FAQFAQ   SuchenSuchen   MitgliederlisteMitgliederliste   BenutzergruppenBenutzergruppen   RegistrierenRegistrieren 
 ProfilProfil   Einloggen, um private Nachrichten zu lesenEinloggen, um private Nachrichten zu lesen   LoginLogin 

Dieses Forum Freunden empfehlen


mann - frau - person, mal wieder geschlechtergleichheit
Gehe zu Seite 1, 2, 3  Weiter
 
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    www.EsperantoLand.de Foren-Übersicht -> Sprachliche Fragen, Lernen
Vorheriges Thema anzeigen :: Nächstes Thema anzeigen  
Autor Nachricht
Draketo
50 Beiträge
50 Beiträge


Anmeldedatum: 07.05.2003
Beiträge: 58
Wohnort: Heidelberg

   

BeitragVerfasst am: Do Sep 15, 2005 1:11 am    Titel: mann - frau - person, mal wieder geschlechtergleichheit Antworten mit Zitat

Hi,

Ich möchte mich jetzt mal wieder melden, und eine Idee posten, die ich schon vor Ewigkeiten hatte.

Geschlechtergleichheit existiert in EO gerade bei den wichtigen Familienbeziehungen nur ungenügend, und dem will ich zumindest ein bisschen abhelfen.

Frau darf nicht von Mann abgeleitet sein, stattdessen muss es eine neutrale Form geben, die wann nötig als Ableitungsform genutzt wird (meine Meinung).

Wie gesagt ist es schon eine Weile her, dass ich die folgende Liste geschrieben habe, aber ich weiß noch, wie viele Stunden ich drüber saß und darüber nachgedacht/nachgefühlt habe, wie es sich besser anfühlt und wie es besser passt.

Hier die schönsten Ergebnisse:


Mann - viro
Frau - ino
Person - ulo

Vater - patro
Mutter - matro
(1)Elter - gatro

Bruder - frato
Schwester - nato
Geschwister - gato

Sohn - filo
Tochter - zilo
Kind - gilo

Großvater - avicxo
Großmutter - avino
Großelter - avo

-----

Ein paar weniger schöne weitere Ideen:



Ehemann - edzicxo
Ehefrau - edzino
Eheperson - edzo

Enkel - nepicxo
Enkelin - nepino
Enk - nepo

Cousin - kuzicxo
Cousine - kuzino
Cous - kuzo

Neffe - nevicxo
Neffin - nevino
Neff - nevo

Onkel - onklicxo
Tante - onklino
ot - onklo

-----

Was haltet ihr davon?
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
Robert
100 Beiträge
100 Beiträge


Anmeldedatum: 17.06.2003
Beiträge: 135
Wohnort: Hannover

   

BeitragVerfasst am: Do Sep 15, 2005 1:36 am    Titel: Antworten mit Zitat

Danke für deine Vorschläge.

Um Geschlechtergerechtigkeit zu erreichen, führst du neue Wortstämme für Wörter wie "Mutter", "Schwester", "Tochter" bzw. "Elternteil", "Geschwister", "Kind" ein. Man sollte sich darüber im Klaren sein, dass diese Wortstämme einzeln gelernt werden müssen, weil sie nicht voneinander oder von den männlichen Formen abzuleiten sind (denn gerade das willst du ja vermeiden).

Hast du diese Formen eigentlich willkürlich gebildet oder haben sie ihren Ursprung in einer Nationalsprache?

Die Endung -icx- ist ja keine neue Idee, in diesem Teil liegt die sprachschöpferische Leistung eher bei den deutschen Begriffen ("Enk", "Cous", "Neff"). Eine "Neffin" heißt übrigens üblicherweise "Nichte".

Meine Meinung zu all dem stimmt im Wesentlichen mit dem überein, was Bertil Wennergren unter http://www.bertilow.com/pmeg/gramatiko/o-vortoj/seksa_signifo.html im Plena Manlibro de Esperanta Gramatiko geschrieben hat: Esperanto spiegelt bei den Verwandtschaftsbezeichnungen die Gesellschaft wider, in der Zamenhof gelebt hat. Die Gesellschaft hat sich geändert (zumindest in unseren Breiten), die Sprache aber nicht im selben Maße - übrigens auch die deutsche Sprache nicht.

Sprachwandel gibt es und wird es vielleicht auch in diesem Bereich geben. Ich glaube aber nicht, dass sich reihenweise neue Wortstämme durchsetzen werden. Eher zu Esperanto würde eine Lösung passen, bei der neutrale, männliche und weibliche Formen regelmäßig voneinander abgeleitet werden können.

Schöne Grüße aus Berlin
Robert
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden Yahoo Messenger MSN Messenger
Draketo
50 Beiträge
50 Beiträge


Anmeldedatum: 07.05.2003
Beiträge: 58
Wohnort: Heidelberg

   

BeitragVerfasst am: Do Sep 15, 2005 10:21 am    Titel: Antworten mit Zitat

Hi Robert,

Erstmal danke für die Antwort und den Link, auch wenn ich den Text erstmal nur überflogen habe, war er doch interessant, wobei mir aber gefehlt hat, wie denn die Evolution der Sprache ablaufen wird, auf die er so entspannt warten will.

imho dadurch, dass verschiedene Leute Ideen entwickeln und einfach mal ausprobieren, also durch Experimentierfreude. Vielleicht durch ein bisschen von dem, was Tolkien über seine Elben sagte: Dass jeder Elb seine Sprache wirklich kannte, was ich so interpretiere, dass sie auch die tiefsten Grundlagen ihrer Sprache kannten und auch bewusst anpassten.

Während ich das beim Sindarin als weit über meine Fähigkeiten gehend ansehe, lässt EO zumindest die Chance zu, es auszuprobieren (auch wenn ich mir bewusst bin, dass ich lange nicht alle oder auch nur den größten Teil der Auswirkungen erfasse).

mMn muss ich kein perfekt Regeltreues Esperanto sprechen, sondern eines, das sich für mich angenehm anhört, und das andere (bzw. v.a. Leute, die es gerade erst aus einem Buch gelernt haben, damit EO auch wirklich universell bleibt) ohne größere Probleme verstehen.

Die Wortstämme sind nicht aus einer Nationalsprache abgeleitet, sondern rein nach Gehör/Gefühl. Ich weiß, dass das bei jedem anders ist, deswegen liegt das auch auf meiner Webseite unter "krude Ideen" und nicht in "schaut mal, so müssen wir es machen" Smile

Icx habe ich schon im Esperanto Wort für Wort gefunden, aus dem ich gelernt habe, ich hatte aber noch nirgendwo eine ähnliche Liste von konkreten Änderungsideen gefunden, die das Problem anspricht, also habe ich selbst eine erstellt.

Ich denke auch nicht, dass Esperanto mit Geschlechtergleichheit hinter dem Deutschen zurückliegt. Vielmehr ist es so, dass ich an Esperanto in dem Bereich höhere Ansprüche stelle Smile
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
Lupíro auf dem IJS
Gast





Íå âûáðàíà

BeitragVerfasst am: Fr Sep 16, 2005 5:44 pm    Titel: Re: mann - frau - person, mal wieder geschlechtergleichheit Antworten mit Zitat

Saluton Arne!

Ich fand's schon ganz witzig, wie Du in Heidelberg auf dem 3-Ländertreffen gegen Reformen im Esperanto gelästert hattest. Und jetzt bringst Du selber Ido.

Auf dem letzten IJS hatte ich auch eine Diskussion mit Szilvási László. Wenn Du an mich schreibst, gib ich Dir seine Adresse.

Grundsätzlich sind im Esperanto Berufe geschlechtsneutral. Berufe - nicht Positionen (ekz. regxo/regxino). Nach dem Du ja kein Problem mit der englischen Sprache hast, sollte das für Dich ja kein Problem sein Wink

Im Deutschen sind eigentlich nur Soldatenränge ausschließlich männlich (oder habe ich was übersehen?): Frau Stabsunteroffizierin klingt blöd. Apotheker/Apothekerin aber Herr/Frau Stabsaphotheker.


Lupíro, lupiro (cxe) esperantoplatz.de, der es z.Z. fast jeden Tag mit Fw, OFw, HFw, SAp, OSAp, OFAp, OTAp, ... zu tun hat.
Nach oben
Draketo
50 Beiträge
50 Beiträge


Anmeldedatum: 07.05.2003
Beiträge: 58
Wohnort: Heidelberg

   

BeitragVerfasst am: Fr Sep 16, 2005 6:28 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Saluton Lupíro,
Erstens bringe ich nicht Ido, sondern bringe ein paar Ideen, die mir lange im Kopf rumgeisterten (weil mich das schlicht und einfach gestört und gestört und auch weiterhin gestört hat), und zweitens: habe ich gesagt, dass Esperanto komplett umgeschrieben werden müsste?

Ich weiß, dass sich dann das eine und das nächste und das übernächste aufhäufen können, aber statt dagegen zu lästern könntest du auch konstruktiv was dazu sagen.

Bist du völlig glücklich damit, dass eine Schwester in EO ein weiblicher Bruder ist, weil das in der Zeit von Zamenhof nunmal so war?

Von Berufen habe ich hier nei gesprochen, sondern einzig und allein von Familienmitgliedern, weil es mir da eben doch unangenehm aufgestoßen ist, und weil die "-icx"-Lösung schon recht verbreitet zu sein scheint.

Aber nochmal weg davon:
Wie könnten die Wörter regelmäßig voneinander abgeleitet werden?

PS: Mir ist gerade ein Fehler aufgefallen: Es muss natürlich "edzino" heißen, nicht "edzibo", falsche Taste erwischt.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
Gunter Koch
Gast





Íå âûáðàíà

BeitragVerfasst am: Fr Sep 16, 2005 6:51 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo!

Du solltest unbedingt mal "Der dressierte Mann" von Esther Vilar lesen. Danach werden dir solche Themen sicher mehr als unwichtig erscheinen.

Und gerade deshalb mache ich folgenden Vorschlag, damit das ein für allemal erledigt ist: Alle männlichen Begriffe werden zu weiblichen gemacht und die Abwandlung wäre dann die männliche. Beispiel

patro -> die Mutter
patrino -> der Vater
frato -> die Schwester
fratino -> der Bruder

usw.

Mich als Mann würde das nicht stören und ich denke andere Männer auch nicht.


Gruß aus Magstadt, Gunter Koch
Nach oben
Draketo
50 Beiträge
50 Beiträge


Anmeldedatum: 07.05.2003
Beiträge: 58
Wohnort: Heidelberg

   

BeitragVerfasst am: Fr Sep 16, 2005 7:15 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Mich dagegen würde es schon stören. Egal in welche Richtung die Diskriminierung geht, es ist und bleibt Diskriminierung.
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
Lupíro auf dem IJS
Gast





Íå âûáðàíà

BeitragVerfasst am: Fr Sep 16, 2005 9:02 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Draketo hat Folgendes geschrieben:
Saluton Lupíro,
Erstens bringe ich nicht Ido, sondern bringe ein paar Ideen, die mir lange im Kopf rumgeisterten (weil mich das schlicht und einfach gestört und gestört und auch weiterhin gestört hat),

... die früher schon einige Esperantisten hatten. Ich werbe ja auch nicht pro/kontra Ido etc., sondern mich stört einfach nur diese Spießigkeit: Reformen: pfui! Esperanto: zum Teufel! In der Hinsicht unterscheiden sich Esperantisten keinen Pfurz von Anti-Esperantisten. Zumal ich in meinem ersten Jahr in der Esperantowelt folgenden Satz einer Esperantistin miterlebt hatte: Toki Pona? Für was brauchen wir den Unsinn?

Draketo hat Folgendes geschrieben:
und zweitens: habe ich gesagt, dass Esperanto komplett umgeschrieben werden müsste?

Wo hatte ich das behauptet? Ich hatte Dich nur darauf hingewiesen, dass Du Ido-Beispiele bringst. "Meine" Wörter: imi und ivi sind nicht aus dem Ido. Trotzdem völlig logisch. Ich sage das völlig unabhängig von dem, wie gut oder schlecht Ido & Co. so sind.

Draketo hat Folgendes geschrieben:
Bist du völlig glücklich damit, dass eine Schwester in EO ein weiblicher Bruder ist, weil das in der Zeit von Zamenhof nunmal so war?

Ich habe zwei Schwestern. Und seit (1859) 1887 hat sich an der Tatsache, dass sich Männlein und Weiblein nur in einem Chromosom unterscheiden nichts geändert... Wink

Draketo hat Folgendes geschrieben:
Ich weiß, dass sich dann das eine und das nächste und das übernächste aufhäufen können,

Die alte Leier. Immer wieder hört man von Espis: Esperanto - Demokratie unter den Sprachen. Wobei wir die Esperanto-Demokratie mal so formulieren sollten: alle Sprachen sind ungleich und manche (englisch) sind ungleicher. Erst recht absurd wird es, wenn es um Reformen im Esperanto geht: nein Reformen sind verboten. Man stelle sich mal vor, es gäbe noch mehr Demokratie! Wie schrecklich!!
Von antichristlichen Espis aus Katalonien (IJK in Zakopane) oder einem anderen Spinner aus diesem Forum (ich meine weder die Moderatoren noch die drei Buchstaben aus Lichtenberg, sondern jemanden mit weniger als 10 Beiträgen) will ich gar nicht erst anfangen.

Draketo hat Folgendes geschrieben:
aber statt dagegen zu lästern könntest du auch konstruktiv was dazu sagen.

Das ist doch eine Frechheit. Meine Berufsbeispiele sind konstruktiv.

Draketo hat Folgendes geschrieben:
Von Berufen habe ich hier nei gesprochen, sondern einzig und allein von Familienmitgliedern, weil es mir da eben doch unangenehm aufgestoßen ist, und weil die "-icx"-Lösung schon recht verbreitet zu sein scheint.

Und das waren eben meine konstruktiver Beitrag. Was logisch ist, ist auch richtig: megao, gigao, ...

Draketo hat Folgendes geschrieben:
Aber nochmal weg davon:
Wie könnten die Wörter regelmäßig voneinander abgeleitet werden?

Sag mal: weißt Du eigentlich, woher das Wort icx stammt?


Lupíro

PS: schlaf mal eine Nacht drüber.
Nach oben
Lupíro auf dem IJS
Gast





Íå âûáðàíà

BeitragVerfasst am: Fr Sep 16, 2005 9:07 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Draketo hat Folgendes geschrieben:
Mich dagegen würde es schon stören. Egal in welche Richtung die Diskriminierung geht, es ist und bleibt Diskriminierung.

Wenn Du keine Unterscheidung möchteste (dis-kriminieren), dann stellt sich das Problem doch überhaupt nicht: patro heißt dann Vater, Mutter oder Elternteil.

Im Vorhinein schon mal Gratulation zum 50. Beitrag!

@Gunter: patra: Vater, patro: Mutter, Lupíra: Wolfgang, ... Wink

bonon noktan, Lupíro/a!
Nach oben
Draketo
50 Beiträge
50 Beiträge


Anmeldedatum: 07.05.2003
Beiträge: 58
Wohnort: Heidelberg

   

BeitragVerfasst am: Fr Sep 16, 2005 9:49 pm    Titel: Antworten mit Zitat

o pona.

toki pona li pona tawa mi,

taso mi toki ike toki pona.

Und da ich sie eben nicht gut spreche (und bezweifele, dass das alles richtig war, weil mein letztes Toki-Pona üben schon ewig her ist), wieder weiter in einer Sprache, die ich flüssig schreiben kann.

Toki Pona ist eine der Sprachen, die mich total fasziniert haben, deswegen denke ich, dass du dir vielleicht etwas den falschen Kratzbaum gesucht hast.

Aber weiter im Gespräch.


> Ich habe zwei Schwestern. Und seit (1859) 1887 hat sich an der Tatsache, dass sich Männlein und Weiblein nur in einem Chromosom unterscheiden nichts geändert..

Nur blöderweise unterscheide ich mich genetisch von meiner Halbschwester mehr als von einem Menschenaffen, obwohl sie mir körperlich und geistig sehr viel näher steht.

Eine Schwester ist für mich eben kein männlicher Bruder und ein Bruder keine männliche Schwester. Beide Richtungen halte ich für falsch.

Es tut mir leid, dass ich dir vorgeworfen habe, nur zu Lästern. Ändert aber nichts daran, dass ich nicht ganz glücklich damit bin, wie du deinen Beitrag angefangen hast. Ohne deinen Weitergriff auf jemand weiteren und mit einem Zusatz (j/k o.ä.) hätte ich darüber hinwegschauen können. So habe ich mich von dem Beitrag schlicht angegriffen gefühlt.

Dass ich Beispiele aus Ido gebracht habe, wusste ich selbst nicht, weil ich Ido in seiner Struktur eben auch nicht kenne, sondern nur weiß, was es ist. Hattest du darüber nachgedacht, dass mir das vielleicht selbst nicht klar sein könnte, bevor du dich darüber lustig gemacht hast (weil es genau das ist, wie es hier angekommen ist)?

> Die alte Leier

Klingt jetzt auch nicht sehr freundlich. Vor allem weil du nicht darauf eingegangen bist, dass ich das, wie du vielleicht gemerkt hast, nur in bestimmten Grenzen vertrete.

PS: Was bedeueten imi und ivi?
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
Lupíro auf dem IJS
Gast





Íå âûáðàíà

BeitragVerfasst am: Sa Sep 17, 2005 1:55 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Draketo hat Folgendes geschrieben:
[...] Toki Pona ist eine der Sprachen, die mich total fasziniert haben, deswegen denke ich, dass du dir vielleicht etwas den falschen Kratzbaum gesucht hast. [...]

Ich hatte nirgenswo geschrieben, dass Du was gegen Toki Pona hast. Und dass Dich TP begeistert, wundert mich nicht.

Draketo hat Folgendes geschrieben:
Nur blöderweise unterscheide ich mich genetisch von meiner Halbschwester mehr als von einem Menschenaffen, obwohl sie mir körperlich und geistig sehr viel näher steht.

Der Unterschied zwischen frato und fratino ist sprachlich auch größer als zwischen frato und simio.

Draketo hat Folgendes geschrieben:
Eine Schwester ist für mich eben kein männlicher Bruder und ein Bruder keine männliche Schwester. Beide Richtungen halte ich für falsch.

Egal ob das jetzt gut oder nicht ist - man kann zumindest mit mir darüber reden - im Gegensatz zu:

Draketo hat Folgendes geschrieben:
Dass ich Beispiele aus Ido gebracht habe, wusste ich selbst nicht, weil ich Ido in seiner Struktur eben auch nicht kenne, sondern nur weiß, was es ist. Hattest du darüber nachgedacht, dass mir das vielleicht selbst nicht klar sein könnte, bevor du dich darüber lustig gemacht hast (weil es genau das ist, wie es hier angekommen ist)?

Ich mache mich nicht über Dich lustig, sondern darüber, dass Du Dich über etwas lustig gemacht hast, wovon Du - wie Du jetzt wieder sagst - keine Ahnung hattest. Nicht mehr.

Draketo hat Folgendes geschrieben:
Klingt jetzt auch nicht sehr freundlich. Vor allem weil du nicht darauf eingegangen bist, dass ich das, wie du vielleicht gemerkt hast, nur in bestimmten Grenzen vertrete.

Erst mal ein freundliches Symbol: Wink
Na gut, dann gehe ich mal darauf ein: warum möchtest Du Grenzen setzen?

Draketo hat Folgendes geschrieben:
PS: Was bedeueten imi und ivi?

ivi - Plural von vi - in Anlehnung von li - ili. Würde auch bei isxi klappen, igxi hat schon wieder eine andere Bedeutung...
imi - Plural von mi. Aber: nicht ni! imi schließt den Angesprochenen aus dem "uns" aus.
Beispiel (Irek=Eigenname): Du bist ein paar deutschen Espis in Warschau zu Gast und sagst zu Deinen polnischen Gastgebern:
Imi ne komprenas la polan, sed ni estas Esperantistoj, cxu ivi bv. tradukus tion tekston? Kaj Irek, cxu vi ...


Lupíro[/i]
Nach oben
Draketo
50 Beiträge
50 Beiträge


Anmeldedatum: 07.05.2003
Beiträge: 58
Wohnort: Heidelberg

   

BeitragVerfasst am: Sa Sep 17, 2005 2:47 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Ich mache mich nicht über Dich lustig, sondern darüber, dass Du Dich über etwas lustig gemacht hast, wovon Du - wie Du jetzt wieder sagst - keine Ahnung hattest. Nicht mehr.


Es hat mich, glaube ich, am meisten gestört, dass du mich gleich mit noch jemand (abgewertetem) Anderen verglichen hast.

Ich bin zwar allgemein sowieso gegen jegliche häme (und wenn ich sie manchmal nutze, hoffe ich, dass mich Leute darauf hinweisen), weil sie eigentlich nur schadet, aber so werde ich mit anderen in einen Topf geworfen, obwohl du mich vor ich-weiß-nicht-mehr-wie-lange das letzte Mal gesehen hast.

Zitat:
Erst mal ein freundliches Symbol: Wink


Ich glaube, das hat die Diskussion dringend gebraucht : )

Zitat:
Na gut, dann gehe ich mal darauf ein: warum möchtest Du Grenzen setzen?


Weil der Zweck von Esperanto die internationale Kommunikation ist.
Wenn es sich in einem kleinen (örtlichen) Bereich so sehr verändert, dass andere es nicht mehr verstehen, verliert Esperanto mMn seinen Sinn.

Die Grenzen müssen nciht absolut sein ("das darf nie verändert werden"), sondern müssen genügend Zeit lassen, damit Veränderungen sich wirklich verbreiten können, weil Espis wohl kaum alle binnen einem Jahr Änderungen übernehmen werden. Wenn es 10 Jahre braucht, bis eine größere Grammatikalische Verbesserung (alles andere lasse ich mal außer Acht) sich verbreitet, sollte man für die nächste mMn 10 Jahre warten, also bis sich wieder eine wirklich allgemeine Basis etabliert hat.

Hindert mich aber nicht daran, an Ideen zu basteln (das machen hier in Deutschland Feministen ja auch schon seit Jahren, teilweise mit großem Erfolg, auch wenn sich genau das bewahrheitet hat, was ich erwartet habe: Inzwishcen lese ich das I wie ein kleines i Smile ).

Wieso eigentlich "antichristliche katalanische Espis"?

Zitat:
ivi - Plural von vi - in Anlehnung von li - ili. Würde auch bei isxi klappen, igxi hat schon wieder eine andere Bedeutung...
imi - Plural von mi. Aber: nicht ni! imi schließt den Angesprochenen aus dem "uns" aus.
Beispiel (Irek=Eigenname): Du bist ein paar deutschen Espis in Warschau zu Gast und sagst zu Deinen polnischen Gastgebern:
Imi ne komprenas la polan, sed ni estas Esperantistoj, cxu ivi bv. tradukus tion tekston? Kaj Irek, cxu vi ...


Hört sich eigentlich ganz logisch an und macht die Sprache strukturierter.
Ist auch nicht wirklich eine neue Grammatikalische Regel, sondern nur eine Änderung einer älteren.

Hast du es schon im Praxistest benutzt?
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Website dieses Benutzers besuchen
Lupíro auf dem IJS
Gast





Íå âûáðàíà

BeitragVerfasst am: Sa Sep 17, 2005 5:52 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Draketo hat Folgendes geschrieben:
Es hat mich, glaube ich, am meisten gestört, dass du mich gleich mit noch jemand (abgewertetem) Anderen verglichen hast. Ich bin zwar allgemein sowieso gegen jegliche häme (und wenn ich sie manchmal nutze, hoffe ich, dass mich Leute darauf hinweisen), weil sie eigentlich nur schadet, aber so werde ich mit anderen in einen Topf geworfen, obwohl du mich vor ich-weiß-nicht-mehr-wie-lange das letzte Mal gesehen hast.

Pardonu! Wenn Du das so aufgefasst hast. So besonders viel habt ihr auch nicht gemeinsam. Ich hatte mich lediglich auf die Häme bezogen. Zwischen dem 3LT in HD und heute liegen bei mir rund 40 mehr oder weniger große Esperanto-Treffen.

Draketo hat Folgendes geschrieben:
Weil der Zweck von Esperanto die internationale Kommunikation ist. Wenn es sich in einem kleinen (örtlichen) Bereich so sehr verändert, dass andere es nicht mehr verstehen, verliert Esperanto mMn seinen Sinn.

Ja und woran liegt diese Kleinstaaterei in der Esperantowelt? Daran, dass man eben nicht zum Streit bereit ist: Friede, Freude, Esperantokuchen. Nicht nur hier im Forum. Und jeder backt seinen eigenen Kuchen. Genauso Ido: reines Produkt französischer Esperantisten - darum konnte es auch nichts werden. Wenn Espis aus mehreren Sprachen darüber heftig diskutieren, fände ich das viel spannender.
Bis heute hat das auch Tradition: jeder noch so kleine Verband hat seine Zeitschrift, jeder Verband sein eigenes Treffen. Nur IJK und UK sind die Aussnahmen. Ein bisschen Hoffnung habe ich aber: die Ungarn planen ihr IJS mit den Slowaken zu machen und dieses Jahr gab es zumindest Karawanen-Treffen: Helsinki, Vilnius, Zakopane, Vác, Festo; was nächstes Jahr in anderer Reihenfolge wiederholt wird. Irek's Vorschlag für das 50. IS fand ich auch nicht schlecht: zusammen mit den Polen.

Draketo hat Folgendes geschrieben:
Die Grenzen müssen nciht absolut sein ("das darf nie verändert werden"), sondern müssen genügend Zeit lassen, damit Veränderungen sich wirklich verbreiten können, weil Espis wohl kaum alle binnen einem Jahr Änderungen übernehmen werden. Wenn es 10 Jahre braucht, bis eine größere Grammatikalische Verbesserung (alles andere lasse ich mal außer Acht) sich verbreitet, sollte man für die nächste mMn 10 Jahre warten, also bis sich wieder eine wirklich allgemeine Basis etabliert hat.

Das ist die Ido-Philosophie - abwarten, dann die nächste Reform. Mensch, lass uns doch alle darüber diskutieren.

Statt dass die Über-Reformen-Diskussionskultur Teil der Esperantokultur wurde, wurde sie damals mittels einer Abstimmung praktisch verboten. Ergebnis:
* ein Teil der Esperantisten hatten keinen Bock auf Esperanto mehr.
* Ido musste erfunden werden - ohne diese Abstimmung gäbe es kein Ido.
Was alles noch nicht so schlimm wäre, aber:
* Sprach-Spießerei wurde Teil der Esperantokultur. Diese Spießerei ist unabhängig davon, wie gut jemand Esperanto kann. Das hat dem Esperanto geschadet und tut es immer noch.
Nach oben
Lupíro auf dem IJS
Gast





Íå âûáðàíà

BeitragVerfasst am: Sa Sep 17, 2005 6:08 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Draketo hat Folgendes geschrieben:
Hindert mich aber nicht daran, an Ideen zu basteln (das machen hier in Deutschland Feministen ja auch schon seit Jahren, teilweise mit großem Erfolg, auch wenn sich genau das bewahrheitet hat, was ich erwartet habe: Inzwishcen lese ich das I wie ein kleines i

EsperantistInnen. Mir gefällt das Wort. Warum? Mir gefällt es, dass es im Deutschen jetzt auch Großbuchstaben mitten im Wort gibt. Es ist und bleibt einmalig. Genauso wie die Sauerstoffflasche.

Draketo hat Folgendes geschrieben:
Wieso eigentlich "antichristliche katalanische Espis"?

Ich kann's ja verstehen, wenn man auf der Iberischen Halbinsel den Katholizismus nicht mag, weil es dort einen gewissen Franco gab. Ich kann es verstehen, wenn sie dort Katholizismus mit Faschismus gleichsetzen. Auch als praktizierender Katholik. Ich kann es nicht verstehen, wenn die das auf dem IJK an polnischen Kruzifixen ablassen müssen. Gerade in Polen.

Draketo hat Folgendes geschrieben:
Hört sich eigentlich ganz logisch an und macht die Sprache strukturierter.
Ist auch nicht wirklich eine neue Grammatikalische Regel, sondern nur eine Änderung einer älteren.

Finde ich auch. Smile

Draketo hat Folgendes geschrieben:
Hast du es schon im Praxistest benutzt?

Den Irek werde ich Anfang November besuchen kommen. 16 Euro für FF-Warschau inkl. Reservierung finde ich nicht schlecht. Naja, den Rest muss ich dann mit dem SWT fahren...


Lupíro
Nach oben
grifo
10 Beiträge
10 Beiträge


Anmeldedatum: 24.05.2007
Beiträge: 10
Wohnort: Greifswald

   

BeitragVerfasst am: So Jun 03, 2007 7:18 am    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
EsperantistInnen. Mir gefällt das Wort. Warum? Mir gefällt es, dass es im Deutschen jetzt auch Großbuchstaben mitten im Wort gibt. Es ist und bleibt einmalig. Genauso wie die Sauerstoffflasche.


Liebe EsparantistInnen und nicht zu vergessen, die EsperantistAußen ...
Wie man eine Sprache nur so verhunzen kann?
Nach oben
Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden MSN Messenger
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:   
Neues Thema eröffnen   Neue Antwort erstellen    www.EsperantoLand.de Foren-Übersicht -> Sprachliche Fragen, Lernen Alle Zeiten sind GMT + 1 Stunde
Gehe zu Seite 1, 2, 3  Weiter
Seite 1 von 3

 
Gehe zu:  
Du kannst keine Beiträge in dieses Forum schreiben.
Du kannst auf Beiträge in diesem Forum nicht antworten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht bearbeiten.
Du kannst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du kannst an Umfragen in diesem Forum nicht mitmachen.


Powered by phpBB © 2001, 2005 phpBB Group
Deutsche Übersetzung von phpBB.de

Forum installiert und modifiziert von NoMoKeTo.de