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Lu Wunsch-Rolshoven
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BeitragVerfasst am: Di Mai 24, 2011 3:02 pm    Titel: Sichtweisen Antworten mit Zitat

Gerade lese ich von Export-Managern:

Zitat:
Der eine Exportmanager kommt von der afrikanischen Markterkundung zurück und berichtet dem Vorstand: „Null Marktpotenzial für Schuhe – die laufen dort alle barfuß rum!“ Sein Kollege berichtet vom selben Markt: „Unermessliches Potenzial – die laufen dort alle barfuß rum!“


Das erinnert mich an Esperanto. Viele Esperanto-Leute erklären: "Die Chancen sind schlecht für Esperanto, kaum einer weiß, was es wirklich ist."

Ich habe hingegen schon vor Jahren gesagt: "Die Chancen für Esperanto sind hervorragend, weil kaum einer weiß, was Esperanto wirklich ist." Wenn die Leute wüssten, was Esperanto wirklich ist und es dennoch nicht lernen wollten - dann hätten wir ein Problem. Aber so doch nicht - wir müssen nur dafür sorgen, dass möglichst viele Leute informiert werden, was Esperanto ist, dann wird voraussichtlich ein ähnlicher Prozentsatz von denen Esperanto lernen, wie von den paar, die heute schon wissen, was Esperanto ist. Da vermutlich heute weniger als 10 % der Zwanzigjährigen eine realistische Vorstellung von Esperanto hat, können wir evtl. die Anzahl der Esperantosprecher sogar verzehnfachen.
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rano
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BeitragVerfasst am: Di Mai 24, 2011 3:56 pm    Titel: Antworten mit Zitat

seh ich auch so.

was ich mir mal überlegt habe, was möglicherweise ne gute werbemöglichkeit wäre, sind citycards. (Postkarten mit werbung die in vielen Kneipen aushängen) Man bräuchte einen guten Blickfänger, die dummsten Karten gehen immer am schnellsten weg. ("mi penis longe" oder ein anderer zweideutiger Esperanto satz) Auf die Rückseite dann infos über Esperanto. Hat nen großen Verbreitungsgrad und wird dann meist noch in irgendwelchen WGs aufgehängt.

Es gibt auch durchaus Interesse wenn man Vorträge anbietet. Meine Esperanto Gruppe (Freiburg) wurde sogar schon am Europa Tag der Uni eingeladen um etwas über Esperanto zu erzählen.

EDIT: merke gerade citycards gibs schon
http://www.citycards.de/index.php?strg=4_47&baseID=47&ctrl=vorderseite&PHPSESSID=d05331fc0a6f1b3f2e4d8dc85407428c&kennung=DD20091201
_________________
Se ni komprenas ke ni ĉiuj estas frenezaj, tiam la vivo fariĝas klarigebla. (Mark Twain)

komiksoj en Esperanto:
www.komiksoj.net.tf

http://komiksoj.wordpress.com/


Geändert am Di Mai 24, 2011 4:01 pm von rano

Geändert am Di Mai 24, 2011 4:00 pm von rano
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Lu Wunsch-Rolshoven
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BeitragVerfasst am: Di Mai 24, 2011 8:37 pm    Titel: Lernst du noch oder sprichst du schon? Antworten mit Zitat

Sicher eine wunderschöne Citycard - aber ich weiß nicht, ob man damit das Kneipenzielpublikum unter dreißig vom Hocker reißen kann.

Ich liebäugele mit dem Spruch

Lernst du noch oder sprichst du schon?
Esperanto
Die internationale Sprache

Ansonsten bin ich nicht sicher, dass Citycards alleine es bringen würden. Um Ergebnisse bei gesunder Effektivität zu erreichen, sollte man m.E. eine kleine Zielgruppe wählen und dafür sorgen, dass die meisten in der Zielgruppe zumindest 7 Mal eine Information zu Esperanto erhalten.
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Martin
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BeitragVerfasst am: Mi Mai 25, 2011 9:15 pm    Titel: Re: Lernst du noch oder sprichst du schon? Antworten mit Zitat

Lu Wunsch-Rolshoven hat Folgendes geschrieben:
Um Ergebnisse bei gesunder Effektivität zu erreichen, sollte man m.E. eine kleine Zielgruppe wählen und dafür sorgen, dass die meisten in der Zielgruppe zumindest 7 Mal eine Information zu Esperanto erhalten.


Warum gerade siebenmal, und wie soll das aussehen? Soll jeder in der Zielgruppe auf sieben unterschiedlichen Wegen erreicht werden, und wie kann man sicherstellen, dass dies geschieht?
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Lu Wunsch-Rolshoven
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BeitragVerfasst am: Mi Mai 25, 2011 10:37 pm    Titel: Re: Lernst du noch oder sprichst du schon? Antworten mit Zitat

Martin hat Folgendes geschrieben:
Lu Wunsch-Rolshoven hat Folgendes geschrieben:
Um Ergebnisse bei gesunder Effektivität zu erreichen, sollte man m.E. eine kleine Zielgruppe wählen und dafür sorgen, dass die meisten in der Zielgruppe zumindest 7 Mal eine Information zu Esperanto erhalten.

Warum gerade siebenmal, und wie soll das aussehen?


Zur Frage, wie man eine Werbekampagne macht, habe ich mal was geschrieben. Allerdings auf Esperanto.

Warum sieben Mal? - Es ist halt ne Erfahrung, dass die Leute nicht auf die erste Information hin etwas tun oder kaufen. Erst müssen sie informiert werden, das kann schon mehr als einen Kontakt dauern. Dann müssen sie überzeugt werden, dann müssen sie in Schwung kommen und zur Tat schreiten... Die Erfahrung lautet in etwa: Wenn man in einer Zielgruppe von z.B. 10.000 Leuten durch sieben Kontakte pro Person etwa 100 Leute zum Kauf/Lernen/... anregen kann, dann haben nach dem ersten Kontakt nur 2 Leute gekauft, nach dem zweiten Kontakt weitere 3 usw. Vgl. auch eine Umfrage unter Esperantosprechern: "Kiom ofte vi aŭdis pri Esperanto ĝis kiam vi lernis ĝin?" Nur ein Drittel hat angegeben, nach dem ersten Kontakt gelernt zu haben. (Hier ist zu bedenken, dass die Leute sich natürlich nicht an alle Kontakte erinnern und dass sie Kontakte mit Freunden als einen Kontakt zählen...) Die Phasen der Annahme einer neuen Sache findet man in der Diffusionstheorie beschrieben.

Ach ja, irgendwann hat mehr Werbung keinen Sinn mehr. Mir kann man täglich eine Jägermeister-Reklame präsentieren, ich werde voraussichtlich weiterhin eher Weizenbier oder Wein trinken Smile

Martin hat Folgendes geschrieben:
Soll jeder in der Zielgruppe auf sieben unterschiedlichen Wegen erreicht werden, und wie kann man sicherstellen, dass dies geschieht?

Schön ist es natürlich, wenn die sieben Informationen ein bisschen unterschiedlich sind. Ich erinnere mich noch an die Serienwerbung "Ich trinke Jägermeister, weil..." Und das war immer was anderes. Letztlich kommt es darauf an, dass jeder ausreichend Informationen und Argumente aufnimmt, um eine gesicherte Entscheidung fällen zu können. Mancher weiß schon zu Beginn, dass er keine Zeit hat, um eine Sprache zu lernen und dann in Ferien damit zu fahren. Andere lassen sich vielleicht überzeugen, wenn sie Stück für Stück erfahren, dass das Basis-Lernen in drei Wochenendkursen abzuhaken ist. Und dass Esperanto-Treffen ganz nett und international sein können.

Wenn man in einem Uni-Institut 14 Wochen lang jede Woche in den Toiletten einen anderen Spruch neben den Spiegel hängt, dann darf man annehmen, dass sehr viele Leute von Esperanto mehrfach was mitgekriegt haben. Ich vermute, die Werbefachleute versuchen es einfach mit Zählen, mit Befragungen und Hochrechnen abzuschätzen.

Ich nehme an, dass die ungenügende Kenntnis der notwendigen Wiederholung der Hauptgrund ist, warum die bisherige Esperanto-Werbung nur so geringe Erfolge zeitigt. Wenn ein Esperanto-Treffen stattfindet, dann erscheint vielleicht was in der Zeitung, evtl. im Radio oder im Fernsehen. Man kann sich denken, wie wenige Leute aus der betreffenden Stadt überhaupt was mitkriegen und wieviel weniger es mehrfach mitkriegen. Wollte man wirklich was erreichen, müsste man eine Werbekampagne dazusetzen und am besten mit der Pressearbeit ein halbes Jahr vorher beginnen und sie zweimonatlich fortsetzen. (Ja, auch bei mir noch Theorie...)
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Gasto-cent



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BeitragVerfasst am: Sa Jul 16, 2011 11:47 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Eher zufällig klickte ich auf "Sichtweisen" (die Überschrift verrät ja nicht, um was es geht.)
Es geht um die überaus wichtige WERBUNG für Esp. Und ich kann nur bestätigen, daß diese Werbung ständig wiederholt werden muß. Und bis es jeder "sieben mal" gehört hat, müssen wir es 777.777 mal in die Welt hinaus rufen.
Ich hab' an anderer Stelle ['Werbung für E.'/ 6.4.2011] schon gesagt:
Zitat:
Mein nächster Schritt war, die Kameraden dazu zu bewegen, daß jedes Mal ein Bericht in der lokalen Zeitung darüber kommt. Das ist nicht immer einfach und oft hätte ich den Bericht selbst schneller erledigt. Doch mir war wichtig, die Kameraden zu beteiligen und vor allem ihnen klar zu machen, daß man ich der Öffentlichkeit den Verein nur dann kennt, wenn er auch an die Öffentlichkeit tritt. Bei jeder Gelegenheit !

Was für jenen Club gilt, ist auch für Esp richtig. Bei jeder Gelegenheit muß erneut ein Artikel in die Zeitung. Nur ein Bericht im Jahr, oder gar nur jedes zweite Jahr, das ist keine wirksame Öffentlichkeitsarbeit.

Und jetzt das Entscheidende: Wer schreibt den Bericht und schickt ihn an die Lokalzeitung? Bei jeder Veranstaltung oder Aktion muß der Initiator einen Teilnehmer eindringlich darum bitten, es zu tun. Meistens hat man Erfolg, wenn man einen Auftrag gibt. (Ich konnte in den letzten 12 Monaten auf diese Weise 14 Artikel in die Zeitung bekommen).
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