronunciation respects the continental European traditions of the international vocabulary (of Latin origin); that is why it is understandable for several hundreds of million people over the world who never have learnt it, just at first audience or first sight. On the other hand, though Esperanto structurally is a very easy language to learn, it is understood only by those you have learnt it previously." (Übertragung ohne Garantie: Interlingua von IALA ist eine naturalistische geplante Sprache und es ist daher dem Italienischen, Spanischen usw. sehr ähnlich; seine Aussprache respektiert die kontinentalen europäischen Traditionen des internationalen Vokabulars (lateinischen Ursprungs); daher ist es von mehreren Hundert Millionen Menschen auf der Welt zu verstehen, die es nie vorher gelernt haben, beim ersten Hören oder Sehen. Andererseits, obwohl Esperanto strukturell eine sehr leicht zu lernende Sprache ist, wird es nur von denen verstanden, die es vorher gelernt haben.)
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Rudolf Fischer
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BeitragVerfasst am: Di Jul 29, 2008 2:44 pm    Titel: Re: Literatur über Interlingua Antworten mit Zitat

Lu Wunsch-Rolshoven hat Folgendes geschrieben:
Rudolf Fischer hat Folgendes geschrieben:

Zu Interlingua selbst:
Extremes Beispiel einer naturalistischen Plansprache, die sich an den romanischen Sprachen orientiert und damit erheblich größeren Lernaufwand (mit Varianten und Ausnahmen) in Kauf nimmt.


Ach. Das hätte ich so nicht gedacht. Ich dachte immer, der Lernaufwand im Vergleich zu Esperanto hinge stark davon ab, ob man in einer der Sprachen schreiben oder lesen lernen wolle (und vielleicht noch von dem angestrebten Sprachniveau).



Wie bei allen verkürzten Aussagen habe ich in dem zitierten Satz bestimmte Voraussetzungen gemacht. In meiner Aussage war das: "... für einen Deutschsprachigen, der dasselbe Lernziel anstrebt."

Es liegt doch auf der Hand, dass man dann Esperanto (ohne mehrere Konjugationen, usw., - weitgehenst - ohne Ausnahmen) schneller lernt, egal, ob man es lesen, sprechen oder schreiben will, als Interlingua, das voraussetzt, dass man mindestens eine romanische Sprache kennt.

Wenn in der Interlingua-Propaganda geschrieben wird, dass es für viele Menschen direkt verständlich zu lesen ist, so sind damit die gebildeten Sprecher romanischer Sprachen gemeint. Ich habe mir Interlingua-Texte angeschaut, sie waren für micht nicht direkt verständlich. Mein Lateinunterricht liegt auch schon lange zurück. Um das aufzuholen, kann ich auch die Funktionswörter im Esperanto mit dem gleichen Aufwand lernen. Und das gilt wohlgemerkt für mich (9 Jahre Latein, Gott sei's geklagt), nicht für den Durchschnittsdeutschsprachigen.

Es besagt nichts, wenn eine bestimmte Plansprache für EINIGE Menschen unmittelbar verständlich ist. Das ist bei jeder Ethnosprache der Fall und zeugt nur von einer extremen Nichtneutralität.

Im Übrigen verweise ich auf die angegebene Literatur, in der das alles schon drinsteht.
_________________
Rudolf
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Valodnieks
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BeitragVerfasst am: Mi Apr 22, 2009 7:33 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Also Interlingua ohne es gelernt zu haben, kann jeder verstehen, der mal eine romanische Sprache halbwegs gelernt hat. Man muss keinewegs Muttersprachler einer romanischen Sprache sein. Das passive Verständnis ist deutlicher leichter als Esperanto.

ABER: Interlingua richtig zu sprechen und zu schreiben ist in der Tat schwierig und erfordert einen hohen Aufwand auch wenn die Grammatik sehr einfach ist. Das Problem sind die unregelmäßigen Endungen der Wörter. Da kommt man schnell durcheinander und vertut sich immer wieder.

Bücher für Interlingua kann man beim Interlingua Buchverstand beim Interlinguaweltband.UMI oder bei lulu.com bestellen.

Übrigens findet 2009 der Weltkongress von Interlingua in Kirchheimbolanden (Rheinland Pfalz).


Geändert am Mi Apr 22, 2009 7:34 pm von Valodnieks
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Rudolf Fischer
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BeitragVerfasst am: Do Apr 23, 2009 8:37 pm    Titel: Ziel und Einordnung von Interlingua Antworten mit Zitat

Valodnieks hat Folgendes geschrieben:
Also Interlingua ohne es gelernt zu haben, kann jeder verstehen, der mal eine romanische Sprache halbwegs gelernt hat.
Das heißt ja mit anderen Worten: "Erst eine romanische Sprache lernen, um dann mühelos Interlingua zu verstehen."
Nicht gerade überzeugend als Motivation.
Valodnieks hat Folgendes geschrieben:
Man muss keinewegs Muttersprachler einer romanischen Sprache sein. Das passive Verständnis ist deutlicher leichter als Esperanto.
... sofern man schon eine romanische Sprache (halbwegs) gelernt hat.
Nun ja, das liegt auf der Hand.
Valodnieks hat Folgendes geschrieben:
ABER: Interlingua richtig zu sprechen und zu schreiben ist in der Tat schwierig und erfordert einen hohen Aufwand auch wenn die Grammatik sehr einfach ist. Das Problem sind die unregelmäßigen Endungen der Wörter. Da kommt man schnell durcheinander und vertut sich immer wieder.
Auch die Zugehörigkeit zu bestimmten Deklinations- und Konjugationsschemata wird als Grammatik angesehen. Die "unregelmäßigen Endungen der Wörter" sind also Grammatik, die ist also nicht sehr einfach.
Wenn man von der Idiomatik absieht, lernt man mit etwas mehr Aufwand dann auch gutes Spanisch oder Italienisch.
Ich denke, dass Interlingua mehr als ein gemeinsames Identifizierungsmittel für alle Muttersprachler romanischer Zunge gedacht ist. Dafür hat es auch Sinn. Aber für Angehörige anderer Sprachfamilien weniger.
Valodnieks hat Folgendes geschrieben:
Übrigens findet 2009 der Weltkongress von Interlingua in Kirchheimbolanden (Rheinland Pfalz).
Das ist schon interessant, dass es das noch gibt. Das zeigt, dass Interlingua noch eine Sprechergemeinschaft hat. (Nach Zahlen fragen wir Esperantofreunde lieber nicht, danach wollen wir auch nicht gefragt werden.) Interlingua gehört damit zu einer sehr kleinen Gruppe von Plansprachen, die als in der Praxis erprobt gelten dürfen.
_________________
Rudolf
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Valodnieks
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BeitragVerfasst am: Sa Apr 25, 2009 8:59 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Ich bin kein großer Fan von Interlingua, Es ist zu einseitig romanisch. Die Bewegung ist aber durchaus aktiv, vor allem in Skandinavien. An den bisherigen Kongressen nahmen laut Homepage immer so 50-100 Leute teil. Es erscheinen Bücher, es gibt Internetchats und mit Radio Interlingua auch Podcasts. Es scheint, dass Interlingua nach Esperanto derzeit die zweitstärkste Plansprache ist.
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