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Esperanto im Netzmagazin Cicero, Bitte um Reaktionen
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Rudolf Fischer
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BeitragVerfasst am: Mi Aug 20, 2008 10:56 am    Titel: Esperanto im Netzmagazin Cicero, Bitte um Reaktionen Antworten mit Zitat

Ein französischer Esperanto-Freund machte mich darauf aufmerksam, dass ein Interview mit mir im Netzmagazin Cicero erschienen ist. Erwähnt ist auch EsperantoLand, und die Vornamen von Helmut und Lu tauchen auf.

Insgesamt hat die Verfasserin, eine noch sehr junge Dame, ihre Sache nicht schlecht gemacht, wenn auch, wie das immer der Fall ist, nicht alles so wörtlich meine Ausdrucksweise war.

Aber alle wichtigen Punkte sind m.E. nach im Kern richtig rübergekommen.

Man kann wie üblich reagieren, und ich bitte alle Leser, das eifrig zu tun. Aus der Menge der Reaktionen schließt die Redaktion immer, wie wichtig das Thema fürs Publikum ist und ob man sich künftig da noch weiter mit beschäftigen sollte.

Ob man da nur positiv oder auch kritisch reagiert, ist zweitrangig.

Wir sollten auch verfolgen, ob die üblichen Ätz-Kommentare von Außenstehenden abgegeben werden. Eine Diskussion bläht die Menge der Reaktionen erst richtig auf. Unnötig zu sagen, dass man dabei sehr höflich und keineswegs fanatisch auftreten sollte; manchmal kann man auch eine nicht ganz richtige Behauptung lieber stehen lassen als gegen jede Kleinigkeit mit Feuereifer anzugehen.

Adresse:
http://www.cicero.de/97.php?ress_id=9&item=2789
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Rudolf
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Lu Wunsch-Rolshoven
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BeitragVerfasst am: Mi Aug 20, 2008 3:59 pm    Titel: "Elitesprache auf dem Vormarsch" Antworten mit Zitat

Schön, dass sich nun auch "Cicero" für Esperanto interessiert hat. Die Titelzeile mit "... auf dem Vormarsch" ist super, dafür haben in meinen Augen die Journalisten zehn Bemerkungen à la "Elitesprache" frei. (Wobei ich sagen muss, dass ich nicht wirklich was gegen das Konzept Elitesprache habe: Zum einen zählt natürlich jeder zu einer Art Elite, der eine Fremdsprache gut spricht; bei Esperanto ist es halt so, dass die "normalen" Muttersprachler fehlen. Zum anderen würden wir zwar viel Unfreundlichkeiten ernten, wenn sich tatsächlich Esperanto als "Elitesprache" in das Verständnis der Öffentlichkeit eingraben würde - aber wir würden auch mächtig Zulauf erhalten, von Leuten, die wirklich inhaltlich was zu sagen haben.)

An dem, was die Journalistin geschrieben hat, will ich nicht viel kritisieren. Allerdings hat nach meiner Einschätzung das Internet bereits die zweite Welle einer Renaissance des Esperanto eingeleitet - die erste begann in den sechziger und siebziger Jahren mit den zunehmenden Reisemöglichkeiten in Europa, Jugendtreffen, Musik, Freundschaften-Liebschaften-Muttersprachler usw. Das Internet hat durch seine zweite Welle der Internationalisierung und Kostenreduzierung natürlich nochmal erheblichen Schwung dazugegeben.
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esocom
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BeitragVerfasst am: So Sep 07, 2008 2:30 pm    Titel: Echo in ipernity Antworten mit Zitat

Für diejenigen, die Esperanto können: Über das Interview gibt es ein interessantes Echo bei ipernity (mehr als 1200 EsperantosprecherInnen) auf Esperanto: http://www.ipernity.com/group/lingvokajsocio/discuss/18473
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gasto
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BeitragVerfasst am: Mo Sep 08, 2008 8:24 am    Titel: Herr Fischer und das Prager Manifest Antworten mit Zitat

In dem Interview hat Cicero gefragt: "Herr Fischer, glauben Sie wirklich, dass Esperanto zur Weltsprache werden kann?"

Fischer: "Nein, das wäre größenwahnsinnig. Das Wesentliche ist meiner Ansicht nach, diese internationale Gesinnung zu verbreiten: da ist eine Sprache, die steht symbolisch für das Gefühl, eine Menschheit zu sein, und die bietet eine Verständigungsmöglichkeit, bei der alle gleichberechtigt sind."

In dem Prager Manifest http://www.esperanto.de/gea/manifest.html auf den Seiten des Deutschen Esperanto-Bundes steht: "Die Ziele der Esperantosprechenden haben bis heute nichts an Gewicht oder an Aktualität verloren. Denn selbst ein weltweiter Gebrauch einiger Nationalsprachen, weitere Fortschritte in der Kommunikationstechnologie oder die Entwicklung neuer Methoden des Sprachunterrichts werden die folgenden Grundsätze, die wir für eine gerechte und wirksame Sprachenpolitik in der Welt für unabdingbar halten, nicht verwirklichen können".

Heisst eigentlich das Prager Manifest, dass Esperanto Weltsprache werden soll?


Geändert am Do Sep 11, 2008 4:09 pm von gasto
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gasto
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BeitragVerfasst am: Do Sep 11, 2008 4:08 pm    Titel: Das Prager Manifest und Herr Fischer Antworten mit Zitat

Ich bitte um Verzeihung, wenn ich da nochmal nachfrage - irgendwie bringe ich die Aussage des Prager Manifests und die von Herrn Fischer nicht recht zusammen. Kann mir da jemand weiterhelfen?
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Rudolf Fischer
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BeitragVerfasst am: Do Sep 11, 2008 4:41 pm    Titel: Re: Das Prager Manifest und meine Aussage zur Weltsprache Antworten mit Zitat

gasto hat Folgendes geschrieben:
Ich bitte um Verzeihung, wenn ich da nochmal nachfrage - irgendwie bringe ich die Aussage des Prager Manifests und die von Herrn Fischer nicht recht zusammen. Kann mir da jemand weiterhelfen?


Zunächst möchte ich darauf hinweisen, dass ich "Weltsprache" in dem Sinne gemeint habe, dass buchstäblich jeder Mensch auf der Welt sie spricht. Dieses Ziel ist für keine Sprache erreichbar, für Esperanto nicht, aber für Englisch oder Chinesisch auch nicht. Wenn die Esperantobewegung vielleicht im Anfang ihrer Geschichte so naiv war, das als Ziel zu setzen, hat sie sich damals getäuscht. Ich glaube das aber nicht, Zamenhof war kein Dummkopf.

Wer uns immer wieder nachsagt, wir warteten nur auf den Sankt-Nimmerleins-Tag, an dem alle Menschen Esperanto sprechen, der irrt sich oder er will uns lächerlich machen.

Das sollte uns nicht davon abhalten, unsere Ziele zu verfolgen. Fünf davon sind konkret im Prager Manifest genannt. Sie stecken die Richtungen ab, in der wir Fortschritte machen wollen. Das ist völlig in Ordnung, und ich bin einer der Mitunterzeichner.

Aber niemand wird diese Ziele erst dann für erreicht erklären, wenn sie weltweit überall und ausnahmslos verwirklicht sind. Das wird auch nirgendwo im Prager Manifest angesprochen. Das Wort Weltsprache kommt naturgemäß auch nicht vor.

Ich sehe also keine Probleme.

Die deutsche Fassung des Prager Manifests kann man unter
http://www.esperanto.de/deb/manifest.html
nachlesen.
_________________
Rudolf
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gasto
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BeitragVerfasst am: Do Sep 11, 2008 7:29 pm    Titel: Der Begriff "Weltsprache" und die Ziele im Prager Antworten mit Zitat

Rudolf Fischer hat Folgendes geschrieben:

Zunächst möchte ich darauf hinweisen, dass ich "Weltsprache" in dem Sinne gemeint habe, dass buchstäblich jeder Mensch auf der Welt sie spricht.


Das hieße dann, dass es heute keine "Weltsprache" gibt und dass es eine solche auch in der Geschichte noch nie gegeben hat. Das ist natürlich eine andere Definition von "Weltsprache", als sie beispielsweise in der Wikipedia benutzt wird. Danach gibt es derzeit neun Weltsprachen, die u.a. mehr als 100 Millionen Sprecher haben. Vielleicht sollte man Cicero mitteilen, dass die Antwort sich auf eine andere Definition von "Weltsprache" bezog als die übliche.

Rudolf Fischer hat Folgendes geschrieben:

Das sollte uns nicht davon abhalten, unsere Ziele zu verfolgen. Fünf davon sind konkret im Prager Manifest genannt. Sie stecken die Richtungen ab, in der wir Fortschritte machen wollen. Das ist völlig in Ordnung, und ich bin einer der Mitunterzeichner.


Welche fünf "Ziele" sind das? Die Punkte 1 bis 7 werden im Prager Manifest ja als "die folgenden Grundsätze" bezeichnet - im Gegensatz zu den "Zielen" der Esperantosprechenden, die nach dem Satz davor nichts an Aktualität verloren haben. Meint "Ziele" und "Grundsätze" in dem Text dasselbe oder etwas anderes?

Rudolf Fischer hat Folgendes geschrieben:

Aber niemand wird diese Ziele erst dann für erreicht erklären, wenn sie weltweit überall und ausnahmslos verwirklicht sind.


Wann in etwa kann man denn diese Ziele für erreicht erklären? Ist das vielleicht unterschiedlich je nach Ziel?
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Rudolf Fischer
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BeitragVerfasst am: Mo Sep 15, 2008 9:40 am    Titel: Re: Der Begriff "Weltsprache", Prager Manifest Antworten mit Zitat

gasto hat Folgendes geschrieben:
Rudolf Fischer hat Folgendes geschrieben:

Zunächst möchte ich darauf hinweisen, dass ich "Weltsprache" in dem Sinne gemeint habe, dass buchstäblich jeder Mensch auf der Welt sie spricht.
Das hieße dann, dass es heute keine "Weltsprache" gibt und dass es eine solche auch in der Geschichte noch nie gegeben hat.
So ist es. Diese Definition von "Weltsprache" existiert nur in der Fantasie mancher, die den Esperantosprechenden das als Ziel unterjubeln möchten.
gasto hat Folgendes geschrieben:
Das ist natürlich eine andere Definition von "Weltsprache", als sie beispielsweise in der Wikipedia benutzt wird. Danach gibt es derzeit neun Weltsprachen, die u.a. mehr als 100 Millionen Sprecher haben. Vielleicht sollte man Cicero mitteilen, dass die Antwort sich auf eine andere Definition von "Weltsprache" bezog als die übliche.
Weiß Cicero schon. Schließlich ist das Interview ja wesentlich ausführlicher gewesen, und die veröffentlichten Zeilen sind nur eine äußerst knappe Zusammenfassung, wobei manches dann eben zu sehr verkürzt wird.
gasto hat Folgendes geschrieben:
Welche fünf "Ziele" sind das? Die Punkte 1 bis 7 werden im Prager Manifest ja als "die folgenden Grundsätze" bezeichnet - im Gegensatz zu den "Zielen" der Esperantosprechenden, die nach dem Satz davor nichts an Aktualität verloren haben. Meint "Ziele" und "Grundsätze" in dem Text dasselbe oder etwas anderes?
Damit ist wohl dasselbe gemeint. Im Deutschen verwendet man ja gern synonyme Begriffe, um Wiederholungen zu vermeiden. Darunter leidet dann das Verständnis. Lesen Sie sich den Text nochmal langsam durch, dann wird''s sicher klar.
Rudolf Fischer hat Folgendes geschrieben:
Aber niemand wird diese Ziele erst dann für erreicht erklären, wenn sie weltweit überall und ausnahmslos verwirklicht sind.
gasto hat Folgendes geschrieben:
Wann in etwa kann man denn diese Ziele für erreicht erklären?
Das ist sehr subjektiv. Jedenfalls nicht erst, wenn Esperanto "Weltsprache" im genannten speziellen Sinn geworden ist.
gasto hat Folgendes geschrieben:
Ist das vielleicht unterschiedlich je nach Ziel?

Ja, das haben Sie ganz richtig erkannt.
_________________
Rudolf
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gasto
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BeitragVerfasst am: Mo Sep 15, 2008 2:03 pm    Titel: Re: Der Begriff "Weltsprache", Prager Manifest Antworten mit Zitat

Rudolf Fischer hat Folgendes geschrieben:
Diese Definition von "Weltsprache" [buchstäblich jeder Mensch auf der Welt spricht sie] existiert nur in der Fantasie mancher, die den Esperantosprechenden das als Ziel unterjubeln möchten.

Gehen Sie davon aus, dass die Wikipedia-Seite zu "Weltsprache" von Leuten geschrieben wurde, die den Esperantosprechenden als Ziel unterjubeln möchten, dass eines Tages jeder Mensch auf der Welt Esperanto spricht? Dieser Text erwähnt erst ganz unten "Welthilfssprachen" (bzw. Plansprachen).

Zum "Unterjubeln": Auf der Seite Fragen zur Anwendung des Esperanto der Deutschen Esperanto-Jugend, Jugendorganisation des Deutschen Esperanto-Bundes, kann man als Frage lesen: "Warum spricht heute nicht jeder Esperanto?" In der Antwort steht nichts davon, das sei kein Ziel und werde den Esperantosprechern als solches untergejubelt.

Vgl. auch auf den Seiten der Deutschen Esperanto-Bibliothek die Darstellung der FAME-Stiftung: "Durch deren Anwendung als eine Zweitsprache für jeden" (...).

Im Forum der Süddeutschen Zeitung, jetzt.de, schrieben Sie am 5. 6. 2008: "'Zweitsprache für jeden': Dieses Ziel ist in unabsehbarer Ferne, wie richtig geschildert wurde." Wenn Sie der Auffassung sind, dass das Ziel den Esperantosprechenden untergejubelt wird - an dieser Stelle hätte man doch darauf hinweisen können. In der Formulierung "Dieses Ziel" kann der Leser vermuten, es sei zwar weit weg, aber doch immer noch ein Ziel für Sie.

Rudolf Fischer hat Folgendes geschrieben:
gasto hat Folgendes geschrieben:
Welche fünf "Ziele" sind das? Die Punkte 1 bis 7 werden im Prager Manifest ja als "die folgenden Grundsätze" bezeichnet - im Gegensatz zu den "Zielen" der Esperantosprechenden, die nach dem Satz davor nichts an Aktualität verloren haben. Meint "Ziele" und "Grundsätze" in dem Text dasselbe oder etwas anderes?
Damit ist wohl dasselbe gemeint. Im Deutschen verwendet man ja gern synonyme Begriffe, um Wiederholungen zu vermeiden. Darunter leidet dann das Verständnis. Lesen Sie sich den Text nochmal langsam durch, dann wird''s sicher klar.

Bisher sah ich eigentlich die Begriffe "Ziele" und "Grundsätze" nicht als synonym an (im Esperanto-Text meine ich "celoj" und "principoj" zu finden). Insofern hat auch langsames Durchlesen nicht geholfen. Aber vielleicht sind diese Wörter ja in Esperanto nicht so genau definiert.

gasto hat Folgendes geschrieben:
Wann in etwa kann man denn diese Ziele für erreicht erklären?

Rudolf Fischer hat Folgendes geschrieben:
Das ist sehr subjektiv. Jedenfalls nicht erst, wenn Esperanto "Weltsprache" im genannten speziellen Sinn geworden ist.

Was ist denn Ihre (subjektive) Auffassung?


Geändert am Mo Sep 15, 2008 2:05 pm von gasto
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gasto
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BeitragVerfasst am: Mo Sep 15, 2008 5:02 pm    Titel: "Jeder soll (...) Esperanto (...) sprechen." Antworten mit Zitat

Gerade hat die dpa mal wieder einem Esperantosprechenden (Karl Heinz Schaeffer, Leiter der Deutschen Esperanto-Bibliothek) zwei Sätze "untergejubelt", in denen davon die Rede ist, dass "alle Menschen eine Sprache" sprechen sollen bzw. "Jeder (...) zusätzlich Esperanto":

«Sprachen werden von Regierungen durchgesetzt. Wenn die Politik nicht dahintersteht, setzt sich eine Sprache auch nicht durch», sagt Schaeffer überzeugt und bedauert es zugleich. Würden alle Menschen eine Sprache sprechen, gebe es wohl auch weniger Kriege und Krisen, vermutet er.

«Jeder soll seine Heimatsprache und zusätzlich Esperanto als neutrale Verständigungssprache sprechen.»

Mitteldeutsche Zeitung sowie Volksstimme.
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Rudolf Fischer
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BeitragVerfasst am: Mo Sep 15, 2008 10:30 pm    Titel: Re: Wie ich schon am 4.2.2007 sagte ... Antworten mit Zitat

gasto hat Folgendes geschrieben:
Gehen Sie davon aus, dass die Wikipedia-Seite zu "Weltsprache" von Leuten geschrieben wurde, die den Esperantosprechenden als Ziel unterjubeln möchten, dass eines Tages jeder Mensch auf der Welt Esperanto spricht?
Nein, wie kommen Sie denn auf solche abwegigen Vermutungen?
gasto hat Folgendes geschrieben:
Zum "Unterjubeln": Auf der Seite Fragen zur Anwendung des Esperanto der Deutschen Esperanto-Jugend, Jugendorganisation des Deutschen Esperanto-Bundes, kann man als Frage lesen: "Warum spricht heute nicht jeder Esperanto?" In der Antwort steht nichts davon, das sei kein Ziel und werde den Esperantosprechern als solches untergejubelt.
Da sehen Sie mal, was die Jugend von mir noch lernen kann.
gasto hat Folgendes geschrieben:
Vgl. auch auf den Seiten der Deutschen Esperanto-Bibliothek die Darstellung der FAME-Stiftung: "Durch deren Anwendung als eine Zweitsprache für jeden" (...).
"... für potenziell jeden ..." ist wohl gemeint, soweit man dieses Textfragment überhaupt deuten kann.
gasto hat Folgendes geschrieben:
Im Forum der Süddeutschen Zeitung, jetzt.de, schrieben Sie am 5. 6. 2008: "'Zweitsprache für jeden': Dieses Ziel ist in unabsehbarer Ferne, wie richtig geschildert wurde."
Oha! Sie scheinen sich als ein heimlicher Biograph von mir zu entpuppen, ich bin geschmeichelt.
gasto hat Folgendes geschrieben:
Wenn Sie der Auffassung sind, dass das Ziel den Esperantosprechenden untergejubelt wird - an dieser Stelle hätte man doch darauf hinweisen können. In der Formulierung "Dieses Ziel" kann der Leser vermuten, es sei zwar weit weg, aber doch immer noch ein Ziel für Sie.
Machen Sie sich da keine Gedanken. Ich bin sicher, Sie werden in Ihrer Biographie über mich den Leser davon überzeugen können, dass und warum ich an dieser Stelle gar nichts anderes sagen konnte. Ich verlasse mich da ganz auf Sie.
gasto hat Folgendes geschrieben:
gasto hat Folgendes geschrieben:
Wann in etwa kann man denn diese Ziele für erreicht erklären?
Rudolf Fischer hat Folgendes geschrieben:
Das ist sehr subjektiv. Jedenfalls nicht erst, wenn Esperanto "Weltsprache" im genannten speziellen Sinn geworden ist.
Was ist denn Ihre (subjektive) Auffassung?
Denken Sie an das, was ich am 4.2.2007 dazu gesagt habe, ich möchte mich da nicht wiederholen. Laughing

So, und nun mal ernst. Ich weiß nicht, wie lange die Leser hier geneigt sind, dieser von Ihnen inszenierten Posse weiter zu folgen. Es ist ja inzwischen offenbar, dass Sie hier nicht auf einen konstruktiven Dialog aus sind, sondern mit recht kindischer Wortklauberei verschiedenen Esperanto-Sprechenden etwas anhängen wollen. Warum, ist mir schleierhaft.

Das Ganze auch noch unter dem Schutz der Anonymität. Wenn Sie eine echte Diskussion möchten, geben Sie sich mit Ihrem Namen zu erkennen und sagen Sie klipp und klar, was Sie möchten und meinen. Sie bekommen dann von mir eine ernsthafte Antwort.
_________________
Rudolf
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gasto
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BeitragVerfasst am: Mo Sep 15, 2008 11:21 pm    Titel: Widersprüchlichkeiten Antworten mit Zitat

Es ist insgesamt nicht so recht klar, was die Esperantoverbände letztlich eigentlich wollen. Google findet im Netz 13 Stellen für Esperanto+"Zweitsprache für jeden", bei den verschiedensten Esperanto-Verbänden. Damit wäre dann Esperanto "Weltsprache" nach Ihrer Definition. Sie verkünden hingegen, dass ein solches Ziel nicht erreichbar wäre. Ich sehe das als Widerspruch und hätte mich gefreut, wenn Sie den geklärt hätten. Vielleicht ist es ja so, dass in den Esperanto-Verbänden der eine dies Ziel hat, der andere jenes und beide stellen ihre Ziele der Öffentlichkeit dar. Ok. Wenn Sie meinen, dass man so die Öffentlichkeit überzeugt...

Ich bin kein heimlicher Biograph von irgendjemandem, sondern ein offener Google-Nutzer, dem dabei halt auch gewisse Widersprüche in den Aussagen auffallen. Die Tatsache, dass Sie auf Fragen nur ausweichend antworten, lässt sich auch durch Witze geringer Preisklasse nicht verdecken. Unfreundlichkeiten helfen da auch nicht weiter. Sodass ich die Diskussion beende, da offensichtlich nicht zu erwarten ist, dass Sie noch interessante inhaltliche Aussagen machen werden.
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Bernardo
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BeitragVerfasst am: Mo Sep 15, 2008 11:45 pm    Titel: Re: Widersprüchlichkeiten Antworten mit Zitat

gasto hat Folgendes geschrieben:
....Vielleicht ist es ja so, dass in den Esperanto-Verbänden der eine dies Ziel hat, der andere jenes und beide stellen ihre Ziele der Öffentlichkeit dar. Ok.


Das wird aus meiner Sicht wohl so sein.

gasto hat Folgendes geschrieben:
Wenn Sie (gemeint war Rudolf Fischer) meinen, dass man so die Öffentlichkeit überzeugt...


Meine ich nicht und hoffentlich auch kein anderer einigermaßen mit Politik und Öffentlichkeitsarbeit vertrauter Mensch. Unabhängig davon glaube ich auch nicht, daß daran irgend einer was daran ändern könnte, egal ob einer das will oder nicht. Auch Rudolf Fischer nicht !! Mit manchen Begebenheiten muß man halt leben.

Schuld daran ist, daß es in Esperantujo sehr viele Individualisten gibt, von denen jeder am liebsten nochmal einen eigenen Klub gründet und eigene Ziele verkündet. Daran kann man ja bekanntlich in einer Demokratie auch keinen daran hindern.

Ich habe mal bei einem Weltkongreß in Prak bei der "konversacia rondo" das Problem vorgetragen, da habe ich die Antwort bekommen, daß sich das Problem beseitigen oder zumindest mildern würde, wenn Esperanto irgendwann einmal mehr Zuspruch erfahren würde. Ich denke, daß derjenige der diese Antwort gegeben hat, recht hat.

Solange das aber so ist wie es ist, sollte man sich nicht mit Aussagen von Hinz und Kunz abgeben, sondern mit dem was die UEA beschließt und verkündet. Rudolf hat dazu ausführlich Stellung genommen, wie er diese Aussagen versteht. Ich meine, damit sollten wir dann auch mal das Thema wieder schließen.

Wie heißt es so schön ? Getretner Quark, macht breit nicht stark !!!

Schöne Grüße
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Bernhard Maurer, en Esperantujo nomita Bernardo
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Geändert am Di Sep 16, 2008 12:57 pm von Bernardo
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Lu Wunsch-Rolshoven
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BeitragVerfasst am: Mi Sep 17, 2008 9:59 am    Titel: Re: Widersprüchlichkeiten Antworten mit Zitat

gasto hat Folgendes geschrieben:
(...), dass man so die Öffentlichkeit überzeugt...

Bernardo hat Folgendes geschrieben:
Meine ich nicht und hoffentlich auch kein anderer einigermaßen mit Politik und Öffentlichkeitsarbeit vertrauter Mensch. Unabhängig davon glaube ich auch nicht, daß daran irgend einer was daran ändern könnte, egal ob einer das will oder nicht.

Bernardo hat Folgendes geschrieben:
(Einer hat gesagt) , daß sich das Problem beseitigen oder zumindest mildern würde, wenn Esperanto irgendwann einmal mehr Zuspruch erfahren würde.


In der Summe sieht mir das nach einem ernsten Problem aus - ich fasse mal zusammen: Man kann (aus dem besagten Grunde) derzeit die Öffentlichkeit nicht überzeugen - und das Thema wird sich erst erledigen, wenn Esperanto mehr Zuspruch erfährt. Das heißt also, dass man derzeit nicht voran kommt aus einem Grunde, der erst beseitigt ist, wenn man vorangekommen ist. Das wäre eher schade, weil ausweglos...

Ich glaube das übrigens nicht.
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Bernardo
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BeitragVerfasst am: Mi Sep 17, 2008 12:38 pm    Titel: Re: Widersprüchlichkeiten Antworten mit Zitat

Lu Wunsch-Rolshoven hat Folgendes geschrieben:
In der Summe sieht mir das nach einem ernsten Problem aus - ich fasse mal zusammen: Man kann (aus dem besagten Grunde) derzeit die Öffentlichkeit nicht überzeugen - und das Thema wird sich erst erledigen, wenn Esperanto mehr Zuspruch erfährt. Das heißt also, dass man derzeit nicht voran kommt aus einem Grunde, der erst beseitigt ist, wenn man vorangekommen ist. Das wäre eher schade, weil ausweglos...

Ich glaube das übrigens nicht.


Ich würde mit großem Interesse hören (lesen), wie Du das Problem lösen willst oder wie Du denkst, daß sich dieses Problem auflöst. Es wäre ja schön, wenn Du recht hättest.

Aus meiner Sicht müßte ein Wunder von der Größenordnung eines Gorbatschow kommen, der soviel Einfluß auf alle Esperantisten hätte und auch über Geld verfügt, und der alle Esperantisten überzeugt, von dieser verdammten Kleinstaaterei und Seperatismus abzulassen und eine schlagkräftige, professionell arbeitende, nach allen Seiten offene und parteipolitisch neutrale Organisation zu gründen in der jeder Mitglied ist, der sich in die Esperanto-Bewegung einreihen will. Untergliederungen, Fach- und Interessengruppen alles unter einem Dach.

Es ist durchaus meine Vision, aber ich glaube nicht, daß ich das noch erlebe.

Schöne Grüße
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Bernhard Maurer, en Esperantujo nomita Bernardo
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