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Esperanto-Hochschulgruppe gründen
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Safari
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BeitragVerfasst am: Sa Feb 02, 2013 4:00 pm    Titel: Esperanto-Hochschulgruppe gründen Antworten mit Zitat

Hallo Esperanto-Freunde!

Nach langer, langer Zeit melde ich mich hier wieder zurück und zwar mit einem ganz speziellen Anliegen.

Inzwischen ist einiges an Zeit vergangen und ich habe zu studieren angefangen. Mein ursprünglicher Wunsch eine Esperanto-Gruppe zu gründen ist immer da geblieben und jetzt habe ich die Idee gehabt, Esperanto und Uni doch zu kombinieren.

Ich habe zufällig vor zwei Wochen eine wirklich sehr hilfreiche PDF-Datei zum Thema "Esperanto-Gruppe gründen" gefunden, nur leider finde ich sie jetzt, nach drei Stunden suche, nicht mehr. Weiß von Euch jemand, wo ich diese Datei finden kann?

Des Weiteren bin ich natürlich über jeden Rat und jede Hilfe zu einer erfolgreichen Gründung dankbar. Smile

Ich dachte mir, so generell mal, dass ich so ein paar Leute suche, die mit mir gerne Esperanto-Lernen würde und sich für Esperanto interessieren und dann gemeinsam überlegen, wie unsere Gruppe ausschauen soll. Dann, wenn wir das gemacht haben hätte ich mich als Hochschulgruppe eintragen lassen und auch
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Lu Wunsch-Rolshoven
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BeitragVerfasst am: Sa Feb 02, 2013 5:31 pm    Titel: Esperanto-Lerner finden Antworten mit Zitat

Hallo, Safari!

Esperanto-Gruppe gründen heißt erstmal Leute finden, die Esperanto lernen wollen. Roland aus Berlin hat gemeinsam mit Christiane einen Text von László zu dem Thema bei ipernity eingestellt (in Esperanto).

Dann gibt es noch "100 himmelblaue Tipps" für Ortsgruppen der Esperanto-Jugend, als (ältere) pdf-Datei und als überarbeiteten Text auf einer Internet-Seite.

Ich habe mir das jetzt nicht noch einmal durchgelesen, aber was mir am wesentlichsten scheint, sind die folgenden Punkte:
- Lieber weniger Leute häufig informieren als viele Leute nur einmal
- Am ergiebigsten sind die Zielgruppen Mathe-Studenten, Physik und Informatik sowie Sprachstudenten und Leute, die nebenher Sprachen lernen, also z.B. an einem Zentralinstitut für Sprachen.
- Es ist sinnvoll, den praktischen Nutzen von Esperanto darzustellen. Reisen in viele Länder und Kontakte vor Ort...

Und ansonsten: A6-Postkarten kann man sich heute in einer 1000-er Auflage, vierfarbig, für etwa 25 EUR drucken lassen; 5000 Stück (muss aber auch verteilt werden...) kosten etwa 50 EUR. (Per Internet bestellen, wird per Post geliefert.)

Dann gibt's übrigens noch die Mund-zu-Mund-Propaganda. Damit hat meine Tochter angefangen und durchaus ein paar Lern-Interessierte gefunden; dann hat sie das noch an ein paar studentische E-Mail-Listen, in denen sie war, verschickt - und so hatte sie ihren Kurs zusammen.
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BeitragVerfasst am: Sa Feb 02, 2013 10:23 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Hallo, Lu!

Danke für die vielen Infos! Die himmelblauen Tipps waren genau die, die ich gesucht habe.

Nach deinen Punkten scheine ich ja eine gute Voraussetzung für die Gründung einer Gruppe zu haben, da ich in der Fachschaft ja eigentlich einen guten Zugang zu E-Mail-Listen hätte (wenn ich sie verwenden darf) und da die philosophische (sprachliche) und mathematische Fachschaften eng zusammenarbeiten.
Und mit Werbung habe ich da auch schon einiges mitbekommen.

Aber, sag mal: Warum sind hier Mathe-, Physik- und Info-Studenten eher zugänglich?

Dann werd ich mich mal auf alle Fälle darum kümmern, dass ich ein paar Leute zusammenbekomme, die mit mir Esperanto lernen würden und eine Gruppe gründen. Mit den guten Tipps kann das eh nicht schief gehen.
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Lu Wunsch-Rolshoven
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BeitragVerfasst am: Sa Feb 02, 2013 11:39 pm    Titel: Mathe-Studis und Esperanto Antworten mit Zitat

Oh, schön, dass ich mit den Himmelblauen getroffen habe; war mir nicht so sicher...

Safari hat Folgendes geschrieben:
Aber, sag mal: Warum sind hier Mathe-, Physik- und Info-Studenten eher zugänglich?

Ich denke in der Schule wird einem erzählt, man sei entweder gut für Sprachen oder für Mathe u.ä. Ergänzend ist es auch so, dass viele Mathe-Interessierte nicht so begeistert sind, sich dem Vokabellernen zu widmen; Mathematiker verstehen die Dinge, sie lernen nicht stumpf auswendig Smile

Also lassen die Mathematiker u.ä. das Sprachenlernen, was aber bedeutet, dass sie keine Sprache können. Auch doof. Dann aber finden sie Esperanto - und stellen fest: "Sprache gibt's auch in einfach" Smile Drei Wochenenden und du hast das Wesentliche drauf. Und überhaupt, alles regelmäßig aufgebaut, man kann Wörter selber basteln, man kriegt nicht (oder fast nie) gesagt, "ja, das müsste so heißen, aber das ist eine Ausnahme..."

Safari hat Folgendes geschrieben:
Dann werd ich mich mal auf alle Fälle darum kümmern, dass ich ein paar Leute zusammenbekomme, die mit mir Esperanto lernen würden und eine Gruppe gründen. Mit den guten Tipps kann das eh nicht schief gehen.

Jetzt braucht's nur noch ein bisschen Geduld Smile
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mlennartz
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BeitragVerfasst am: So Feb 03, 2013 11:13 am    Titel: Alles nur Mythen Antworten mit Zitat

Vor allem kann man den "Leuten" so etwas einreden...

Ich halte es für falsch, eine Vorauswahl zu treffen. Ich zum Beispiel bin der Techniker (gelernter Werkzeugmacher, studierte Elektroingenieur, Systemanalytiker) und habe die Beschäftigung mit Sprache und Literatur immer als Ausgleich verstanden. Gerade für systematisch denkende Personen (und das sind die Techniker in der Regel) ist Esperanto interessant.

Zu meinen Vorurteilen gehört, dass Geisteswissenschaftler (Pädagogen, Mediziner, Juristen, Sprachwissenschaftler usw.) große Probleme mit Computern und Internet haben, das sind für diesen Personenkreis goße böse Monster. Das entspricht meiner Erfahrungsweilt und der meiner Tochter.

Zitat Lu: Drei Wochenenden und du hast das Wesentliche drauf. Und überhaupt, alles regelmäßig aufgebaut, man kann Wörter selber basteln, man kriegt nicht (oder fast nie) gesagt, "ja, das müsste so heißen, aber das ist eine Ausnahme..."

Ich entschuldige mich bereits vorher, aber mal Butter bei de Fische: Das ist genau der blühende Unsinn, gegen den ich mich sträube. Wenn du so an Esperanto herangehst, verlierst du die Interessenten schneller, als du sie gewinnst. Und die, die bleiben, können kein Esperanto. Die versuchen nämlich, ihre eigene LEGO-Sprache zu basteln.
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Lu Wunsch-Rolshoven
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BeitragVerfasst am: So Feb 03, 2013 12:59 pm    Titel: Re: Alles nur Mythen Antworten mit Zitat

mlennartz hat Folgendes geschrieben:
Ich halte es für falsch, eine Vorauswahl zu treffen.

Ich denke, es bleibt einem nichts anderes übrig als eine Vorauswahl zu treffen. Berlin hat etwa 100.000 Studenten - ich kann sie (derzeit) nicht alle informieren. Ich weiß auch, dass es nach den Erkenntnissen der Werbeleute ziemlich ineffektiv ist, sie nach der Gießkannenmethode alle nur einmal zu informieren. Also muss ich eine Vorauswahl treffen. Bleibt die Frage: Wie? Eher am Mathe-Institut oder am Jura-Institut? Würfeln? Oder feststellen, dass der Anteil der Esperantosprecher unter den Mathe-Absolventen vermutlich etwa zehn Mal so hoch ist wie unter den Juristen? Und dass damit der Erfolg pro eingesetzte Stunde und pro Euro wohl etwa beim Zehnfachen liegt.

mlennartz hat Folgendes geschrieben:
Ich zum Beispiel bin der Techniker (gelernter Werkzeugmacher, studierte Elektroingenieur, Systemanalytiker) und habe die Beschäftigung mit Sprache und Literatur immer als Ausgleich verstanden. Gerade für systematisch denkende Personen (und das sind die Techniker in der Regel) ist Esperanto interessant.

Genau! Bei Technikern ist der Esperanto-Anteil immer noch ganz gut (und liegt wohl über dem Anteil bei den Juristen). Es gibt halt diese beiden Kernzielgruppen - die Computerleute u.ä. und die Sprachleute.

mlennartz hat Folgendes geschrieben:
Zitat Lu: Drei Wochenenden und du hast das Wesentliche drauf. Und überhaupt, alles regelmäßig aufgebaut, man kann Wörter selber basteln, man kriegt nicht (oder fast nie) gesagt, "ja, das müsste so heißen, aber das ist eine Ausnahme..."

Ich entschuldige mich bereits vorher, aber mal Butter bei de Fische: Das ist genau der blühende Unsinn, gegen den ich mich sträube. Wenn du so an Esperanto herangehst, verlierst du die Interessenten schneller, als du sie gewinnst. Und die, die bleiben, können kein Esperanto. Die versuchen nämlich, ihre eigene LEGO-Sprache zu basteln.

Kein Problem, ich diskutiere das gerne.

Als ich das geschrieben habe, habe ich keine wissenschaftliche Aussage machen wollen oder eine Werbebroschüre entwerfen. Es ging mir um die Darstellung des Gefühls bei Mathematikern u.ä., wenn sie Esperanto kennenlernen. Ich habe ja auch deren Eindruck geschildert, nicht etwa meine eigene Auffassung; vor dem von dir zitierten heißt es:
Zitat:
Also lassen die Mathematiker u.ä. das Sprachenlernen, was aber bedeutet, dass sie keine Sprache können. Auch doof. Dann aber finden sie Esperanto - und stellen fest: "Sprache gibt's auch in einfach" Smile Drei Wochenenden (...)

Ich bitte meinen Text in diesem Licht zu sehen.

Ansonsten:
- Esperanto ist nach allen Erfahrungen, die ich kenne, in ungefähr einem Drittel bis einem Fünftel der Zeit zu erlernen, die man für ein vergleichbares Niveau in den meisten anderen Sprachen braucht.
- Auf den Facebook-Seiten von EsperantoLand habe ich schon so manche Befragung durchgeführt, u.a. auch
Zitat:
Kiom longe vi lernis Esperanton antaŭ la ekuzado? Dum kiom da "lecionhoroj" (45 minutoj) vi lernis Esperanton en kurso kaj mem studante, antaŭ ol vi komencis uzi la lingvon en "normalaj" situacioj (tekstolegado, konversacio, retumado...)?

70 Leute haben geantwortet, davon hat die Hälfte, 37 Leute, angegeben, dass sie Esperanto schon nach weniger als 20 Stunden Lernzeit außerhalb von Lernsituationen benutzt haben. (Aber natürlich war das ne Umfrage unter Facebook-Leuten, also unter denen, die es geschafft haben, Esperanto zu lernen.)
- Ich habe in Berlin in den achtziger Jahren so etwa hundert Leute unterrichtet und denen die Wochenendkurse angeboten, die sie haben wollten. Sie wollten ein erstes Wochenende, manche ein zweites, einige ein drittes Wochenende. Niemand wollte ein viertes Wochenende. Da zogen sie es vor, zu Esperanto-Treffen zu fahren und aus der Praxis weiterzulernen. (Evtl. mit ein bisschen Konversation.)
- Die (extremen) "LEGO-Leute" sind beim Unterricht manchmal etwas nervig, ja. Die versuchen ab der ersten Stunde alles mögliche zu basteln und es kann durchaus Zeit kosten, sich damit zu beschäftigen. Sicher ist es gut, wenn es gelingt, denen nahezubringen, dass ein bisschen zuhören und nachvollziehen auch bei Esperanto ein guter Anfang ist...

Aber vielleicht noch mal zum Hintergrund deiner Aussage zurück: Esperanto ist leichter als andere Sprachen. Was aber nicht heißt, dass es nun kinderleicht ist (was auch immer das heißen mag). In unseren Darstellungen sollten wir beides rüberbringen.
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BeitragVerfasst am: So Feb 03, 2013 4:03 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Hm. Also von "falschen" Versprechungen halte ich eher mal nichts. Generell bin ich so der Typ, der zuerst einmal alles ein kleines bisschen schlechter darstellt als es ist, damit dann die Leute nicht negativ überrascht sind sonder positiv und dadurch mehr motiviert. Aber halt in einem gesunden Ausmaß.

An unserer Uni kann ich mir das schon leisten alle Studenten zu "begießen". Immerhin sind wir nur 10 000 und davon studieren 60 % an meiner Fakultät und sind leicht zu erreichen, da ich weiß wie ich es anstellen sollte.

Meinen "harten Kern" werde ich eh eher mit Mundpropaganda finden. Leute die von meiner Idee begeistert sind und mir helfen wollen finde ich glaube ich kaum über Plakate oder Flyer. Leute die so angesprochen werden wollen schon ein fertiges Konzept. Da heißt es dann wahrscheinlich sonst: "Wie? Ich dachte wir können jetzt lernen! Jetzt erst mit Gründen anfangen ist mir zu viel Arbeit."

Mein größter Erfolg bisher war eine Freundin von mir, die immer, wenn ich auf das Thema zu sprechen gekommen bin, meinte: "Nee, Esperanto ist doch sch... Das wurde ja erfunden und ist keine echte Sprache. Außerdem: Wo soll ich das den bitte anwenden, da gibt es kein Land wo ich hinfahren kann!"
Ich meinte dann immer, dass das für Esperanto auch nicht mehr stimmt, da es ja schon so um die 100 Jahre aktiv gesprochen wird und sich so weiterentwickelt, wie eine "normale" Sprache. Auch gibt es inzwischen Muttersprachler, zB wenn sich beide Eltern auf einem Esperanto-Treffen kennengelernt haben.
Weitere Argumente von mir sind immer, dass Italienisch auch quasi von Dante erfunden wurde, immerhin hat er aus dem Vulgärlatein Italienisch abgeleitet und die Neue Deutsche Rechtschreibung ist ja gar nicht von einem Komitee beschlossen worden (die ß-Zweckentfremdung graust sogar mich) ...

Naja, am Ende des Gespräches meinte sie auf alle Fälle, dass sie sich Esperanto noch mal anschauen muss, weil sie es irgend wie lustig fände es mit einem italienischen Akzent auszusprechen und wissen will ob das geht. --> Bingo, Ziel erreicht! Sie setzt sich mit Esperanto auseinander. Wink
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Geändert am So Feb 03, 2013 4:05 pm von Safari
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Safari
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BeitragVerfasst am: So Feb 03, 2013 4:10 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Ach ja:

Ich denkte, dass ich mit der richtigen Vermarktung doch viel an unserer Uni erreichen kann. Wir sind sehr international und bei meinem letzten gemeinsamen Kochnachmittag waren Leute aus D, A, CZ, FR und Südamerika da. Wir haben teilweise in vier Sprachen gesprochen.

Unsere Uni ist ja auch sehr international, man kann bei uns auch ca. 20 verschiedene Sprachen lernen, wenn man will. Unser Präsident steht auch auf öffentliches Ansehen. Ich glaube, der würde sich die Finger um einen Esperanto-Kongress lecken, wenn er darin ein Renommée für die Uni sieht.
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Sunjo
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BeitragVerfasst am: So Feb 03, 2013 7:09 pm    Titel: Re: Alles nur Mythen Antworten mit Zitat

Lu Wunsch-Rolshoven hat Folgendes geschrieben:
Oder feststellen, dass der Anteil der Esperantosprecher unter den Mathe-Absolventen vermutlich etwa zehn Mal so hoch ist wie unter den Juristen?


Ich kann das Argument durchaus nachvollziehen, dass man sich bei begrenzten Mitteln lieber auf Zielgruppen beschränkt, bei denen man sich das beste Verhältnis von Aufwand und möglichem Erfolg verspricht. Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob es sich damit nicht vielleicht auch um so eine Art selbsterfüllende Prophezeiung handelt. Wirbt man bei den Juristen gar nicht erst, lernen es auch nur wenige. Und die wenigen Juristen, die sich dann vielleicht doch mal zu Esperanto "verirren", finden dort nur die Naturwissenschaftler und die Sprachwissenschafter und dadurch zumindest auf der Basis von möglichen Gemeinsamkeiten bezüglich Fähigkeiten und (berufsbedingten) Interessen wenig Grund, in der Esperantogemeinschaft aktiv zu werden/zu bleiben.
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mlennartz
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BeitragVerfasst am: So Feb 03, 2013 7:46 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Haben wir Zielgruppen?

Safari kann in seinem persönlichen Umfeld wirken: Wohnort, vlt. Wohnheim, Fakultät, vlt. Studentenklub, Studentenzeitung, Internet-Seite der Studentenvertretung u. ä. Kann ein Mathe-Student bei den Juristen, zu denen er im Alltag keinen Kontakt hat (nur mal so als Beispiel), gezielt für Esperanto tätig werden?

Zielgruppe definiert nach meiner Vorstellung nur, welches Alter, welche Berufsgruppe, welches Bildungsniveau wir mit einem bestimmten Material am Besten ansprechen können.

Das Wittenberger-Lehrbuch definiert als Zielgruppe die Gymnasiasten und Studenten, weil bestimmte Kenntnisse vorausgesetzt werden (Begriffe wie Substantiv, Verb, Deklination, Akkusativ), und weil es eine Hauptperson gibt, deren Alter und Erfahrungswelt etwa in diesem Bereich liegt. Smartphone-Generation, weil es QR-Codes im Lehrbuch gibt. Fertig. Mehr Zielgruppe ist dort nicht zu finden, wie auch. Wenn nach 20 Jahren endlich wieder ein neu geschriebenes Lehrbuch erscheint, kann es nicht stärker differenzieren.

Interessant ist doch eher, dass anscheinend oder offensichtlich die Eo-Jugendverbände oder auch deren Dachorganisationen hier nicht helfen können. Die himmelblauen Tipps sind doch nur das - himmelblau und aus dem Jahr 1997 (wir schreiben 2013, oder?). Wo ist die Studentengruppe der Uni XYZ, die Safari aus ihrer praktischen Arbeit Tipps gibt? Warum gibt es im 85-Millionen-Deutschland nicht an jeder Uni eine E-Gruppe (trotz oder wegen der Himmelblauen)?

Ich zitiere aus den Himmelblauen:

- über Esperanto im Allgemeinen informieren (oder einfach auf die DEJ-Webpräsenz verweisen)
- über die Aktivitäten eurer Gruppe berichten
- Fotos und Artikel über große Esperantotreffen abbilden
- zu Treffen aufrufen
- über euch erschienene Artikel zeigen


Wenn das alles ist, was man mit Esperanto machen kann ...

Null fachliche Arbeit. Deswegen freue ich mich über Safaris Anfrage, weil uns alle das wieder zum Nachdenken bringen sollte.
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Lu Wunsch-Rolshoven
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BeitragVerfasst am: So Feb 03, 2013 9:21 pm    Titel: Re: Alles nur Mythen Antworten mit Zitat

Sunjo hat Folgendes geschrieben:
Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob es sich damit nicht vielleicht auch um so eine Art selbsterfüllende Prophezeiung handelt. Wirbt man bei den Juristen gar nicht erst, lernen es auch nur wenige. Und die wenigen Juristen, die sich dann vielleicht doch mal zu Esperanto "verirren", finden dort nur die Naturwissenschaftler und die Sprachwissenschafter und dadurch zumindest auf der Basis von möglichen Gemeinsamkeiten bezüglich Fähigkeiten und (berufsbedingten) Interessen wenig Grund, in der Esperantogemeinschaft aktiv zu werden/zu bleiben.

An selbsterfüllende Prophezeiung oder sowas glaube ich weniger. Ich glaube nicht, dass an den mathematischen Instituten im Schnitt zehn Mal intensiver geworben wird als an den juristischen. Nach meinem Eindruck gibt es praktisch gar keine sorgfältig zielgruppenorientierte Werbung für Esperanto. Die meisten Leute werden geworben, weil sie zufällig auf Esperanto stoßen, weil man was in der Zeitung liest oder sonstwo was aufschnappt.

B.a.w. werde ich mich erstmal auf die Zielgruppen konzentrieren, an die ich glaube. Vielleicht wäre es ergänzend gut, wenn mal jemand einen Vergleichs-Test macht: Intensive Werbung in der Mathe und bei den Juristen. Und dann sehen, was dabei herumkommt.

Wenn Leute nicht mehr zu Esperanto-Treffen fahren, weil sie da keine Leute aus dem selben Fach finden, dann kann ich meine Tränen noch zurückhalten... Smile Jede(r) sollte es doch wohl ertragen können, mal eine Woche lang nicht über sein Fach mit Fachleuten zu reden - und im übrigen kann man ganz sicher so ziemlich jedes Fach bei einem Esperanto-Treffen vorstellen und findet interessierte Laien.
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Helmut
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BeitragVerfasst am: So Feb 03, 2013 10:29 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Ich habe Mathematik studiert und demnetsprechend Kontakte im Wesentlichen zu Naturwissenschaftlern gehabt. Die rationale Denkweise macht sie leichter für so etwas Rationales wie eine Plansprache ansprechbar.
Ansonsten gilt: jeder wirbt in seinem Milieu am besten. Als Mathe-Student wäre ich bei Juristen kaum angekommen.
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Sunjo
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BeitragVerfasst am: Mo Feb 04, 2013 12:24 am    Titel: Re: Alles nur Mythen Antworten mit Zitat

Lu Wunsch-Rolshoven hat Folgendes geschrieben:

Wenn Leute nicht mehr zu Esperanto-Treffen fahren, weil sie da keine Leute aus dem selben Fach finden, dann kann ich meine Tränen noch zurückhalten... Smile Jede(r) sollte es doch wohl ertragen können, mal eine Woche lang nicht über sein Fach mit Fachleuten zu reden - und im übrigen kann man ganz sicher so ziemlich jedes Fach bei einem Esperanto-Treffen vorstellen und findet interessierte Laien.

Um die eine Woche (wie oft im Jahr?) ging es mir mit Sicherheit nicht. Ich muss das jetzt aber auch nicht unbedingt vertiefen.

Wie gesagt, ich verstehe es, wenn man sich mit beschränkten Mitteln auf ausgewählte Gruppen (und wie Helmut anmerkt, auf die Leute im eigenen Umfeld) konzentriert. Ich bin nur nicht der Meinung, dass man diese Zielgruppen zu sehr festlegen sollte, indem man immer wieder nur diese Zielgruppen nennt.
(beim DEB z.B. ist mir die altersmäßige Zielgruppenfestlegung (unter 30, über 50) schon mehrfach negativ aufgefallen, auch wenn sie ebenso nachvollziehbar scheint, wie die fachliche hier)
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Lu Wunsch-Rolshoven
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BeitragVerfasst am: Mo Feb 04, 2013 12:41 am    Titel: Re: Alles nur Mythen Antworten mit Zitat

Sunjo hat Folgendes geschrieben:
Ich bin nur nicht der Meinung, dass man diese Zielgruppen zu sehr festlegen sollte, indem man immer wieder nur diese Zielgruppen nennt.
(beim DEB z.B. ist mir die altersmäßige Zielgruppenfestlegung (unter 30, über 50) schon mehrfach negativ aufgefallen, auch wenn sie ebenso nachvollziehbar scheint, wie die fachliche hier)

Ich denke nicht, dass der DEB seine Zielgruppen altersmäßig festlegt. Ich denke nur, dass die angebotenen Veranstaltungen halt für bestimmte Altersgruppen attraktiv sind. Und für andere in anderen Lebenssituationen weniger.
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BeitragVerfasst am: Mo Feb 04, 2013 1:01 am    Titel: Antworten mit Zitat

Zitat Rudolf Fischer, Esperanto aktuell 5/2011
Zitat:
Die von mir gern genannte Zielgruppe der 55- 75-Jährigen...

mal als ein Beispiel

Lu Wunsch-Rolshoven hat Folgendes geschrieben:
Ich denke nur, dass die angebotenen Veranstaltungen halt für bestimmte Altersgruppen attraktiv sind. Und für andere in anderen Lebenssituationen weniger.

Und weil man nicht für alle Altersgruppen und alle Lebenssituationen geeignete Angebote zurechtschneidern kann, beschränkt man sich eben auf gewisse Zielgruppen... Nachvollziehbar, aber durch das Hervorheben/Nennen der Zielgruppen lockt man auch niemanden aus der Nichtzielgruppe, sondern schreckt eher ab.
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