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Ido oder Esperanto
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Helmut
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BeitragVerfasst am: Fr März 18, 2011 3:29 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Ich spreche nur Esperanto, aber bin in der Lage, auch Ido so halbwegs zu verstehen - habe damit eben nur nicht genügend Erfahrung.
Es gibt ernstzunehmende Leute, die Ido als Dialekt des Esperanto bezeichnen.
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Lu Wunsch-Rolshoven
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BeitragVerfasst am: Sa März 19, 2011 1:05 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Terrael hat Folgendes geschrieben:
Hallo habe ich das richtig verstanden, dass sich ido und esperanto im grunde garnicht so sehr unterscheiden?

Ja, geringer Unterschied, s. komparo.

Terrael hat Folgendes geschrieben:
Hat jemand Erfahrungen damit, beide Plansprachen simultan zu erlernen?

Simultan dürfte selten sein. Aber viele Esperantosprecher haben natürlich mal ein wenig Ido gelernt. Und es dann wieder sein lassen.
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Rudolf Fischer
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BeitragVerfasst am: Mi März 23, 2011 9:47 pm    Titel: Rate davon ab Antworten mit Zitat

Terrael hat Folgendes geschrieben:
Hallo habe ich das richtig verstanden, dass sich ido und esperanto im grunde garnicht so sehr unterscheiden? Hat jemand Erfahrungen damit, beide Plansprachen simultan zu erlernen?

Esperanto und Ido sind so benachbart, dass sich ein Idosprechender
und ein Esperantosprechender (nach etwas Einhören) gegenseitig
verstehen. Habe das schon einmal erlebt.

Wie bei allen sehr verwandten Sprachen sollte man sie aber nicht
gleichzeitig lernen (z.B. auch nicht Spanisch und Italienisch), weil die
Trennung sonst schwer fällt und man alles mischt. Mit -ul- werden
im Ido Männerbezeichnungen gebildet, im Esperanto aber
sexusneutrale Personenbezeichnungen: das als Beispiel, wie man
aufpassen muss.
_________________
Rudolf
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Valodnieks
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BeitragVerfasst am: Sa Mai 14, 2011 11:10 am    Titel: Neues Idoforum in Deutschland Antworten mit Zitat

Das Ido-Pendant zu Esperantoland.de das Deutsche Ido-Forum ist umgezogen.

Die neue Adresse ist:
http://forum.idolinguo.de/

Dort kann man sich aktuell über Ido informieren und diskutieren. Es soll natürlich auch ein Forum für den Dialog zwischen Idisten und Esperantisten sein.
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Erik
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BeitragVerfasst am: Sa Jul 23, 2011 6:33 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Ido scheint ganz gut singbar zu sein: MAESTRI DIL SONO - Me amoras tu
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Erik
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BeitragVerfasst am: Do Jul 28, 2011 8:34 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Lu Wunsch-Rolshoven hat Folgendes geschrieben:

Terrael hat Folgendes geschrieben:
Hat jemand Erfahrungen damit, beide Plansprachen simultan zu erlernen?

Simultan dürfte selten sein. Aber viele Esperantosprecher haben natürlich mal ein wenig Ido gelernt. Und es dann wieder sein lassen.


Beispiel?

Ich finde einige Ideen von Ido ganz gut. Z.B. keine -j Markierung für die Mehrzahl, "me" statt "mi" (um Verwechselungen mit "ni" zu vermeiden). Beides ist wohl in der schriftlichen Sprache wohl kein Problem. In der flüssigen gespochenen Sprache so gut wie unhörbar. Die "Verwechslungsgefahr" von "ich" und "wir" finde ich fatal, weil eine Meinungsäußerung in der "wir-"Form sehr oft ein indirekter verbaler Angriff ist.

Ich werde mir Ido auf jeden Fall mal genauer ansehen. Großes Manko von Ido ist natürlich das magere Musik-Angebot. Also noch magerer als Espo-Musik.


Geändert am Do Jul 28, 2011 8:36 pm von Erik
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Rudolf Fischer
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BeitragVerfasst am: Do Jul 28, 2011 9:27 pm    Titel: Es hängt alles zusammen Antworten mit Zitat

Erik hat Folgendes geschrieben:
Lu Wunsch-Rolshoven hat Folgendes geschrieben:

Aber viele Esperantosprecher haben natürlich mal ein wenig Ido gelernt. Und es dann wieder sein lassen.

Beispiel?

Ich zum Beispiel.
Erik hat Folgendes geschrieben:

Ich finde einige Ideen von Ido ganz gut. Z.B. keine -j Markierung für die Mehrzahl

Die Vor und Nachteile der beiden Sprachsysteme sind schon vor über 100 Jahren erschöpfend behandelt worden. Ich mache nur darauf aufmerksam, dass man sich nicht einfach nur die eine oder andere Eigenschaft herauspicken kann.

Wer zum Beispiel den synthetischen (= durch Endungswechsel) Plural auf -i besser findet als den agglutinierenden (= angehängten), der muss gleichzeitig auf den Plural der Adjektive verzichten, weil man "boni" sonst nicht ansähe, ob es ein Substativplural oder ein Adjektivplural ist. Beim Anhängen von -j bleibt hingegen die Wortklasse erkennbar.

Der Verzicht auf den Adjektivplural führt wieder zwangsweise zu weiteren Nachteilen, nämlich, dass man in den Fällen, wo im ganzen Satz der Plural nicht ausgedrückt wird, dieses dann durch den bestimmten Artikel gemacht werden muss, der aber nicht "li" heißt, sondern "le", usw. usf.

Es lerne jeder das, was ihm besser gefällt.
_________________
Rudolf
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Erik
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BeitragVerfasst am: Sa Jul 30, 2011 10:31 am    Titel: Re: Es hängt alles zusammen Antworten mit Zitat

Danke, Rudolf.

Mir persönlich ist auch der Klang einer Fremdsprache sehr wichtig. Ich konnte mich bis jetzt nur kurz in Ido einhören. Aber die Lieder und auch vorgelesenen Geschichten die ich bis jetzt auf Ido gehört habe klingen irgendwie angenehmer/melodischer als Esperanto. Obwohl Ido auch paar unangenehme Zischlaute besitzt. Aber vielleicht lag das auch an der hochgeladenen Audio-Dateien. Nokto ploras | Mea vido-cirklo. Esperanto klingt für mich irgendwie immer etwas rumpelig. Was natürlich auch seinen Reiz hat. Ido hat mir von Anfang an vom Klang her gefallen. Obwohl die "Gefahr" von Lautverwaschungen höher zu sein scheint.
Esperanto hat mir am Anfang vom Klang her überhaupt nicht gefallen. Allerdings mag ich die strenge phonetische Aussprache (Ein Buchstabe = ein Klang). Ich habe trotzdem ca. 55x Esperanto Karaoke erstellt. Was eigentlich ganz gut in der Esperanto Gemeinschaft angekommen ist.

Ich habe mir jetzt mal die Liedertexte von 3x Ido-Lieder abgetippert und werde da auch mal diese Lieder testweise "verkaraoken".

Wg. "Vor und Nachteile der beiden Sprachsysteme sind schon vor über 100 Jahren erschöpfend" disskutiert zitiere ich einfach mal aus einem Lied. Mehr gibt's dazu eigentlich von meiner Seite auch nicht zu sagen.

multaj homoj miras kaj miras kial mi
Esperanton parolas
la klarigo estas simpla: mi tiel volas
kaj mi ne vivas en histori’
nek venas de l’ futur’
mi ekzistas hodiaŭ, antaŭ mi nenia mur’


Oder anders gesagt: Die Geschichte von Esperanto motiviert mich in keinster Weise Esperanto zu lernen. Im Gegenteil, ich finde den narzissistischen "Internationalismus-Patriotismus" z.B. beim UK abschreckend.
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Rudolf Fischer
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BeitragVerfasst am: Sa Jul 30, 2011 6:36 pm    Titel: Geschmack, Belesenheit und globale Urteile Antworten mit Zitat

Erik hat Folgendes geschrieben:
Esperanto klingt für mich irgendwie immer etwas rumpelig.


Da sind wir nun beim persönlichen Geschmack, über den sich bekanntlich nicht streiten lässt.

Erik hat Folgendes geschrieben:
Oder anders gesagt: Die Geschichte von Esperanto motiviert mich in keinster Weise Esperanto zu lernen.


Mir ging es nicht um die Geschichte der Esperanto-Bewegung. Es sollte ein zarter Hinweis sein, dass das Studium existierender Literatur zu bestimmten Themen nicht schadet, bevor man diese anschneidet und öffentlich sein eigenes Urteil darüber fällt.

Natürlich kann man sich auf den Standpunkt stellen: "Ich lebe jetzt, was die früher dazu gedacht und geschrieben haben, interessiert mich nicht." Nur muss man nicht erwarten, damit fachlich ernst genommen zu werden.

Erik hat Folgendes geschrieben:

Im Gegenteil, ich finde den narzissistischen "Internationalismus-Patriotismus" z.B. beim UK abschreckend.


Warst du denn mal bei einem UK dabei? Ich selbst bin auch kein Freund von UKs oder pseudonationalen Ritualen, möchte aber die Veranstaltung und ihre Teilnehmer nicht so global heruntermachen.
_________________
Rudolf
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Erik
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BeitragVerfasst am: So Jul 31, 2011 11:13 am    Titel: Antworten mit Zitat

Rudolf Fischer hat Folgendes geschrieben:

Erik hat Folgendes geschrieben:
Oder anders gesagt: Die Geschichte von Esperanto motiviert mich in keinster Weise Esperanto zu lernen.

Mir ging es nicht um die Geschichte der Esperanto-Bewegung. Es sollte ein zarter Hinweis sein, dass das Studium existierender Literatur zu bestimmten Themen nicht schadet, bevor man diese anschneidet und öffentlich sein eigenes Urteil darüber fällt.


Ja, danke für den Hinweis, der sich wohl auf linguistische Details bezieht (?). Ja, Entschuldigung, da muß ich mich demnächst besser vorher informieren. Das Gleiche (=Es könnte nicht schaden) könnte ich aber auch von einer nicht-linguistischen Sichtweise her sagen. Das Studium existierender Jugendkultur könnte einen Hinweis darauf geben, in welcher Art und Weise die Esperanto-Gemeinschaft von dieser Zielgruppe wahrgenommen wird und was passiert wenn diese Zielgruppe etwas als nicht beachtenswert (=uncool bzw. nervend langweilig) bewertet wird. Die Konsequenz ist wahrscheinlich die totale Ignoranz gegenüber der existierenden Esperanto-Kultur und der komplette Mangel an kreativer Weiterentwicklung der bestehenden Esperanto-Kultur weil keine "kreativen Köpfe" dazustossen. Also irgendwie schon Harakiri(UNESCO Atlas of the World's Languages in Danger). Obwohl es wahrscheinlich immer Polyglots/Sprachbegeisterte geben wird, die Esperanto innerhalb weltweit verstreuter kleiner Sprachinseln am Leben erhalten werden.

Rudolf Fischer hat Folgendes geschrieben:

Natürlich kann man sich auf den Standpunkt stellen: "Ich lebe jetzt, was die früher dazu gedacht und geschrieben haben, interessiert mich nicht." Nur muss man nicht erwarten, damit fachlich ernst genommen zu werden.


Hhm, fachlich ernst genommen werden? Ich habe nicht vor im Feld der Linguistik zu agieren. Meine Motivation ist heutzutage Esperanto mit bestimmten Kulturbereichen anzureichern. Im Detail, mit Esperanto sprachiger Musik, wozu sich esperantosprachiges Karaoke sehr gut eignet. Also jedenfalls wird dieses immerhin 4 Stunden umfassenden eobo-Karaoke-Archiv "fachlich" (=als Programmpunkt im Umfeld von Esperanto Jugend Veranstaltungen) ernst genommen bzw. verwendet und "verursacht" Spaß am Esperanto bzw. motiviert Esperanto weiterzulernen.

Rudolf Fischer hat Folgendes geschrieben:

Erik hat Folgendes geschrieben:

Im Gegenteil, ich finde den narzissistischen "Internationalismus-Patriotismus" z.B. beim UK abschreckend.


Warst du denn mal bei einem UK dabei? Ich selbst bin auch kein Freund von UKs oder pseudonationalen Ritualen, möchte aber die Veranstaltung und ihre Teilnehmer nicht so global heruntermachen.


Ja, gut. Ich könnte es auch wie einige jüngere Generationen nach mir machen und diese Präsentation von Esperanto in der Öffentlichkeit einfach komplett ignorieren. Es gab/gibt einen Live-Stream vom UK in Kopenhagen. Und wenn ich dann schon wieder so eineLa Espero Vorstellung sehe, dann, ehm... Okay, sachlich jetzt mal zu diesen La Espero video: Man stelle sich jetzt vor, daß ich da jetzt so sitze und dann der La Espero angespielt wird und die Leute um mich aufspringen und mit festen (engstirnigen?) Blick auf die Flagge diese Hymne mitsingen(?). Vielleicht noch mit der Hand am Herz (IJK 2011, war aber zur ukrainischen Hymne). Also da brüllt dann wirklich alles bei mir innen. Ich will jetzt hier nicht ausführen was und wie. Aber so in der Art wie beim Interna knabino karaokeo schon. Das ist auch keine fiktive Situation. Ich war mal bei einer Zamenhof-Feier in München, wo dann auf einmal Zettel mit einer esperantosprachigen Version der Europa-Hymne rumgegeben wurde und dann die gleiche Situation passiert ist. Aber hey, es gibt überhaupt keine offiziellen Liedertext zur Europa-Hymne. Das ist einfach nur vermessen, Esperanto als Brückensprache hinzustellen. Was soll das? Was soll diese Esperanto-Lobby-Darstellung? Jetzt kann ich das schon emotional noch trennen, dass diese Sachen unter Umständen nur von Einzelpersonen organisiert werden. Ja, schon, aber als bindungsloser Teilnehmer weise ich jeglichen "Fraktionszwang" von mir. Wenn ich das innerlich nicht akzeptieren kann, dann mache ich da auch nicht mit. Ich sag' mal, es ist wie auf der einen Seite ist Esperanto schon sehr interessant, aber auf der anderen Seite finde ich die Movado-Verpackung sehr abschreckend. Erinnert mich zu sehr an das Movado-Theater in der DDR (Jungpionier, Thälmann-Pionier, FDJ, Verherrlichung der Internationalen Brigaden| IB 2), welches glücklicherweise historisch beendet wurde. Sicher sind das persönliche Erlebnisse von mir die wieder hochkommen. Jemand der nicht in der DDR aufgewachsen ist, kann das jetzt wahrscheinlich nicht so komplett emotional nachvollziehen.


Geändert am So Jul 31, 2011 11:52 am von Erik

Geändert am So Jul 31, 2011 11:51 am von Erik
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Helmut
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BeitragVerfasst am: Mo Aug 01, 2011 5:18 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Erik, was die Hymne betrifft, ist das ein typischer Konflikt zwischen Jugend und Erwachsenen. Als Jugendliche haben wir dias Absingen der Hymne abgelehnt. Und waren auch gegen irgendwelche Rituale. Rituale solcher und ähnlicher Art findest Du allerdings auch bei anderen Organisatoren, denk' z.B. an die britische Labour-Party.
Was mir allerdings aufgefallen ist, dass zahlreiche Espis, die in Ihrer Jugendzeit so wie Du gegen die Hymne argumentiert haben, sie heute mit Tränen in den Augen singen.
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Erik
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BeitragVerfasst am: Mo Aug 01, 2011 8:01 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Helmut, heutzutage komme ich aber viel schneller an neue Musik als anno dazumal. (Ja, ich kenne noch die Audio-Kassetten-Zeit). Mein Musik-Konsum ist heutzutage auch wesentlich größer. Wo sollte da noch Platz für eine Hymne sein, die Esperantujo-Patriotismus bzw. Verda Fiereco verbreiten will? Wozu brauche ich überhaupt diese Abgrenzung zu anderen Leuten/Kulturgruppen usw?

Ich finde die Reaktion von dem Jugendlichen (rechts) in diesem Video ab der 00:20 Minute sehr interessant. Die Intention der Hymne ist ihm offensichtlich - diplomatisch gesagt: komplett egal.


Geändert am Di Aug 02, 2011 3:36 pm von Erik
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Helmut
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BeitragVerfasst am: Mo Aug 01, 2011 8:59 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Erik, es zwingt Dich keiner, die Hymne zu mögen. Da braucht die Hymne nicht zu sinden und kannst den Raum verlassen, wenn andere die singen. Und meinetwegen brauchst Du auch nicht Deinen Hintern vom Stuhl zu erheben, sondern kannst gerne sitzen bleiben. Wo ist also das Problem? Die Menschen sind halt unterschiedlich und im Laufe des Lebens ändern sich auch so manche Ansichten.

Andererseits...... nicht jeder interessiert sich für Karaoke.
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esocom
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BeitragVerfasst am: Mo Aug 01, 2011 9:40 pm    Titel: Hymne Antworten mit Zitat

Manche meinen aber, man solle nicht national besetzte Symbole für eine internationale Sache verwenden: http://www.angelfire.com/ny2/ts/ripetighantajfushoj.html.
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Erik
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BeitragVerfasst am: Di Aug 02, 2011 4:52 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Helmut hat Folgendes geschrieben:
Erik, es zwingt Dich keiner, die Hymne zu mögen. Da braucht die Hymne nicht zu sinden und kannst den Raum verlassen, wenn andere die singen.


Falsch. Ich will generell nichts mit Leuten zu tuen haben, die irgendwelche patriotischen Hymnen singen. Ich finde das öffentliche Absingen von patriotischen Hymnen ultra-peinlich. Egal welche Hymne das ist. Und um das mal gleich abzubiegen: Großkonzerte, wo Massen von Leuten irgendetwas mitsingen sind für mich auch kein Hymnengesang. Diese Konzerte sind nämlich nahezu frei von irgendwelchen - Entschuldigung - bescheuerten Patriotismus. Das was die Esperanto-Bewegung ursprünglich mal wollte, gibt es meiner Meinung nach nämlich schon längst. "Muzikstiloj estas mondkulturo. Muzikstiloj ne afliktiĝas pri tradiciaj landlimoj."

Zeit sich mal neue Ziele zu suchen, werte Esperanto-"Bewegung".

Helmut hat Folgendes geschrieben:

Und meinetwegen brauchst Du auch nicht Deinen Hintern vom Stuhl zu erheben, sondern kannst gerne sitzen bleiben.


Nee, ganz anders. Mir ist mein Geld zu schade, zu irgendwelchen Veranstaltungen zu fahren, wo konservativ darauf bestanden wird, diese La Espero - Hymne zu singen. Und ich vielleicht noch aus Versehen in einem Youtube-Video auf dieser Veranstaltung gefilmt werde. Also da dreht's mir wirklich ...

Ja, ich weiß: "Dann bleibst halt da, wo der Pfeffer wächst". Antwort: Genau. Niesen macht wenigstens den Geist frei.

Helmut hat Folgendes geschrieben:

Wo ist also das Problem? Die Menschen sind halt unterschiedlich und im Laufe des Lebens ändern sich auch so manche Ansichten.


Das Problem ist, daß ich die Sprache Esperanto an sich cool/mojose finde. Die Verpackung (=Kultur) von Esperanto finde ich allerdings größtenteils katastrophal uncool/malmojose. Aber sicher bin ich da der absolute Einzelfall mit dieser Meinung.

Helmut hat Folgendes geschrieben:

Andererseits...... nicht jeder interessiert sich für Karaoke.


Ja, und? Was willst du mir jetzt damit sagen? Das ich andere Leute dazu missionieren will, Karaoke-Lieder zu singen? Ah, nee. Klar freue ich mich wenn das Karaoke-Archiv benutzt wird. Aber wenn nicht, jo, dann halt nicht. Spielt's halt weiter Mensch-ärger-dich-nicht im Esperanto-Zirkel. Ist mir schon lange egal.


Geändert am Di Aug 02, 2011 5:34 pm von Erik

Geändert am Di Aug 02, 2011 4:59 pm von Erik
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