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La lingvo surloka vs. La lingvo internacia

 
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Erik
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BeitragVerfasst am: Fr Jun 29, 2012 10:04 pm    Titel: La lingvo surloka vs. La lingvo internacia Antworten mit Zitat

Hallo,

vor kurzem bin ich bei der ZEIT über diesen Artikel hier gestoßen. Irgendwie läßt sich ja das auch irgendwie im weitesten Sinne als Internationalismus-Müdigkeit beschreiben. Also was bringt es mir z.B. direkt vor Ort in meiner Stadt, wenn man bei Faselbuch und Twitter Nachrichten für eine internationale Leserschaft veröffentlicht? In diversen Werbepublikationen wird ja Esperanto oft mit einem Internationalismus-Anstrich versehen (La Lingvo Internacia usw.). Aber irgendwie hat der Internationalismus durch das Internet doch ziemlich viel an Exotik verloren. Was eigentlich viel interessanter wäre, Exotik vor Ort im täglichen Leben zu erleben. Deshalb klingt für mich "Esperanto - La lingvo surloka" irgendwie interessanter als "Esperanto - La lingvo internacia". Weil bei "Esperanto - La lingvo surloka" frage ich mich "Ja, wo, jetzt genau in meiner Stadt?". Aber "Esperanto - La lingvo internacia" löst bei mir nur - wenn überhaupt noch - einfach nur gähnende Langeweile aus. Das soll jetzt kein Dissen von "Esperanto - La lingvo internacia" oder vom Internationalismus an sich sein. Die ganze Angelegenheit ist mir einfach nur beim Lesen vom o.a. Artikel in der ZEIT durch den Kopf gegangen.

Wie ist das bei euch. "Törnt" euch Internationalismus noch an?

Grüße,
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esocom
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BeitragVerfasst am: Sa Jun 30, 2012 1:35 pm    Titel: La lingvo surloka vs. La lingvo internacia Antworten mit Zitat

In dem genannten Artikel geht es wohl eher um den Unterschied zwischen realen und virtuellen Kontakten. Wer vor Ort keine Esperantofreunde hat, weil er nun mal nicht in einer Großstadt lebt, ist froh, wenigstens virtuelle Kontakte über das Internet zu haben.

Mit seinen deutschen Freunden vor Ort in Esperanto zu sprechen, hat wohl eher Trainingscharakter. Da fällt es auch nicht auf, wenn kein r gesprochen wird, wenn nach ihm kein Vokal folgt. Aber der Nutzen des Esperanto entfaltet sich, wenn man mit Ausländern spricht, deren Muttersprache man nicht beherrscht - egal ob vor Ort oder im Ausland. Das Erlebnis, mit ihnen fast so gut sprechen zu können, wie mit denen, die auch meine Muttersprache beherrschen, ist unvergleichlich. Das bietet nur Esperanto (allerdings auch nur, wenn man sich die Mühe gibt, über den Status des eterna komencanto hinaus zu kommen).

Mir ist das recht, wenn es über Sozialgemeinschaften im Netz geht. Wem das zu virtuell ist, der muss halt reisen. Nach meiner Beobachtung überwiegen im Netz die Flachschwätzer. Aber das hat nichts mit lokal oder international zu tun.

Wer sich zum Beispiel zum Thema "Wie sagt man das auf Esperanto?" über Zweifelsfragen austauschen möchte, dem empfehle ich http://www.ipernity.com/group/38154. Bei der Gruppe geht es etwas ernsthafter zu als bei dem, was man von Facebook und twitter kennt. Eine Vermittlungsseite, die über Brieffreundschaften hinaus geht, ist http://per.esocom.de. Bei der Seite ist es sogar gelungen, mehrere Esperantofreunde aus der gleichen Region miteinander zu vernetzen: http://per.esocom.de/index.html#leono.
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Erik
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BeitragVerfasst am: Sa Jul 07, 2012 11:43 am    Titel: Antworten mit Zitat

esocom hat Folgendes geschrieben:
In dem genannten Artikel geht es wohl eher um den Unterschied zwischen realen und virtuellen Kontakten.

Ich verstehe den Artikel so, daß aus Internet-Überdruss radikal u.a. auf die Teilnahme an virtuellen Kontaktbörsen (oft als Soziale Netzwerke bezeichnet) verzichtet wird und Aktivitäten vor Ort mehr Bedeutung bekommen.
esocom hat Folgendes geschrieben:
Wer vor Ort keine Esperantofreunde hat, weil er nun mal nicht in einer Großstadt lebt, ist froh, wenigstens virtuelle Kontakte über das Internet zu haben.

Dazu muß man aber schon eine sehr starke Bindung zu Esperanto oder auch Mangel an Hobby-Alternativen vor Ort haben. Gerade in Großstädten ist das Hobby Esperanto bzw. die Teilnahme in Freizeitgruppen vor Ort ja nicht unbedingt alternativlos. Also wie kompromissbereit man seine Freizeit in Interessengruppen gestalten kann und dementsprechend seine Freizeit gestalten will. Ich bin auch der Meinung, damit eine Esperanto-Gruppe (vor Ort) beständig aktiv bleibt müssen schon einige Faktoren zusammenfallen: ähnliches Sprachniveau; neben Esperanto, Überschneidungen in anderen Hobbies und (leider?) auch Sympathie zueinander. Über das Internet läßt sich das schon relativ gut ausbalancieren. Ich hatte aber auch schon persönlich einen Fall bei dem der Onlinekontakt sehr gut funktioniert hatte. Nachdem wir uns aber mal auf einem Esperantotreffen getroffen haben war danach Funkstille. Wir hatten uns jetzt nicht so gestritten oder so. Aber Offline waren wir uns halt überhaupt nicht sympathisch. Schade eigentlich.
Dem Internet wird ja oft eine zentrale Rolle beim Überleben von Sprachgemeinschaften zugeschrieben. Aber wird das Internet wirklich das Allheilmittel sein um das Wissen der Sprache Esperanto von Generation zu Generation weiterzugeben? Hhm. Na, mal sehen, welche Funktionen die neue Webpräsentation von Lernu.net im nächsten Jahr haben wird. Also Funktionen welche Esperanto-Interessierte aus dem Internet heraus vor Ort zusammenbringt.
esocom hat Folgendes geschrieben:
Aber der Nutzen des Esperanto entfaltet sich, wenn man mit Ausländern spricht, deren Muttersprache man nicht beherrscht - egal ob vor Ort oder im Ausland. Das Erlebnis, mit ihnen fast so gut sprechen zu können, wie mit denen, die auch meine Muttersprache beherrschen, ist unvergleichlich.

Ja, auf jeden Fall. Ich habe aber auch mehrsprachig aufgewachsene Bekannte, welche eventuell keine ihrer aufgenommenen Sprachen komplett wie eine Muttersprache beherrschen. Ich hatte mal gelesen, daß unter Umständen der Sprachstatus "Muttersprache" ein Mythos sein könnte. Dieser Vorwurf kam aber wohl von einem Betroffenen.
esocom hat Folgendes geschrieben:
Das bietet nur Esperanto (allerdings auch nur, wenn man sich die Mühe gibt, über den Status des eterna komencanto hinaus zu kommen).

Das ist der Knackpunkt. Abgesehen von Polyglotts. Über den Status Eterna Komencanto kommt man wahrscheinlich nur hinaus, wenn man es schafft ein nichtlinguistisches Hobby mit Esperanto dauerhaft zu verbinden. Eine Zeit lang dachte ich dieses Hobby-Paar gefunden zu haben. Ich wollte ein nichtlinguistisches aktives (also nicht-konsumierendes) Hobby mit Esperanto verbinden. Bei mir war es die Erstellung von Karaokeversionen von Esperantoliedern. Dieses Hobby-Paar (Esperanto und Musik) hat mich dann schon motiviert an mehreren Esperantotreffen teilzunehmen. Da ich aber selbst kein Musiker bin funktioniert für mich das Hobby-Paar "Esperanto und Musik" nach Aufgabe der Karaokeerstellungsaktivitäten nicht mehr. Nun ja. Muß ich mir etwas anderes suchen oder das Hobby komplett (weg von Esperanto) wechseln. Oder halt Eterna komencanto verbleiben. Ich war mal bei einem Treffen des lokalen Esperantoklubs. Da war dann auch ein Neuling anwesend. Wir hatten uns dann auch mal so unterhalten. Für sie stand die Entscheidung Esperanto oder Gitarre spielen lernen. Sie hat sich für die Gitarre entschieden. Das Hobby Esperanto stand für sie in Konkurrenz mit dem Hobby Gitarre spielen lernen.
esocom hat Folgendes geschrieben:
Mir ist das recht, wenn es über Sozialgemeinschaften im Netz geht. Wem das zu virtuell ist, der muss halt reisen. Nach meiner Beobachtung überwiegen im Netz die Flachschwätzer. Aber das hat nichts mit lokal oder international zu tun.

Wer sich nur ablenken will schreibt natürlich auch manchmal Unsinn. "... Was früher Arbeitsgerät war, ist heute Ablenkungsmaschine. Beides fällt immer stärker zusammen ..." Mit Arbeitsgerät ist hier wohl eher die Nutzung von Internet-Werkzeugen gemeint.
esocom hat Folgendes geschrieben:
Eine Vermittlungsseite, die über Brieffreundschaften hinaus geht, ist http://per.esocom.de. Bei der Seite ist es sogar gelungen, mehrere Esperantofreunde aus der gleichen Region miteinander zu vernetzen: http://per.esocom.de/index.html#leono.

Virtuelle Vernetzung macht für mich nur Sinn, wenn auf das Ziel "vor Ort treffen" hingearbeitet wird. Kontakte vor Ort sind für mich um mehrere Größenordnungen wichtiger als Kontakte in irgendwelchen virtuellen Sozialen Netzwerken.
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esocom
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BeitragVerfasst am: Sa Jul 07, 2012 1:32 pm    Titel: virtuelle Kontakte können zu realen führen Antworten mit Zitat

Zitat:
Virtuelle Vernetzung macht für mich nur Sinn, wenn auf das Ziel "vor Ort treffen" hingearbeitet wird. Kontakte vor Ort sind für mich um mehrere Größenordnungen wichtiger als Kontakte in irgendwelchen virtuellen Sozialen Netzwerken.


Genau das wollte ich zum Ausdruck gebracht haben: Über seine Anzeige bei http://per.esocom.de hat der Inserent reale Esperantokontakte in der Nähe seines Wohnorts finden können.
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