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Lu Wunsch-Rolshoven
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BeitragVerfasst am: Mi Sep 17, 2008 1:21 pm    Titel: Re: Widersprüchlichkeiten Antworten mit Zitat

Bernardo hat Folgendes geschrieben:
Ich würde mit großem Interesse hören (lesen), wie Du das Problem lösen willst oder wie Du denkst, daß sich dieses Problem auflöst. Es wäre ja schön, wenn Du recht hättest.


Ich nehme nicht an, dass die vielen unterschiedlichen Auffassungen zu Esperanto ein ernstes Problem sind. Man kann ruhig offen sagen, dass es eben eine Reihe von Vorstellungen gibt. Ich denke, es kommt darauf an, dass man selbst eine klare und glaubwürdige Vorstellung vermittelt - am besten hat auch noch die Organisation, die man vertritt, eine solche. (Ob eine Resolution, die "Prinzip" und "Ziel" synonym benutzt, in diese Kategorie gehört, das mag jeder selbst entscheiden.)

Man kann nicht erreichen, dass alle Esperantosprecher die eigene Auffassung teilen - aber man kann innerhalb einer Organisation eine gemeinsame Basis der Öffentlichkeitsarbeit festlegen (und klar umrissene Ziele, Wege und Prinzipien). Das bedeutet allerdings, dass man in einer solchen Vereinigung dann auf einige Leute verzichten muss - was nicht in jedem Fall ein schwerer Verlust ist... Bis auf weiteres gehe ich jedenfalls davon aus, dass jemand, der was von "Esperanto als Zweitsprache für jeden" in der Öffentlichkeit verkünden möchte, wohl im Rahmen anderer Organisationen besser aufgehoben ist als bei EsperantoLand. Das sollte unsere Botschaft nicht sein.

Das gilt im übrigen, obwohl ich selbst das Ziel von "Esperanto als Weltsprache" (d. h. z.B. 100 Millionen Sprecher) keinesfalls für größenwahnsinnig halte. Jedenfalls nicht für größenwahnsinniger als etwa das Ziel, aus fünf schmalen Broschüren eine Sprache entstehen zu lassen, die zumindest hunderttausend Menschen auf der ganzen Welt in allen möglichen Lebensbereichen sprechen. Oder das entsprechende Ziel von Microsoft in den Gründungsjahren... Die nächste Vertausendfachung der Zahl der Esperantosprecher werden wir natürlich nicht in ein paar Jahren schaffen - bei sieben Prozent Wachstum pro Jahr braucht es hundert Jahre. Manches deutet erfreulicherweise darauf hin, dass man die sieben Prozent übertreffen kann, wenn man es geschickt anstellt, vgl. die Entwicklung der Treffen in Deutschland in den siebziger und achtziger Jahren, siehe Wikipedia, Statistiko de Esperantujo. Leider ist es damals nicht gelungen, daraus eine Dauereinrichtung zu machen. Na gut, versuchen wir es halt noch einmal.

Nach meiner Auffassung kommt es darauf an, dass man die heutige Wirklichkeit des Esperanto so häufig wie möglich neutral oder positiv in die Medien bringt. Je mehr vernünftige Berichte und Texte es gibt, desto unerheblicher sind Thesen wie "Esperanto als Zweitsprache für jeden". Extremisten und Leute, die nicht so gerne bis ins Detail denken, hat jede Sprachgemeinschaft, das weiß die Außenwelt auch.

Bernardo hat Folgendes geschrieben:
(...) von dieser verdammten Kleinstaaterei und Seperatismus abzulassen und eine schlagkräftige, professionell arbeitende, nach allen Seiten offene und parteipolitisch neutrale Organisation zu gründen in der jeder Mitglied ist, der sich in die Esperanto-Bewegung einreihen will. Untergliederungen, Fach- und Interessengruppen alles unter einem Dach.


Diese Vision, alle in einem Verein, teile ich nicht. In den fünfziger und sechziger Jahren hat Ivo Lapenna das in starkem Maße erreicht - das Ergebnis war ganz einfach Dauer-Stagnation! Es lassen sich eben die Menschen nicht so gerne erzählen, was sie zu tun haben, noch viel weniger, wenn es um ihre Freizeit geht. Außerdem besteht bei einer einzigen Organisation das Risiko, dass der Weg nicht erfolgreich ist. So haben ja die Bemühungen von Lapenna bei Unesko und UN wenig mehr als schöne Worte erbracht. Bei zwei Organisationen mit jeweils einem eigenen Weg ist die Chance etwas größer, dass wenigstens einer ein wenig funktioniert.

Ich bin sehr der Auffassung, dass wir eine "schlagkräftige, professionell arbeitende" Organisation brauchen und ich bemühe mich, EsperantoLand in dieser Hinsicht zu entwickeln. Eine solche Organisation wird allerdings nicht dadurch professioneller oder schlagkräftiger, dass "jeder" in ihr Mitglied ist - manchmal eher im Gegenteil. (Im übrigen denke ich, dass die derzeitige Organisationsstruktur der UEA mit Landesverbänden dem Prinzip von Esperanto, den internationalen Austausch zu fördern, zuwider läuft. Esperanto-Vereinigungen sollten soweit wie möglich den internationalen Kontakt fördern, nicht den nationalen.)

Die Fach- und Interessensgruppen sollten unabhängig sein, damit eine möglichst große Vielfalt erreicht wird. Je vielfältiger die Esperanto-Sprachgemeinschaft ist, desto mehr Leute werden irgendwo in ihr ein Plätzchen finden, an dem sie sich wohl fühlen. Wenn hingegen z. B. alle Organisationen (partei-)politisch neutral sind, dann haben wir schon mal keinerlei Chance, diejenigen Leute zu Esperanto zu bringen, die eine klare politische Auffassung haben und die auch im Rahmen ihrer Esperanto-Tätigkeit vertreten wollen. Nein, SAT bietet hier kein Modell, da SAT politisch festgelegt ist, nämlich nach links. Wer politisch in der Mitte steht und darüber auch reden oder schreiben möchte, der hat derzeit in der Esperanto-Sprachgemeinschaft jedenfalls keine organisatorische Heimat. Monato alleine kann auch nicht alles löten.
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hans
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BeitragVerfasst am: Fr Sep 19, 2008 5:13 pm    Titel: Diskussion im Cicero Antworten mit Zitat

Die Diskussion hier ist ja interessant. Aber sie wird mir zu kompliziert!

Habe mir das Interview durchgelesen. Fand auch, wie man reagieren kann. Aber:
Wie finde ich die ganzen Diskussionstexte zu dem Interview?
Hans
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Rudolf Fischer
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BeitragVerfasst am: Sa Okt 11, 2008 8:13 pm    Titel: Durchaus internationaler Austausch Antworten mit Zitat

Lu Wunsch-Rolshoven hat Folgendes geschrieben:
Im übrigen denke ich, dass die derzeitige Organisationsstruktur der UEA mit Landesverbänden dem Prinzip von Esperanto, den internationalen Austausch zu fördern, zuwider läuft. Esperanto-Vereinigungen sollten soweit wie möglich den internationalen Kontakt fördern, nicht den nationalen.)

Die Organisation nach Landesverbänden spiegelt die weltpolitische und -organisatorische Struktur wider. Außenwerbung, -information und -agitation muss natürlich nach Sprachen orientiert sein, und deren Grenzen werden oft durch Landesgrenzen markiert. Vereinigungen, die eine gesellschaftliche Rolle spielen oder staatliche Vergünstigungen haben wollen, müssen sich nach nationalem Recht orientieren. (Das ist bei EsperantoLand nicht anders, das ist doch rechtlich ein deutscher Verein, oder nicht?)

Dennoch liegt das Schwergewicht der Bemühungen durchaus auf einem internationalen Austausch:
- Es gibt doch wohl kein Treffen, egal auf welcher Ebene, bei dem man sich nicht bemüht, es möglichst international zu machen.
- "Esperanto aktuell" erscheint in Österreich genau so wie in Deutschland. Abonnements werden weltweit angeboten.
- Der nächste Deutsche Esperanto-Kongress ist ein europäischer. Zum übernächsten in Kaiserslautern sind besonders die Franzosen und Luxemburger als Mitorganisatoren eingeladen.
- Der Deutsche Esperanto-Bund organisiert Rundreisen ausländischer Esperanto-Freunde http://turneoj.wikispaces.com
- Die Mitgliedschaft im D.E.B. ist nicht territorial begrenzt. Wo jemand aus dem Ausland es für sinnvoll hält, im D.E.B. Mitglied zu sein, da kann er es selbstverständlich.
usw. usf.

Die Aufteilung in Landesverbände hat rein organisatorische Gründe. Daraus den Vorwurf eines fehlenden internationalen Austausches abzuleiten, ist sehr einäugig.
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Rudolf


Geändert am Sa Okt 11, 2008 8:13 pm von Rudolf Fischer
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Lu Wunsch-Rolshoven
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BeitragVerfasst am: Di Okt 14, 2008 5:04 pm    Titel: Mehr internationaler Austausch wäre möglich Antworten mit Zitat

Lu Wunsch-Rolshoven hat Folgendes geschrieben:
Im übrigen denke ich, dass die derzeitige Organisationsstruktur der UEA mit Landesverbänden dem Prinzip von Esperanto, den internationalen Austausch zu fördern, zuwider läuft. Esperanto-Vereinigungen sollten soweit wie möglich den internationalen Kontakt fördern, nicht den nationalen.


Rudolf Fischer hat Folgendes geschrieben:
Die Aufteilung in Landesverbände hat rein organisatorische Gründe. Daraus den Vorwurf eines fehlenden internationalen Austausches abzuleiten, ist sehr einäugig.


Einen solchen Vorwurf habe ich nicht gemacht, s.o. Ich bitte daher darum, auch in Zukunft zweiäugig bleiben zu dürfen...

Ich denke, durch eine regional internationale Struktur könnte man mit Leichtigkeit mehr internationalen Austausch erreichen.

Nach meinem Verständnis kann man auch eine doppelte Organisationsstruktur haben, je nach Bereich. Esperanto-Anwendung (Treffen u.ä.) z. B. in einer westdeutsch-niederländisch-belgisch-nordfranzösischen Organisation - Öffentlichkeitsarbeit in einer deutschsprachigen Gruppe für Deutschland, Österreich und die Deutschschweiz. Wenn man sich mal einen Jahresbericht des Deutschen Esperanto-Bundes ansieht, dann gibt es da eine ganze Menge, was man auch gemeinsam mit Esperantosprechern aus anderssprachigen Ländern (in Esperanto) organisieren könnte.

Die internationalen Konzerne machen das wohl mittlerweile so, ich habe mal einen längeren Artikel über ABB gelesen. Bei ABB kann man die Beschreibung der Vorstandsposten nachlesen (z. B. Peter Smits, Leiter der Region Zentraleuropa Zentraleuropa und Vorstandsvorsitzender der ABB AG). Herr Smits ist also sowohl für eine internationale Region zuständig als auch - um die nationalen Regeln zu erfüllen - Leiter der deutschen Organisation.

Bei den Esperanto-Zeitschriften wäre denkbar, dass man esperantosprachige Ausgaben an eine Leserschaft in mehreren Ländern sendet, während der nationale Teil nur in das oder die Länder mit der entsprechende Sprache gehen. (Wobei ich am Rande erzählen möchte, dass mir vor kurzem ein frisch gebackener Esperantosprecher gesagt hat, er könne nicht verstehen, warum es überhaupt deutschsprachige Artikel in "Esperanto aktuell" gebe. Nein, diese Position möchte ich nicht weiter verteidigen, nur mitteilen.)

Rudolf Fischer hat Folgendes geschrieben:
- Es gibt doch wohl kein Treffen, egal auf welcher Ebene, bei dem man sich nicht bemüht, es möglichst international zu machen.


Das ist sicher richtig. Allerdings funktioniert halt nicht alles, um das man sich bemüht. Für den Deutschen Esperanto-Kongress in Hamburg vor einem Jahr habe ich es mal ausgezählt - von etwa 174 Teilnehmern auf der Teilnehmerseite waren etwa 28 aus dem Ausland, ungefähr 16 %. Sehr schön - aber mit 84 % deutschen Teilnehmern drängt sich die internationale Anwendung von Esperanto nicht wirklich auf...

Im übrigen ist festzustellen, dass die traditionellen Verbände laufend Mitglieder verlieren. Wenn dann aber jemand etwas erwähnt, was vielleicht zu überdenken wäre, dann wird erläutert, dass doch alles hervorragend geregelt ist. Von mir aus. Aber dann darf man sich nicht wundern, dass sich weitere Strukturen bilden, die auf der Grundlage ihres anderen Verständnisses sinnvoller Organisation und Handlungsweisen agieren.


Geändert am Di Okt 14, 2008 5:19 pm von Lu Wunsch-Rolshoven
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Helmut
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BeitragVerfasst am: Di Okt 14, 2008 6:02 pm    Titel: Re: Mehr internationaler Austausch wäre möglich Antworten mit Zitat

Lu Wunsch-Rolshoven hat Folgendes geschrieben:
Das ist sicher richtig. Allerdings funktioniert halt nicht alles, um das man sich bemüht. Für den Deutschen Esperanto-Kongress in Hamburg vor einem Jahr habe ich es mal ausgezählt - von etwa 174 Teilnehmern auf der Teilnehmerseite waren etwa 28 aus dem Ausland, ungefähr 16 %. Sehr schön - aber mit 84 % deutschen Teilnehmern drängt sich die internationale Anwendung von Esperanto nicht wirklich auf...

Die nationalen Esperanto-Kongresse erfüllen zu einem erheblichen vereinsrechtliche Aufgaben. Das empfinden viele als uninterressant. Da in manchen Ländern die Benutzung der Nationalsprache dabei gesetzlich vorgschrieben ist - zumindestens noch vor nicht allzu langer Zeit - waren solche Veranstaltungen für Ausländer auch wenig attraktiv. Wobei sich bei 2-3 tägigen Veranstaltungen immer die Frage stellt, ob sich für eine so kurze Zeit eine längere Reise für Ausländer lohnt.

Vergangenheitlich haben mehrere Esperantoverbände gemeinsam Veranstaltungen durchgeführt. Mir fallen dabei der German-Franca Esperanto Kongreso 1979 in Straßburg, Trilanda Esperano-Kongreso 1970 in Aachen und einige Europaj Kongresoj ein. Schwierigkeiten tauchten dabei regelmäßig auf, weil satzungsgemäße Sitzungen im Land des Verbandes stattfinden mussten. Daran ist beispielsweise der geplante Deutsch-Französische Esperanto Kongress in Saarbrücken gescheitert (in Reunion wäre es möglich gewesen).
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Rudolf Fischer
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BeitragVerfasst am: Di Okt 14, 2008 6:39 pm    Titel: Re: Mehr internationaler Austausch wäre möglich Antworten mit Zitat

Lu Wunsch-Rolshoven hat Folgendes geschrieben:
Lu Wunsch-Rolshoven hat Folgendes geschrieben:
Im übrigen denke ich, dass die derzeitige Organisationsstruktur der UEA mit Landesverbänden dem Prinzip von Esperanto, den internationalen Austausch zu fördern, zuwider läuft. Esperanto-Vereinigungen sollten soweit wie möglich den internationalen Kontakt fördern, nicht den nationalen.
Rudolf Fischer hat Folgendes geschrieben:
Die Aufteilung in Landesverbände hat rein organisatorische Gründe. Daraus den Vorwurf eines fehlenden internationalen Austausches abzuleiten, ist sehr einäugig.
Einen solchen Vorwurf habe ich nicht gemacht, s.o.


Du musst schon arge Wortklauberei betreiben, um diesen Vorwurf zurückzuweisen. Aber jeder bilde sich selbst ein Urteil, wie dein Zitat zu verstehen ist.

International regionale Arbeit: wird längst gemacht, dazu habe ich einiges erwähnt, z.B. die beiden kommenden "Deutschen" Kongresse.
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Rudolf
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Lu Wunsch-Rolshoven
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BeitragVerfasst am: Di Okt 14, 2008 9:14 pm    Titel: Re: Mehr internationaler Austausch wäre möglich Antworten mit Zitat

Lieber Rudolf, wie üblich in unseren Diskussionen stellen wir in vielen Punkten unterschiedliche Auffassungen fest. So finde ich, es ist ein Unterschied, ob von einem "fehlenden internationalen Austausch" gesprochen wird, oder davon, dass die Struktur "dem Prinzip, den internationalen Austausch zu fördern, zuwider läuft" - was bedeutet, dass die Struktur den Austausch beeinträchtigt. Für dich ist das vielleicht so ziemlich das gleiche, so wie du neulich auch keinen wesentlichen Unterschied zwischen Zielen und Prinzipien gesehen hast.

Unabhängig davon erscheinen mir Pressearbeit und Organisation von Esperanto-Veranstaltungen wichtiger als diese Diskussionen, in denen letztlich vor allem herauskommt, dass wir unterschiedliche Auffassungen haben. Lass uns einfach unsere Arbeit machen, du nach deinen Vorstellungen, ich nach meinen. Die Frage, was in der Praxis besser funktioniert, können wir dann nach der Entwicklung des Deutschen Esperanto-Bunds und von EsperantoLand beurteilen - in den vergangenen Jahren und in der Zukunft.
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Rudolf Fischer
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BeitragVerfasst am: Di Okt 14, 2008 10:14 pm    Titel: Re: Positive Meldungen Antworten mit Zitat

Lu Wunsch-Rolshoven hat Folgendes geschrieben:
Unabhängig davon erscheinen mir Pressearbeit und Organisation von Esperanto-Veranstaltungen wichtiger als diese Diskussionen, in denen letztlich vor allem herauskommt, dass wir unterschiedliche Auffassungen haben.
Es ist sicher auch in diesem Forum normal, dass man verschiedener Meinung ist und verschiedene Seiten zu Wort kommen dürfen.

Ich denke aber auch, wir sollten hier mehr auf interessante Meldungen über Aktionen Wert legen als auf nebulöse Theorien und Thesen, in denen "die anderen Esperanto-Organisationen" kritisiert werden.
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Rudolf
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Rudolf Fischer
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BeitragVerfasst am: Do Okt 16, 2008 1:53 pm    Titel: Zitat zur Bedeutung nationaler Esperanto-Arbeit Antworten mit Zitat

"Se esperantistoj volas agadi por Esperanto je la nivelo de Eŭropa Unio, ili devas agadi antaŭ ĉio je la nacia nivelo, por ke la registaro kaj la eŭropaj parlamentanoj de sia lando decidu favore al Esperanto."

José Augusto Pinto de Sousa, profesia tradukisto en la Konsilio de Ministroj de Eŭropunio en Bruselo, kaj membro de la Esperantista Brusela Grupo, prelegis en La Verda Stelo, Antverpeno, la 18-an de Januaro 2008.

http://ebg.skynetblogs.be/archive-day/20081015
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Geändert am Do Okt 16, 2008 1:53 pm von Rudolf Fischer
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Lu Wunsch-Rolshoven
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BeitragVerfasst am: Do Okt 16, 2008 6:15 pm    Titel: Zur Bedeutung nationaler Esperanto-Arbeit Antworten mit Zitat

Rudolf Fischer hat Folgendes geschrieben:
"Se esperantistoj volas agadi por Esperanto je la nivelo de Eŭropa Unio, ili devas agadi antaŭ ĉio je la nacia nivelo, por ke la registaro kaj la eŭropaj parlamentanoj de sia lando decidu favore al Esperanto."

José Augusto Pinto de Sousa


Esperantosprecher sollen also auf der nationalen Ebene aktiv sein, wenn sie für Esperanto auf der Ebene der Europäischen Union etwas erreichen wollen. Von mir aus - allerdings habe ich zwei Anmerkungen:

- Schon 1910 hat Zamenhof gesagt, dass die Regierungen mit ihrer Hilfe gewöhnlich erst dann kommen, wenn alles schon fertig ist. Ich stimme Zamenhof zu und halte die meiste Esperanto-Arbeit auf der Ebene der Europäischen Union ebenso wie die bei den nationalen Regierungen für wenig erfolgversprechend. Das ist also für mich kein Grund für nationale Esperanto-Arbeit.

- Wenn wir bei Politikern irgend etwas erreichen wollen (und falls jemand annimmt, das ginge), müssen wir erst erreichen, dass die Öffentlichkeit, nach der sie sich weitgehend zu richten pflegen, weiß, worum es sich bei Esperanto handelt. Das ist bisher noch nicht so, man glaubt, dass Esperanto tot sei, es habe keine Kultur usw. Daher ist nach meiner Einschätzung der erste Schritt, auch falls man letztlich politische Arbeit machen möchte, eine Pressearbeit für die breite Öffentlichkeit. (Meiner Liste, warum das nicht gemacht wird, konnte ich jüngst anfügen: "Wir haben so viel mit der Verwaltung unserer Mitglieder zu tun, wir kommen nicht dazu, uns um Pressearbeit zu kümmern.")

Es ist schon richtig, dass Pressearbeit im nationalen (oder lokalen) Rahmen erfolgen muss. Aber man braucht keinen nationalen Verband, um sie zu machen - das geht mit einem örtlichen Verein und mit einem internationalen Verband auch recht gut, wie uns die Geschichte lehrt.
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esocom
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BeitragVerfasst am: Do Okt 16, 2008 10:41 pm    Titel: Esperanto publik machen Antworten mit Zitat

Am besten ist Mundpropaganda. Gegenüber Presse sowieso und auch gegenüber einzelnen (sehr aufwändig!). Es zählt der persönliche Kontakt. Leider berherzige ich das selbst nicht so sehr und hoffe auf Früchte meiner Bemühungen im Internet. Da sich bei all den Bemühungen bald Frust breit macht, soll man besser aufhören, bevor man missionarisch wird. Schnell ist man in der Watchtowerecke. Kleine feine Dosen an die Kunden, angemessen an das eigene feine Lustgefühl Esperanto verbreiten zu wollen.
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Rudolf Fischer
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BeitragVerfasst am: Fr Okt 17, 2008 7:47 am    Titel: Re: Bitte Quelle angeben! Antworten mit Zitat

Lu Wunsch-Rolshoven hat Folgendes geschrieben:
Meiner Liste, warum das nicht gemacht wird, konnte ich jüngst anfügen: "Wir haben so viel mit der Verwaltung unserer Mitglieder zu tun, wir kommen nicht dazu, uns um Pressearbeit zu kümmern."


Bitte Quelle angeben! Da der Deutsche Esperanto-Bund eine eigene Kommission für Pressearbeit hat, die mit der Mitgliederverwaltung nichts zu tun hat, kann das nicht vom D.E.B. sein.

"Mitgliederverwaltung" macht jeder Verein, auch EsperantoLand.
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Rudolf
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Lu Wunsch-Rolshoven
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BeitragVerfasst am: Fr Okt 17, 2008 11:14 am    Titel: Re: Bitte Quelle angeben! Antworten mit Zitat

Rudolf Fischer hat Folgendes geschrieben:
Bitte Quelle angeben!

Sagen wir mal, aus der Führungsebene eines europäischen Esperanto-Verbandes.

Rudolf Fischer hat Folgendes geschrieben:
Da der Deutsche Esperanto-Bund eine eigene Kommission für Pressearbeit hat, die mit der Mitgliederverwaltung nichts zu tun hat, kann das nicht vom D.E.B. sein.

Laut Internet heißt es "Kommission für Öffentlichkeitsarbeit". (Nach meinem Verständnis ist das ein essentieller Unterschied, insbesondere hinsichtlich der Effizienz und Effektivität.) Nein, vom DEB stammt es nicht. Aus dem DEB stammt eine Mitteilung, die in etwa lautete: "Du weißt ja, wie das ist, das wird von ehrenamtlichen Mitarbeitern gemacht, und während der Jahre, in denen niemand im Vorstand für Pressearbeit zuständig war, hatte sich eben niemand dafür bereiterklärt."

Rudolf Fischer hat Folgendes geschrieben:
"Mitgliederverwaltung" macht jeder Verein, auch EsperantoLand.

Das ist nicht die Frage - die Frage ist, ob es einem unabhängig von allen sonstigen Aufgaben gelingt, Pressearbeit mit Engagement und Erfolgen zu machen oder eben nicht.
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Rudolf Fischer
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BeitragVerfasst am: Fr Okt 17, 2008 6:33 pm    Titel: Kommissionen nicht identisch Antworten mit Zitat

Lu Wunsch-Rolshoven hat Folgendes geschrieben:
Rudolf Fischer hat Folgendes geschrieben:
Bitte Quelle angeben!
Sagen wir mal, aus der Führungsebene eines europäischen Esperanto-Verbandes.
Die Quelle nicht zu nennen, heißt, Gerüchte in die Welt setzen. Wer immer das gesagt hat, er wird dazu stehen und das sicher auch erklären können. Nur dann kann man es beurteilen.
Lu Wunsch-Rolshoven hat Folgendes geschrieben:
Rudolf Fischer hat Folgendes geschrieben:
Da der Deutsche Esperanto-Bund eine eigene Kommission für Pressearbeit hat, die mit der Mitgliederverwaltung nichts zu tun hat, kann das nicht vom D.E.B. sein.
Laut Internet heißt es "Kommission für Öffentlichkeitsarbeit". (Nach meinem Verständnis ist das ein essentieller Unterschied, insbesondere hinsichtlich der Effizienz und Effektivität.)
Na, dann ist es ja ein Glück, dass du dich vertan hast, weil die Kommission für Öffentlichkeitsarbeit nicht mit der Kommission für Pressearbeit identisch ist, letztere ist ein selbständiger Teil der ersteren.
Lu Wunsch-Rolshoven hat Folgendes geschrieben:
Rudolf Fischer hat Folgendes geschrieben:
"Mitgliederverwaltung" macht jeder Verein, auch EsperantoLand.
Das ist nicht die Frage - die Frage ist, ob es einem unabhängig von allen sonstigen Aufgaben gelingt, Pressearbeit mit Engagement und Erfolgen zu machen oder eben nicht.
Dem Deutschen Esperanto-Bund gelingt das. Und das unabhängig davon festgestellt, ob man deinem Axiom zustimmt, dass aller Erfolg von der Pressearbeit abhängt.
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Lu Wunsch-Rolshoven
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BeitragVerfasst am: Fr Okt 17, 2008 7:11 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Für ein Gerücht reicht es nicht, dass die Quelle nicht exakt bekannt ist. Es lohnt auch den Aufwand nicht, für eine kleine Randbemerkung bei der betreffenden Person nachzufragen.

Sicher stehen die beiden Kommissionen auch bald auf euren Internetseiten.
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