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Schwarwälder Bote

 
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Helmut
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Anmeldedatum: 22.07.2004
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BeitragVerfasst am: Do Aug 19, 2010 7:15 pm    Titel: Schwarwälder Bote Antworten mit Zitat

Ein schönes Beispiel, wo Esperanto "ganz normal" erwähnt wird.

http://www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt.nagold-auch-esperanto-hat-man-hier-schon-geschrieben.1ccf0e94-820e-4398-bed2-5df879c62b95.html

Nagold

Auch Esperanto hat man hier schon geschrieben
Von Schwarzwälder-Bote, aktualisiert am 19.08.2010 um 19:32

Ursprünglich stand an der Stelle, an der sich das in unserem Luftbildrätsel gesuchte Kloster befindet, eine Burg.

Nordschwarzwald. Nachdem sich wieder viele Leser am vierten Teil des Luftbildrätsels von Schwarzwälder Bote und Flugsportverein Nagold beteiligt und die richtige Lösung Neuenbürg eingesandt haben, bekommen die Ratefüchse heute eine etwas härtere Nuss zu knacken.

Ursprünglich befand sich auf dem Gelände der gesuchten Einrichtung eine Burg; deren Herren wurden erstmals im Jahr 1095 erwähnt. Das Kloster wurde 1237 von Graf Burkhard III. von Hohenberg auf Betreiben adeliger Damen des Hauses Hohenberg errichtet. 1245 bestätigte Papst Innozenz IV. die Gründung des Klosters. Bereits nach zehn Jahren war die Anzahl der Nonnen von anfänglich zehn auf 60 gestiegen. Doch nur Adlige und begüterte Bürgerstöchter durften eintreten und so wurde das Kloster schnell wohlhabend – mit dem Wohlstand aber kehrten auch laxe Sitten ein.

Im 14. Jahrhundert, etwa 100 Jahre später, wurden von der Nonne Elisabeth Berichte über das religiöse Leben und die Gnadenerlebnisse verstorbener Klosterangehöriger aufgezeichnet, die überregionale Bekanntheit erlangten. Sie sind in einem in mehreren Fassungen redigierten Schwesternbuch des Klosters und in der Vita einer Schwester Irmegard überliefert.

Im Jahr 1381 wurde die Grafschaft Hohenberg an Habsburg verkauft, das Kloster wurde so bis 1805 eine vorderösterreichische Enklave.

Zu Beginn des 16. Jahrhunderts galt das Kloster als Vergnügungslokal für Junker. Die Folge: Die Ordensoberen verordneten den Nonnen, regelmäßig Gottesdienste zu feiern und "in ehrbarerer und züchtiger Kleidung" zu gehen.

In der Säkularisation kam das vorderösterreichische Kloster 1805 an Württemberg und wurde am 11. Oktober 1806 aufgehoben. Die Nonnen durften vorerst weiter im Kloster wohnen bleiben, die letzte Nonne verließ 1855 das Kloster.

Bereits 1851 wurde in den Gebäuden eine Ackerbauschule eingerichtet, für deren Zöglinge in der Johanniskirche des ehemaligen Klosters auch Gottesdienste abgehalten wurden. Im Jahr 1941 stellte die Ackerbauschule ihren Betrieb ein.

1958 erhielt die Evangelische Michaelsbruderschaft der Berneuchener Bewegung die Erlaubnis, in die ehemaligen Klostergebäude einzuziehen und ein Einkehrhaus einzurichten. Seit 1970 nutzen die Berneuchener das gesamte Klostergelände. Im Jahr 2000 wurde – neben der Nutzung durch die Michaelsbruderschaft – die Ackerbauschule neu eröffnet.

Seit 2000 besteht im Kloster eine Dauerausstellung zu den Werken Helmuth Uhrigs, der seine Werke testamentarisch der Michaelsbruderschaft vermachte. Ein "Uhrig-Kreis" im Kloster sorgt für Sonder- und Wanderausstellungen sowie für Publikationen über den Künstler.

Zwischen 1995 und 2001 tagte im Kloster wiederholt das Redaktionsteam für das ökumenische Gottesdienstbuch ADORU in der internationalen Sprache Esperanto.

Heute lädt die Hausgemeinschaft Gruppen und Einzelgäste ein zum "Aufatmen" – so der Titel des jährlichen Veranstaltungsplanes –, zum Beispiel bei Chorwochen, Konfirmandenfreizeiten oder Meditationskursen.
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