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Esperanto und die Arbeiterbewegung

 
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Wolfgang Wilhelm
Gast





Íå âûáðàíà

BeitragVerfasst am: Di Mai 06, 2003 3:52 pm    Titel: Esperanto und die Arbeiterbewegung Antworten mit Zitat

Gibt es noch Literatur aus der Zeit in der Esperanto in der Arbeiterbewegung aufging? Es müsste doch vielleicht noch ein Wörterbuch speziell für Worte der Arbeiterklasse aus dieser Zeit geben, oder?

Vielleicht haben ja Esperantisten Wörter so übersetzt, wie sie in anderen Sprachen nicht bekannt sind.
Wir Deutschen als Exportweltmeister sind eher für Wörter bekannt wie Waldsterben oder Kindergarten.
Warum nicht mal: Stabilitätskultur, Mittelstand, Einheitsgewerkschaft oder Friedenspflicht?

fragt Wolfgang 'Lupiro' Wilhelm
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Bernardo
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Beiträge: 178
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BeitragVerfasst am: Do Mai 08, 2003 1:15 pm    Titel: Schick mir mal eine Mail mit Deiner Adresse Antworten mit Zitat

Hallo Lupiro,

Ich bin im Besitz eines Artikels, der in einer Studentenzeitung (links angehaucht) erschienen ist. Dort berichtet eine ältere Dame aus Fürth (wenn ich mich recht erinnere), über ihre Zeit bei der Esperanto-Arbeiterbewegung.

Wenn Du willst , schicke ich Dir gerne diesen Artikel. Dann könntest Du diese Dame mal fragen (sofern sie noch lebt).

Bei Interesse einfach eine Mail an mich (maurer.erlangen@t-online.de)

Freundliche Grüße
Bernardo
_________________
Bernhard Maurer, en Esperantujo nomita Bernardo
http://www.fen-net.de/~ea1448
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Boris
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Beiträge: 14


   

BeitragVerfasst am: Fr Mai 09, 2003 9:13 am    Titel: Re: Esperanto und die Arbeiterbewegung Antworten mit Zitat

Wolfgang Wilhelm hat Folgendes geschrieben:
Gibt es noch Literatur aus der Zeit in der Esperanto in der Arbeiterbewegung aufging?

Wie ich grade auf http://www.esperanto.net/info/detala/de_eo-detala.html gelesen habe, gibt es eine Spezialsammlung zur Arbeiter-Esperanto-Bewegung im Fritz-Hüser-Institut in Dortmund. Du kannst ja mal auf der Webseite des Instituts vorbeischauen: http://www.dortmund.de/fhi/.
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Gast






Íå âûáðàíà

BeitragVerfasst am: Fr Mai 09, 2003 11:38 am    Titel: Antworten mit Zitat

Saluton Lupiro.

Chu vi venos al la Ökumenischer Kirchentag en Berlino? Wenn ja, kuck mal in der Espothek vorbei und im Esperanto-Archiv. Da ist natürlich auch die Doku des Fritz-Hüser-Instituts vorhanden. Ansonsten kann ich sie dir auch privat borgen. Ach ja, und natürlich unbedingt Dr. Blanke fragen. Der war ja Chef vonne DDR-Espis, die sich selbst als Fortführung der GLEA (des deutschen Arbeiter-Esperanto-Bundes) gesehen haben.

Ansonsten ist das derzeit beste Wörterbuch der Arbeiter-Esperantisten das neue PIV, das ja eben von der SAT herausgegeben wird und nicht von UEA. Wink
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Dirk Bindmann
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BeitragVerfasst am: Sa Mai 10, 2003 11:59 pm    Titel: Re: Esperanto und die Arbeiterbewegung Antworten mit Zitat

Wolfgang Wilhelm hat Folgendes geschrieben:
Gibt es noch Literatur aus der Zeit in der Esperanto in der Arbeiterbewegung aufging? Es müsste doch vielleicht noch ein Wörterbuch speziell für Worte der Arbeiterklasse aus dieser Zeit geben, oder?

So ein Wörterbuch ist mir nicht bekannt. Wörter, die aus der Arbeiterbewegung stammen, sind aber auch in allgemeinen Wörterbüchern enthalten.

Andere Literatur aus und über die Zeit mit einer starken Arbeiter-Esperantobewegung gibt es natürlich. Zum Beispiel ein Esperanto-Lehrbuch für Arbeiter: "Petro. Kursa lernolibro por laboristoj". Oder die gesammelten Gedichte des Arbeiterdichters Eugeno Mihhalski: "Plena Poemaro". Das Fritz-Hüser-Institut in Dortmund hat auch eine zweisprachige "Illustrierte Geschichte der Arbeiter-Esperanto-Bewegung" herausgebracht.

Wolfgang Wilhelm hat Folgendes geschrieben:
Vielleicht haben ja Esperantisten Wörter so übersetzt, wie sie in anderen Sprachen nicht bekannt sind.
Wir Deutschen als Exportweltmeister sind eher für Wörter bekannt wie Waldsterben oder Kindergarten.
Warum nicht mal: Stabilitätskultur, Mittelstand, Einheitsgewerkschaft oder Friedenspflicht?

"Stabilitätskultur" habe ich noch nie gehört. Bei "Mittelstand" bin ich mir nicht bewusst, dass dieses Wort von der Arbeiterbewegung geprägt wurde.

Gibt es in anderen Ländern eine Friedenspflicht? Wenn nicht, dann müsste man diesen Begriff sowieso erklären.

Herzliche Grüße
Dirk
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Wolfgang Wilhelm
Gast





Íå âûáðàíà

BeitragVerfasst am: Mi Mai 21, 2003 6:56 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
"Stabilitätskultur" habe ich noch nie gehört.

Na so etwas, Deutschland hat mehr zu bieten, als Heidelberg und das Schloss von Neuschwanstein. Ein Staat wie Deutschland, deren Bürger nicht nur zwei Weltkriege durchlebten, sondern von ihm verursacht wurde, deren Bürger zwei mal eine Geltentwertung und riesige Gebietsverluste hinnehmen mussten, für deren Bürger spielt Stabilität eben eine größere Rolle, als für andere Völker. Bestes Beispiel dafür war die D-Mark und es wird der €uro sein, solange die EZB genauso unabhängig bleibt, wie es die Bundesbank auch war.

Eigentlich geht es mir nicht darum, das PIV um 10 Wörter zu erweitern. Die Frage richtet sich jetzt nicht nur auf diese angegebenen Wörter, es geht um mehr. Wenn wir Esperanto schon als Sprache in der EU haben wollen, MÜSSEN solche Begriff nicht nur irgendirgendwie deutbar, sondern klar übersetzbar sein. Das die Englische Sprache dafür ganz ungeeignet ist, muss hier nicht mehr diskustiert werden.

Zitat:
"Stabilitätskultur" habe ich noch nie gehört. Bei "Mittelstand" bin ich mir nicht bewusst, dass dieses Wort von der Arbeiterbewegung geprägt wurde.

Das nicht alle Wörter aus der Arbeiterbewegung vor dem 2. WK stammen, ist logisch. Aber vielleicht haben genau diese Esperantisten sich auch andere Begriffe übersetzt, die etwas mit sozialer Gerechtigkeit zu tun haben.

Und da hätte ich hier noch ein paar Worte: Generationenvertrag, Mitbestimmung(-srecht), Länderfinanzausgleich, Ordnungspolitik, Kündigungsschutz, Handwerksordung, Spekulationsfrist, Bestandsschutzklausel, Tarifbindung, Ladenschlussgesetz, Länderfinanzausgleich, ...

Wolfgang Wilhelm
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Gast






Íå âûáðàíà

BeitragVerfasst am: Do Mai 22, 2003 12:10 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Wolfgang Wilhelm hat Folgendes geschrieben:
Das die Englische Sprache dafür ganz ungeeignet ist, muss hier nicht mehr diskustiert werden.


Muss vielleicht nicht, aber zumindest ich bin strikt gegenteiliger Auffassung.

Amike

Seb.
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Dirk Bindmann
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BeitragVerfasst am: Do Mai 22, 2003 5:53 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Wolfgang Wilhelm hat Folgendes geschrieben:
Wenn wir Esperanto schon als Sprache in der EU haben wollen, MÜSSEN solche Begriff nicht nur irgendirgendwie deutbar, sondern klar übersetzbar sein.

Die übersetzten Begriffe müssen aber auch ohne tiefere Kenntnis des bundesrepublikanischen politischen Systems verstanden werden. Das ist zum Beispiel möglich bei "striko". Gestreikt wird überall in der Welt. Aber wäre es auch sinnvoll, die vielleicht nur in der BRD gepflegte Unterscheidung zwischen Arbeitern und Angestellten in eine internationale Sprache zu übernehmen? Diesen Unsinn müsste man sicherlich erläutern.

Zitat:
Das die Englische Sprache dafür ganz ungeeignet ist, muss hier nicht mehr diskustiert werden.

Ich kann mir vorstellen, dass Arno Schmidts "Zettel's Traum" (nur richtig mit dem falschen Apostroph) nicht mit allen Nuancen ins Englische übertragen werden kann. Ich habe aber noch nie davon gehört, dass ein Übersetzer an einem Text zur deutschen Sozialpolitik verzweifelt wäre.

Eine andere Frage ist es, ob Menschen benachteiligt werden, weil sie eine andere Muttersprache als Englisch sprechen.

Zitat:
Und da hätte ich hier noch ein paar Worte: Generationenvertrag, Mitbestimmung(-srecht), Länderfinanzausgleich, Ordnungspolitik, Kündigungsschutz, Handwerksordung, Spekulationsfrist, Bestandsschutzklausel, Tarifbindung, Ladenschlussgesetz, Länderfinanzausgleich, ...

Es gibt ein Fachwörterbuch über Gewerkschaften, das "Sindikata Terminaro". Vielleicht hilft dir das.

Herzliche Grüße
Dirk
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Martin
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BeitragVerfasst am: Fr Mai 23, 2003 12:18 pm    Titel: Englisch ungeeignet? Antworten mit Zitat

Hallo, zusammen!

Seb hat Folgendes geschrieben:
Wolfgang Wilhelm hat Folgendes geschrieben:
Das die Englische Sprache dafür ganz ungeeignet ist, muss hier nicht mehr diskustiert werden.


Muss vielleicht nicht, aber zumindest ich bin strikt gegenteiliger Auffassung.

Amike

Seb.


Zur Frage, ob Esperanto zur Übersetzung von Begriffen wie "Stabilitätskultur" geeigneter ist als z.B. Englisch, kann ich nur Folgendes sagen:

Wenn ein Begriff nur in einer bestimmten Sprache existiert und für Menschen aus anderen Sprachräumen nicht auf Anhieb verständlich ist (wie z.B. "Stabilitätskultur"), muss ein Übersetzer ihn so wiedergeben bzw. erläutern, dass er für Anderssprachige verständlich wird (z.B. durch eine relativ wörtliche Übersetzung, evtl. in Anführungszeichen, und die Hinzufügung einer Erklärung in Klammern). Dieses Problem kann sich jedoch bei Übersetzungen in jede Sprache ergeben, gleichgültig, ob ins Englische, ins Deutsche oder ins Esperanto. Wenn es also z.B. den Begriff "Stabilitätskultur" weder auf Esperanto noch im Englischen gibt (was meines Wissens der Fall ist), sind bei der Übersetzung in beide Sprachen ähnliche Strategien anzuwenden, und man kann nicht sagen, dass eine der Sprachen für die Übersetzung ungeeigneter wäre als die andere.


Tschüss,
Martin
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