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Wie lange braucht man, um Esperanto zu lernen?
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Helmut
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BeitragVerfasst am: Mo Feb 04, 2013 4:55 pm    Titel: Wie lange braucht man, um Esperanto zu lernen? Antworten mit Zitat

Das ist sicherlich eine gute Frage, auf die es die unterschiedlichsten Antworten gibt, die alle ihre Berechtigung haben.
Wobei zu allererst festzulegen ist, was bedeutet "Man kann Esperanto".

Wie Lu schrieb, kann man an drei Wochenendkursen einen Einstieg bekommen. Wobei ich allerdings Bedenken habe, dass das erlernte Wissen tatsächlich fest im Gedächtnis verankert ist.

Beim Brazila Kurso kann ich aus Erfahrung pauschal sagen: Pro Lektion 1 Woche (1 Stunde für die Lektion und an den folgenden 6 Tagen jeweils 1/2 Stunde zur Verfestigung. Nach 12 Wochen ist man durch den Kurs durch. Es fehlt dann natürlich die Sprachpraxis und auch der Wortschatz ist bescheiden. Mit dem Sprachstand kann man aber zu einer internationalen Esperanto-Veranstaltung fahren. Die ersten 2 Tage sind dann zwar fürchterlich, aber nach der Woche ist die Begeisterung riesig - wie mir mehrere Kursteilnehmer schrieben.

Die Zeit, die man nennt muss auf jeden Fall realistisch sein und man darf sich nicht an irgendwelchen "Extremisten" orientieren, die tatsächlich Esperanto so rasend schnell gelernt haben. Und die Zeit muss glaubhaft sein - ganz wichtig. Selbst wenn man Esperaranto in 2 Stunde lernen könnte, würde uns das keiner abnehmen.

Ich sage häufig, dass ich viele Leute kenne, die den C1-Abschluss in 2 Jahren gemacht haben, meist mit dem Hinweis verbunden, dass nach 9 Jahren Gymnasial-Unterricht mit Leistungskurs in der Oberstufe die Schüler in Englisch nur mit Mühe den Stand B2 erreichen. (De Anichten welchen Wissensstand ein Anbiturient hat, schwanken dabei allerdings stark: die SDI - Hochscule von angewandten Sprachen in München spricht von B1, andere trauen Abiturienen mindestens B2 zu).

Die Aber gut - was sind Eure Ansichten?
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esocom
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BeitragVerfasst am: Mo Feb 04, 2013 7:21 pm    Titel: Wie lange braucht man, um Esperanto zu lernen? Antworten mit Zitat

Jedenfalls sollte man den Eindruck vermeiden, Esperanto könne man schneller lernen als andere Sprachen, weil es simpel sei.

Die Leichtigkeit des Lernens sollte bei der Argumentation für Esperanto nicht im Vordergrund stehen. Wichtig sind die sozialen Kontakte über Sprachgrenzen hinweg auf gleicher Augenhöhe.

Die Menschheit hat in ihrer sozialen Entwicklung Fortschritte meistens aus Not heraus gemacht. Esperanto bietet die unschätzbare Chance, das einmal aus Einsicht zu tun.

Dies kann eine gute Motivation sein, die Menschen beflügelt. Wer gut motiviert ist, wird es zusätzlich leicht haben Esperanto "schnell" zu lernen. Da Ausnahmeregeln in der Grammatik leicht einsichtig sind, hat man auch relativ schnell Erfolgserlebnisse, was einen zusätzlich beim Lernen vorantreibt.
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Sunjo
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BeitragVerfasst am: Mo Feb 04, 2013 7:43 pm    Titel: Re: Wie lange braucht man, um Esperanto zu lernen? Antworten mit Zitat

Helmut hat Folgendes geschrieben:

Beim Brazila Kurso kann ich aus Erfahrung pauschal sagen: Pro Lektion 1 Woche (1 Stunde für die Lektion und an den folgenden 6 Tagen jeweils 1/2 Stunde zur Verfestigung. Nach 12 Wochen ist man durch den Kurs durch. Es fehlt dann natürlich die Sprachpraxis udn auch der Wortschatz ist bescheiden. Mit dem Sprachstand kann man aber zu einer internationalen Esperanto-Veranstaltung fahren. Die ersten 2 Tage sind dann zwar fürchterlich, aber nach der Woche ist die Begeisterung riesig - wie mir mehrere Kursteilnehmer schrieben.


Dem kann ich voll zustimmen. In der Realität sieht es dann nach meiner bisher begrenzten Erfahrung aber oft genug so aus, dass es länger dauert, weil man zwischendurch mal ein bisschen die Lust verliert, oder andere Dinge wichtiger sind.
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Helmut
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BeitragVerfasst am: Mo Feb 04, 2013 8:33 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Darum mache ich die Teilnehmer auch immer aufmerksam, dass Disziplin angesagt ist, wenn man das Ziel in 3 Monaten erreichen will. Die meisten schludern allerdings in der Hinsicht, weill es knapp 1000 wichtigere Dinge im Leben gibt, als den Kurs durchzuziehen.
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Schnecke



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BeitragVerfasst am: Mo Feb 04, 2013 11:28 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Moin,

also ich kann euch mal berichten, dass ich als Wiederanfänger das ganze doch als recht anstrengend empfinde, obwohl ich seit August täglich 1 bis 2 Stunden investiere. Ich versuche mich nicht an den angeblichen Blitzlernern zu orientieren...dann würde ich mich doch fragen, ob ich überhaupt " lernfähig" bin. Was mich im Moment bei den Lehrwerken stört, ist teilweise dieses "Saluton Gequatsche, ich heiße so und so, meine Hobbies sind usw." und das ich kein Lehrbuch richtig gut finde und nach kurzer Zeit dann wieder wechsele. Momentan hantiere ich mit 4 Onlinekursen und 8 Lehrbüchern. Mein theoretisches Wissen hat sich klar gesteigert, aber der Schock kam vor kurzem als ich per Skype einem richtigen Eo-Sprecher gegenüber saß. Aber ich glaube, dass das ganze sowieso nicht nebenbei sondern nur mit Biss funktioniert.

Christian
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Safari
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BeitragVerfasst am: Di Feb 05, 2013 12:05 am    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo!

Ich hab mal eine kurze Zwischenfrage: Ich würde gerne Ende März auf das Jugendtreffen des italienischen Esperantoverbandes fahren. Meine Esperanto-Kenntnisse "beschränken" sich derzeit auf den Lernu-Kurs "La puzzlo Esperanto" und ein paar Lektionen in "Esperanto - direkt".

Wie realistisch ist es mich im März (bis Ende Februar hab ich Prüfungen) "sprachfit" für dieses Treffen zu machen? Kann ich das Treffen gleich vergessen oder gibt es eine Chance mit einem akzeptablen Esperanto zu fahren.

Ich muss auch noch sagen, dass ich im März außer Esperanto eigentlich nichts zu tun habe, da Ferien sind. Und: Ich habe Vorkenntnisse in Französisch, Italienisch und (klar) Englisch und Deutsch, die mir zwecks Grammatischer Strukturen und Vokabular sehr helfen.
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Safari

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Sunjo
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BeitragVerfasst am: Di Feb 05, 2013 12:15 am    Titel: Antworten mit Zitat

Fahr hin. Unbedingt. Very Happy
Was du bis dahin nicht kannst, wirst du dort lernen, vor allem wenn man berücksichtigt, wie sprachlich vor"belastet" du schon bist.

Und da du dich ja auch nicht erst seit gestern in diesem Forum hier herumtreibst, könnte ich mir vorstellen, dass so ein Treffen den richtigen Motivationsanreiz bringt.
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Helmut
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BeitragVerfasst am: Di Feb 05, 2013 11:12 am    Titel: Antworten mit Zitat

Ich kann da Sunjo nur beipflichten. Hinfahren.
Wie ich oben schon schrieb, Du wirst die ersten zwei Tage vielleicht glauben, dass Du nichts weißt un verstehst, aber dann geht es rasend schnell aufwärts.
Vielleicht gibt es auch Kurse, der "paroliga kurso" wäre für Dich der passende.
Außerdem kennen alle das Problem, denn sie sind alle mal Anfänger gewesen (bis auf die paar Muttersprachler).
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Helmut
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BeitragVerfasst am: Di Feb 05, 2013 11:16 am    Titel: Antworten mit Zitat

Schnecke hat Folgendes geschrieben:
Was mich im Moment bei den Lehrwerken stört, ist teilweise dieses "Saluton Gequatsche, ich heiße so und so, meine Hobbies sind usw."

Das mag Dich stören. Aber wenn Du auf einem Treffen bist, sind das typische Fragen, denn man möchte ja wissen, wie der Gegenüber heißt, wo er her kommt und was er so in seinem Leben macht.
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mlennartz
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BeitragVerfasst am: Di Feb 05, 2013 12:51 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Ich neige dazu, ein Jahr anzugeben. Vorteil: Wer schneller lernt, hat bereits ein erstes Erfolgserlebnis.

Ansonsten ist die Frage nicht falsch gestellt, aber unscharf. Mir sagen auch die Examen nichts.

Man kann nach einem Jahr Esperanto passiv so beherrschen, dass man mit gelegentlicher Hilfe eines Wörterbuchs Zeitungen und einfache unterhaltende Lektüre lesen kann. Aktiv kann man die Sprache so weit beherrschen, dass einfache Gespräche möglich sind. Nach zwei Jahren kann man auch längere Texte (Romane) fast ohne Wörterbuch lesen und sich fließend verständigen.

Voraussetzungen dafür sind
- gutes Lehr- und Lesematerial
- zwei bis drei Mal pro Woche ein bis zwei Stunden Lernen. Wenn es mal nur eine halbe Stunde ist - kein Problem, du bist nicht Richard Kimble (Auf der Flucht).

Nach zwei Jahren habe ich ein Niveau, dass ich in einer Nationalsprache nur erreiche, wenn ich mich für wenigstens sechs Monate in dem Land aufhalte.
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Helmut
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BeitragVerfasst am: Di Feb 05, 2013 2:20 pm    Titel: Antworten mit Zitat

mlennartz hat Folgendes geschrieben:
Mir sagen auch die Examen nichts.

Ich meinte die Prüfungen nach dem "Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen" des Europarats, die auch für Esperanto angeboten werden. Die Prüfungen werden nicht von einer Esperanto-Institution abgenommen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Gemeinsamer_Europ%C3%A4ischer_Referenzrahmen
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mlennartz
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BeitragVerfasst am: Mi Feb 06, 2013 10:10 am    Titel: Antworten mit Zitat

Ich weiß schon, was der Referenzrahmen ist, ist habe mich nur nie für die einzelnen Prüfungen interessiert.

@Schnecke: Momentan hantiere ich mit 4 Onlinekursen und 8 Lehrbüchern.

Vielleicht liegt da das Problem. Zu den typischen Esperanto-Fehlern, die über Lehrbücher und Kurse (!) in die Landschaft getragen werden, gehören:

- Es gibt es Esperanto weder Genitiv noch Dativ. Viel Lehrbücher imitieren die deutsche Sprache und erfinden den 3. und 4. Fall.

- Es gibt im Deutschen - anders als im Esperanto - keine klare Trennung zwischen transitiven und intransitiven Verben.

- Der Akkusativ wird im Esperanto sehr viel weiter/öfter gebraucht als im Deutschen.

- Heute wird die Richtungs-, Zeitpunkt-, und Maße-Endung -n nicht mehr dem Akkusativ zugeordnet.

- Wortbildung: Esperanto ist kein LEGO-Baukasten, aus dem man sich seine private Sprachen komntieren kann.

usw.

Es war wirklich Zeit für ein neues Lehrbuch.
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Erik
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BeitragVerfasst am: So Feb 10, 2013 12:27 am    Titel: Antworten mit Zitat

Schnecke hat Folgendes geschrieben:
Ich versuche mich nicht an den angeblichen Blitzlernern zu orientieren...dann würde ich mich doch fragen, ob ich überhaupt " lernfähig" bin. Was mich im Moment bei den Lehrwerken stört, ist teilweise dieses "Saluton Gequatsche, ich heiße so und so, meine Hobbies sind usw." und das ich kein Lehrbuch richtig gut finde und nach kurzer Zeit dann wieder wechsele. Momentan hantiere ich mit 4 Onlinekursen und 8 Lehrbüchern.
Ein bißchen Small-Talk Vorrat kann aber nicht schaden. Wirst du wahrscheinlich schon brauchen. Aber das Lehrbuch Gequatsche geht anderen Leuten genauso wie dir auch auf die Nerven. Soll bedeuten andere Small-Talk-Variationen zaubern sehr schnell ein Lächeln auf dem Gegenüber sein Gesicht. Vor Ort wirst du wahrscheinlich genügend Situationen begegnen die du ins Gespräch einbauen kannst.

Schnecke hat Folgendes geschrieben:
Mein theoretisches Wissen hat sich klar gesteigert, aber der Schock kam vor kurzem als ich per Skype einem richtigen Eo-Sprecher gegenüber saß.
Aber das macht doch gerade den Reiz bei einer Fremdsprache aus, oder?

Schnecke hat Folgendes geschrieben:
Aber ich glaube, dass das ganze sowieso nicht nebenbei sondern nur mit Biss funktioniert.
Einfach drauf einlassen. Wenn irgendwas schief laufen sollte einfach abhaken mit: "Na, wenigsten kann ich dann später was erzählen". Hat mir jedenfalls so viel geholfen.

Safari hat Folgendes geschrieben:
Ich hab mal eine kurze Zwischenfrage: Ich würde gerne Ende März auf das Jugendtreffen des italienischen Esperantoverbandes fahren. Meine Esperanto-Kenntnisse "beschränken" sich derzeit auf den Lernu-Kurs "La puzzlo Esperanto" und ein paar Lektionen in "Esperanto - direkt".
Wo, wenn nicht auf einem echtem, ausländischen Esperanto-Treffen sollte man sich sonst die maximale Motivation für Esperanto holen? Nur Mut. Es lohnt sich wirklich. Und nebenbei. Das Essen beim IJF soll auch super sein.

Safari hat Folgendes geschrieben:
Wie realistisch ist es mich im März (bis Ende Februar hab ich Prüfungen) "sprachfit" für dieses Treffen zu machen? Kann ich das Treffen gleich vergessen oder gibt es eine Chance mit einem akzeptablen Esperanto zu fahren.
Ich finde, daß der kurze Lernu-Kurs Mi estas komencanto ziemlich gut auf paar typische Situationen bei einem Eo-Treffen vorbereitet. Wie schon oben geschrieben: Einfach drauf einlassen und hinfahren. Was soll schon viel schief gehen? Du hast eine Unterkunft, Essen ist organisiert (memzorganto könnte abenteuerlicher werden) und mindestens die Hälfte der Leute beim Treffen fühlen sich genauso wie du jetzt Wink
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Lu Wunsch-Rolshoven
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BeitragVerfasst am: So Feb 10, 2013 9:02 am    Titel: Weiter lernen Antworten mit Zitat

Schnecke hat Folgendes geschrieben:
also ich kann euch mal berichten, dass ich als Wiederanfänger das ganze doch als recht anstrengend empfinde, obwohl ich seit August täglich 1 bis 2 Stunden investiere. Ich versuche mich nicht an den angeblichen Blitzlernern zu orientieren...dann würde ich mich doch fragen, ob ich überhaupt "lernfähig" bin.
Anstrengend kann es sein, keine Frage.

Ich wollte nicht den Eindruck erwecken, die anderen würden nach 20 Lernstunden perfekte Vorträge halten. Ich denke nur, nach 20 Stunden Lernzeit ist man normalerweise in der Lage, mit einem freundlichen Esperantosprecher Sätze auszutauschen wie: "Kie vi loĝas? - Mi loĝas en ..." "Kio estas via profesio? - Mi estas (Büroangestellter). - Vi estas oficeja dungito. - Dankon. Mi estas oficeja dungito. Kaj vi? - ..."
Das nenne ich "Esperanto in der Praxis anwenden", also mit Inhalten, die nicht aus dem Lehrbuch kommen, sondern etwas Persönliches beinhalten.

Schnecke hat Folgendes geschrieben:
Was mich im Moment bei den Lehrwerken stört, ist teilweise dieses "Saluton Gequatsche, ich heiße so und so, meine Hobbies sind usw." und das ich kein Lehrbuch richtig gut finde und nach kurzer Zeit dann wieder wechsele. Momentan hantiere ich mit 4 Onlinekursen und 8 Lehrbüchern.
Das macht die Sache etwas kompliziert. Lernen besteht im wesentlichen aus Wiederholung. Wenn du jetzt immer wieder wechselst, dann prägen sich in deinem Kopf die Vokabeln und Satzstrukturen der einzelnen Bücher nicht so gut ein. (Ich habe mal gehört, man müsse einem Wort etwa 200 Mal begegnen, bis man es wirklich voll drauf hat.)

Daher käme in Betracht, einem der 12 Autoren der Lehrwerke eine faire Chance zu geben und den betreffenden Kurs mal durchzugehen mitsamt zugehörigen Übungen. Dann werden die Satzstrukturen ein wenig eingespeichert und du hast eine gewisse, etwas solide Basis.

Schnecke hat Folgendes geschrieben:
Mein theoretisches Wissen hat sich klar gesteigert, aber der Schock kam vor kurzem als ich per Skype einem richtigen Eo-Sprecher gegenüber saß.
Naja, die Frage kann nicht sein: Habe ich ein Niveau, dass ich jeden verstehen kann, egal wie kompliziert oder schnell oder ungewohnt er spricht? Das kann in jeder Sprache noch nach Jahren schwer sein. Die Frage ist: Kann ich eine Unterhaltung führen, wenn der andere sich anstrengt, das mit mir gut auf die Reihe zu bringen?

Schnecke hat Folgendes geschrieben:
Aber ich glaube, dass das ganze sowieso nicht nebenbei sondern nur mit Biss funktioniert.
Also, wenn du täglich zumindest eine Stunde was für Esperanto tust, dann hast du offensichtlich Biss. Ich würde anraten, mal über ein Esperanto-Wochenende nachzudenken. Wenn du da von einem Lehrer etwa 15 Stunden lang Esperanto-Unterricht erhältst (es sollte schon im wesentlichen in Esperanto sein), dann wird das das bisherige Wissen deutlich festigen.
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Schnecke



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BeitragVerfasst am: So Feb 10, 2013 1:50 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Ich mache erst mal im März 1 Woche Herzberg... und dann mal sehen. Grundsätzlich habe ich aber den Anspruch nicht ohne jegliches Wissen zu einem Treffen zu fahren. Ich muss zu mindest für meine Gefühl etwas mehr drauf haben als "guten Tag und bis gleich". Andere stürzen sich vielleicht gleich ohne Vorwissen in ein Treffen - ich kann das so nicht. Meine letzten Esperanto oder Schulerfahrungen sind über 30 Jahre her und ich merke schon, das ich erst mal wieder Lernen lernen muss, und was z.B. das Vokabeln lernen angeht, komme ich noch immer mit dem klassischen Kärtchen/Kasten besser klar als mit jedem Softwaretrainer. Momentan angesagt ist der Kurs von Schiffer und ich höre viel Radio Verda.

Gruß

Ps. Im Thema Hochschulgruppe gründen ging es ja unter Anderem um das Thema Ewige Anfänger und ob man sie abblitzen lässt oder nicht... da wäre doch die Frage, wie erkennt man die denn überhaupt, bzw. könnten das nicht auch "normale" Anfänger sein?


Geändert am So Feb 10, 2013 2:10 pm von Schnecke
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