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GÖRLITZ Mit einer Sprache die ganze Welt verstehen

 
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Helmut
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BeitragVerfasst am: So Sep 28, 2014 4:21 pm    Titel: GÖRLITZ Mit einer Sprache die ganze Welt verstehen Antworten mit Zitat

http://www.alles-lausitz.de/content/nachrichten/11257888_Mit_einer_Sprache_die_ganze_Welt_verstehen.html

GÖRLITZ Mit einer Sprache die ganze Welt verstehen
FRANK-UWE MICHEL

Petra Richter hat Esperanto quasi mit der Muttermilch aufgesorgen. Ihr Vater, der die Grafik von Ludwig Zamenhof, des Erfinders dieser "Plan-Sprache", geschaffen hat, war Vize-Präsident des Esperanto-Verbandes der früheren DDR. Selbst Bücher wie der "Struwwelpeter" sind in Esperanto erschienen.
Petra Richter hat Esperanto quasi mit der Muttermilch aufgesorgen. Ihr Vater, der die Grafik von Ludwig Zamenhof, des Erfinders dieser "Plan-Sprache", geschaffen hat, war Vize-Präsident des Esperanto-Verbandes der früheren DDR. Selbst Bücher wie der "Stru | Foto: Redaktion

Petra Richter spricht es fließend. Und ihr Ziel ist, dass noch mehr Menschen die Vorzüge dieser ganz besonderen Sprache erkennen. Es geht um Esperanto – eine "Plan-Sprache", die der polnische Augenarzt Ludwig Zamendorf erfunden und 1887 erstmals vorgestellt hat.

"Salutas la telefona auskultilo de familio Richter", heißt es auf dem Anrufbeantworter der Richters. "Bonvolu paroli post la sono au alvoku denove post la deka horo vespere." Wer hier einen spanischen oder italienischen Text vermutet, liegt zwar falsch, denkt aber schon in die richtige Richtung. Petra Richter hat ihren "AB" mit Esperanto besprochen, begrüßt die Anrufer und bittet, etwas Nettes zu erzählen oder es nach 22.00 Uhr erneut zu versuchen.

"Ganz leicht zu verstehen", schmunzelt die Görlitzerin, die im Herbstsemester der Volkshochschule erstmals einen Kurs für Interessenten dieser erfundenen Sprache leitet.

Petra Richter selbst ist mit Esperanto aufgewachsen. Ihr Vater Rudolf Hahlbohm war Vize-Präsident des Esperanto-Verbandes in der früheren DDR und hatte die Sprache bereits in seiner Jugend kennen gelernt. "Er kam dann irgendwann mit einem Lehrbuch in Berührung. Und seitdem war er regelrecht Feuer und Flamme", erinnert sich die Görlitzerin, die mit ihrem Vater zu Hause Esperanto sprach, sich mit der Mutter aber auf Deutsch unterhielt.

"Mein Bruder und ich sind auf diese Weise zweisprachig aufgewachsen. Ich glaube, dass das kein Nachteil für uns war." Gern erinnert sie sich an die Urlaubsfahrten mit den Eltern. "Wir fuhren oft in so genannte Esperanto-Camps und konnten die Sprache dort richtig ausleben." Parallel zu den Esperanto-Weltkongressen gab es zudem Kinder-Treffen, "die wie riesige Ferienlager waren." Die Verständigung klappte ohne Probleme, denn Esperanto sprach und spricht man überall gleich auf der Welt.

"Das ist das Wunderbare an dieser Sprache – sie besteht zu über 50 Prozent aus Latein und vereint Einflüsse vieler anderer Sprachen." Als Esperanto Ende des 19. Jahrhunderts publik gemacht wurde, war gerade Französisch modern. "Heute steht Englisch sehr im Vordergrund. Und glaubt man den Prognosen, wird es in 20 Jahren Chinesisch sein. Wie viel einfacher könnte man es sich mit Esperanto machen, das man in nur drei Monaten durchaus lernen kann."

Doch diese Einsicht habe sich bisher leider nicht durchgesetzt. "Wäre Esperanto statt Englisch in der Schule Pflichtfach, sähe das sicherlich anders aus." Doch auch so setzt Petra Richter auf die Einsicht und Wissbegierde der Menschen, mit der von dem Polen Ludwig Zamendorf 1887 erfundenen Sprache etwas Neues, Bleibendes zu lernen.

Ihr selbst hat Esperanto schon in vielen Situationen geholfen. "Wenn ich beim Arzt bin und der seine lateinischen Fachbegriffe sagt, weiß ich ganz genau, um was es geht. Oder wenn mein Sohn Französisch lernt, kann ich mir an Hand der Vokabeln den Sinn zusammenreimen." Wer gern reist, besorgt sich zuvor ein Pasporta servo – ein Adressbuch für Esperantisten.

"Dort sind Leute aus allen Ländern dieser Welt aufgeführt. Die helfen mir dann an meinem Urlaubsort weiter – auf Esperanto natürlich." Das Erlernen sei nicht sonderlich schwer. "Es gibt keine Ausnahmen, sondern klare Regeln." Deshalb habe es sich auch gegenüber anderen Plan-Sprachen wie Volapük oder Ido durchgesetzt.

Bei ihrem Sprachkurs möchte Petra Richter möglichst viele Interessenten von den Vorzügen überzeugen: "Lernu Esperanton en Görlitz! – Lernen Sie Esperanto in Görlitz!", ruft sie allen noch Zögerlichen zu.
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