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Dirk Bindmann
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BeitragVerfasst am: Do Feb 07, 2013 9:31 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Safari hat Folgendes geschrieben:
Aber, was mir in den Eo-Lehrwerken fehlt sind Kultur und Lesetexte.

Das kann ich nicht nachvollziehen. Welche Esperanto-Lehrwerke kennst du denn?

Das hier erwähnte "Vojaĝo en Esperanto-Lando" halte ich übrigens für ungeeignet zum Erlernen des Esperanto. Das ist ein Lesebuch für Leute, die Esperanto bereits auf fortgeschrittenem Niveau beherrschen. Wenn ich es recht verstanden habe, suchst du aber ein Lehrbuch für Leute ohne Vorkenntnisse.

Meiner Erinnerung nach enthalten die meisten Esperanto-Lehrbücher auch Lesetexte und Darstellungen zur Esperanto-Kultur. Ein Lehrbuch, bei dem dieser Aspekt besonders auffällt, ist "Esperanto - eine neue Brücke zur Welt" von Till Dahlenburg. Für meinen Geschmack ist dieses Lehrbuch aber etwas zu gründlich geschrieben. Das macht den Weg durch die Lektionen recht lang.
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esocom
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BeitragVerfasst am: Fr Feb 08, 2013 12:54 am    Titel: Esperanto - eine neue Brücke zur Welt Antworten mit Zitat

Vielleicht ist es dazu gedacht, dass Menschen Esperanto besser lernen, als nur das Englischniveau. Es lohnt sich für Esperanto den gleichen (zeitlichen) Aufwand zu treiben, wie für Englisch. Dann kann man nämlich besser mit Ausländern sprechen. Mir gehen die Esperantolerner auf den Keks, die mal grade soviel Esperanto lernen, wie sie sich zum Englisch-Level abringen konnten, aber dann die Esperanto-Infrastrukturen voll ausnutzen.
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Helmut
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BeitragVerfasst am: Fr Feb 08, 2013 10:44 am    Titel: Re: Esperanto - eine neue Brücke zur Welt Antworten mit Zitat

esocom hat Folgendes geschrieben:
Es lohnt sich für Esperanto den gleichen (zeitlichen) Aufwand zu treiben, wie für Englisch.
Du meinst ja jetzt wohl nicht 9 Jahre, sondern den täglichen Lernaufwand?
Ich bin da toleranter als Du, Anfänger auf Treffen stören mich nicht - sie stören mich nur dann, wenn sie anschließend auf dem Niveau stehen bleiben und keine Fortschritte mehr machen.
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esocom
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BeitragVerfasst am: Fr Feb 08, 2013 2:19 pm    Titel: Re: Esperanto - eine neue Brücke zur Welt Antworten mit Zitat

Helmut hat Folgendes geschrieben:
esocom hat Folgendes geschrieben:
Es lohnt sich für Esperanto den gleichen (zeitlichen) Aufwand zu treiben, wie für Englisch.
Du meinst ja jetzt wohl nicht 9 Jahre, sondern den täglichen Lernaufwand?
Ich bin da toleranter als Du, Anfänger auf Treffen stören mich nicht - sie stören mich nur dann, wenn sie anschließend auf dem Niveau stehen bleiben und keine Fortschritte mehr machen.


Es ist wohl individuell unterschiedlich, wie lange man braucht, um in Englisch radebrechen zu können. Dieses Lernquantum für Esperanto aufgewendet genügt locker für flüssige Konversation und mehr. Viele Esperantosprecher bemühen sich nicht weiter, wenn sie den Radebrechlevel in Esperanto erreicht haben und geistern als eternaj komencantoj durch die Esperantowelt. Mich stört das. Englisch radebrechen zu können wird vielfach als Nutzen "der" internationalen Sprache begriffen. Das muss man als Esperantist auf Esperanto nicht unbedingt anwenden.
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Helmut
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BeitragVerfasst am: Fr Feb 08, 2013 5:23 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Die "eternaj komencantoj" stören mich auch - ich persönlich nehme auch keine Rücksicht auf sie. Gelegentlich sage ich es ihnen auch mehr oder weniger diplomatisch. Für diese Personengruppe wäre die regelmäßige Teilnahme an Treffen der lokalen Esperanto-Gruppe, bei der konsequent Espernato gesprochen würde, notwendig.
Vielleicht erinnerst Du Dich noch daran, dass bei Mitgliederversammlungen des DEB Dr. Bormann und ich stets nur Esperanto gesprochen haben. Wenn Mitglieder auf Deutsch eine Frage stellten, wurde stets auf Esperanto geantwortet.
Ich kenne genügen Leute, die in Esperanto das Sprachniveau C1, also besser als Abiturenglisch nach Leistungskurs, in 2 Jahren erreicht haben. Diese Leute waren natürlich fleißig, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass sie mehr als 1 Stunde täglich (das mag vergleichbar sein mit dem Englisch-Unterricht in der Schule) Esperanto gelernt haben.
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Erik
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BeitragVerfasst am: Sa Feb 09, 2013 10:31 pm    Titel: Re: Esperanto - eine neue Brücke zur Welt Antworten mit Zitat

mlennartz hat Folgendes geschrieben:
Das Wittenberger-Lehrbuch definiert als Zielgruppe die Gymnasiasten und Studenten, weil bestimmte Kenntnisse vorausgesetzt werden (Begriffe wie Substantiv, Verb, Deklination, Akkusativ), und weil es eine Hauptperson gibt, deren Alter und Erfahrungswelt etwa in diesem Bereich liegt. Smartphone-Generation, weil es QR-Codes im Lehrbuch gibt. Fertig. Mehr Zielgruppe ist dort nicht zu finden, wie auch. Wenn nach 20 Jahren endlich wieder ein neu geschriebenes Lehrbuch erscheint, kann es nicht stärker differenzieren.
Als Smartphone-Besitzer stellt sich mir die Frage: Was genau soll eine Smartphone-Generation sein? Sind nicht die meisten aktuellen Mobiltelefone in der Mittelklasse vom Gerätetyp her Smartphones? Also ich finde die Dinger im Allgemeinen eigentlich ganz praktisch.

Safari hat Folgendes geschrieben:
Ich, persönlich, bin ja von "Esperanto - Direkt" überzeugt, aber finde, dass man das eher als Übungsbuch nicht als Kursbuch verwenden kann.
Schade eigentlich, daß es von Esperanto Direkt keine Version für Erwachsene gibt. Was mir persönlich bei Esperanto Direkt nicht gefällt sind die Verwendung von seltsamen Geschlechterrollen: "Blaumann-Papa geht in die Fabrik arbeiten und Mama schmeißt im Eigenheim den Haushalt mit Oma und Opa und den turnusmäßig anwesenden schulpflichtigen Kinder". Aua, da bekomme ich spontan Kopfschmerzen. Wie soll man sich mit sowas identifizieren? Aber diese Geschlechterrollen sind z.B. ähnlich beim F.P. Gopsill "Interlingua Today" (mehr oder weniger das Standardlehrbuch für Interlingua) auch vorhanden. War wohl früher so üblich.
Safari hat Folgendes geschrieben:
Ich plane ja gerade zum Treffen der ital. Esperantojugend zu fahren (oh Apulien, so ein schönes blaues Meer...). Dann hätte ich auch sprachlich und esperantokultur-technisch schon mal mehr drauf, was einer Gruppengründung auch nicht unnützlich ist. Smile
Filme doch einfach auf dem Treffen ein bißchen in der Gegend rum, interview die Leute und schau dir das dann einfach mal zu Hause an. Da kommen dann am besten irgendwelche Ideen welche man auch zu Hause umsetzen könnte. Und am besten Abstand halten zum ganzen sprachpolitischen Esperanto Bewegungskrampf. Bei Muzaiko kann man sich sicher auch einiges an Ideen rausziehen. Oder vielleicht sogar bei den Novaĵoj mithelfen.

Lu Wunsch-Rolshoven hat Folgendes geschrieben:
Wenn ich "wir" sage, meint das natürlich nur die, die den jeweiligen Weg für sinnvoll halten. Es gibt nicht viel, was den Namen "Esperanto-Bewegung" verdient, dafür bewegt sich zu wenig in Richtung Verbreitung.
Sehr interessante Beschreibung. Es verwundert mich allerdings immer wieder der Mythos, daß eine geschlossene Esperanto-Bewegung die Sprache Esperanto am meisten verbreiten könnte. Zusammen sind wir stark? Nee, zusammen bekommen wir am meisten Gegendruck, verschwenden am meisten Energie für Existenzrechtfertigung und werden am schnellsten zerrieben. Innovation lebt durch maximalen Freiraum und nicht durch Einsperren. Wer sich beengt fühlt macht halt einen Fork auf.

"Esperanto - mach halt einfach damit was du willst. Paßt schon."
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Erik
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BeitragVerfasst am: Sa Feb 09, 2013 10:45 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Helmut hat Folgendes geschrieben:
Die "eternaj komencantoj" stören mich auch - ich persönlich nehme auch keine Rücksicht auf sie. Gelegentlich sage ich es ihnen auch mehr oder weniger diplomatisch.
Als EK nehme ich auch keine Rücksicht auf Dauerfeuer-Sprecher (C1) die eigentlich auch nicht wirklich Interesse daran haben verstanden zu werden und einem oft mit sprachpolitischen Ambitionen auf die Nerven gehen. Meisten gibt es auf den Treffen ja auch noch andere Leute mit denen man sich als EK prima unterhalten und wesentlich mehr Spaß haben kann. Ob das jetzt im stetigen Wechsel zwischen Esperanto, Deutsch oder Englisch passiert ist eigentlich ziemlich egal. Für mich steht das Zusammenkommen und Zusammen-Spaß-haben an ersten Stelle.
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Safari
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BeitragVerfasst am: Mo Feb 18, 2013 4:43 am    Titel: Re: Vojagho al Esperanto-lando, zwei Beispielseiten Antworten mit Zitat

Lu Wunsch-Rolshoven hat Folgendes geschrieben:
Ich hab jetzt mal zwei Seiten aus "Vojaĝo al Esperanto-lando" (S. 12+13) ins Netz gestellt.
Ist eine Screenshot-Kopie aus einer pdf-Datei, daher nicht ganz scharf.

Und hier sind die Seiten 26 und 27 von "Vojaĝo al Esperanto-lando".


Danke Lu! Aber ich glaube, dass ich Dirk zustimmen muss. Das ist mehr was für Leute, die schon Esperanto können.

Nach den vielen Rückmeldungen zu meiner provokanten Aussage zur fehlenden Kultur und Lesetexten muss ich zugeben, dass ich etwas zu voreilig geurteilt habe. Ich habe jetzt gesehen, dass es doch viele Lehrwerke gibt, die Kultur enthalten und Lesetexte auch. Und: Ich dachte nicht, dass es so viele Lehrwerke für Eo gibt. Smile

Erik hat Folgendes geschrieben:
Safari hat Folgendes geschrieben:
Ich plane ja gerade zum Treffen der ital. Esperantojugend zu fahren (oh Apulien, so ein schönes blaues Meer...). Dann hätte ich auch sprachlich und esperantokultur-technisch schon mal mehr drauf, was einer Gruppengründung auch nicht unnützlich ist. Smile
Filme doch einfach auf dem Treffen ein bißchen in der Gegend rum, interview die Leute und schau dir das dann einfach mal zu Hause an. Da kommen dann am besten irgendwelche Ideen welche man auch zu Hause umsetzen könnte. Und am besten Abstand halten zum ganzen sprachpolitischen Esperanto Bewegungskrampf. Bei Muzaiko kann man sich sicher auch einiges an Ideen rausziehen. Oder vielleicht sogar bei den Novaĵoj mithelfen.


Wie darf ich das verstehen mit dem Abstand zu den sprachpolitischen Esperanto-Kämpfern?


So, nun aber zurück zum Thema:

Ich habe heute mit Carl gesprochen. Carl ist der Vorsitzende (ich hoffe so heißt der Posten) der DEJ und hat mir heute seine Hilfe bei der Hochschulgruppengründung zugesagt. Ich bin auch sehr froh darüber, dass ich als Mitglied (welches ich jetzt bin) einen Fahrtkostenzuschuss für das EJF bekomme, also kann ich vielleicht sogar mit dem Flugzeug reisen, nicht mit dem Zug.

Weiteres bin ich sehr zuversichtlich, dass es mit meiner Hochschulgruppe Erfolge geben wird, da ich letzten auf einer Feier zwei Leuten erzählt habe das ich eine Esperanto-HSG gründen möchte und dann waren sie begeistert von der Idee, aber leider sind sie schon im letzten Semester. Ich glaube, dass es da bei uns noch mehr Potenzial gibt.
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Erik
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BeitragVerfasst am: Mo Feb 18, 2013 7:58 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Safari hat Folgendes geschrieben:
Wie darf ich das verstehen mit dem Abstand zu den sprachpolitischen Esperanto-Kämpfern?
Mir liegt es fern Misstrauen säen zu wollen. Aber es gibt leider immer noch Esperanto Enthusiasten welche bedingt durch übertriebenen idealistischen Antrieb sich ständig das Recht herausnehmen in anderer Leute ihre Esperanto Projekte konzeptionell einzumischen bzw. aus dem Hobby Esperanto ein Politikum gemäß einer elitären, politischen Bewegung machen zu müssen. Da hilft dann eigentlich nur zueinander Abstand halten. Aber das muß jeder Projektleiter selbst entscheiden.
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Helmut
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BeitragVerfasst am: Fr Feb 22, 2013 8:47 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Erik hat Folgendes geschrieben:
Als EK nehme ich auch keine Rücksicht auf Dauerfeuer-Sprecher (C1) die eigentlich auch nicht wirklich Interesse daran haben verstanden zu werden
Vorsicht, hier kultivierst Du aber nur Vorurteile. Du betreibst seit ca 10 Jahren Esperanto. Wenn Du Dich selbst weiterhin als "Eterna Komencanto" siehst und es auch bist, dann ist es doch naheliegend, dass C1-Leute Dich inzwischen aufgegeben haben und nicht sonderlich Wert darauf legen von DIR verstanden zu werden.
Zitat:
und einem oft mit sprachpolitischen Ambitionen auf die Nerven gehen.
Du weckst hier den falschen Eindruck, dass das ein C1-Dauerthema ist.
Zitat:
Meisten gibt es auf den Treffen ja auch noch andere Leute mit denen man sich als EK prima unterhalten und wesentlich mehr Spaß haben kann.
Noch mehr Spaß könntest Du haben, wenn Du Dich bemühen würdest, Esperanto besser zu sprechen - dann würdest Du vielleicht noch mehr Leute kennen lernen
Zitat:
Ob das jetzt im stetigen Wechsel zwischen Esperanto, Deutsch oder Englisch passiert ist eigentlich ziemlich egal.
Nein, das ist es absolut nicht. Esperanto-Treffen sind für Esperanto-Sprecher - auch Anfänger da. Dort besteht für alle die Möglichkeit, ihre praktischen E-Fähigkeiten zu verbessern. Wenn Du meinst, Du müsstest da mit Deutsch und Englisch kommen, dann bist Du auf der falschen Veranstaltung.
Zitat:
Für mich steht das Zusammenkommen und Zusammen-Spaß-haben an ersten Stelle.
Das gilt offensichtlich für alle Teilnehmer, auch für die von Dir geschmähten C1-Sprecher.
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Erik
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BeitragVerfasst am: Mi Feb 27, 2013 9:44 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Helmut hat Folgendes geschrieben:
Erik hat Folgendes geschrieben:
Als EK nehme ich auch keine Rücksicht auf Dauerfeuer-Sprecher (C1) die eigentlich auch nicht wirklich Interesse daran haben verstanden zu werden
Vorsicht, hier kultivierst Du aber nur Vorurteile. Du betreibst seit ca 10 Jahren Esperanto. Wenn Du Dich selbst weiterhin als "Eterna Komencanto" siehst und es auch bist, dann ist es doch naheliegend, dass C1-Leute Dich inzwischen aufgegeben haben und nicht sonderlich Wert darauf anlegen von DIR verstanden zu werden.
Eigentlich mag ich den Begriff "Eterna komencanto" nicht wirklich. Ich beschäftige mich nun seit ca. 4,5 Jahren unterschiedlich intensiv mit Esperanto. Als Anfänger bekommt man nonverbal sehr schnell mit ob jemand auf C1 Level überhaupt daran interessiert ist verstanden zu werden. Selbstverliebte Monologe auf C1 Level sind halt einfach nicht mein Ding bzw. das was ich persönlich unter Kommunikation verstehe. Da quatsche ich doch lieber holterdipolter mit einem EK oder wechsel die Sprache als das ich andächtig jemanden zulausche der sich nur gerne selbst reden hört und seinen Eigenutz vielleicht auch noch vor sich selbst als Motivationsanreiz gegenüber EK's rechtfertigt. Klar, jeder hat Geld dafür ausgegeben an einem Treffen teilzunehmen und jeder will auch irgendwie seine Erwartungen irgendwie erfüllt sehen. Ist ja okay. Ich persönlich werde aber auf einem Esperanto Treffen sicher nicht meine deutschen Muttersprachenkenntnisse verleugnen wenn diese jene welche von Nutzen sein könnten. Auf einem Esperanto-Treffen schöpfe ich nämlich gerade durch die gelegentliche Nutzung meiner deutschen Muttersprache oder englischer Sprachkenntnisse die Kraft mich dadurch intensiv durch eine längere Unterhaltung auf Esperanto zu boxen. Ich meine, ich habe das nicht vergessen warum ich Geld dafür ausgegeben habe. Wenn das jemand so nicht verstehen kann oder will dann haben wir leider unterschiedliche Prioriäten für die Teilnahme an dem Treffen und werden wohl nicht zusammenfinden. Was jetzt aber auch kein Weltuntergang sein sollte.

Helmut hat Folgendes geschrieben:
Erik hat Folgendes geschrieben:
und einem oft mit sprachpolitischen Ambitionen auf die Nerven gehen.
Du weckst hier den falschen Eindruck, dass das ein C1-Dauerthema ist.
Okay.

Helmut hat Folgendes geschrieben:
Erik hat Folgendes geschrieben:
Meisten gibt es auf den Treffen ja auch noch andere Leute mit denen man sich als EK prima unterhalten und wesentlich mehr Spaß haben kann.
Noch mehr Spaß könntest Du haben, wenn Du Dich bemühen würdest, Esperanto besser zu sprechen - dann würdest Du vielleicht noch mehr Leuten kennen lernen.
Eine Fremdsprache in einer Echtzeit-Unterhaltung - also nicht in einer Klassenraumsituation - sprechend anzuwenden ist alles andere als einfach.

Helmut hat Folgendes geschrieben:
Erik hat Folgendes geschrieben:
Ob das jetzt im stetigen Wechsel zwischen Esperanto, Deutsch oder Englisch passiert ist eigentlich ziemlich egal.
Nein, das ist es absolut nicht. Esperanto-Treffen sind für Esperanto-Sprecher - auch Anfängern da. Dort besteht für alle die Möglichkeit, ihre praktischen E-Fähigkeiten zu verbessern. Wenn Du meinst, Du müsstest da mit Deutsch und Englisch kommen, dann bist Du auf der falschen Veranstaltung.
Solange ich kein KER-Zertifikat bei der Anmeldung vorlegen muß entscheide ich immer noch selbst ob die betreffende Esperanto Veranstaltung richtig oder falsch für mich ist. Oder vielleicht sind ja die betreffenden C1-ler auf der falschen Veranstaltung?

Helmut hat Folgendes geschrieben:
Erik hat Folgendes geschrieben:
Für mich steht das Zusammenkommen und Zusammen-Spaß-haben an ersten Stelle.
Das gilt offensichtlich für alle Teilnehmer, auch für die von Dir geschmähten C1-Sprecher.
Ich habe grundsätzlich nichts gegen C1-Sprecher. C1-Sprecher mit einer gewissen pädagogischen Kompromissbereitschaft im Sprachlevel (insbesondere Geduld) sind sogar ziemlich angenehm. Selbstdarsteller C1 Sprecher sind mir als Gesprächspartner ziemlich egal. "Ich bin wichtig und ganz toll" interessiert mich nämlich nicht die Bohne.
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BeitragVerfasst am: So Apr 14, 2013 1:39 am    Titel: Zurück zum Thema - auf Umwegen Antworten mit Zitat

Saluton!

Endlich habe ich Zeit euch zu schreiben! In den letzten Tagen hat sich bei mir viel getan, das Studium hat auch wieder begonnen. Wie ich ja schon geschrieben habe, habe ich vor 14 Tagen das IJF besucht. Davor hab ich mich wieder intensiv mit meinem Esperanto - Direkt auseinandergesetzt und festgestellt, dass es als Vorbereitung gut geeignet ist, aber ein Monat "Hardcore-Esperanto" inkl. Vokabellernen ist schon ein Hammerding.

Schlussendlich ist es mir in Italien dann so ergangen, wie viele von euch berichtet haben: Ich habe erstmal nicht wirklich was verstanden. Very Happy Also hab ich den ersten Tag mal genutzt um meine Italienischkenntnisse zu verbessern. Aber nach zwei Tagen war ich schon gut dabei! Gegen Ende des Festivals wollten mir manche dann schon nicht mehr glauben, dass ich erst seit einem Monat (ernsthaft) Esperanto lerne. Smile

Unterm Strich war die Fahrt zum IJF das Beste, das ich tun konnte. Ich glaube, dass ich die Sprache daheim vorm PC sicher nicht annähernd so gut gelernt hätte. Und zusätzlich habe ich viele nette, neue Freunde und Bekannte kennen gelernt.

Für meine Hochschulgruppe bin ich nun also bestens gewidmet! (Und damit zurück zum Thema Laughing )

Ich hab in der letzten Woche das Thema Esperanto schon einige Male in der Uni anklingen lassen und zumindest überall auf "wissende Ohren" gestoßen. Ich bin es nicht gewohnt, dass die Leute, mit denen ich zu tun habe Esperanto kennen, entsprechend groß ist meine Freude darüber. Meine Mitstudenten scheinen interessiert zu sein und mir wurde auch schon von einer älteren Studentin gesagt, dass ich in Passau mit einer Esperanto-Hochschulgruppe durchaus Erfolg haben könnte. Von einem anderen wurde mir Hilfe beim Gründen der Gruppe angeboten: Er meinte, dass er zwar später leider keine Zeit zum Lernen haben werde, aber irgendwer müsse mir ja Starthilfe geben, damit das Ding ins Rollen kommt.

Beim DEJ bin ich auch quasi offene Türen eingerannt. Dort war man von meiner Idee auch gleich begeistert und sicherte mir seine Unterstützung zu.

So. Ich glaube, das ist jetzt einmal der aktuelle Stand. Bald gibt es wieder Neuigkeiten von mir!

Zum Schluss hab ich noch eine Bitte an euch: Habt ihr Erfahrung mit dem Aufbau und der Organisation von Esperanto-Gruppen/-Kursen? Ich bräuchte nämlich Tipps, könnt ihr mir da helfen?

Ich dachte daran, dass wir uns einmal in der Woche treffen für Kurs-/Quatschrunde (je nach Kenntnissen halt) und so bald wie möglich einen Wochenend-Kurs organisieren, damit die Basis mal da ist.

LG
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BeitragVerfasst am: So Apr 14, 2013 6:06 am    Titel: Esperanto-Gruppe gründen Antworten mit Zitat

Danke sehr für den ausführlichen Bericht! Sehr schön, weiter viel Freude mit Esperanto!

Safari hat Folgendes geschrieben:
Zum Schluss hab ich noch eine Bitte an euch: Habt ihr Erfahrung mit dem Aufbau und der Organisation von Esperanto-Gruppen/-Kursen? Ich bräuchte nämlich Tipps, könnt ihr mir da helfen?

Ich dachte daran, dass wir uns einmal in der Woche treffen für Kurs-/Quatschrunde (je nach Kenntnissen halt) und so bald wie möglich einen Wochenend-Kurs organisieren, damit die Basis mal da ist.


Beides sicher sehr gut. Erforderlich ist weiterhin ein langer Atem. Nach dem ersten WE-Kurs ist es gut, einen zweiten Anfängerkurs anzubieten (und gut dafür zu werben), dann einen dritten usw. - evtl. parallel mit einem Fortsetzungskurs. Es ist nämlich so, dass die meisten Kursteilnehmer nicht dauerhaft bei der Gruppe bleiben - aus 1001 Grund. Deshalb brauchst du ziemlich viele Esperanto-Lerner, bis du genug Leute für eine Gruppe hast. Eine Gruppe ist nämlich leider nicht so lustig, wenn nur zwei oder drei Leute regelmäßig kommen...
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BeitragVerfasst am: Do Apr 18, 2013 9:43 pm    Titel: Antworten mit Zitat

Hm. Aller Anfang ist schwer.

Gerade hab ich so ein bisschen das Problem, dass zwar alle Leute "wirklich interessiert" sind, aber keiner mit mir die Hochschulgruppe gründen will. Ich wollte ja erstmal offiziell die Gruppe gründen und dann auf Mitgliedersuche gehen. Ich befürchte, dass ich das jetzt vorziehen muss und erst einmal Werbung für Esperanto mache.

Ich dachte an Plakate und an Flyer. Leider wird die Uni davon überschwemmt was das Zeug hält. Gibt es vielleicht aufsehenerregende Alternativen, die nicht teuer sind?

Wegen Plakaten und Flyern: Gibt es bereits ansprechende Designs, die ich verwenden könnte, oder müsste ich mir da etwas Neues einfallen lassen? Meine Idee wäre ein sehr buntes, jugendiches Design versehen mit kurzen, prägnanten Sprüchen in Esperanto, die Aufmerksamkeit erregen.

Ich dachte, dass zB ein Spruch auf Esperanto, den man als Deutscher verstehen kann, von dem man aber weiß, dass er nicht aus Italienisch oder Spanisch kommt, am anregendsten ist. Am besten mit ein paar der typischen Esperanto-Buchstaben.

Ich habe jetzt einmal Flyer gemacht. Was meint ihr? (Es fehlt halt noch der Internetlink uA)



Danke für die Hinweise wegen der Kurse. Ja so sollte ich es wohl machen. Aber zuvor brauche ich ohnehin Leute, die überhaupt mit mir lernen wollen. Smile
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Lu Wunsch-Rolshoven
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BeitragVerfasst am: Fr Apr 26, 2013 6:09 pm    Titel: Ideen zum Werben Antworten mit Zitat

Die Reihenfolge erst Kurse, dann Gruppe gründen scheint mir sinnvoll.

Aufsehenerregend: Du kannst an einem Tag ganz viel auslegen und aufhängen. Z.B. morgens ganz früh neben die Spiegel in den Klos, über die Pissoirs, an den Türen genau da, wo man hinschaut. Vorsichtig ankleben mit etwas Tesafilm, sodass es leicht zu entfernen ist (sonst evtl. Sachbeschädigung). Ergänzend ein großes Plakat (A2, Buchstaben bis 10 cm hoch) auf ein Fahrrad, was direkt neben der Eingangstür zum Institut steht (oder irgendwo sonst, wo jeder hinschaut, bevor er reinkommt).

Auf die Anschlagbretter habe ich A8-Zettel geheftet, bis zu sechs Stück pro Schwarzes Brett, in Augenhöhe oder etwas tiefer, immer in die Lücken zwischen den großen Plakaten und Zetteln. (Ich finde es gut, dasselbe Motiv in verschiedenen

Am besten fragst du wegen der Postkarten die Leute, die "wirklich interessiert" waren, denke ich mal.
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