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Sammlung von Todesmitteilungen zu Esperanto

 
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Lu Wunsch-Rolshoven
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BeitragVerfasst am: Fr Mai 23, 2014 5:35 pm    Titel: Sammlung von Todesmitteilungen zu Esperanto Antworten mit Zitat

Immer wieder faszinierend, was die Leute so schreiben. Esperanto sei tot, ist eine besonders interessante Mitteilung. Jährlich erscheinen z.B. über hundert Esperanto-Bücher usw. - das stört keinen der Leute, die behaupten, Esperanto sei "tot". Letzthin sind mir drei dieser Behauptungen über den Weg gelaufen. Ich will sie jetzt mal hier sammeln. Mögt ihr mitsammeln?
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Lu Wunsch-Rolshoven
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BeitragVerfasst am: Fr Mai 23, 2014 5:40 pm    Titel: S. I. Cohen: "The death of Esperanto" Antworten mit Zitat

Der Artikel "The death of Esperanto, explained by Trispectivism" von S. I. Cohen ist in einem Blog erschienen. Der Autor stellt sich die Frage "So, why such a positive initiative experienced such a failure?" Naja, die alte Frage - ist der Abteilungsleiter, der mal Firmenchef werden wollte, nun erfolglos oder erfolgreich? Ist das Glas halbvoll oder halbleer? Usw.

Ein bisschen habe ich mich gefragt, ob das Ziel des Artikels ist, wenigstens schon mal die Esperantosprecher dazu zu bringen, sich mit Trispectivism zu beschäftigen... Smile
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Lu Wunsch-Rolshoven
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BeitragVerfasst am: Fr Mai 23, 2014 5:47 pm    Titel: Wolf Schneider: "Nachruf aufs Esperanto" in NZZ Folio, 1994 Antworten mit Zitat

Das ist wohl der Klassiker. Geschrieben von einem wirklich großen Journalisten, Wolf Schneider, der insgesamt etwa 30 Bücher veröffentlicht hat. Er hat auch eine Journalistenschule geleitet, war mal Chefredakteur der "Welt" und hat ein paar Bücher über das journalistische Schreiben verfasst. Leider hat er für diesen Artikel wohl gar nicht recherchiert, sondern sich einfach auf seine Vermutungen verlassen.

Aktualisierung 6/2016: Ich vermute mittlerweile, Schneider hat sehr wohl recherchiert - nur ist er an Linguisten geraten, die sich eher für Englisch oder kaukasische Sprachen o. ä. interessierten und zu Esperanto nur wenig wussten und einiges leider irrtümlich. Das, was er schreibt, stimmt nämlich auffallend mit dem überein, was z. B. Jürgen Trabant gesagt hat ("(...) Literatur, die bei Esperanto völlig fehlt.") oder Eugene Nida geschrieben hat ("the real liability in Esperanto is its lack of a culture to support it."). Der Informationsfluss geht natürlich von den Linguisten zu den Journalisten (vielleicht auch von den US-Linguisten zu den europäischen, was gerade im Fall des Esperanto schlecht ist, weil man in den USA wenig vom Esperanto-Leben in Europa mitkriegt und ohnehin das Englische für das tollste hält).

Schneider stellt sich die Frage
Wolf Schneider hat Folgendes geschrieben:
Woher kommt es, dass man die Kunstsprachen wohl allesamt für tot erklären darf

und erläutert das dann - leider mit falschen Behauptungen über die Wirklichkeit. Er schreibt jedenfalls den Irrtum
Wolf Schneider hat Folgendes geschrieben:
Kunstsprachen bieten keine Kinderlieder und keine Verse an, keine Flüche, keine Witze, keine Redensarten. Ihre Wörter sind eindeutig und folglich einschichtig, sie haben keine Aura und keine Tiefe.

Alles falsch - könnte auch so sein, ist es aber nicht. Freie Phantasie des Autors und seines/r Informanten/in(nen).

Zum allgemeinen Tenor des Artikels von Wolf Schneider hat die Leipziger Anglistin Sabine Fiedler geschrieben (in Esperanto), dass er eine „Karikatur des Esperanto“ sei, „die auf Irrtümern, falschen Informationen, täuschenden Vergleichen, Halbwahrheiten und irrtümlichen Beurteilungen wegen fehlender Kenntnisse“ beruhe; es handele sich um „ein bedauerliches Beispiel eines Autors, der seine Vorurteile ausdrückt, ohne sich über das Thema zu informieren“; Informilo por Interlingvistoj, n-ro 65, 2/2008 , S. 8, ab „karikaturo“.

Aktualisierung 6/2016: Auch hier vermute ich, dass die Formulierung "ohne sich über das Thema zu informieren" irrtümlich ist; wie geschrieben, hat er wohl doch recherchiert, nur bei Leuten, die über den aktuellen Stand des Esperanto auch nicht viel mehr wussten als er - aber leider nicht wussten, was sie nicht wussten oder eben nur zu wissen glaubten.


Geändert am Sa Jun 18, 2016 3:33 pm von Lu Wunsch-Rolshoven
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hans
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BeitragVerfasst am: Do Sep 11, 2014 3:07 pm    Titel: Antworten mit Zitat

In der Wikipedia steht dazu Informatives. Genauen Artikel könnte ich finden.
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Lu Wunsch-Rolshoven
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BeitragVerfasst am: Sa Jun 18, 2016 3:39 pm    Titel: Richard Sulik: "künstliche Sprache, und heute ist sie tot" Antworten mit Zitat

Im Stern wurde der slowakische Politiker Richard Sulik interviewt, 29. August 2012 11:44 Uhr:

Richard Sulik hat Folgendes geschrieben:
Wenn sie mich so direkt fragen, ob ich europäischer Bürger bin, kommt mir das so vor wie Esperanto. Das ist diese künstliche Sprache, und heute ist sie tot.

Irren ist menschlich, was soll man da mehr sagen Very Happy
Aber vielleicht hat er recht - vielleicht ist Esperanto in ähnlicher Weise tot oder lebend wie Europa, das sicher so tot nicht ist, wie es von manchen geredet wird. Smile
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Lu Wunsch-Rolshoven
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BeitragVerfasst am: Sa Jun 18, 2016 3:54 pm    Titel: Die Zeit: "Kunstsprachen leben nicht" Antworten mit Zitat

Diese irrige Mitteilung machte die Zeit im Januar 2008. Unter der Überschrift "Weltprojekte: Forschung für Milliarden" wurden die "großen Welträtsel" vorgestellt, 20 an der Zahl. Eines davon Esperanto. Hier allerdings wurde behauptet, der Erkenntnisgewinn habe null von fünf Punkten und "Kunstsprachen leben nicht".

Die 20 Seiten selbst sind nicht nicht mehr im Netz - nicht etwa, weil Irrtümer drin waren, sondern weil die Bildrechte abgelaufen sind Smile Aber ein Kommentar ist noch übrig, der ein z. B. die Aussage über Kunstsprachen zitiert.
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Lu Wunsch-Rolshoven
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BeitragVerfasst am: Sa Jun 18, 2016 4:07 pm    Titel: Shyam Sunder: "Esperanto—dead on arrival" Antworten mit Zitat

In "Not by Will: Baxter and the Rise of Authoritative Accounting Standards"
schrieb 2006 Shyam Sunder, Professor für Accounting an der Yale School of Management:

Zitat:
When we strip the language of ambiguity and variation in meaning, we get something like Esperanto—dead on arrival."

Tja, denkt man so - dabei war es bei Geburt schon ein ausgearbeitetes Projekt, in dem Zamenhof u. a. drei Gedichte geschrieben hatte und schon eine Menge Probeübersetzungen gemacht hatte; ein paar seiner Familienmitglieder hatten es auch schon gelernt; vermutlich haben die die Sprache auch schon mündlich getestet. Smile
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