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Werbung für Esperanto
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gasto
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BeitragVerfasst am: Mo März 14, 2011 6:28 pm    Titel: Werbung für Esperanto Antworten mit Zitat

hans hat Folgendes geschrieben:

Wichtig ist doch, festzustellen: ist Eo nur vier mal leichter zu lernen, oder zehn mal, oder? Im Vergleich zu Englisch, Fra, usw.

Wenn nur wischiwaschimässig klar ist, welchen Vorteil Eo tatsächlich bringt, können wir nicht effektiv genug werben.


"Werben" mit "leichtem Lernen des Esp." Ich frage Euch, sollte man diese "Werbemethode" nicht durch bessere ersetzen?

Wenn ein neues Verkaufsobjekt eingeführt werden soll, dem potentiellen Käufer noch völlig unbekannt, wie geht dann die Werbung vor? Wird nicht eine ganze Armee von Werbespezialisten eingesetzt, um herauszufinden, wie man den Kunden 'kaufwütig' stimmen könnte?

Ich denke, wir Espis sollten uns nach Fachleuten umsehen. Auch Esperanto ist eine 'Ware', die an den Mann gebracht werden soll. Dazu bedarf es meiner Ansicht nach geeigneter Manager. "Good will" und "Ehrenamt" ist was Anerkennenswertes, aber es reicht bei weitem nicht aus.

Wie seht Ihr das ?

[Geschrieben von "Gasto-cent", s.u.]
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Helmut
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BeitragVerfasst am: Mo März 14, 2011 7:22 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Da bin ich allerdings sehr skeptisch, was die Profis zustande bringen sollen.
Ich habe in meinem Beruf genügend mit Unternehmensberatungen zu tun. Die verkaufen für teures Geld auch nur alten Wein in neuen Schläuchen. Bei Werbeagenturen stelle ich mir das auch nicht anders vor.

Es gab mal ein "Manlibroi de varbado" von Günter Conrad. Vielleicht gibt es das ja noch und liefert Ideen.

P.S.: Ich habe mal nachgeschaut. Das Buch ist für kleines Geld bei den Bücherdiensten noch erhältlich.


Geändert am Mi März 16, 2011 4:20 pm von Helmut
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Lu Wunsch-Rolshoven
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BeitragVerfasst am: Sa März 19, 2011 1:42 pm    Titel: Werbung für Esperanto und einzelne Dienstleistungen Antworten mit Zitat

Hallo "gasto",
unterschreib doch bitte mit einem Namen oder Pseudonym, damit man die gastoj evtl. auseinanderhalten kann.

gasto hat Folgendes geschrieben:

"Werben" mit "leichtem Lernen des Esp." Ich frage Euch, sollte man diese "Werbemethode" nicht durch bessere ersetzen?

Ja. "Esperanto ist leicht" bedeutet "unser Produkt ist billig". Ich denke, man sollte insofern eher sagen: "Weil Esperanto relativ schnell zu lernen ist, kann man in einer gegebenen Zeit Esperanto besser lernen als andere Sprachen." Und ansonsten ist natürlich die Basisweisheit der Werbung, dass man den Nutzen herausstellt. Also z.B. einfache Kontakte mit Leuten aus anderen Ländern, internationale Veranstaltungen usw. (Ja, das ist nicht für alle Leute interessant. Aber das ist nicht essentiell, da es derzeit als Ziel reicht, etwa ein Prozent der Bevölkerung anzusprechen und 0,1 % zu Esperantosprechern zu machen.)

gasto hat Folgendes geschrieben:
Wenn ein neues Verkaufsobjekt eingeführt werden soll, dem potentiellen Käufer noch völlig unbekannt, wie geht dann die Werbung vor? Wird nicht eine ganze Armee von Werbespezialisten eingesetzt, um herauszufinden, wie man den Kunden 'kaufwütig' stimmen könnte?

Esperanto ist nicht völlig unbekannt, sondern hat bereits ein Image als gescheitertes Projekt. Die Botschaft ist daher u.a., dass es zwei unterschiedliche Themen gibt: Esperanto als einzuführende Weltsprache und als Feriensprache einer bereits existierenden und wachsenden internationalen Gemeinschaft.

Eine Armee von Werbefachleuten kann die Esperanto-Sprachgemeinschaft nicht finanzieren. Und sie will auch keine Strukturen einführen, die Werbung (Beratung und Umsetzung) finanzierbar machen - das müsste ja über Einnahmen irgendwelcher Art gehen, die über den Kosten liegen; dies aber ist verpönt, weil Esperanto ja ein idealistisches Projekt ist...

Man braucht nach meinem Eindruck auch keine Armee von Werbefachleuten. Es könnte reichen, ein paar fähige Leute zu haben, die sowohl Ahnung von der Esperanto-Sprachgemeinschaft und ihren Strukturen haben als auch von Werbung; ein Teil alleine reicht nicht, es muss zusammenpassen, Esperanto-Fachleute und Werbeleute müssen evtl. lange miteinander reden.

Ansonsten gibt es die Möglichkeit, Werbeleute nicht sofort um ein Konzept zu bitten, sondern erstmal die Bücher von Werbeleuten zu lesen. Damit man erstmal weiß, worum es geht, und die Leistung der Gegenseite auch beurteilen kann. Als Autoren halte ich viel von David Ogilvy (Geständnisse eines Werbemannes, Ogilvy über Werbung), Jay C. Levinson (Guerilla-Marketing). Everett M. Rogers (Diffusion of innovations; Diffusionstheorie bei Wikipedia) macht klar, wie Neuigkeiten sich verbreiten.

Außerdem reicht es nicht, Werbung zu machen. Man muss es auch noch umsetzen. Es ist fraglich, ob die traditionellen Strukturen der Esperanto-Sprachgemeinschaft darauf vorbereitet sind und dafür geeignet. Wenn man sich in der Gesellschaft so im Bereich der Werbung sowie der Erstellung von Gütern und Dienstleistungen umschaut, dann ist festzustellen, dass das Dinge sind, die von Unternehmen und kaum von Verbänden gemacht werden.

gasto hat Folgendes geschrieben:
Ich denke, wir Espis sollten uns nach Fachleuten umsehen. Auch Esperanto ist eine 'Ware', die an den Mann gebracht werden soll. Dazu bedarf es meiner Ansicht nach geeigneter Manager. "Good will" und "Ehrenamt" ist was Anerkennenswertes, aber es reicht bei weitem nicht aus.

Im wesentlichen: Ja!

Man könnte präzisieren, es geht weniger darum, Esperanto allgemein unters Volk zu bringen. Eher ganz konkret, einzelne Esperanto-Dienstleistungen oder -Waren zu vermarkten. Sprachkurse, Veranstaltungen, Bücher usw.
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Lu Wunsch-Rolshoven
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BeitragVerfasst am: Sa März 19, 2011 1:52 pm    Titel: Wissen über Werbung Antworten mit Zitat

Helmut hat Folgendes geschrieben:
Da bin ich allerdings sehr skeptisch, was die Profis zustande bringen sollen.
Ich habe in meinem Beruf genügend mit Unternehmensberatungen zu tun. Die verkaufen für teures Geld auch nur alten Wein in neuen Schläuchen. Bei Werbeagenturen stelle ich mir das auch nicht anders vor.

Ich denke auch, dass es wenig Sinn hat, ohne eigene Vorarbeit Werbeleuten die komplexe Aufgabe zu stellen: Verbreite Esperanto! Zum einen ist das Problem komplexer als nur die Entwicklung einer Werbestrategie. Zum anderen, ja, können Werbeleute zu 90 % auch nur das machen, was der allgemeinen Fachwelt bereits bekannt ist.

Das allerdings ist der Esperanto-Welt bisher nicht bekannt. Es gibt ja z.B. praktisch keine jüngere Fachliteratur über Werbung auf Esperanto. Das Buch von Conrad (vom Inhalt mal abgesehen) ist mindestens drei Jahrzehnte alt... Und Ziko vermittelt auch kein Werbe-Fachwissen, auch wenn er sicherlich zwei sehr hilfreiche Schritte in die richtige Richtung gemacht hat.
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Helmut
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BeitragVerfasst am: Sa März 19, 2011 4:15 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Werbeagenturen sind im Grunde auch nur in der Lage, das wiederzugeben, was wir ihnen erzählen und für wichtig halten. Das ganze erscheint dann in zeigtgemäß aufbereiteter Form.

Finanziell kann sich die Esperanto-Bewegung keine professionelle Werbeagentur leisten. Es stellt sich allerdings die doch im Grunde recht naheliegende Frage, ob wir nicht in unseren eigenen Reihen ein oder zwei Werbefachleute haben, die uns bei der Arbeit unterstützen können.

Das Argument, Esperanto sei leicht zu erlernen, ist durchaus ein wichtiges Argument, das wir vorzeigen sollten. Allerdings, wie schon Lu schrieb, in einer Form, dass nicht gleich der Eindruck entsteht, dass Esperanto "billig" oder - besser formuliert - primitiv sei. Also gleich mit dem Hinweis, warum Esperanto leicht erlernbar ist: keine Probleme mit mehrere Diklinationen und Konjugationen, die einfach Morphologie udn ganz allgemein die Ausnahmefreiheit.
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Lu Wunsch-Rolshoven
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BeitragVerfasst am: So März 20, 2011 1:25 am    Titel: Warum keine professionelle Werbung betrieben wird Antworten mit Zitat

Helmut hat Folgendes geschrieben:
Werbeagenturen sind im Grunde auch nur in der Lage, das wiederzugeben, was wir ihnen erzählen und für wichtig halten. Das ganze erscheint dann in zeitgemäß aufbereiteter Form.

Eine gute Werbeagentur schafft es, aus dem, was man erzählt, das auszufiltern, was zu erzählen sinnvoll ist, und den Rest wegzulassen. Und sie versteht, welchen Aufwand man treiben muss, um welches Ergebnis zu erzielen - insbesondere, was die Definition und Größe der Zielgruppe anbetrifft. Nach meinem Eindruck ist die Kenntnis davon in Esperanto-Kreisen noch nicht sehr verbreitet.

Helmut hat Folgendes geschrieben:

Finanziell kann sich die Esperanto-Bewegung keine professionelle Werbeagentur leisten. Es stellt sich allerdings die doch im Grunde recht naheliegende Frage, ob wir nicht in unseren eigenen Reihen ein oder zwei Werbefachleute haben, die uns bei der Arbeit unterstützen können.

Ich bin nicht sicher, dass die Esperanto-Verbände sich keine professionelle Werbeagentur leisten könnten. Der Welt-Esperanto-Bund hat etwa 20.000 Mitglieder - wenn von den Mitgliedsbeiträgen jedes Jahr ein Euro zur Seite gelegt würde, hätte man 100.000 Euro zusammen. Dafür liefert selbst eine gute Werbeagentur schon eine ganz ordentliche Analyse und Beratung. Sodass ich eher denke, dass der Wille fehlt oder die Bereitschaft, die dazu nötige eigene Arbeit zu leisten.

Esperanto sprechende Werbefachleute wurden bisher wohl noch nicht von irgendwelchen Vorständen gesucht und dann befragt. Oder man erwartet von ihnen, dass sie unbezahlt professionelle Arbeit leisten. Während viele andere Mitglieder dies nicht tun.

Im übrigen, wie gesagt, ist Werbung nicht alles, man braucht ein umfassendes Konzept, Marketing. Das zu erstellen kostet viel Zeit und anscheinend gibt es niemanden, der es kostenlos erstellen will, und niemanden, der die Erstellung, selbst zu einem Freundschaftspreis, bezahlen will.

Letztlich hängt die Sache m.E. daran, dass die Aktiven der Esperanto-Verbände zwar bereit sind, den Laden einigermaßen aufrecht zu erhalten, aber nicht bereit sind, kostenlos in ihrer Freizeit umfassende Arbeit wie die Erarbeitung eines Werbekonzeptes oder seine Umsetzung zu leisten. Wenn die Mitglieder nicht wollen, dass dafür Geld gezahlt wird, ihr Geld, wird das wohl auch in Zukunft so bleiben.
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Gasto-cent



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BeitragVerfasst am: Di Apr 05, 2011 8:26 pm    Titel: professionelle Werbung ? Antworten mit Zitat

Gasto-cent
(Ich hatte mich oben 'gasto' genannt; weil dort '100 Beiträge' angezeigt wurden, melde ich mich zur Identifizierung jetzt als "gasto-cent")


Vorbemerkung: Ich schreibe nochmals zum von mir angeschnittenen Thema, denke aber, man sollte das vielleicht in eine neues Fester verschieben, da dieses Thema nichts mehr mit "Ungarn und Esperanto" zu tun hat.

Zunächst möchte ich betonen, daß keine einzige der Aktivitäten zur Förderung des Esp gering geschätzt werden soll. "Good will", Ehrenamt, ... sind sehr wertvolle Dinge, auf welche keinesfalls verzichtet werden kann. Natürlich sollen wir auch die Vorteile beim Lernen des Esperanto nennen und erst recht die Vorteile, welche eine internationalen Plansprachesprache hat.

Mein Gedanke war und ist, können wir durch geeignete Maßnahmen die Verbreitung des Esp beschleunigen? Ist vielleicht jetzt im Zeitalter der Globalisierung sogar ein günstiger Zeitpunkt gekommen?

Stichwort "Werbeagentur"
Helmut hat Folgendes geschrieben:
Werbeagenturen sind im Grunde auch nur in der Lage, das wiederzugeben, was wir ihnen erzählen und für wichtig halten. Das ganze erscheint dann in zeigtgemäß aufbereiteter Form.
Das ist sicher nicht falsch; doch halte ich es für etwas unvollständig. Wenn ein Marketingstratege oder ein Werbefachmann nur das zu Wege bringt, was ein Durchschnittsbürger auch liefern kann, so hat er sicher seinen Beruf verfehlt. Kein Unternehmen wird ihn dauerhaft anstellen wollen.

Esp aus seinem Nischendasein herauszuholen und ihm zu einer großen Verbreitung zu verhelfen, ist ganz sicher ein sehr schwieriges Unterfangen und auch ich bilde mir nicht ein, dafür eine Lösung zu haben. Doch es ist gewiß nicht falsch, über die Problematik einer Beschleunigung der Verbreitung nachzudenken. Und in der gemeinsamen Diskussion gelingt es manchmal, neue Wege zu entdecken.

Ich denke Lu hat bereits einige wichtige Punkte herausgearbeitet. Mit folgenden Bemerkungen stimme ich 100%ig überein oder ich teile die genannten Bedenken.
Lu Wunsch-Rolshoven hat Folgendes geschrieben:

1) Eine gute Werbeagentur schafft es, aus dem, was man erzählt, das auszufiltern, was zu erzählen sinnvoll ist, und den Rest wegzulassen. Und sie versteht, welchen Aufwand man treiben muss, um welches Ergebnis zu erzielen - insbesondere, was die Definition und Größe der Zielgruppe anbetrifft. Nach meinem Eindruck ist die Kenntnis davon in Esperanto-Kreisen noch nicht sehr verbreitet.

2) ... Dafür liefert selbst eine gute Werbeagentur schon eine ganz ordentliche Analyse und Beratung. Sodass ich eher denke, dass der Wille fehlt oder die Bereitschaft, die dazu nötige eigene Arbeit zu leisten.

3) Esperanto sprechende Werbefachleute wurden bisher wohl noch nicht von irgendwelchen Vorständen gesucht und dann befragt.

4) Im übrigen, wie gesagt, ist Werbung nicht alles, man braucht ein umfassendes Konzept, Marketing.

5) Man braucht nach meinem Eindruck auch keine Armee von Werbefachleuten. Es könnte reichen, ein paar fähige Leute zu haben, die sowohl Ahnung von der Esperanto-Sprachgemeinschaft und ihren Strukturen haben als auch von Werbung; ein Teil alleine reicht nicht, es muss zusammenpassen, Esperanto-Fachleute und Werbeleute müssen evtl. lange miteinander reden.

Zur finanziellen Seite wage ich keine Stellung zu nehmen. Ich kann nur vermuten, eine kleine und bezahlbare Kampagne bringt nicht viel. Eine große und wirksame Sache werden wir nicht schultern können (oder vielmehr, es wird hierzu keine genügend große Opferbereitschaft zu finden sein).

Doch hierzu sagt Helmut etwas Wichtiges
Helmut hat Folgendes geschrieben:
Es stellt sich allerdings die doch im Grunde recht naheliegende Frage, ob wir nicht in unseren eigenen Reihen ein oder zwei Werbefachleute haben, die uns bei der Arbeit unterstützen können.

Damit gibt uns Helmut indirekt den Rat: Haltet die Augen offen, ob es unter uns nicht Marketingfachleute gibt. Und wenn ich es etwas erweitere, so heißt das: Fordert auch 'Samideanoj' aus Eurerm Freundes- und Bekanntenkreise auf, ihrerseits nach Marketingfachleuten Ausschau zu halten.

Schließlich gibt es eine Reihe unter uns, die internationale Freundschaften pflegen. Sollten wir vielleicht Helmuts Idee in die Welt hinaus tragen? "Schauen wir, ob wir nicht in unseren eigenen Reihen Werbefachleute haben, die uns bei der Arbeit unterstützen können!"
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Gesplittet: Di Apr 05, 2011 9:58 pm Uhr von Lu Wunsch-Rolshoven
Von Beitrag Bemerkung zu Ungarn und Esperanto aus dem Forum Hauptforum
Lu Wunsch-Rolshoven
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BeitragVerfasst am: Di Apr 05, 2011 10:13 pm    Titel: Werbung mit wenig Geld Antworten mit Zitat

Gasto-cent hat Folgendes geschrieben:
Zur finanziellen Seite wage ich keine Stellung zu nehmen. Ich kann nur vermuten, eine kleine und bezahlbare Kampagne bringt nicht viel. Eine große und wirksame Sache werden wir nicht schultern können (oder vielmehr, es wird hierzu keine genügend große Opferbereitschaft zu finden sein).

Eine kleine und bezahlbare Kampagne (z.B. 1000 Flugblätter) bringt in etwa nichts, wenn man damit ganz Deutschland beackert. Sie kann einen kleinen Erfolg bringen, wenn man sich konzentriert und je 200 dieser Flugblätter im Wochenrhythmus z.B. in einem Uni-Institut auslegt.

Wie man mit wenig Geld viel erreicht, darüber informieren Bücher wie Guerilla-Marketing oder No-Budget-Marketing. Man kann z.B. kostenlose Kleinanzeigen schalten oder Presseartikel schreiben - das kostet praktisch gar nichts.

Allerdings hat auch hier Kästner recht: "Es gibt nichts Gutes, außer man tut es." Aber getan wird nur etwas, wenn es dafür eine Motivation gibt. Daher denke ich, bevor man lernt, wie Werbung funktioniert, lohnt es sich, zu überlegen, warum sich bisher niemand in den Esperanto-Verbänden in die Techniken der Werbung und des Marketing eingearbeitet hat. Oder warum Diffusionstheorie in Esperanto-Kreisen unbekannt ist.


Geändert am Mi Apr 06, 2011 9:11 am von Lu Wunsch-Rolshoven
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Gasto-cent



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BeitragVerfasst am: Mi Apr 06, 2011 12:36 pm    Titel: Kostenlos werben in der Tageszeitung Antworten mit Zitat

Du hast ganz recht, auch mit kleinen finanziellen Mittel kann man beginnen, etwas zu tun.

Einen Esp-Club gibt's in meiner näheren Umgebung leider nicht. Ich bin aber bei einem anderem Club, der sich schwer tut etwas auf die Beine zu stellen und Jugendliche zu gewinnen. Ich konnte jedoch erreichen (mittels dem berühmten "Tritt in den mit 'A' anlautenden Körperteil"), daß ein Jahresprogramm erstellt wird, das für jeden Monat eine Veranstaltung anbietet (meist Vorträge, fachliche und allgemeine Themen).

Mein nächster Schritt war, die Kameraden dazu zu bewegen, daß jedes Mal ein Bericht in der lokalen Zeitung darüber kommt. Das ist nicht immer einfach und oft hätte ich den Bericht selbst schneller erledigt. Doch mir war wichtig, die Kameraden zu beteiligen und vor allem ihnen klar zu machen, daß man ich der Öffentlichkeit den Verein nur dann kennt, wenn er auch an die Öffentlichkeit tritt. Bei jeder Gelegenheit !

Zeitungen sind sehr wichtige Werbeträger und im unseren Fall kostet das nur unsere Anstrengung aber keinen einzigen Cent. Und ein Artikel auf einer Normalseite ist sicher wirksamer als eine (zu bezahlende) Werbung im hinteren Teil der Zeitung.

Ich frage und rufe Euch zu: Sind unter uns Journalisten? Bittet sie, über Esperanto zu schreiben ! Nicht einmal ! Immer wieder !


Geändert am Mi Apr 06, 2011 12:42 pm von Gasto-cent
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Safari
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BeitragVerfasst am: Mo Apr 18, 2011 11:31 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Ich weiß, das hat jetzt nicht primär was mit Werbung zu tun, aber ich glaube, dass es wichtig ist, dass es fächendeckend Esperanto-Vereine oder Clubs gibt. Die können Sich dann ja auch lokal darum kümmern, dass der Verein präsent ist und so gleichzeitig die Sprache bekannter machen.

Hier sehe ich aber das Problem, dass es schwer ist einen Verein zu gründen und alles zu organisieren und was sonst noch dazu gehört.
Ich hätte gerne einen Verein gegründent (bei uns gibt es ja keinen) aber ich bin ja ganz blank auf dem Gebiet.
_________________
Lg,
Safari

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Bernardo
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BeitragVerfasst am: Mo Jun 13, 2011 1:52 pm    Titel: Örtliche Vereine oder Kontaktleute Antworten mit Zitat

Safari hat Folgendes geschrieben:
Ich weiß, das hat jetzt nicht primär was mit Werbung zu tun, aber ich glaube, dass es wichtig ist, dass es fächendeckend Esperanto-Vereine oder Clubs gibt. Die können Sich dann ja auch lokal darum kümmern, dass der Verein präsent ist und so gleichzeitig die Sprache bekannter machen.


Soweit volle Zustimmung von mir !

Safari hat Folgendes geschrieben:
Hier sehe ich aber das Problem, dass es schwer ist einen Verein zu gründen und alles zu organisieren und was sonst noch dazu gehört.
Ich hätte gerne einen Verein gegründent (bei uns gibt es ja keinen) aber ich bin ja ganz blank auf dem Gebiet.


Hallo Safari,

Was hast Du denn schon alles unternommen, um festzustellen, ob Du in Zell am See und Umgebung wirklich ganz blank bist ? Aber selbst wenn es wirklich so ist (weil es in Österreich eben auch nur wenig Espis gibt), kannst Du - aus meiner Sicht - eine ganze Menge unternehmen, um zumindest die Gelegenheit zu geben, andere Esperantisten hinter Dich zu bringen und vielleicht wenigstens eine kleine Runde zu gründen. Muß ja auch nicht gleich ein Verein sein.

Ich nenne mal einige Punkte, die mir so einfallen:

1.) Schau mal bei lernu.net, ob es Leute aus Deiner Region gibt, die sich dort angemeldet haben. Wenn es welche gibt, eine PN schicken und mal zu einem Treffen einladen.

2.) Wenn Du Mitglied bei der UEA bist, werde "delegito". Dann erscheint deine Adresse im UEA-jarlibro und andere Espis können Dich finden. Wenn Du noch nicht Mitglied in der UEA bist, kannst Du es werden.

3.) Wenn Du die Möglichkeit hast, Gäste bei Dir aufzunehmen, kannst Du Gastgeber bei Pasporta Servo werden. Wenn Du diese Möglichkeit nicht hast, kannst Du Dich dort zumindest anmelden als "Nicht-Gastgeber". Dann sieht man auch, daß es in Deinem Ort einen Espi gibt.

Sicherlich gibt es da noch mehr Ideen, aber das ist mal das was mir auf die Schnelle eingefallen ist.

Herzliche Grüße und viel Erfolg
_________________
Bernhard Maurer, en Esperantujo nomita Bernardo
http://www.fen-net.de/~ea1448


Geändert am Mo Jun 13, 2011 1:55 pm von Bernardo
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rano
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BeitragVerfasst am: Mo Jun 13, 2011 2:56 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat:
Wie man mit wenig Geld viel erreicht, darüber informieren Bücher wie Guerilla-Marketing oder No-Budget-Marketing. Man kann z.B. kostenlose Kleinanzeigen schalten oder Presseartikel schreiben - das kostet praktisch gar nichts.


interessant. ich lese im moment das Buch "influence: The Psychology of Persuasion" (auf deutsch heißt es: Die Psychologie des Überzeugens) von Robert B. Cialdini. Da geht es vor allem darum wie man im direkten Gespräch und durch Werbung manipuliert werden kann. ist sehr interessant, weil einen solche Dinge heutzutage fast jeden Tag begegnen. Und man kann es natürlich auch selber benutzen.

Guerilla-Marketing ist eine gute idee, dann bekommt Esperanto auch wieder mehr den touch einer Jugendbewegung in der Wahrnehmung. Ich denke das klügste wäre sich mit den sehr aktiven Verbänden (vor allem in Berlin) in Verbindung zu setzen. Geld ist selten ein Problem. Ich bin im Vorstand von Bevelido und wir hätten durchaus ein Buddget, nur es fehlt an Ideen und Mitarbeitern.

Wenn wir als Esperanto Gruppe unterwegs waren war eine häufige Reaktion: "Was das wird noch aktiv praktiziert?" Es reicht für den Anfang zu zeigen, dass Esperanto lebt. Idealisten kommen dann von selber herbei.
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Geändert am Mo Jun 13, 2011 2:58 pm von rano
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rano
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BeitragVerfasst am: Mo Jun 13, 2011 3:02 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Eine Technik des Guerilla-Marketing ist glaube ich, die Werbebotschaft in normale Nachrichten einfließen zu lassen. Ich habe das mal versucht, als Ipernity im Iran gesperrt wurde, ("Esperanto konnte bisher an den automatischen Zensurfiltern vorbeischlüpfen") nur leider ist das kaum in die Blogosphäre und schon garnicht in die Mainstreammedien vorgedrungen.
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Geändert am Mo Jun 13, 2011 3:05 pm von rano
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Erik
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BeitragVerfasst am: Mo Jun 13, 2011 4:09 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Vielleicht ist auch einfach die ausschließliche Konzentration auf die umworbene "Zielgruppe Spracheninteressierte" (Polyglott) ungeeignet. Diesen Wettbewerb kann Esperanto durch sein minimalistisches (jawohl!) Kulturangebot im Vergleich zu dem Kulturangebot naturalistischen Sprachen schlecht gewinnen.

Welche Inhalte sind am meisten z.B. auf den Webseiten British Council, Amerikahaus, Instituto Cervantes, Institut Francais, Goethe-Institut zu finden? Kulturelle Beiträge, oder? Neben den Sprachkursen, klar. Mit denen läßt sich ja auch gut Geld verdienen.

Meiner Meinung nach ist die esperantosprachige Kulturförderung ziemlich gering.

Interessant wäre meiner Meinung auch mal herauszufinden ob (und wenn ja warum) Esperanto ein erhöhtes Risiko "=ewiger Sprachenlernanfänger" besitzt?
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rano
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BeitragVerfasst am: Mo Jun 13, 2011 4:32 pm    Titel: Antworten mit Zitat

eine möglichkeit für guerilla marketing wären auch seiten wie http://www.isnichwahr.de/. dort werden bizarre funstücke aus dem internet gesammelt und jeder kann etwas reinstellen. die klickzahlen sind meist fünfstellig pro link. was man halt braucht sind gute ideen. es kann alles mögliche sein, ein bild ein video oder eine website, die halt irgendwie lustig ist.
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