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rano
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BeitragVerfasst am: So Aug 07, 2011 5:06 pm    Titel: Antworten mit Zitat

ich werde das auf den Aktiventreffen der deutschen und polnischen Esperantojugend in Dresden im Oktober mal ansprechen.

Ich glaube das wichtigste ist die Zielgruppe zu kennen. Jetzt mal nur für die Jugend gesprochen und meiner Meinung nach ist Esperanto am interessantesten für Backpacker/Couchsurfer auf der einen Seite und Nerds auf der anderen Seite (für Nerds gibt es auf den Chaos Communication Camp 2011 einen Kurs für Backpacker gibt es garnichts)

Ich könnte mir z.B. vorstellen dass in Hostels und Campingplätzen die Werbewirkung sehr groß wäre. Da sind die Leute 1. entspannt, 2. sowieso am Reisen und 3. Haben Zeit und Möglichkeit sich mit etwas zu beschäftigen.

Hostels haben sowieso immer Infomaterial für die Reisenden, da etwas dazu zu legen dürfte nicht schwer und relativ günstig sein. (ganz wichtig: der Flyer muss auf Englisch sein)

Joa und für "Guerilla-Marketing" brauch man vor Allem eine Gute Idee. die hatte ich bis jetzt noch nicht, wenn sie kommt probiere ich es mal und erzähle euch wies lief. Wink
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Lu Wunsch-Rolshoven
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BeitragVerfasst am: Mo Aug 08, 2011 10:53 am    Titel: Warum so wenig gutes Marketing bei den Verbänden? Antworten mit Zitat

Gasto-cent hat Folgendes geschrieben:
Hat die Wichtigkeit eines guten Marketing noch niemand in unseren Kreisen erkannt?

Manche schon, aber ich habe den Eindruck, dass die Esperanto-Verbände eher Vereinigungen sind, die die Esperanto-Anwendung durch die Mitglieder unterstützen, als solche, die sich mit Eifer der Esperanto-Verbreitung widmen. Aber es gibt einen Ausweg, ich habe das unten ausgeführt.

Gasto-cent hat Folgendes geschrieben:
Gibt es bei uns keine Werbefachleute?

Nach meinem Eindruck nur wenige. In Deutschland gibt es etwa 350.000 Beschäftigte in der Werbeindustrie, macht etwa 5 auf 1000 Einwohner. Vielleicht ist der Anteil bei den Esperanto-Verbänden noch geringer - und noch geringer ist die Anzahl derjenigen, die bereit sind, was zu tun.

Gasto-cent hat Folgendes geschrieben:
Liegt es trotz vorhandener Erkenntnisse und/oder vorhandener Fachleute am fehlenden Schwung?

Nach meinem Eindruck kommen alle drei Faktoren zusammen. Viele Leute scheinen nicht mehr daran zu glauben, dass es möglich ist, Esperanto wesentlich zu verbreiten. Ob das möglich ist oder nicht, kann man natürlich nur dann abschätzen, wenn man wirklich weiß, was Werbung mit welchem Aufwand leisten kann und wie die Verbreitung neuer Produkte und Dienstleistungen funktioniert. Heißt also: Zuerst müsste man sich kundig machen. Wenn man sich aber nicht viel davon verspricht, tut man das natürlich nicht.

Großer Aufwand

Außerdem ist das natürlich ein gewisser Aufwand. Fünf bis zehn Bücher zu den Themen Marketing und Werbung sollte man schon durcharbeiten, bis man so langsam versteht, worum es geht und wie es funktionieren kann. Dann muss man es noch tun und aus der Arbeit lernen. Ist also eine ziemliche Arbeit, die ehrenamtlich, so einfach nebenher, wegen der nötigen Zeitmenge kaum zu schaffen ist.

Gasto-cent hat Folgendes geschrieben:
Oder bei manchen gar am Desinteresse?

Desinteresse an der Verbreitung von Esperanto? Naja, ich denke, viele Esperantosprecher fänden es schon toll, wenn Esperanto weiter verbreitet würde. Vielleicht wären sie auch bereit etwas dafür zu tun. Aber sie bekommen von den Aktiven kaum detaillierte Anleitung, was sie tun könnten außer Geld spenden. Geld spenden macht man nicht oft, wenn man den Eindruck hat, dass es in der großen Kasse ohne klar ersichtlichen Beitrag zur Verbreitung von Esperanto versinkt. Für konkrete Arbeit hat nicht jeder Interesse und die nötigen Fähigkeiten, außerdem gibt es praktisch keine Handbücher, was man tun müsste.

Zwei Arten von Vereinen

Ganz generell bin ich der Auffassung, dass es zwei Arten von Vereinen oder Verbänden gibt. Ich bezeichne sie mal als solche, die das Wohl der Mitglieder fördern, und solche, die für das Gute in der Welt sorgen.

Für das Wohl der Mitglieder...

Vom ersten Typ ist z.B. ein Kindergartenverein, ein Sportverein, ein Schachclub, eine Bürgerinitiative gegen Flugverkehrslärm in einer bestimmten Region. Da läuft die Verbreitung der Sportart oder des Schachspielens so nebenher ein wenig mit, ist aber nicht Hauptziel.

... und für das Gute in der Welt

Für das Gute in der Welt wollen Vereine wie Greenpeace oder ein Verein zur Unterstützung eines Kindergartens in der dritten Welt sorgen. Da haben die Mitglieder nicht viel von außer dem guten Gefühl, was Sinnvolles getan zu haben.

Praktisch keine Kombinationen

Das Interessante ist, dass es kaum funktionierende Vereine gibt, die in beide Richtungen gehen. Ich kenne keinen allgemeinen Kindergartenverein, der sowohl irgendwo in Deutschland als auch irgendwo in der Dritten Welt für Kinder sorgt. Die Umweltvereinigungen arbeiten auch entweder ganz konkret für ein bestimmtes Ziel vor Ort oder für die Lösung eines globalen Problems; den allgemeinen Umweltverein, der beides macht, kenne ich nicht. Der ADAC vertritt die Interessen seiner Mitglieder - aber er wirbt nicht für das Autofahren. Das tun die Fahrschulen, die Auto-Unternehmen usw.

Vereinigungen für Mitglieder - und andere für die Verbreitung

So denke ich, dass man auch im Esperanto-Bereich beides braucht, einerseits Vereine und Verbände, die konkret für die Mitglieder arbeiten und örtliche Treffen organisieren, einen Kongress, Mitgliederzeitschriften usw. Sowie Vereinigungen, die Esperanto verbreiten. Festzustellen ist, dass viele örtliche Aktive, die Werbung machen und Kurse organisieren, das fast ohne Bezug zu den jeweiligen Vereinigungen machen. Die jeweiligen Vorstände vor Ort interessieren sich oft kaum dafür, die sind ausreichend beschäftigt mit der Organisation von Veranstaltungen und dem Mitteilungsblatt. Wenn es einen Werbe-Aktiven vor Ort gibt, kommt der ohne die Unterstützung der Ortsgruppe meist ganz gut zurecht. Oft wird er auch einfach zum Vorstandsmitglied gewählt Smile Wer aktiv ist, bleibt nicht lange außen vor, es sei denn, er will es.

Keine internationale Koordination durch den Esperanto-Weltbund

Was letztlich auch fehlt, ist eine internationale oder nationale Koordination. Die nationalen Landesverbände und der Esperanto-Weltbund haben es in den vergangenen Jahrzehnten nicht geschafft, das zu leisten. Der Esperanto-Weltbund ist voll beschäftigt mit Zeitschrift, Weltkongress, Buchverlag und -versand - alles Bereiche, die Geld einbringen und die Gehälter für die Mitarbeiter in der Geschäftstelle einspielen. Es ist nachvollziehbar, dass diese Mitarbeiter jetzt keine besondere Neigung haben, etwa den örtlichen Aktiven dabei zu helfen, Werbung zu machen und Kurse zu organisieren. Natürlich können daraus irgendeines Tages mal Mitglieder des Esperanto-Weltbunds entstehen - aber der Zusammenhang ist doch sehr entfernt. Vielleicht entsteht aus 100 Kursteilnehmern ein Mitglied des Esperanto-Weltbunds. Das ist also kein lohnendes Arbeitsgebiet zur Sicherung des eigenen Einkommens. Somit ist es für die Geschäftsstelle des Esperanto-Weltbunds nicht sinnvoll, sich da zu engagieren. Was bleibt, sind die ehrenamtlichen Mitarbeiter des Weltbunds - aber hierfür scheint die Aufgabe zu groß zu sein. Man kann mit ein paar Stunden pro Woche vieles schaffen, aber manche Aufgaben sind zu komplex dafür.

Andere Prioritäten bei den Landesverbänden

Man könnte auch daran denken, dass sich die nationalen Verbände dafür engagieren. Der französische Verband hatte mal für einige Monate eine bezahlte Mitarbeiterin für Pressearbeit. Allerdings ist das ein Dauerjob, da muss jemand über Jahre dran arbeiten, bis man vernünftige Ergebnisse erzielt. In Deutschland wird derzeit jemand dafür bezahlt, die Zeitschrift zu erstellen, jemand für Lehrerausbildung, jemand für die Geschäftsstelle. Also im wesentlichen für die Versorgung der Mitglieder. Lehrerausbildung ist sicher gut - wenn es nachher auch Schüler gibt, macht das noch mehr Sinn... Ich weiß nicht, ob es Pläne gibt, auch Marketing und Werbung in ähnlicher Weise mit einem vernünftigen Budget und Arbeitskraft für ein paar Jahre auszustatten - in den vergangenen Jahrzehnten gab es das jedenfalls nicht. Wie gesagt, sehe ich das als folgerichtig an - der Deutsche Esperanto-Bund engagiert sich vor allem in der Betreuung seiner Mitglieder, da nimmt die Werbung einen ganz kleinen Teil ein; ich habe eine Einnahmen-/Ausgabenrechnung im Kopf, wo bei etwa 100.000 EUR Ausgaben weniger als 1000 EUR in die Werbung flossen. Profis geben 3 bis 5 % des Umsatzes für Werbung aus, teilweise auch 10 bis 15 %. Wenn man zu wenig aufwendet, ist der Misserfolg vorprogrammiert. (Es sei denn, man gibt das Geld sehr geschickt aus.)

Stiftung "Esperanto Internacia" - für die Verbreitung von Esperanto

Martin Schäffer ist übrigens dabei, eine internationale Stiftung "Esperanto Internacia" auf den Weg zu bringen, die die Esperanto-Verbreitung fördern soll. Das kann ein guter Beitrag werden, um das geschilderte Problem zu lösen: Konzentration auf einen Bereich, nämlich Esperanto-Verbreitung. Keine Verzettelung mehr mit Mitgliederverwaltung, Veranstaltungen usw.
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Lu Wunsch-Rolshoven
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BeitragVerfasst am: Mo Aug 08, 2011 11:15 am    Titel: Wiederholung ist essentiell! Antworten mit Zitat

rano hat Folgendes geschrieben:
Ich glaube das wichtigste ist die Zielgruppe zu kennen. Jetzt mal nur für die Jugend gesprochen und meiner Meinung nach ist Esperanto am interessantesten für Backpacker/Couchsurfer auf der einen Seite und Nerds auf der anderen Seite (für Nerds gibt es auf den Chaos Communication Camp 2011 einen Kurs für Backpacker gibt es garnichts)

Die beiden Zielgruppen sind sicher gut - ein wichtiges Detail ist aber, dass man auch einen Weg hat, die Leute mehrfach, bis zu zehn Mal, zu informieren. Die Zielgruppe der Backpacker in Deutschland ist z.B. viel zu groß, um das zu leisten. Statt die Werbung breit zu verteilen, kommt in Betracht, die Untergruppe der in einer bestimmten Region wohnenden Couchsurfer auszuwählen, denen man dann sieben Mal Informationen zukommen lässt. (Allerdings wird man selbst dann nicht auf sehr viel mehr als auf etwa fünf Kursteilnehmer auf 1000 Informierte kommen.)

Repetitio est mater studiorum, sagten die Römer - Wiederholung bringt's!

rano hat Folgendes geschrieben:
Ich könnte mir z.B. vorstellen dass in Hostels und Campingplätzen die Werbewirkung sehr groß wäre. Da sind die Leute 1. entspannt, 2. sowieso am Reisen und 3. Haben Zeit und Möglichkeit sich mit etwas zu beschäftigen.

Das Problem ist, dass man mit diesem Verfahren jeden nur etwa ein Mal informiert. Das reicht aber nicht aus, um wirklich was zu bewirken. Oder man wählt gezielt Stellen aus, wo die Leute zwei Wochen bleiben - dann hat man eine Chance, ihnen das Thema mehrfach zu präsentieren.

rano hat Folgendes geschrieben:
Joa und für "Guerilla-Marketing" brauch man vor Allem eine Gute Idee. die hatte ich bis jetzt noch nicht, wenn sie kommt probiere ich es mal und erzähle euch wies lief. Wink

Ich habe den Eindruck, Guerilla-Marketing wird oft zu speziell gesehen. Es ist nicht nur die clevere Großaktion - es ist eigentlich alles, was wenig kostet und viel bringt.

Es sind die alten Fahrräder, die man als Plakatträger vor die Uni, vor eine Großparty oder vor eine Konzerthalle sowie an die zugehörigen U-Bahn-Eingänge und Bushaltestellen stellt. Das Auto, in dessen Fenstern man Plakate aufhängt, evtl. auch außen drauf, mit Tapetenkleister. Das T-Shirt, das man trägt und zu dem man alle seine Freunde überredet. Der A8-Zettel, den man im Klo in Augenhöhe neben den Spiegel klebt. Und auf Laternenmasten.

Gemeinsames Merkmal von Guerilla-Marketing: Kostet wenig Geld, erfordert ein wenig Arbeit, erreicht viele Leute. Jay Levinson listet in seinem Buch etwa 200 (zweihundert) Ideen auf, was man machen kann. (In mancher größeren Buchhandlung kann man das im Laden lesen.) Da braucht man nicht mehr viel eigene Ideen - lesen reicht Smile
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Lu Wunsch-Rolshoven
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BeitragVerfasst am: Mo Aug 08, 2011 11:34 am    Titel: Re: Warum ? Antworten mit Zitat

Bernardo hat Folgendes geschrieben:
Die Grundfrage ist in Esperantujo meines Erachtens, warum sich die Leute, die in den Esperanto-Verbänden etwas zu sagen haben, nicht des vorhandenen Wissens bei den Leuten, die davon eine Ahnung haben, bedienen. Stattdessen meint jeder, das Rad neu erfinden zu müssen.

Es ist schon schön, ein bisschen herumzuspielen und etwas Eigenes zu machen. Das erklärt einen Teil. Das Hauptproblem liegt allerdings nach meinem Verständnis nicht z.B. bei der Erstellung von Werbematerial, sondern am Fehlen einer Strategie, um es zu verteilen, sodass sich auch ein vernünftiger Erfolg ergibt. Den man am besten vorher definiert... Und den man auch wirklich wollen muss.

Bernardo hat Folgendes geschrieben:
Auf der anderen Seite gibt es auch Leute (zu denen ich auch Lu dazuzähle), die das Wissen und die Fähigkeit zu bestimmten Dingen haben, aber sich nicht die Mühe machen wollen, die Kommunikation mit den Bestimmern in den Vorständen auf sich zu nehmen.

Ich bin ja schon bereit mit Vorstandsmitgliedern zu reden, auch länger, kein Problem. Nach vielen solchen Kontakten habe ich aber den Eindruck, dass wir unterschiedliche Dinge wollen. So habe ich z.B. früher bei vier Frühjahrstreffen des Deutschen Esperanto-Bundes die Pressearbeit gemacht. Dann beschloss der DEB-Vorstand, das selbst zu machen. Während ich vorher jedesmal eine Meldung der dpa erreicht hatte, auch Radio- und Fernsehberichte, war das Ergebnis des DEB eher mager, mit ein paar lokalen Zeitungsberichten. Ein Vorstandsmitglied hat mir auf meine Nachfrage dann mitgeteilt, dass man mit diesem Ergebnis zufrieden sei.

Wenn das so ist, besteht in der Tat kein Bedarf, dass ich ihnen vortrage, wie man Pressearbeit erfolgreich macht. Es kommt nicht nur darauf an, dass ein Esperanto-Vorstand weiß, wie man das macht. Es ist auch nötig, dass es jemanden gibt, der bereit ist, das zu tun. Entweder ehrenamtlich oder bezahlt. Wenn das fehlt, braucht man auch keine Vorträge zu halten.

Bernardo hat Folgendes geschrieben:
Aber wie bringt man die beiden zusammen ? Das ist die große Frage, auf die ich keine Antwort weiß.

Warum müssen wir unbedingt zusammenkommen? Ich habe den Eindruck, dass es andere gibt, die durchaus interessiert sind, zu hören, was ich gelernt habe. Und meine Kenntnis von Pressearbeit wende ich bei unseren Veranstaltungen auch an.
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Bernardo
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BeitragVerfasst am: Mo Aug 08, 2011 11:40 pm    Titel: Öffentlichkeitsarbeit Antworten mit Zitat

Lieber Lu,

Wenn man jetzt mal in Erfahrung bringen könnte, warum der DEB das lieber alleine machen wollte, dann wären wir ja schon mal einen Schritt weiter.

Schöne Grüße

Bernardo
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Bernhard Maurer, en Esperantujo nomita Bernardo
http://www.fen-net.de/~ea1448
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Lu Wunsch-Rolshoven
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BeitragVerfasst am: Di Aug 09, 2011 12:13 am    Titel: Re: Öffentlichkeitsarbeit Antworten mit Zitat

Bernardo hat Folgendes geschrieben:
Wenn man jetzt mal in Erfahrung bringen könnte, warum der DEB das lieber alleine machen wollte, dann wären wir ja schon mal einen Schritt weiter.


Frag Rudolf Fischer - oder ein anderes Vorstandsmitglied.
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rano
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BeitragVerfasst am: Mo Aug 15, 2011 8:41 pm    Titel: Antworten mit Zitat

auf esperanto.com hat sich übrigends gerade die Gruppe "reklamado de esperanto" gegründet und hat immerhin schon 4 mitglieder nach einen Tag. evtl wird da ja eine Organisatorische Zentrale draus... http://esperanto.com/grupoj/reklamado-de-esperanto
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Geändert am Mo Aug 15, 2011 8:45 pm von rano
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Erik
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BeitragVerfasst am: So Aug 21, 2011 8:21 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Apropos Guerilla-Marketing. Weiß jetzt nicht ob man das dazu zählen kann. Ich hatte vor einiger Zeit mal probiert Esperanto Karaoke in einem speziellen Karaoke-Klub (=Irish Pub) zu platzieren. Dieser Klub veranstaltet jede Woche 2x einen Karaoke-Abend an. Das ist aber leider an technischen Sachen gescheitert. Weil MP3-G kann ich nicht erstellen und WMV wollten die nicht. Obwohl TriceraSoft beides abspielen kann. Na ja. Wäre ja zu schön gewesen.
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hans
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BeitragVerfasst am: Do Sep 08, 2011 1:31 pm    Titel: Werbung in der Stadtbibliothek Antworten mit Zitat

Ich habe unserer Stadtbibliothek angeboten, "Esperanto aktuell" jeden Monat gratis zur Verfügung zu stellen. Das wurde gern angenommen.
Jetzt steht es neben all den vielen Magazinen von Spiegel bis Modellbau-Zeitschriften. Und es steht im Katalog.
Ich denke, dass es die Auflage von Ea nicht mindert, eher mittelfristig umgekehrt.
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Lu Wunsch-Rolshoven
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BeitragVerfasst am: Fr Sep 16, 2011 9:23 pm    Titel: Beispiele für Plakat-Aktion und Guerilla-Plakat Antworten mit Zitat

Es ist interessant zu beobachten, wie die Berliner Piratenpartei in den Umfragen geradezu hochgeschossen ist. Vor wenigen Wochen noch unter 3 Prozent, jetzt sogar auf 9 Prozent bei einer Umfrage. Eine Erklärung für den Erfolg gibt Christoph Lauer von den Berliner Piraten dem Deutschlandfunk:

Zitat:
"Ich glaube, das kann man tatsächlich monokausal mit den Plakaten in Verbindung bringen. Man hat gesehen, in dem Moment, wo 12.000 Plakate hingen, gingen die Umfragen hoch auf drei Prozent, dann wurde über uns berichtet, dann haben sich die Leute unser Programm angesehen und mittlerweile werden wir als Alternative wahrgenommen, die den etablierten Politikbetrieb aufmischen soll."


Hier sind die zwölf Plakate zu sehen.

Guerilla-Marketing-Plakat

Zum Abschluss ging ihnen natürlich das Geld aus, aber nicht die Ideen. Da haben sie ganz einfach ein ganz schmales Plakat im Querformat gemacht, das sie unter den Wahlplakaten der anderen anbringen. Text: "..., oder Piraten". Natürlich schimpfen Anhänger der anderen Parteien - den Piraten dürfte diese Guerilla-Marketing-Methode vermutlich bei den Wählern helfen. Einer ist der Bewunderung voll.

Fazit für Esperanto: Wenn man in Berlin 10.000 Plakate anbringt, kann man was erreichen. Macht 10 Plakate auf 3000 Bürger. Oder 30 Plakate für z.B. 10.000 Studenten einer Uni. Und wenn man nicht so viel Geld hat, lässt man sich was einfallen. (Naja, 30 Plakate kopieren kostet auch nicht die Welt, selbst als Farbdruck...) Ideen klauen ist immer noch besser als nichts tun - unter ein Plakat einer Sprachschule kann man z.B. "Oder Esperanto" kleben. Nicht mehr originell. Aber sicher einfach wirkungsvoll.
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hans
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BeitragVerfasst am: Mo Feb 27, 2012 4:06 pm    Titel: Thema Werbung in der Wikipedia Antworten mit Zitat

Zu Werbung steht Etliches in der Wikipedia

Es lohnt sich, u.a. folgende Artikel durchzulesen:
- Werbung, darin u.a.
-- Low Budget-Werbung,
-- Werbewirkungsmessung
- Alleinstellungsmerkmal (USP)

In der Esperanto-Version der Wiki steht einiges mehr, was speziell für Esperanto-Werbung interessant ist.
Da lohnt sich auch Lesen von Literaturstellen.

Fleißigen Leuten bietet sich da auch Gelegenheit, etwas ins Esperanto zu übersetzen. Jeder Artikel in der Version Esperanto erscheint in allen anderen oft >20 anderen Versionen in deren Sprachliste und wirbt damit für uns.
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Erik
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BeitragVerfasst am: Mi Feb 29, 2012 3:46 pm    Titel: Antworten mit Zitat

rano hat Folgendes geschrieben:


Ich glaube das wichtigste ist die Zielgruppe zu kennen. Jetzt mal nur für die Jugend gesprochen und meiner Meinung nach ist Esperanto am interessantesten für Backpacker/Couchsurfer auf der einen Seite und Nerds auf der anderen Seite (für Nerds gibt es auf den Chaos Communication Camp 2011 einen Kurs für Backpacker gibt es garnichts)

Ich könnte mir z.B. vorstellen dass in Hostels und Campingplätzen die Werbewirkung sehr groß wäre. Da sind die Leute 1. entspannt, 2. sowieso am Reisen und 3. Haben Zeit und Möglichkeit sich mit etwas zu beschäftigen.


Chuck und Judith haben da eine Aktion gestartet: alligator-room-language-exchange

http://twitter.com/junesun

rano hat Folgendes geschrieben:

Hostels haben sowieso immer Infomaterial für die Reisenden, da etwas dazu zu legen dürfte nicht schwer und relativ günstig sein. (ganz wichtig: der Flyer muss auf Englisch sein)


Ja, gut, aber ehrlich mal. Beschäftigt sich jetzt ein linguistisch Unbedarfter wirklich mit einem fremdsprachigen Text, in dem sie/er sehr wenig wieder erkennt? Aus diesem Grund bin ich auch dafür, daß kreative Leute aus der Esperanto-Gemeinschaft und der Interlingua-Gemeinschaft zusammenarbeiten. Und wer glaubt, daß Interlingua tot ist, ist einfach schlecht informiert. Die Sprache Interlingua ist sogar mal im Europäischen Parlament vorgestellt worden. Wahrscheinlich eher im kleinen Kreis, aber immerhin. Der "ĉeforganizanto" ist auch auch sehr aktiv beim Netzwerkerstellen.

Ich finde die Kombination "Zusammenarbeit von Esperanto und Interlingua Gemeinschaft" sehr fruchtvoll um sich endlich mal von bestimten Altlasten komplett zu lösen. Auf der einen Seite sind die Sprachkonzepte genügend unterschiedlich, von der sprachlichen Seite versteht man mit Esperanto-Kenntnissen Interlingua aber ganz gut.

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Geändert am Mi Feb 29, 2012 3:48 pm von Erik
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Erik
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BeitragVerfasst am: Mi Feb 29, 2012 3:59 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Lu Wunsch-Rolshoven hat Folgendes geschrieben:


Fazit für Esperanto: Wenn man in Berlin 10.000 Plakate anbringt, kann man was erreichen. Macht 10 Plakate auf 3000 Bürger. Oder 30 Plakate für z.B. 10.000 Studenten einer Uni. Und wenn man nicht so viel Geld hat, lässt man sich was einfallen. (Naja, 30 Plakate kopieren kostet auch nicht die Welt, selbst als Farbdruck...) Ideen klauen ist immer noch besser als nichts tun - unter ein Plakat einer Sprachschule kann man z.B. "Oder Esperanto" kleben. Nicht mehr originell. Aber sicher einfach wirkungsvoll.



Muzaiko.info Aufkleber (es gibt noch andere Versionen) mit einem QR-Code zu z.B. der Android-Version von Muzaiko finde ich werbewirksamer als irgendwelche Plakate. Aufkleber kann man ewig kleben lassen, Plakate muß man entfernen. Musik ist zwar Geschmacksache, ja, klar, aber über bestimmte Musikstile kann man auch Leute für Esperanto interessieren. Und einen QR-Code gescannt und das kostenlos Android-App installiert - das dauert jetzt wie lange? 5 Minuten?

Eine LibreOffice/OpenOffice-Vorlage zum Erstellen eines runden Aufklebers findet man hier


Geändert am Mi Feb 29, 2012 4:01 pm von Erik
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Helmut
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BeitragVerfasst am: Mi Feb 29, 2012 4:04 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Das Singen der Hymne, was für Dich ja scheinbar eine unerträgliche Altlast ist - Du beklagst Dich ja nicht zum ersten Mal darüber -, gehört zu gewissen Ritualen, die jede Gemeinschaft pflegt und auch den Zusammenhalt bewirkt. "La Bamba" ist ein ähnliches Ritual.

Wie Zusammenarbeit mit der Interlingua-Gesellschaft diese Altlasten beseitigen soll, ist mir schleierhaft.
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Lu Wunsch-Rolshoven
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BeitragVerfasst am: Mi Feb 29, 2012 4:25 pm    Titel: Singen der Hymne Antworten mit Zitat

Helmut hat Folgendes geschrieben:
Das Singen der Hymne, was für Dich ja scheinbar eine unerträgliche Altlast ist - Du beklagst Dich ja nicht zum ersten Mal darüber -, gehört zu gewissen Ritualen, die jede Gemeinschaft pflegt und auch den Zusammenhalt bewirkt.


Ich bin ja gerne bereit, wenn es Erik anregt, in Zukunft die Hymne nicht zu singen - allerdings ist das dann kein Unterschied zu den letzten 20 Jahren meines Lebens. Bei den über 25 Esperanto-Treffenwochen von EsperantoLand, die ich in den letzten 10 Jahren organisiert habe, wurde die Hymne nach meinem Wissen nicht gesungen.

Ich weiß zwar, dass die traditionellen Esperanto-Verbände wie UEA stagnieren und ich weiß auch, dass sie die Hymne bei Weltkongress singen - denke aber nicht, dass es da einen ursächlichen Zusammenhang gibt. Auch ohne Singen der Hymne würde der Weltkongress nicht anwachsen...
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